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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2025

Schwedische Klassiker sympathisch präsentiert

Hej!
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Für Fans der schwedischen Küche ist „Hej! Auf nach Schweden! Meine Lieblingsrezepte“ von Zora Klipp auf jeden Fall einen Blick wert. Das Buch bietet nämlich einen bunten Überblick über jede Menge Leckereien. ...

Für Fans der schwedischen Küche ist „Hej! Auf nach Schweden! Meine Lieblingsrezepte“ von Zora Klipp auf jeden Fall einen Blick wert. Das Buch bietet nämlich einen bunten Überblick über jede Menge Leckereien. Süß, herzhaft, schnell oder aufwendig, für jeden Geschmack ist ein Rezept dabei. Die Aufmachung des Kochbuchs ist dabei sehr ansprechend, übersichtliche Gestaltung, einladende Bilder und sympathisch persönliche Texte der Autorin. Auf die Angabe von Zubereitungszeiten wurde leider verzichtet und so muss man zunächst selbst überschlagen wie lange es dauert bis das Gericht auf dem Tisch steht. Die detaillierten und klaren Zubereitungsschritte sind hingegen super und holen auch mehr oder weniger Geübte ab. Geschmacklich waren alle nach gekochten Gerichte einfach nur fantastisch, allerdings werden oft dafür etwa Sahne oder Butter in großen Mengen verwendet. Für eine gesunde Alltagsküche halte ich das Buch deshalb weniger geeignet, aber für besondere Highlights oder auch Feste ist die Auswahl super. Wie authentisch die Rezepte letztlich sind fällt mir schwer einzuschätzen. Zora Klipp ist Deutsche und hat lediglich für ein Jahr als Au-Pair in Schweden gelebt. Erst für die Recherche für dieses Buch ist sie nochmal zurück gekehrt. Dennoch spürt man jeder Seite die große Liebe zur Landesküche und den dort lebenden Menschen an. Insgesamt hat mich das Konzept von „Hej! Auf nach Schweden!“ aber doch überzeugt, gerade was die nach gekochten Gerichte betrifft. Deshalb vergebe ich insgesamt 4 1/2 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Weihnachtswahnsinn der besonderen Art

Ring the Bells
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Mit „Ring the Bells“ erscheint bereits der 5. Band der Stranger Times Reihe und auch diesmal gelingt es Autor C.K.McDonnell problemlos eine außergewöhnliche, wie auch unterhaltsame Geschichte zu erzählen ...

Mit „Ring the Bells“ erscheint bereits der 5. Band der Stranger Times Reihe und auch diesmal gelingt es Autor C.K.McDonnell problemlos eine außergewöhnliche, wie auch unterhaltsame Geschichte zu erzählen ohne das sich der Reiz abnutzt. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit macht dieses schaurig skurrile Weihnachtsspecial wirklich großen Spaß. Für Neueinsteiger ist das Mitkommen aber wahrscheinlich etwas schwierig, denn es gibt wirklich sehr viele Erzählstränge mit bekannten, aber auch einigen neuen Figuren. Die Handlung ist dabei recht ausgewogen zwischen persönlichen Belangen des liebgewonnenen Redaktionsteams und der neuen heraufziehenden Gefahr. Erstmals schlägt der Autor auch ernstere Töne an und schafft es mit nur wenigen Szenen sehr bewegende Kriegserfahrungen zu schildern. Der Schreibstil ist vollgepackt mit witzigen Details und jeder Menge satirischem Humor, wobei mir der Text diesmal etwas pointierter und weniger platt erschien. Erstaunlicherweise gelingt es gleichzeitig den Zauber der Weihnachtszeit, zusammen mit der zunehmenden Ausrichtung auf Konsum darzustellen. Gerade zum Ende hin wird es dann aber nochmal richtig verrückt und sehr amüsant. Für Fans der Reihe ist „Ring the Bells“ also ein absolutes Must-Read, welches ich gerne weiterempfehlen kann!

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Actionreiche Dystopie mit vielen Stärken

To Cage a Wild Bird
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Insgesamt hat mir „To Cage a Wild Bird“ der Autorin Brooke Fast richtig gut gefallen. Die Geschichte versprüht auf jeden Fall Panem Vibes, bleibt dabei aber trotzdem einzigartig. Gesellschaftskritische ...

Insgesamt hat mir „To Cage a Wild Bird“ der Autorin Brooke Fast richtig gut gefallen. Die Geschichte versprüht auf jeden Fall Panem Vibes, bleibt dabei aber trotzdem einzigartig. Gesellschaftskritische Belange stehen im Vordergrund, das weiterführende Worldbuilding dürfte aber gerne noch etwas ausführlicher sein, hier ist für zukünftige Bände noch Potential vorhanden. Super und wunderbar ausgereift sind hingegen schon jetzt die Charaktere. Diese wirken lebensecht und vielschichtig und zwar nicht nur die Hauptfiguren. Ein weiterer Pluspunkt der Handlung war für mich die spannungsvolle Dynamik. Dabei schafft es die Autorin Ernst zu bleiben und sorgt doch auch ohne allzu blutigen Details für Thrill bei den Jagden. Wer zudem ausführliche Liebesgeschichten mit viel Spice schätzt, ist hier genau richtig. Für meinen Geschmack hätte es zwar nicht jede dieser ausführlichen Szenen gebraucht, gut geschrieben waren sie dennoch. Auch sonst liest sich der Schreibstil fesselnd und lag mir sehr. Und so flog ich nur so durch die Geschichte und bin nun sehr gespannt wie es nun weitergeht. Aufgrund der kleineren Kritikpunkte ziehe ich einen Stern ab, trotzdem gibt es eine Leseempfehlung, für alle die Dystopien mögen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Sehr Basic und eher für Anfänger:innen interessant

Carlottas vegane Küche
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„Carlottas vegane Küche Easy und schnell. Über 80 Rezepte“ von Carlotta Perego eignet sich meiner Meinung hauptsächlich für alle die gerade selbst anfangen zu kochen oder erstmals in die vegane Küche schnuppern ...

„Carlottas vegane Küche Easy und schnell. Über 80 Rezepte“ von Carlotta Perego eignet sich meiner Meinung hauptsächlich für alle die gerade selbst anfangen zu kochen oder erstmals in die vegane Küche schnuppern möchten. Das beginnt schon mit einer sehr langen gut 60 Seiten umfassenden Einleitung welche für mich persönlich keinen Mehrwert hatte. Ob man Aufräumtipps und Vorschläge zur Küchenorganisation in einem Kochbuch braucht, ist sicherlich Geschmackssache, aber auch die weiteren Tipps setzen einfach sehr weit unten an. Und letztlich gestalten sich so auch die Rezepte im Buch. Wer wie ich bereits auf eine solide Kochbuchsammlung zurück greifen kann, braucht dieses Buch nicht. Einige wenige Gerichte sind dabei durchaus speziell und toll, hier merkt man auch die Nähe zum Italienischen. Vieles wie zum Beispiel Cookies, die Reibekäsealternative oder das Kichererbsencurry habe ich so Ähnlich aber schon zu oft gesehen und ehrlich gesagt besitze ich auch bessere vegane Kochbücher welche mich in der Summe der Rezepte mehr begeistern können. Bereits auf dem Cover wirbt das Buch mit einfachen und schnellen Rezepten. Einfach und damit sehr Anfängerfreundlich sind diese auf jeden Fall. Richtig schnell sind gerade die vollwertigen Hauptgerichte aber nicht. Für alle getesteten Gerichte habe ich etwa eine Stunde benötigt, die Zeitangaben der Autorin sind dabei völlig daneben und meiner Meinung nach nicht realistisch. Auch die Backzeiten stimmen nicht immer. Ein schönes Detail ist es hingegen, dass es häufig Infos gibt wie lange die Gerichte im Kühlschrank haltbar sind und auch alternative Zutaten werden häufig aufgezählt. Alles in allem ist „Carlottas vegane Küche“ eine gute Wahl für ein erstes Kochbuch, da doch viele Basics abgedeckt werden. Wer allerdings schon länger kocht findet denke ich sinnvollere Neuanschaffungen. Alles in allem fällt mein Fazit deshalb ziemlich ernüchternd aus. Leider kann ich für das Werk der sympathischen italienischen Köchin nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Gelungene historische Atmosphäre, der Plot ist aber wenig fantasievoll

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Irgendwie hatte ich bei „Das Antiquariat am alten Friedhof“ das Gefühl, der Zauber um die Reihe rund ums Graphische Viertel nutzt sich nun langsam ab. Vielleicht sollte Autor Kai Meyer langsam wieder etwas ...

Irgendwie hatte ich bei „Das Antiquariat am alten Friedhof“ das Gefühl, der Zauber um die Reihe rund ums Graphische Viertel nutzt sich nun langsam ab. Vielleicht sollte Autor Kai Meyer langsam wieder etwas Neues beginnen. Was das historische Setting und die Detailgenauigkeit des Zeitgeistes betrifft, ist auch dieser Roman wieder auf den Punkt perfekt. Allerdings ist die eigentliche Handlung finde ich diesmal ziemlich profan und etwas uninspiriert. Abgesehen davon laufen diesmal viele bereits bekannte Handlungsorte und Charaktere hier zusammen. Obwohl ich alle vorherigen Bände gelesen habe, muss ich aber zugegeben, ich habe sicherlich nur einen Bruchteil der Anspielungen erkannt, auch deshalb weil die Lektüre doch schon etwas her ist. Die gut 500 Seiten hatten für mich auch immer wieder Längen, denn oft tritt die Handlung etwas auf der Stelle und es passiert nichts wirklich Neues.

Das Buch kann gut auch unabhängig von den anderen Vorgängern gelesen werden, die eigentliche Geschichte ist in sich geschlossen und auch gut verständlich. Und wer zum ersten Mal in die Welt des Graphischen Viertels in Leipzig eintaucht, wird sowohl die Vorkriegszeit, als auch den Erzählstrang um 1945 historisch interessant finden. Der Schreibstil ist wie gewohnt und an und für sich liest sich der Roman auch angenehm und hin und wieder ziemlich spannend. Die Mysterieelemente sind auch diesmal dezent vorhanden und sorgen für leichten Grusel ohne jedoch richtig unheimlich zu geraten. Mein größter Kritikpunkt ist wirklich der Plot, früherer Geschichten waren in meinen Augen komplexer und auch mit mehr Alleinstellungsmerkmalen. Insgesamt vergebe ich für ganz viel Atmosphäre und einen tollen Schreibstil, gerade so noch 4 Sterne.

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