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Veröffentlicht am 30.06.2021

Agentinnen in Frankreich

Die Frauen von Paris
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1946. Grace Healey, eine junge Witwe, findet einen Koffer und darin Bilder von zwölf sehr attraktiven Frauen. Sie findet heraus, dass diese während des Krieges nach Frankreich geschickt worden waren um ...

1946. Grace Healey, eine junge Witwe, findet einen Koffer und darin Bilder von zwölf sehr attraktiven Frauen. Sie findet heraus, dass diese während des Krieges nach Frankreich geschickt worden waren um die Landung der Alliierten vorzubereiten, doch keine von ihnen ist zurückgekommen. Grace versucht das Rätsel zu lösen und stößt auf tragische Geschichten.
1943. Marie bringt ihre Tochter von den Bombenangriffen in London auf das Land in Sicherheit. Um genug Geld zu verdienen nimmt sie die angebotene Stelle zum ersten Mal als weibliche Agentin mit noch anderen Frauen im besetzten Frankreich nach vielem Überlegen an. Der Plan scheint zunächst aufzugehen. Doch dann wird Marie klar, dass es einen Verräter in ihren Reihen geben muss.
Dies ist ein bisher unbekanntes wahres Kapitel des Zweiten Weltkriegs über den bemerkenswerten Mut der Frauen, die im Verborgenen halfen, den Krieg zu gewinnen.

Meine Meinung
Dies ist das erste Buch das ich von dieser Autorin lese. Ich habe auch nicht bereut, es gelesen zu haben, denn dank des unkomplizierten Schreibstils der Autorin wurde mein Lesefluss durch unklare Worte im Text nicht unterbrochen. Das Buch heißt ‚Die Frauen von Paris‘ was mir nicht so ganz passend erscheint, auch wenn es von Frauen handelt, die in Frankreich eingesetzt worden waren. Allerdings handelt es nur sporadisch von Paris! Aber es geht in dem Buch ja nicht um den Titel, sondern um den Inhalt und ich war schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Eleanor Trigg, die die Frauen rekrutiert hat, die beweisen wollte, dass Frauen im Krieg genauso viel erreichen konnten wie Männer. In Marie, die von ihr rekrutiert worden war, gerade weil sie so perfekt französisch sprach. Und die die schwere Ausbildung beinahe aufgegeben hätte. In Grace, die in einem Koffer Bilder fand und dem nachgehen wollte, wer die darauf abgebildeten waren. Das Buch ist spannend und fesselnd geschrieben. Und es beruht auf wahren Begebenheiten, auch wenn vieles darin fiktiv ist. Was mir jedoch darin fehlt, ist ein Personenverzeichnis bzw. ein Glossar. Mich hätte interessiert, welche dieser Personen vielleicht tatsächlich gelebt habe, und welche fiktiv sind. Zwar hat die Autorin in einer Anmerkung am Ende des Buches einiges erklärt, doch ich finde das reicht nicht ganz. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und mich auch gut unterhalten. Und ich empfehle es gerne weiter, vergebe jedoch nur vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 27.06.2021

Noras Entscheidung

Die Mitternachtsbibliothek
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Man stelle sich vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek gefüllt mi allen Leben, die man hätte führen können, alles Wege, die hätten sein können.
Nora Seed ist dies in diesem Buch ...

Man stelle sich vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek gefüllt mi allen Leben, die man hätte führen können, alles Wege, die hätten sein können.
Nora Seed ist dies in diesem Buch passiert. Sie hatte beschlossen zu sterben, doch dann ist sie in der Mitternachtsbibliothek, dort wo der Zeiger immer auf Mitternacht steht, wieder erwacht. Und Nora bekommt die Möglichkeit herauszufinden, was passiert wäre, wenn sie sich in verschiedenen Stadien ihres Lebens anders entschieden hätte. Doch kann man wirklich glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene Leben ist? Immer wieder kommt sie in ein anderes Leben in dem sie sich zurechtfinden muss.
Matt Haig hat hier einen sehr schönen Roma darüber geschrieben, dass wir erst durch die Entscheidungen, die wir bereuen zu dem Menschen werden, der wir sind. Denn alles was wir erleben, auch wenn es uns nicht gefällt, gehört zu uns.

Meine Meinung
Der Klappentext hat mich auf dieses Buch neugierig gemacht. Der Autor hat einen unkomplizierten Schreibstil, denn keine Unklarheit im Text behinderte mich im Lesefluss. In der Geschichte war ich auch schnell drinnen, konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. Hier natürlich in Nora Seed der alles, was nur schieflaufen kann im Leben eben schiefläuft, und die daher beschließt zu sterben. Doch so einfach scheint das nicht zu sein. In der Mitternachtsbibliothek trifft sie eine alte Bekannte, die ihr erklärt, was sie tun muss. Nora probiert sehr viele Leben aus, doch immer ist irgendetwas was nicht so recht passt. Sie hat vieles zu bereuen, was sie eben nicht getan hat, bzw. hätte tun sollen, doch wird das richtige Leben noch kommen? In sehr vielen Leben war sie nur kurz, einige Minuten nur. In anderen dauerte es länger bis sie begriff, dass es nicht das Richtige war. Wer wissen will, wie es mit Nora Seed ausgeht, der sollte dieses Buch lesen. Es ist spannend vom Anfang bis zum Ende. Allerdings war für mich das Ende nicht wirklich überraschend. Doch mehr dazu nicht. Es ist ein Buch, das uns darauf aufmerksam macht, dass man sich doch gut überlegen sollte bevor man sich für etwas entscheidet. Ich habe es jedenfalls sehr gerne gelesen, es hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Ich empfehle es gerne weiter und vergebe vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

Veröffentlicht am 24.06.2021

Die Falkenbach-Saga geht weiter

Der Bund der Familien
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Die ganze Familie steht vor einem Rätsel, als der Unternehmer Wilhelm Lehmann, dem es nach einem Schlaganfall besser geht, als er der Familie zeigt, seine Firmenanteile Für fünf Reichsmark verkauft.
Wilhelmine ...

Die ganze Familie steht vor einem Rätsel, als der Unternehmer Wilhelm Lehmann, dem es nach einem Schlaganfall besser geht, als er der Familie zeigt, seine Firmenanteile Für fünf Reichsmark verkauft.
Wilhelmine kann nicht verstehen, warum der kommunistische Widerstandskämpfer sich ohne Abschied davongestohlen hat. Mit Reiten versucht sie sich abzulenken.
Gustav von Falkenbach entbindet Elisabeth Lehmann von ihrem Kind. Er ahnt nicht, dass der Gauleiter davon erfährt und durch diese Geburt die Familie vernichten will.

Meine Meinung
Die ist der dritte Band der Falkenbach-Saga von Ellin Carsta. Wie schon bei den Vorgänger-Bänden bin ich in die Geschichte gut hineingekommen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Durch den unkomplizierten Schreibstil der Autorin störte keine Unklarheit im Text meinen Lesefluss. Dass Wilhelm seinen Lieben vorgegaukelt hat, dass es ihm noch zu schlecht geht, kann ich bei dem Sohn sehr gut verstehen. Ich glaube nicht, dass Wilhelms Frau ihrem Sohn verheimlichen gekonnt hätte, dass es seinem Vater wieder besser geht. Den Verkauf der Firmenanteile habe ich verstanden. Dass Wilhelmine von Falkenbach mehr will, als nur in der Gegend herumreiten ist für mich auch verständlich. Und wie hat der Gauleiter von dieser ominösen Geburt erfahren? Wer das alles wissen will, muss dieses Buch lesen. Man bedenke, es spielt in der Hitlerzeit… Dieses Buch war wieder spannend vom Anfang bis zum Ende. Es hat mich gefesselt, begeistert, mir sehr gut gefallen und mich auch genauso gut unterhalten. Daher eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 23.06.2021

Ein Super-Finale der Speicherstadt-Saga

Der Traum von Freiheit
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Ende der 30er Jahre in Hamburg. Es wehen die Hakenkreuzfahnen über der Hansestadt. Als erste Frau ist Mina an der Kaffeebörse zugelassen worden und ihre Geschäfte gehen gut. Sie hilft in aller Heimlichkeit ...

Ende der 30er Jahre in Hamburg. Es wehen die Hakenkreuzfahnen über der Hansestadt. Als erste Frau ist Mina an der Kaffeebörse zugelassen worden und ihre Geschäfte gehen gut. Sie hilft in aller Heimlichkeit ihrem Jugendfreund Edo, flüchtige Juden außer Landes zu bringen. Doch dabei gerät nicht nur ihre Firma in Gefahr, sondern auch sie selbst.

Meine Meinung
Dieses Buch ist das Finale der Speicherstadt-Saga von Fenja Lüders. Es beginnt mit dem Jahr 1925 und endet mit einem Epilog im Jahr 1948. Ich war - dank des unkomplizierten Schreibstils der Autorin, denn es gab keine Unklarheiten im Text – schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Nichts trübte den Lesefluss. Was Mina und ihre Familie in dieser ganzen Zeit – der Vorkriegszeit und der Zeit des Krieges, der ganzen Hitlerzeit, durchgemacht hat wird hier sehr gut beschrieben. Ich hatte immer mal wieder Angst, dass Edo - er hatte jetzt den Namen gewechselt – irgendwann einmal auffliegen würde. Wer die Vorgängerbände kennt, weiß, was ich meine. Ihm selbst ging es gesundheitlich nicht so gut. Und das seit dem ‚Großen Krieg‘ wie der erste Weltkrieg damals genannt wurde. Irgendwie tat Mina eigentlich nicht das Richtige, doch es konnte ihr auch niemand nachsagen, sie habe etwas gewusst. Denn wenn sie es nicht wusste, dann war ja alles in Ordnung. Auf jeden Fall war dieses Buch spannend vom Anfang bis zum Ende, mit alle seinen Höhen und Tiefen. Ich habe es sehr gerne und mit Begeisterung gelesen, es hat mir gut gefallen und mich auch gut unterhalten. Daher bekommt es von mir eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 20.06.2021

Bin nicht wirklich warm geworden

Amalinta und die Bruderschaft der Zeit
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Amalinta wird schon immer von Albträumen geplagt. Als ein grausamer Fluch ihre Welt einholt, drohen die Grenzen zwischen Realität und Traumwelt zu verschmelzen. Als sie sich aufmacht um diesen Visionen ...

Amalinta wird schon immer von Albträumen geplagt. Als ein grausamer Fluch ihre Welt einholt, drohen die Grenzen zwischen Realität und Traumwelt zu verschmelzen. Als sie sich aufmacht um diesen Visionen auf den Grund zu gehen, kann sie nicht ahnen, welche Abenteuer sie erwarten. Sie stellt sich gegen den Fluch der Dunkelheit. Das ist ein sehr gefährlicher Weg und sie begegnet einem Löwen aus Mosaik, Gemälden die reden können und der Bruderschaft der Zeit. Außerdem einem jungen Mann, bei dem ihr Herz höher schlägt. Doch überall lauern die Tücken der Dunkelheit.

Meine Meinung
Es ist das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe. Ich weiß nicht wirklich, was ich davon halten soll. Zunächst hat es sich gezogen, woran die furchtbare Detailverliebtheit der Autorin bezüglich der Beschreibungen die größte Schuld trug. In der ersten Hälfte des Buches wurde mir regelrecht langweilig, denn es passierte nicht viel. Beinahe hätte ich es sogar abgebrochen. Doch, sagte ich mir, wie willst Du eine Rezi schreiben ohne das Buch komplett gelesen zu haben? Da mache ich definitiv nicht. Also habe ich weitergelesen. Ab etwa der Hälfte des Buches wurde es dann besser, denn es kam Spannung auf. Aber genau wegen der laschen ersten Hälfte bin ich in das Buch wirklich erst beim Lesen der zweiten Hälfte reingekommen. Mit den Protagonisten wurde ich trotzdem nicht warm. Ich konnte mich mit Amalinta nicht anfreunden. Ja, sie musste viel ertragen und wie gesagt, wurde es ja auch dann spannend. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich den zweiten Band lesen werde. Natürlich interessiert es mich schon, ob sie ihre Aufgabe bewältigen wird, aber ob ich mir den Schreibstil der Autorin nochmal antun will? Ich weiß es noch nicht. Von mir bekommt dieser Roman drei von fünf Sternen bzw. sechs von zehn Punkten. Für mehr hat es leider nicht gereicht.