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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2025

So gut wie das Original

Kiss Me Once: Die Graphic Novel (Kiss the Bodygard, 1)
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"Kiss me Once" von Stella Tack habe ich bereits vor Jahren mit Vergnügen verschlungen und war begeistert von seiner Geschichte und vor allem von den realistischen und sympathischen Hauptfiguren. Ivy und ...

"Kiss me Once" von Stella Tack habe ich bereits vor Jahren mit Vergnügen verschlungen und war begeistert von seiner Geschichte und vor allem von den realistischen und sympathischen Hauptfiguren. Ivy und Ryan sind einfach super cool und ihre hitzigen Wortgefechte sowohl spannungsgeladen als auch mega unterhaltsam. Umso gespannter war ich deswegen auf die Graphic Novel Variante. Ein solche zeichnerische Umsetzung ist definitiv nicht so leicht, vor allem wenn das Original so gut ist. Olga Andriyenko ist die Umsetzung aber absolut gelungen. Ivy und Ryan sind wirklich fantastisch gezeichnet und ich habe mich noch einmal in die Geschichte und ihre Figuren verliebt - nur dass ich jetzt wirklich ein Bild vor Augen hatte! Der Graphic Noven überzeugt genauso wie das Buch selbst und ich bin froh nun beide Variante gelesen zu haben! Der Zeichenstil gibt der Geschichte nochmal einen ganzen anderen Pepp. Besonders schön fand ich, dass die Rosaelemente des Buchcovers auch im Inneren aufgegriffen wurden, sodass die Zeichnungen schwarz und weiß sind mit einigen pinken Elementen. Das ist einfach nur schön!

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Eine Geschichte über die Liebe zur Musik

Deep Cuts
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Songs, die so richtig unter die Haut gehen und den Zuhörenden tief bewegt vielleicht sogar verletzt bzw. emotional zurücklassen, werden als sogenannte "Deep Cuts" bezeichnet. Solche Lieder spielen in Holly ...

Songs, die so richtig unter die Haut gehen und den Zuhörenden tief bewegt vielleicht sogar verletzt bzw. emotional zurücklassen, werden als sogenannte "Deep Cuts" bezeichnet. Solche Lieder spielen in Holly Brickleys gleichnamigen Roman eine zentrale Rolle. Hauptfigur Percy Marks brennt für die Musik, zerlegt sie und möchte dabei eigentlich nur eins: selbst phänomenale Musik schreiben und produzieren. Allerdings fehlt ihr dafür das nötige (angeborene) Talent. Glücklicher- oder unglücklicherweise trifft sie auf Joey, der musikalisch talentiert ist. Was folgt ist eine spannungsgeladene und musische Beziehung - Percy kritisiert Joeys Songs und dieser verbessert sie und wird berühmt.
In diese Beziehung und Geschichte der beiden werden andauernd musikalische Anspielungen und Lieder eingebaut. Das fand ich unheimlich gut gemacht und es hat mich fasziniert. Die vielen fachlichen Gespräche zwischen Percy und Joey konnte ich nicht vollständig nachvollziehen, da ich mich mit der Produktion von Songs gar nicht auskenne. Jemand, der sich musikalisch besser auskennt, hat hier sicherlich mehr von der Story.
Wenn man einmal, von der sehr coolen musikalischen Einbettung absieht, bleiben die Hauptfiguren jedoch leider für mich äußerst blass. Besonders Percy finde ich an einigen Stellen zu Musik- und zu Joey-besessen. Hier hätte ich mir eine etwas selbständigere weibliche Figur gewünscht. Zusätzlich ziehen sich einige Passagen des Romans sehr in die Länge - hier hätte ich mir etwas Tempo gewünscht. Trotzdem bleibt der Roman für mich eine Überraschung, da er erfrischend anders ist.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Ein packendes Abenteuer mit flachen Momenten

Venatrix 1: Venatrix - Dämonenjäger von nebenan
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Ein süßer aber feuerspeihender Höllenhund ist sicherlich etwas, das jeden vor eine gewisse Herausforderung stellen würde. Mit genau dieser Herausforderung sehen sich die Dämenjägerkinder Gero und Belladonna ...

Ein süßer aber feuerspeihender Höllenhund ist sicherlich etwas, das jeden vor eine gewisse Herausforderung stellen würde. Mit genau dieser Herausforderung sehen sich die Dämenjägerkinder Gero und Belladonna konfrontiert. Hinzukommt auch noch, dass sie das geliebte neue Haustier vor ihrer Dämenjägerfamilie verstecken müssen, damit diese den süßen Höllenhund nicht direkt wieder in die Hölle befördern. Spannung und Abenteuer sind damit im Grund vorprogrammiert, da man die beiden bei dem Versuch, den Hund zum Dämenjägerassistenten auszubilden, begleitet. Richtig gut gefallen haben mir dabei die Figuren selbst. Gero ist kein klassischer Kämpfer, kennt sich dafür jedoch unfassbar gut mit den verschiedenen Arten von Dämonen und ihren speziellen Fähigkeiten aus. Belladonna hingegen ist die geborene Kämpferin, die mit ihren Ninja-Moves wirklich beeindruckend ist. Hier werden definitiv einmal keine Klischees erfüllt. Neben den coolen Figuren überzeugt das Buch auch durch seine gelungenen Illustrationen, die den Inhalt der Handlung gut widerspiegeln.
Meine größten Kritikpunkte sind einige eher flache Wendungen und Konflikte, die viel zu einfach gelöst werden, obwohl die Figuren durchaus so angelegt sind, dass sie auch mit einer langfristig angelegten Lösungsstrategie plausibel durchkämen. Diese Punkte können jedoch auch der Zielgruppe geschuldet sein und sind wie immer eine Geschmackssache.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Jugendkriminalroman

Frag Philomena Freud
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Nach dem Erfolg von Enola Holmes sowohl in Papierform als auch im Film, bin ich auf der Suche nach einer weiteren jungen und mutigen Ermittlerin gewesen. Annette Roader hat in ihrem Kriminalroman mit der ...

Nach dem Erfolg von Enola Holmes sowohl in Papierform als auch im Film, bin ich auf der Suche nach einer weiteren jungen und mutigen Ermittlerin gewesen. Annette Roader hat in ihrem Kriminalroman mit der mutigen und cleveren "Philomena Freud" definitiv eine tolle Ermittlerin geschaffen, die trotz ihres jungen Alters mutig zur Tat schreitet. Dabei hat die schlaue Ermittlerin nicht nur mit ihrem Fall zu tun. Vielmehr muss sie zusätzlich wachsam sein, da sie sonst durch die Sprengelfürsorgerin Ilse Schnürschuh zurück in das schreckliche Waisenhaus gezehrt wird. Als Leserin ist man damit doppelter Spannung ausgesetzt. Zum einen durch den Mordfall, den Philomena lösen will, zum anderen durch die stetige Furcht, dass Philomena entdeckt und ins Waisenhaus zurückgebracht wird.
Unterstützung erhält sie dabei durch ihren treuen Freund Kaiser Franz, einen Hund, und zahlreichen treuen Freunde, die ehemalige Bewohner und Bewohnerinnen des schrecklichen Waisenhaus' waren.
Der Kriminalroman ist gut für Kinder und Jugendliche geeignet und mit Philomena Freud gibt es definitiv einer Ermittlerinnenfigur, der man nacheifern möchte. Trotz der Ausrichtung auf eine jüngere Leserinnenschaft lässt sich das Buch auch gut als erwachsene Person lesen und ich habe die Lektüre sehr genossen.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Berührend

Wilder Honig
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Lange habe ich kein Buch mehr in der Hand gehalten, dass mich so berührt hat. Caryl Lewis hat mit ' Wilder Honig' einen Roman geschaffen, der auf eine sehr leise Art und Weise berührt, einen zum Lachen ...

Lange habe ich kein Buch mehr in der Hand gehalten, dass mich so berührt hat. Caryl Lewis hat mit ' Wilder Honig' einen Roman geschaffen, der auf eine sehr leise Art und Weise berührt, einen zum Lachen und vielleicht auch zum Weinen bringt. Der Roman erzählt die Geschichte von Hannah, Sadie und Mega, die durch den Tod von Hannahs Mann zusammen finden. Dabei gibt es immer mal wieder einige traurige Momente, die jedoch doch durch positive und schöne Erlebnisse und die Beschreibungen der walisischen Natur abgelöst werden. Ich konnte das Buch auf jeden Fall nicht mehr aus der Hand legen, obwohl es nicht im klassischen Sinne 'spannend' war. Durchbrochen wird die eigentliche Geschichte der drei Frauen durch 11 Briefe, die Hannahs Mann vor seinem Tod geschrieben hat. Daran geht er auf Erlebnisse der Vergangenheit ein, die er geschickt und metaphorisch mit seinen Erfahrungen mit Bienen verwebt. Allgemein ist das Buch auch sprachlich wunderschön, sodass ich die Lektüre wahnsinnig genossen haben.

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