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Veröffentlicht am 28.03.2025

Fischerjunge

Der Junge aus dem Meer
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Ambrose ist ein Fischer in Irland und bringt eines Tages ein Baby mit nach Hause, was er am Strand gefunden hat. Das Ehepaar hat schon einen Sohn und adoptiert das Baby bereitwillig und gibt ihm den Namen ...

Ambrose ist ein Fischer in Irland und bringt eines Tages ein Baby mit nach Hause, was er am Strand gefunden hat. Das Ehepaar hat schon einen Sohn und adoptiert das Baby bereitwillig und gibt ihm den Namen Brendan. Von Anfang an ist der leibliche Sohn jedoch dem neuen Familienmitglied feindselig eingestellt. Das Buch beschreibt über einen Zeitraum von 20 Jahren den Verlauf des Lebens von Brendan und seiner Familie. Es beschreibt aber auch, wie die Dorfgemeinschaft mit der Situation umging und was sich alles in der langen Zeit ereignet hat. Es geht viel um die Fischerei. Stellenweise fand ich es etwas langatmig erzählt. Mir hat aber gut gefallen, wie sich die Charaktere entwickelt haben und dass ihre Gedanken widergegeben wurden, so dass man einen Einblick in ihre Gefühle bekam. Ich habe das Hörbuch gehört und fand den Sprecher sehr gut. Er spricht die Geschichte gut betont und transportiert die Emotionen gut. Insgesamt eine interessante Familiengeschichte in einer Zeit Irlands, wo man sich als Fischerfamilie durchschlagen musste und die Dorfgemeinschaft noch was gezählt hat.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Stück Filmgeschichte

Von Stufe zu Stufe
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Als Marc seinen Job in einem Filmarchiv verliert, zieht ihn das ziemlich runter. Er sieht seine Chance gekommen, als er auf einem Foto Filmrollen erkennt, die als längst verschollen gelten. Um an diese ...

Als Marc seinen Job in einem Filmarchiv verliert, zieht ihn das ziemlich runter. Er sieht seine Chance gekommen, als er auf einem Foto Filmrollen erkennt, die als längst verschollen gelten. Um an diese Filmrollen zu kommen, muss er eine Reise in die Ukraine wagen. Der Gegenwartsstrang der Geschichte erzählt seinen Verlauf. Im Vergangenheitsstrang wird ein Stück Filmgeschichte erzählt. Anton und Louise Kolm betreiben ein Fotoatelier. Als es endlich den bewegten Film gibt, will vor allem Louise für ein gewisses Niveau sorgen. Die ersten Filme waren Klamauk und nackte Haut und sie will unbedingt einen niveauvollen Film drehen. So beschreibt dieses Buch Stufe um Stufe den Weg zum ersten, österreichischen Kunstfilm. Marc ist als Protagonist nicht gerade ein Sympathieträger. Er kommt oft sehr orientierungslos rüber, auch etwas arg ängstlich. Im Gegensatz das Ehepaar Kolm, das sehr zielorientiert vorging. Mir hat der wechselnde Erzählstil gut gefallen. Auch die bildhafte Beschreibung hat dazu beigetragen, dass man sich die Handlung gut vorstellen konnte. Mir hat der Ausflug in die Anfänge der Filmgeschichte sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Spurensuche

Frau im Mond
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Die Zwillingsschwestern Lina und Lilit wachsen in Montréal auf, haben aber armenische Wurzeln. Erzählungen ihres Großvaters Maroun, machen die Schwestern neugierig. Da Lina familiäre Verpflichtungen zuhause ...

Die Zwillingsschwestern Lina und Lilit wachsen in Montréal auf, haben aber armenische Wurzeln. Erzählungen ihres Großvaters Maroun, machen die Schwestern neugierig. Da Lina familiäre Verpflichtungen zuhause hat, fängt Lilit an, in der Vergangenheit ihrer Großeltern zu graben und reist den Spuren ihrer Großmutter Anoush hinterher, die sie nie kennengelernt hat.

Der Autor hat einen sehr detaillierten, beschreibenden Schreibstil und schildert diese Familiengeschichte in allen Einzelheiten. Erzählt wird in Vergangenheit und Gegenwart. Mir war es etwas zu ausführlich erzählt. Die Geschichte ist mit vielen belegbaren Fakten gespickt, was das Lesen interessant gemacht hat. Es gibt aber auch einige Längen darin. Ich fand die Geschichte aber sehr liebevoll erzählt und der Autor schafft es, eine tolle Atmosphäre zu schaffen. Für die Geschwister war es eine nachvollziehbare, spannende Spurensuche, weil es um ihre Familie ging. Für mich als Leser war es eher eine distanzierte Betrachtung, wie die Großeltern der Zwillinge aufgewachsen sind und was sie in ihrer Heimat erlebt haben. So ganz packen konnte mich diese Spurensuche nicht.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Die Siedlung

Schweben
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Die Geschichte spielt in einer Welt, nach dem Klimawandel, als sie sich in verschiedene Siedlungen aufgeteilt hat. Mittendrin unsere Protagonistin, die sich zur Aufgabe gemacht hat, in die Identität von ...

Die Geschichte spielt in einer Welt, nach dem Klimawandel, als sie sich in verschiedene Siedlungen aufgeteilt hat. Mittendrin unsere Protagonistin, die sich zur Aufgabe gemacht hat, in die Identität von anderen Frauen zu schlüpfen, um es den Angehörigen leichter zu machen, über deren Verlust hinwegzukommen. Das hat sie schon so oft getan, dass sie selbst nicht mehr weiß, wie sie heißt. Doch ihr neuer Auftrag treibt sie an die Belastungsgrenze und die Frage, wie lange funktioniert das mit den Siedlungen noch?
Das Buch ist eine Dystopie, was ich zwischendurch sehr gerne mal lese. Zu Beginn fand ich die Geschichte sehr gut aufgebaut, man wird abgeholt, es wird erklärt, was es mit dem sonderbaren Beruf der Protagonistin auf sich hat. Doch gegen Ende überschlagen sich so viele Dinge, dass man gar nicht mehr mitkommt. Es ergaben sich immer mehr Fragen, die durch das abrupte Ende nicht mehr geklärt werden konnten. Mir fehlte am Ende irgendwie der Sinn des Ganzen und ich blieb mit vielen Fragezeichen zurück. Durch die sehr übersichtliche Anzahl von Charakteren und dem begrenzten Blick auf die eine Siedlung, hat mich die Handlung nicht so ganz packen können.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Viola und Mimo

Was ich von ihr weiß
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Mimo soll wie seine Vorfahren ein Bildhauer werden und wird als Kind zu seinem Onkel nach Italien geschickt, um dort diesen Beruf zu erlernen. Er begegnet in Pietra d'Alba der quirligen Viola. Sie ist ...

Mimo soll wie seine Vorfahren ein Bildhauer werden und wird als Kind zu seinem Onkel nach Italien geschickt, um dort diesen Beruf zu erlernen. Er begegnet in Pietra d'Alba der quirligen Viola. Sie ist der jüngste Spross der sehr einflussreichen und vermögenden Familie Orsini. Obwohl es nicht standesgemäß ist, dass die beiden Kinder Umgang miteinander haben, entwickelt sich eine Freundschaft auf Lebzeiten.

Hier wird eine sehr intensive Freundschaft beschrieben, die ein ganzes Leben anhält. Es wird chronologisch erzählt, wobei ich vermisst habe, dass es keine genauen Zeitangaben gibt. Zwischen den Kapiteln sind nämlich immer Kapitel aus der Gegenwart eingefügt. Das hat meinen Lesefluss etwas gestört. Die Beschreibung der Freundschaft hat mir jedoch gefallen, es geht ständig hin und her. Mal sehen sich die beiden über Jahre nicht, doch sie treffen immer wieder aufeinander. Viola ist ein Freigeist, der seinen eigenen Weg sucht, wenn es sein muss, mit dem Kopf durch die Wand. Mimo ist etwas zurückhaltender beschrieben, hat aber durchaus die Fähigkeit sich durchzusetzen, obwohl er als kleinwüchsiger Künstler sehr oft angefeindet wird. Nebenbei bekommt man noch den Wandel der Zeit in Italien mit. Ein sehr harmonisches Buch über ein Paar, das eine lebenslange Freundschaft verbindet.

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