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Veröffentlicht am 17.08.2019

Moderne Spukabenteuer

Heaven's End – Wen die Geister lieben
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„Heaven's End – Wen die Geister lieben“ ist ein fantastisches Jugendbuch von Kim Kestner – im mehrfachen Sinne: Es ist wirklich ein grandioses Buch und durch die Fähigkeiten unserer Hauptperson Josephine ...


„Heaven's End – Wen die Geister lieben“ ist ein fantastisches Jugendbuch von Kim Kestner – im mehrfachen Sinne: Es ist wirklich ein grandioses Buch und durch die Fähigkeiten unserer Hauptperson Josephine (JoJo) kommt auch die Fantasy nicht zu kurz.
Denn JoJo ist eigentlich ein ganz normaler Teenie, der in Heaven’s End, einem kleinen schottischen Dorf samt Earlsfamilie, lebt, zur Schule geht und neue Freunde findet. Wäre da nicht eine Kleinigkeit: Sie kann Geister sehen, hören und mit ihnen sprechen – solange sie mit ihr verwandt sind. Das ist in ihrer Familie erblich. Ihre Oma konnte es, ihre Mutter auch und nun sind sie und ihr Bruder die jüngste Generation der Geisterseher. In ihrer Familie scheint es auch noch ein weiteres Geheimnis zu geben, doch ihre Mutter will es ihr nicht verraten. Nur so viel: Sie sind mit der Familie des Earls verfeindet, seit sie nicht mehr deren Verwalter sind und dürfen weder das Schloss noch das Gelände betreten. Das ist auch gar nicht schlimm, denn JoJo kann den Titelerben und Schwarm aller Mädchen (und ihres besten Freundes Benni) aufs Blut nicht ausstehen – würde sie nur nicht immer Herzklopfen bekommen, wenn er sie ansieht. Ein Großereignis im Dorf steht bevor: Es werden bald 500 Jahre seit ihre Vorfahren den bösen Magier getötet und gebannt haben. Pünktlich dazu beginnt im Dorf ein beinahe mörderischer Spuk. Können Jojo und ihre Freunde den Spuk aufklären? Steckt wirklich der böse Magier selbst dahinter?

Natürlich werde ich noch nichts weiter verraten!
Nur so viel: Es wird eine spannende Geschichte, mit Einblicken in die Vergangenheit, gefährlicher Magie und wahrer Freundschaft.
Die Figuren werden wunderbar beschrieben und charakterisiert. Sie wachsen uns ans Herz und lassen uns mitfiebern. Die Geschichte ist spannend und anschaulich geschrieben. Man will immer sofort weiterlesen, sei es wegen der spannenden Spukgeschehnisse oder der Liebesabenteuer – beides hält sich angenehm die Waage, sodass für alle etwas dabei ist.
Am Ende bin ich sehr froh, dass da schon ein Cliffhanger und Ausblick auf Band 2 als Abschluss mit dabei ist. Ich freue mich schon darauf weitere Abenteuer mit JoJo und ihren Freunden erleben zu dürfen.
Vielen Dank Netgalley und den S. Fischer Verlag für das E-Book als Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 17.08.2019

Spannender Thriller

Der Kinderflüsterer
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"Der Kinderflüsterer" ist ein spannender neuer Thriller von Alex North. Ich war zwar etwas irritiert davon, dass ein Buch schon kurz nach dem Erscheinen mit Etikett "Der Bestseller des Jahres" versehen ...

"Der Kinderflüsterer" ist ein spannender neuer Thriller von Alex North. Ich war zwar etwas irritiert davon, dass ein Buch schon kurz nach dem Erscheinen mit Etikett "Der Bestseller des Jahres" versehen werden kann, aber wenn man es schafft irrwitzige Marketingstrategien auszublenden, ist das Buch trotzdem ein solider Thriller.

Tom und sein Sohn Jake sind nach dem Tod der Frau und Mutter psychisch sehr mitgenommen und beschließen einen neuen Anfang in einer neuen Stadt zu wagen. Sie finden ein Häuschen, das Jake besonders gut gefällt und von dem Tom zumindest sagen kann, es habe Charakter. Die Kinder in der Gegend nennen es eher das Gruselhaus. Sie erfahren auch nur am Rande, dass vor einigen Wochen ein Junge entführt wurden.
Aus der Sicht der Polizei und besonders durch den teilhabenden DI Willis erfahren wir, dass die Entführung an einen Fall vor 20 Jahren erinnert, bei dem am Ende 5 Jungen entführt und ermordet wurden. Der Täter sitzt jedoch seit damals hinter Schloss und Riegel. Niemand weiß das besser als Willis, denn er besucht den Mörder immer wieder im Gefängnis, so schwer es ihm auch fällt, denn er findet keine Ruhe bis nicht auch die 5. Leiche von damals aufgefunden ist. So ist schnell klar, dass es sich um einen Trittbrettfahrer handelt muss - unheimlich nur: der verurteilte Frank Carter scheint trotz seiner Haft mehr über den aktuellen Fall zu wissen als die Polizei. Wo besteht eine Verbindung? Wie können sie dem aktuellen Mörder auf die Schliche kommen?
Als dann aber Jake mitten in der Nacht ein seltsames Flüstern vor der Haustür hört und Tom gerade noch verhindern kann, dass er öffnet, sind auch sie in das schlimme Geschehen mit hineingezogen. Ein Versteckspiel und eine Jagd beginnen.

Die Figuren sind von Anfang an klar charakterisiert, auch wenn Teile ihrer Geschichte erst nach und nach enthüllt werden, fühlen wir uns doch, als würden wir alle persönlich kennen und fiebern mit ihnen mit. Wir lieben und leiden mit Tom und Jake, aber auch mit dem DI. Alle wachsen uns ans Herz, deswegen sind die Geschehnisse umso schlimmer und wir können sie heftig nachempfinden.
Die Abläufe und Geschehnisse werden immer im Wechsel aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Das ist aber nicht verwirrend, sondern beste Thriller-Manier, damit wir als Leser immer am spannendsten Ort die aktuellsten Ereignisse miterleben können.
Es geschieht manches gleichzeitig oder in direkter Abfolge, auch wenn das manchmal erst später klar wird. Die sprache ist manchmal etwas schnörkelig und ausführlich beschreibend, aber ich finde, das passt sehr gut ins Bild, weil Tom ja Schriftsteller ist. Von ihm erwartet man eigentlich keine anderen Sätze.

Am Ende ist es tatsächlich nur der ganz letzte Abschluss, der mich mit einem unguten Gefühl zurücklässt. Nachdem alles aufgeklärt und abgeschlossen ist, hätte das letzte Geschehnis nicht mehr sein müssen, aber ich möchte hier nicht mehr verraten.

Ich finde, das Buch ist ein grundsolider spannender Thriller. Ich habe nicht das Bedürfnis, unbedingt noch mehr mit diesen Hauptfiguren lesen zu wollen, dazu passen sie zu perfekt zu diesem Fall. Aber ich habe die Lektüre genossen.

Veröffentlicht am 14.08.2019

Folge 9

Tee? Kaffee? Mord! Ein Mörder steht im Walde
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Auch in diesem Fall geht es für Louise und Nathalie wieder heiß her.
Als eine berühmte Fernsehköchin in den Wäldern tot aufgefunden wird - vergiftet mit Pilzen, die hier nicht heimisch sind, ist sofort ...

Auch in diesem Fall geht es für Louise und Nathalie wieder heiß her.
Als eine berühmte Fernsehköchin in den Wäldern tot aufgefunden wird - vergiftet mit Pilzen, die hier nicht heimisch sind, ist sofort klar, dass das kein Unfall sein kann.
Es wird spannend und Louise darf sogar den Platz der Fernsehköchin einnehmen, auch wenn wir davon nicht so viel mitbekommen.

Am Ende finde ich die Auflösung dann aber doch etwas zu plötzlich und zu wenig eingeleitet.
Gut gefallen haben mir aber die Entwicklungsstränge außerhalb des Falles. Mit Nathalies Laden und ihrer Fehde geht es gut voran.

Veröffentlicht am 13.08.2019

Verrückt nach Karten

Verrückt nach Karten
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"Verrückt nach Karten : geniale Geschichten von fantastischen Ländern", herausgegeben von Huw Lewis-Jones, erschien am 15.06.2019 im Verlag wbg Theiss und umfasst 256 Seiten mit zahlreichen Abbildungen ...

"Verrückt nach Karten : geniale Geschichten von fantastischen Ländern", herausgegeben von Huw Lewis-Jones, erschien am 15.06.2019 im Verlag wbg Theiss und umfasst 256 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und mehreren Aufsätzen.
Diese Aufsätze stammen von Autorinnen und Autoren, aber auch anderen Kunstschaffenden (z.B. des Films), die ihr Verhältnis zu Karten beschreiben, und wie und welche Karten sie in ihrem Tun beeinflusst haben.
Dabei ist festzustellen, dass v.a. Stevensons Schatzinsel-Karte, Baums Der Zauberer von Oz und Tolkiens Mittelerde genannt werden.
Dies zeigt, dass das Gros (wenn nicht sogar alle) Autoren des Buches aus dem angloamerikanischen Raum stammen - durchaus eine kleine Kritik, denn auch aus anderen Ländern sind Autoren bekannt, die Karten in ihre Werke einbauten (Walter Moers Zamonienromane oder Uderzos und Gosciynys Asterix-Bände (Asterix wird tatsächlich erwähnt (S. 74f und 114), bei Moers bin ich mir nicht sicher - zumindest hat er keinen Registereintrag)).
Obwohl alle Buchteile, die wiederum die einzelnen Aufsätze beinhalten, Überschriften tragen wie: Teil eins - täuschend echt oder Teil drei - Karten erstellen, erhält man meist nicht das, was man sich darunter vorstellt.
Im Grunde sind alle Aufsätze ähnlich. Es handelt sich immer um die persönliche Einstellung der Autorin/des Autors zu Karten, welche sie oder ihn beeinflusst haben und wie sie/er diesen Einfluss in ihrem/seinem Werk umsetzt.
Dabei handelt es sich nicht nur um Schriftsteller, die ihren Blick auf Karten preisgeben, sondern z.B. auch eine Mitarbeiterin vom Set der Harry-Potter-Filme, die an der Karte des Rumtreibers tätig war.

Interessant war auch, dass den Begriff Mental Map alle zwar irgendwie umschreiben, aber nur (nach meiner Erinnerung) in einem Aufsatz konkret so vorkommt. Interessant ist dies deswegen, da all diese Autoren von dieser Theorie beeinflusst sind.
Eine Mental Map ist eine Karte, die ein Individuum sich von einer Region macht, beeinflusst durch die eignen Vorstellungen, von Erzählungen die sie über diese Region gehört oder gelesen hat, von anderen Karten die sie gesehen hat, von persönlichen Erfahrungen in dieser Region, und die wir zeichnen oder beschreiben können - sei es als bloße Linien oder als druckreife Karte.
Nehmen sie z.B. den Weg zum Bäcker oder zur Arbeitsstelle oder zur Schule o.ä. - Sie können sich den Weg vorstellen, ihn beschreiben, aufzeichnen, aber sie können nie die Realität abbilden. Manche Details werden nicht stimmen, aber so stellen Sie sich diesen Weg vor - so ist diese Karte mental in Ihnen gespeichert.

Doch nicht nur fiktive Welten und Karten beeinflussten die Autorinnen und Autoren, sondern auch historische Karten wie die Mappa Mundi oder die Ebstorfer Weltkarte.

Insgesamt ein interessantes Buch mit sehr vielen Abbildungen von Karten und Kartenausschnitten.
Leider versprechen die Überschriften häufig mehr, als tatsächlich beinhaltend und insgesamt geht es immer ums gleiche - der Einfluss einer oder mehrerer Karten auf mein Werk.
Durchaus interessant und schön zu lesen, jedoch hatte man das Gefühl, dass wenn man einen Aufsatz gelesen hatte, alle gelesen hatte.
Toll sind jedoch die abgedruckten Karten und, falls jemand eine/n der Autorinnen oder Autoren kennt und wissen will, wie sein künstlerisches Schaffen konkret beeinflusst wurde, kann man durchaus mehrere Aufsätze lesen - ich persönlich kannte niemanden.

Veröffentlicht am 15.07.2019

Spannendes Abenteuer in der Antike!

Roman Quest - Flucht aus Rom
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"Roman Quest - Flucht aus Rom" ist ein fantastisches Kinderbuch, das gut recherchiert und deswegen auch lehrreich ist. Vor allem ist es aber eine spannende Geschichte, die Lesespaß bereitet!

In der Kaiserzeit ...

"Roman Quest - Flucht aus Rom" ist ein fantastisches Kinderbuch, das gut recherchiert und deswegen auch lehrreich ist. Vor allem ist es aber eine spannende Geschichte, die Lesespaß bereitet!

In der Kaiserzeit wird das Haus, in dem Juba mit seinen Eltern und seinen Geschwistern gut in Rom lebt aus heiterem Himmel von Soldaten geplündert und die Eltern verhaftet: Angeblich hätten die Eltern den Kaiser verraten. Juba ist zwar nicht der älteste, aber der vernünftigste Sohn der Familie (sein älterer Bruder scheint etwas zurückgeblieben zu sein) und bekommt von der Mutter schnell die Aufgabe seine Geschwister heil aus der Stadt und zu seinem Onkel nach Britannien zu bringen - für die damalige Zeit eine Weltreise! Dann sind sie auch schon Hals über Kopf unterwegs, haben kaum das nötigste dabei und werden auch noch ausgeraubt, bevor sie Rom richtig verlassen haben.
Die gefährliche und lange Reise verlangt dem jungen Juba Entscheidungen und Arbeiten ab, für die er schon sehr erwachsen sein muss und die seine Geschwister nicht immer verstehen. Wie das ganze ausgeht will ich natürlich nicht verraten!

Insgesamt ist der Historische Kinder-/Jugendroman sehr gut recherchiert und man fühlt sich, auch als ehemalige Lateinstudentin, als die man vielleicht etwas pingeliger ist, sehr authentisch in die frühe römische Kaiserzeit zurückversetzt. Es ist aber alles auch so erklärt und beschrieben, dass man die Handlung und die Lebensweise auch ohne Wissen über die römische Antike und auch als Kind gut verstehen kann. Zusätzlich ist die Geschichte auch sehr spannend und die Charaktere sind gut beschrieben, sie sind sympathisch und man kann sich gut in sie hineinversetzen.

Insgesamt ein wirklich gelungenes Buch! Absolut lesenswert!