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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2025

Zum nachdenken

Schwimmen im Glas
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Du ließt Seite 10, 11, 12 und erkennst, dass für Jungen und Mädchen andere Regeln gelten ...

Die Autorin schafft hier einen starken Roman über das Erwachsenwerden, über das Befreien von Klischees und ...

Du ließt Seite 10, 11, 12 und erkennst, dass für Jungen und Mädchen andere Regeln gelten ...

Die Autorin schafft hier einen starken Roman über das Erwachsenwerden, über das Befreien von Klischees und Erwartungen, das Ablegen von vorgeschriebenen Rollenbilder. Über Selbstreflexion und stillem Beobachten.

Lore ist ein Mädchen, das schon früh erkennen muss, dass für sie und ihre Brüder andere regeln gelten, dass sie anders von den Onkeln behandelt wird und nicht alles mitmachen darf. Einfach nur, weil sie eben ein Mädchen ist. Dann ist da noch Tante Ursula, die sich den Regeln der Geschlechterrollen nicht unterwirft und von der Familie daher belächelt, kritisiert oder ausgeschlossen wird.

Der Schreibstil war für mich erst einmal Gewöhnungsbedüftig, macht aber den Charme des Buches aus und hebt sich somit auch deutlich von anderen Romanen dieser Art ab. Jedenfalls eine starke Geschichte, die zum Nachdenken anregt und viele Dinge, die leider nach wie vor noch in den Köpfen der Normorientierten Gesellschaft festhängt, genau auf den Punkt bringt.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Nicht meins

Dark Labyrinth – Gefährliches Verlangen
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Ich hatte mir so viel von dem Buch erhofft. Zu viel offensichtlich, denn es war leider so gar nicht meins. Es sollte eine Neuinterpretation der Minotaurussage der griechischen Mythologie sein, aber bis ...

Ich hatte mir so viel von dem Buch erhofft. Zu viel offensichtlich, denn es war leider so gar nicht meins. Es sollte eine Neuinterpretation der Minotaurussage der griechischen Mythologie sein, aber bis auf ganz wenige Elemente war davon nicht viel zu sehen.
Eine Frau wacht ohne Erinnerung in einem Labyrinth auf, ein Dämon ihr gegenüber, der mit ihr gemeinsam hinausfinden will. Die ständigen Wechsel zwischen „sie hassen sich“ und „sie lieben sich“ gingen mir so oft hin und her. Mal ganz abgesehen von den ständigen Wiederholungen, die dafür gesorgt haben, dass ich die ersten 250 Seiten eigentlich nur überflogen habe. Nun gut.. (das kommt auch oft vor) von Stil her war es auch nicht so wirklich meins. Neben Gesprächen, die aufgesetzt und hölzern wirkten, wechseln die Protagonisten zwischen altmodischer Sprache und moderner - da fehlt mir der rote Faden (oder der Ariadnefaden?). Das Magiesystem war im Grunde interessant, wenn man kinky Spice mag. Für mich ist es aber nichts. Allerdings habe ich einen Grund, warum das Buch dann doch ein paar Sterne von mir bekommt: die Wendung was hinter dem Gedächtnisverlust wirklich steckte, habe ich so nicht kommen sehen und null erwartet, das war mal was Neues.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Liebeschaos

Women
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Das Vorwort macht extrem neugierig, nicht nur, weil dieser Roman in der Szene wohl von Hand zu Hand ging und, wenn man denn den Worten trauen kann, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Frauen erreicht. ...

Das Vorwort macht extrem neugierig, nicht nur, weil dieser Roman in der Szene wohl von Hand zu Hand ging und, wenn man denn den Worten trauen kann, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Frauen erreicht. Es geht um Selbstfindung, um das anererkennen (teilweise auch hinterfragen) der eigenen Sexualität. Die ich-erzählerin berichtet mehr oder weniger episodisch aber dabei doch chronologisch von ihrer toxischen Liebe zu der Frau Finn. Die Anziehung, die aber beiden Beteiligten nicht guttut. Finn, die eigentlich in einer Beziehung ist, aber dennoch mit der Erzählerin etwas anfängt. Von zerstörerischen Liebe und deren Konsequenzen. Von Heimlichkeiten und Sucht.

Was mich sehr gestört hat, ist die Tatsache, dass die Erzählerin und auch Finn kaum über die Frau sprechen, mit der Finn zusammen ist, dass Fremdgehen hier in Kauf genommen wird. Auch wenn genau das oft die Schwierigkeit in der Anziehung der beiden ist.
Man so vielen Stellen war das Geschlecht der beiden eigentlich nebensächlich, denn es geht viel mehr um die Dynamik und was eine solche Liebe mit einem macht. Und doch werden hin und wieder Klischees angesprochen, was die Verwirrung von der Erzählerin durchblicken lässt.

Der episodische Charakter des Erzählstils ist gewöhnungsbedürftig und trifft nicht ganz meinen Lesegeschmack. Die kurzen Kapitel haben es aber leicht gemacht, das Buch schnell zu lesen. Warum es aber ein gefeierter Klassiker der lesbischen Literatur ist, bleibt für mich unverständlich. Es ist nicht schlecht und verdeutlicht die Turbulenzen im Liebeschaos aber es ist kein Buch, das mich in den Bann gezogen hat. Spannend war wiederum das Nachwort, dass durch einige eingeschobene Leserinnenstimmen auch den episodischen Stil noch einmal spiegelt.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Jugendfantasy

Eislotus. Wasser findet seinen Weg
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Die Städte entsenden je eine:n Elemtarvertreter:in zu einer Academy, in der sie auf eine Prüfung vorbereitet. Doch schon die Einheiten bergen gefahren in sich und nach und nach sterben die ersten Teilnehmenden. ...

Die Städte entsenden je eine:n Elemtarvertreter:in zu einer Academy, in der sie auf eine Prüfung vorbereitet. Doch schon die Einheiten bergen gefahren in sich und nach und nach sterben die ersten Teilnehmenden. Für die gutmütige und Gerechtigkeit liebende Nara wir die Situation brenzlig, als ihr Seelenbuch verschwindet. Doch auch Katso hat seine Probleme und Geheimnisse, denn nicht nur die Gefühle, die er für sie entwickelt stellen ihn auf eine Probe, sondern auch die Tatsache, dass sein bester Freund aus Kindertagen mit in der Academy ist und ebenfalls Feuer vertritt, wodurch er sein direkter Konkurrent ist.


Ich liebte es sehr, wie Elementarmagie und Buchmagie hier miteinander verwoben ist. Zudem zeigt dieser Band, dass man auch ganz ohne Spice auskommt, um Verbindungen zwischen Figuren darstellen zu können. Ich bin gerne in diese Welt abgetaucht, liebe den Erzählstil und bin schon sehr auf den nächsten Band gespannt.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Tolle Fortsetzung

Ashen Throne
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Weiter geht es mit der Geschichte zu Cassim und seiner Reiterin Yessa. Und es wartet direkt mit Wendungen auf, die ich so nicht erwartet hatte. Denn sein alter Reiter lebt noch und taucht wieder im Camp ...

Weiter geht es mit der Geschichte zu Cassim und seiner Reiterin Yessa. Und es wartet direkt mit Wendungen auf, die ich so nicht erwartet hatte. Denn sein alter Reiter lebt noch und taucht wieder im Camp auf - zum Glück für Cassim ohne Erinnerung. Doch sollte er diese wiedererlangen, wird das auf jeden Fall Konsequenzen haben. Also weiht Cassim Yessa ein, die ihm sofort Hilfe anbietet, besonders, da sie eine Vision hatte. Und so verstricken die beiden sich immer weiter und bringen sich in Gefahr.

Cassims großes Geheimnis wird enthüllt doch Yessa erfährt auch, dass er für den Tod ihrer Schwester verantwortlich ist. Wie nah Hass und Liebe sein können wissen also nun beide. Und doch können sie nicht ohne einander. Spüren diese Verbindung, die über das Bindungsritual zwischen Reiter und Drache hinausgeht.

Ich liebe diese Welt und den Schreibstil der Autorin total. Dieser Band hat mich richtig abgeholt und gefällt mir sogar noch besser als der erste (auch wenn die ein oder andere Spice Szene nicht nötig gewesen wäre und die Wortwahl mich da eher zum Augenverdrehen gebracht hat - da das richtige Maß zu finden ist wirklich eine Kunst, das passt hier für mich nicht immer).



Ich habe es als Hörbuch gehört und die Vertonung ist richtig gut gelungen. Beide Stimmen passen perfekt und machen einen sehr guten Job.

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