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LaraJWinter

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2026

Wenn Freundinnen Feindinnen werden

Die Villa
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Puh, was für ein Trip! „Die Villa“ von Jess Ryder hat mich heute den ganzen Tag an die Seiten gefesselt. Ich hatte die Geschichte tatsächlich schon einmal als Hörbuch begonnen, bin dann aber aufgrund begrenzter ...

Puh, was für ein Trip! „Die Villa“ von Jess Ryder hat mich heute den ganzen Tag an die Seiten gefesselt. Ich hatte die Geschichte tatsächlich schon einmal als Hörbuch begonnen, bin dann aber aufgrund begrenzter Stunden nicht weit gekommen. Rückblickend bin ich froh darum, denn als Buch hat mich die Story noch viel tiefer hineingezogen.
Zugegeben, der Anfang verlangt dem Leser einiges ab. Die Handlung springt zwischen den Zeiten und wechselt nicht nur die Perspektiven der Freundinnen, sondern auch zwischen der Ich-Form und der dritten Person. Es dauert einen Moment, bis man die Puzzleteile sortiert hat und versteht, wer gerade welche Geheimnisse hütet. Aber genau das macht den Reiz aus! Sobald man den Durchblick hat, entwickelt das Buch eine unglaubliche Eigendynamik.
Es ist diese Art von Thriller, bei der man ständig miträtselt und jede Aussage der Protagonistinnen hinterfragt. Als sich der Nebel des Vergessens (oder des Verschweigens?) langsam lichtet, kommen Wahrheiten ans Licht, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Es ist kurzweilig, durchdacht und handwerklich wirklich stark konstruiert.
Fazit: Ein tolles Buch für alle, die psychologische Spannung und komplexe Beziehungsgeflechte lieben. Manchmal lohnt sich der zweite Anlauf bei einem Buch eben doch!

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Alles Gold, was glänzt? Ja hier leider nicht.

The Darkest Gold – Die Gefangene
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Ich muss es so deutlich sagen: Dieses Buchuch hat meine Geduld massiv auf die Probe gestellt. Die Grundidee rund um den Midas-Mythos klang so vielversprechend, aber die Umsetzung war für mich leider ein ...

Ich muss es so deutlich sagen: Dieses Buchuch hat meine Geduld massiv auf die Probe gestellt. Die Grundidee rund um den Midas-Mythos klang so vielversprechend, aber die Umsetzung war für mich leider ein totaler Reinfall.
Das Hauptproblem ist die Protagonistin Auren. Ich habe selten eine Figur erlebt, die so passiv ist. Sie beobachtet, sie lässt über sich ergehen, sie wird gerettet – aber sie trägt absolut nichts aktiv zur Handlung bei. 60 % des Buches verbringt sie damit, in ihrem Käfig zu sitzen und ihrem toxischen König dabei zuzusehen, wie er sich mit anderen „Sätteln“ vergnügt. Eine Heldenreise sucht man hier vergeblich. Auren ist hübsch und aus Gold, aber das war es dann auch schon. Ich konnte leider keinerlei Mitgefühl für sie entwickeln, da sie mir bis zum Ende unsympathisch und ungreifbar blieb.
Auch der Rest der Welt konnte mich nicht überzeugen. Die Atmosphäre ist derb, alle wirken getrieben von niederen Instinkten und die Dynamik ist durchweg toxisch. Wer hier auf eine schöne Liebesgeschichte hofft, wird bitter enttäuscht. Es ist höchstens Dark Fantasy, aber selbst dafür fehlt es schlichtweg an Spannung und Fortschritt.
Fazit: Für mich ein langatmiger Auftakt ohne Entwicklung. Wer aktive Protagonistinnen und eine spannende Handlung sucht, sollte diesen goldenen Käfig lieber geschlossen lassen.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Ein finales Spiel voller Rätsel, Chaos und widersprüchlicher Gefühle

The Inheritance Games – Der letzte Schachzug
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Nach dem Buddyread zu diesem Buch sitze ich hier und weiß ehrlich gesagt gar nicht genau, was ich sagen soll. Es ist ein Buch der Gegensätze: Ich bin begeistert und gleichzeitig irgendwie enttäuscht.

Im ...

Nach dem Buddyread zu diesem Buch sitze ich hier und weiß ehrlich gesagt gar nicht genau, was ich sagen soll. Es ist ein Buch der Gegensätze: Ich bin begeistert und gleichzeitig irgendwie enttäuscht.

Im Vergleich zu Band 2 fand ich diesen Teil stärker, was vor allem an der Spannung im letzten Drittel lag. Da hat das Buch endlich an Fahrt aufgenommen und das typische „Hawthorne-Rätselfieber“ ist ausgebrochen. Das Miträtseln hat unglaublich viel Spaß gemacht, auch wenn die Familienverhältnisse mittlerweile so verworren sind, dass ich mehr als einmal komplett den Überblick verloren habe. Da das Buch einen aber bewusst in die Irre führen will, nehme ich das der Autorin nicht mal übel.

Mein Hauptkritikpunkt ist jedoch der emotionale Part. Zwischen Band 2 und 3 liegt fast ein ganzes Jahr. Uns wird zwar berichtet, was in der Zwischenzeit passiert ist, aber für mich hat das nicht funktioniert. Ich konnte die Beziehung zwischen Avery und Jameson emotional überhaupt nicht greifen – es fühlte sich an, als würde ich eine Geschichte über Fremde lesen, deren Entwicklung ich verpasst habe. Genauso erging es mir auch mit Graysons Entwicklung. Zudem wirkten die Jungs oft sehr widersprüchlich: In einem Moment agieren sie wie abgebrühte Business-Männer, im nächsten sind sie dann doch wieder sehr kindische Teenager.

Man muss beim Lesen im Hinterkopf behalten, dass es Young Adult ist – Avery ist 17, und entsprechend „interessant“ fallen manche Entscheidungen aus. Insgesamt hat mich das Buch trotz einiger Längen und der emotionalen Distanz gut unterhalten, auch wenn der absolute „Ich-muss-sofort-weiterlesen“-Sog diesmal ausblieb.

Fazit: Ein spannendes Finale mit kleinen Schwächen in der Charakterbindung, aber einer gewohnt genialen Rätsel-Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Beklemmend, clever und typisch Fitzek – ein Thriller mit Sogwirkung

Das Kalendermädchen
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Sebastian Fitzek liefert mit Das Kalendermädchen einen Psychothriller ab, der von der ersten Seite an keine Luft zum Atmen lässt. Die Spannung bleibt konstant hoch, der Durchsuchtfaktor ist enorm – ich ...

Sebastian Fitzek liefert mit Das Kalendermädchen einen Psychothriller ab, der von der ersten Seite an keine Luft zum Atmen lässt. Die Spannung bleibt konstant hoch, der Durchsuchtfaktor ist enorm – ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen.

Die Geschichte ist perfekt konstruiert und spielt meisterhaft mit den Erwartungen der Leser:innen. Besonders der Plot-Twist hat mich eiskalt erwischt. So sehr sogar, dass ich den Anfang im Nachhinein noch einmal lesen wollte, um zu prüfen, ob man die Hinweise hätte erkennen können. Genau dieses Gefühl liebe ich an Fitzeks Thrillern.

Die Figuren standen für mich weniger im Vordergrund als der Plot selbst, was hier aber hervorragend funktioniert. Dennoch gab es Momente, in denen einzelne Charaktere – insbesondere Julians Verhalten – bewusst ein ungutes Gefühl hinterlassen haben.

Atmosphärisch ist das Buch vor allem eines: beklemmend und düster. Fitzeks gewohnt einfacher, sehr verständlicher Schreibstil sorgt dafür, dass man förmlich durch die Seiten rast und das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Das Kalendermädchen ist für mich ein weiteres Beispiel dafür, warum Fitzek einer der bekanntesten Thrillerautoren Deutschlands ist: Man muss ihn nicht lieben – aber man sollte ihn mindestens einmal im Leben gelesen haben.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Wenn der Thriller erst nach 60 % beginnt: solides YA-Buch, aber kein Hype-Material

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
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Der Klappentext von Hotel Ambrosia hat mich sofort neugierig gemacht. Ein geheimnisvolles Hotel mit dunkler Vergangenheit, eine Entführung, True Crime vibes und eine Protagonistin, die alles aus dem Fenster ...

Der Klappentext von Hotel Ambrosia hat mich sofort neugierig gemacht. Ein geheimnisvolles Hotel mit dunkler Vergangenheit, eine Entführung, True Crime vibes und eine Protagonistin, die alles aus dem Fenster beobachtet. Dazu kommt ein enormer Hype rund um das Buch. Meine Erwartungen waren also entsprechend hoch.

Die Geschichte dreht sich um Robyn (17), die aufgrund einer Erkrankung ihre Wohnung nicht verlassen kann. Als True-Crime-Fan beobachtet sie das gegenüberliegende Hotel Ambrosia mit dem Fernglas und kennt nicht nur die Routinen der Angestellten, sondern auch viele der düsteren Geschichten, die das Hotel umgeben. Nach dem frühen Tod ihrer Eltern wird sie von ihrer Großtante Nelly großgezogen, die als Krankenpflegerin arbeitet und eine wichtige Stütze für Robyn ist.

Spannend wird es, als Robyn Zeugin einer Entführung wird und das Opfer keine Unbekannte für sie ist. Da sie selbst nicht handeln kann, schickt sie A.J. ins Hotel: einen obdachlosen jungen Erwachsenen, (der eigentlich bei ihr eingebrochen ist), mit viel Humor, schlagfertigen Kommentaren und einem eigenen dunklen Geheimnis.

Das Setting ist definitiv die große Stärke des Buches. Das Ambrosia wirkt düster, bedrohlich und voller ungelöster Geheimnisse. Gerade zu Beginn erfährt man nur wenig über das Innere des Hotels, was eine schöne, unheimliche Atmosphäre schafft. Leider bleibt es sehr lange genau dabei: Atmosphäre statt Handlung. Über mehr als die Hälfte des Buches zieht sich die Geschichte extrem. Es passiert wenig, die Spannung kommt kaum in Gang, und vieles fühlt sich unnötig gestreckt an. Erst ab etwa 60 % nimmt der Plot endlich Fahrt auf, dann wird es auch wirklich spannend, wenn auch teilweise vorhersehbar.

Ein großes Problem für mich war die Hauptfigur. Robyn konnte mich emotional kaum abholen und hat mich ehrlich gesagt über weite Strecken eher genervt. Ganz anders A.J.: Er war für mich das Highlight des Buches. Ohne seine humorvollen Kommentare und seine Präsenz wäre Hotel Ambrosia für mich deutlich flacher ausgefallen. Zusätzlich sind mir einige Logikfehler aufgefallen und die thematische Tiefe blieb für mich überschaubar. Wenn man es zusammenfassen will, landet man irgendwo bei „Vertraue niemandem“.

Mein Fazit: Hotel Ambrosia ist kein schlechtes Buch, aber der Hype erschließt sich mir nicht. Als Young-Adult-True-Crime-Krimi funktioniert es solide und eignet sich gut für Thriller-Einsteiger:innen. Wer jedoch konstanten Nervenkitzel erwartet, sollte die Erwartungen deutlich herunterschrauben.

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