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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2025

Amüsante Lektüre, für Krimifans aber keine große Herausforderung

Bella Barks' letztes Like
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„Bella Barks' letztes Like“ von Michael Buchinger hatte für mich klare Stärken, aber auch einige Schwächen. Zunächst einmal dazu, was ich toll fand. Die Geschichte liest sich absolut kurzweilig, humorvoll ...

„Bella Barks' letztes Like“ von Michael Buchinger hatte für mich klare Stärken, aber auch einige Schwächen. Zunächst einmal dazu, was ich toll fand. Die Geschichte liest sich absolut kurzweilig, humorvoll und mühelos. Es macht großen Spaß wie der Autor die Social Media Welt aufs Korn nimmt und die Herausforderungen des Creator Lifestyles beleuchtet. Mit Leo ist ihm außerdem ein sympathischer und gut greifbarer Protagonist gelungen, welchen ich bis auf einige kleine Ausrutscher, richtig gerne mochte. Der Schreibstil liest sich absolut flüssig und passt soweit perfekt zur Geschichte. Allerdings muss ich zugeben, dass die Krimiaspekte für mich absolut offensichtlich waren und die Handlung dadurch ziemlich vorhersehbar geriet. Schon früh im Buch finden sich sehr offensichtliche Hinweise, von spannendem mit rätseln kann deshalb keine Rede sein. An sich ist die Auflösung aber soweit logisch. Die Comedy ist also top, da sich das Werk aber als Krimi bezeichnet, muss ich es auch innerhalb dieses Genres vergleichen und kann deshalb leider wirklich nicht mehr als 3 Sterne vergeben. Wer aber nicht unbedingt auf große Spannung aus ist und lieber gut unterhalten werden möchte, liegt hier doch richtig.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

MeToo - Nach wie vor aktuell

Hazel sagt Nein
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„Hazel sagt Nein“ der Autorin Jessica Berger Gross war für mich ein äußerst lesenswerter Roman über ein weiterhin relevantes Thema. Die Handlung ist zwar insgesamt etwas überspitzt dargestellt, dennoch ...

„Hazel sagt Nein“ der Autorin Jessica Berger Gross war für mich ein äußerst lesenswerter Roman über ein weiterhin relevantes Thema. Die Handlung ist zwar insgesamt etwas überspitzt dargestellt, dennoch enthält sie im Kern viel Wahrheit. Zunächst war ich positiv überrascht vom Schreibstil, dieser sorgt für einen regelrechten Sog und auch durch die vollgepackte Handlung wird es an keiner Stelle langweilig. So konnte ich den Roman problemlos in nur 2 Tagen inhalieren. Nach Hazels sehr lautem Nein, ist es besonders spannend wie das kleinstädtische Umfeld reagiert und auch im zeitlichen Abstand zur Tat gelingt der Autorin finde ich ein sehr nuancierter Rundumblick auf unseren Umgang mit Tätern und Opfern. Letztlich hätte ich allerdings nicht damit gerechnet, in welche Richtung sich die Handlung schließlich entwickelt. Was das Ende angeht bin ich auch ein wenig zwigespalten, aber trotzdem ist es nicht unpassend. Irgendwie hätte ich wohl damit gerechnet, dass die Lektüre unbequemer daherkommt und nicht so humorvoll und unterhaltsam ist. Trotzdem verliert sich aber zum Glück die Ernsthaftigkeit nicht, denn es wird deutlich MeToo ist an so vielen Stellen noch relevant. Lasst euch bitte nicht vom etwas plakativen Klappentext abschrecken, es verbirgt sich mehr Tiefe hinter den Seiten, als dieser vermuten lässt. Auch deshalb mag ich das Buch gerne weiterempfehlen und vergebe 4 1/2 Sterne dafür.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

Lebendige Charaktere und ein interessanter Blick in die Geschichte des deutschen Geheimdienstes

Die Kryptografin
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Angesiedelt in der Nachkriegszeit, begleiten wir die sympathische Mathematikerin Margot auf ihrem besonderen Lebens- und Karriereweg. Wer also Lust auf einen informativen historischen Roman hat, sollte ...

Angesiedelt in der Nachkriegszeit, begleiten wir die sympathische Mathematikerin Margot auf ihrem besonderen Lebens- und Karriereweg. Wer also Lust auf einen informativen historischen Roman hat, sollte unbedingt zu „Die Kryptografin“ von Hanna Aden greifen. Zwar ist nicht jedes Detail historisch akkurat, aber dennoch steckt viel Recherche und spürbare Liebe zum Detail in der Geschichte. Nachdem ich erst mal Zugang gefunden hatte, was einige Seiten brauchte, konnte mich die Erzählung dabei absolut fesseln. Margot bringt einige Besonderheiten mit, wie etwa ihre Synästhesie und ist auch durch ihre Privilegien sicherlich keine klassische Frau der damaligen Zeit. Gerade aufgrund ihrer oft unkonventionellen Art mochte ich sie aber richtig gerne und auch ihre Freundin Sue ist ein wichtiger Ankerpunkt der Geschichte. Der Schreibstil wirkt frisch und eher modern und liest sich auch deshalb angenehm flüssig. Auch Langeweile kommt durch die abwechslungsreiche Handlung keine auf und gerade alles was die Kryptografie betrifft, war wirklich super spannend. Hin und wieder hätte die Arbeit damit gerne noch mehr im Mittelpunkt stehen dürfen. Am Ende tut sich gerade was Margot betrifft nochmal richtig viel und für den nächsten Band, welcher bereits angekündigt ist, bieten sich weitere interessante Themen. Insgesamt bin ich mit dem unterhaltsamen Leseerlebnis doch sehr zufrieden und kann den Roman deshalb durchaus weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Fesselnd und richtig gut geschrieben

Wem du traust
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„Wem du traust“ der Autorin Petra Johann ist für alle Thriller Fans welche gerne mit rätseln eine richtig gute Wahl. Die Geschichte ist von der ersten Seite an packend und sorgt durch psychologische Finessen ...

„Wem du traust“ der Autorin Petra Johann ist für alle Thriller Fans welche gerne mit rätseln eine richtig gute Wahl. Die Geschichte ist von der ersten Seite an packend und sorgt durch psychologische Finessen und ein hohes Tempo für einen gelungenen Lesefluss. Der Schreibstil liest sich dabei mühelos und gefiel mir richtig gut. Einen Teil der Geheimnisse habe ich schon relativ früh erahnt und auch die letzten Zusammenhänge konnte ich kurz vor dem Ende und der eigentlichen Auflösung erraten. Trotzdem empfand ich die Handlung nicht als übermäßig vorhersehbar. Die Autorin gibt uns Leser:innen einfach immer wieder Hinweise und wer regelmäßig Crime liest, kann dadurch definitiv selbst auf die Auflösung kommen. Und gerade dies macht richtig Spaß, auch weil die Handlung durchaus komplex und psychologisch durchdacht ist. Alles in allem ist „Wem du traust“ richtig gut geschrieben. Deshalb vergebe ich gerne volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Bekannte Charaktere, neue Gefahr

The Woman in Suite 11
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Als großer Fan von Ruth Ware war „The Woman in Suite 11“ natürlich ein absolutes Must-Read für mich und auch diesmal enttäuscht die beliebte Thriller-Autorin nicht. Zum ersten Mal kehrt sie zu bereits ...

Als großer Fan von Ruth Ware war „The Woman in Suite 11“ natürlich ein absolutes Must-Read für mich und auch diesmal enttäuscht die beliebte Thriller-Autorin nicht. Zum ersten Mal kehrt sie zu bereits bekannten Protagonist:innen zurück und erzählt sozusagen eine Fortsetzung. Theoretisch kann man „The Woman in Suite 11“ auch ohne das Vorwissen aus „Woman in Cabin 10“ lesen. Auch wenn der genaue Plot nicht aufgeklärt wird, wird doch vieles nebenbei verraten und insgesamt macht die Lektüre einfach mehr Spaß wenn man beide Bände kennt und in der richtigen Reihenfolge liest. Ich persönlich habe zur Auffrischung zunächst nochmal den ersten Band gelesen, um dann nahtlos anschließen zu können, was ich sehr empfehlen kann. Interessanterweise merkt man „The Woman in Suite 11“ durchaus die gewachsene Erfahrung von Ruth Ware an. Die Handlung ist deutlich ausgereifter und die Twists sind wunderbar überraschend. Auch der Schreibstil ist einfach auf den Punkt und versteht von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Zumindest einen Teil der Auflösung kann man durch aufmerksames lesen erraten, als vorhersehbar würde ich die Geschichte dennoch nicht bezeichnen. Richtig gut gefiel mir außerdem, wie durchdacht die Handlung auf den vorherigen Geschehnissen aufbaut. Kurz hatte ich befürchtet, Lo könnte erneut ganz zufällig in eine gefährliche Lage geraten. So ist alles aber recht logisch und auch deshalb macht die Geschichte einfach nur Spaß. Insgesamt kann ich das Buch ohne Einschränkung weiterempfehlen und natürlich vergebe ich außerdem volle 5 Sterne!

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