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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2025

Der Sog der Neuen Rechten

Heimat
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„Heimat“ von Hannah Lühmann lässt mich am Ende etwas enttäuscht zurück. Dabei hat der Roman inhaltlich durchaus starke Momente. Denn das stetige Abgleiten in rechte Denkmuster und die Faszination für das ...

„Heimat“ von Hannah Lühmann lässt mich am Ende etwas enttäuscht zurück. Dabei hat der Roman inhaltlich durchaus starke Momente. Denn das stetige Abgleiten in rechte Denkmuster und die Faszination für das traditionelle Familienbild der Trade Wifes hat mir gut gefallen. Allerdings hätte ich zumindest am Anfang mal etwas kritisches Hinterfragen und ein klares Statement von Protagonistin Jana erwartet. Obwohl diese intellektuell vieles durchschauen müsste, ergibt sie sich fast schon Willenlos ihren neuen Freundinnen. Trotz der geringen Seitenzahl eröffnet die Autorin zudem viele Nebenschauplätze, hier eine Trennung, dort angedeutete häusliche Gewalt. Insgesamt hätte etwas mehr Fokus der Geschichte glaube ich gut getan. Mit dem Ende konnte ich dann wiederum wirklich gar nichts anfangen, es ist mir viel zu offen und auch ziemlich merkwürdig. Eine Stärke des Buchs ist für mich aber die aufgezeigte Vielschichtigkeit bzw. wie sich im Alltag rechte Ideologien mit Verschwörungserzählungen mischen. Diese begegnen uns Leser:innen im Buch leider unreflektiert, es gibt nicht eine Figur welche sich diesen wirklich aktiv und kritisch entgegen stellt. Wer als Lesender selbst mit der Szene interagiert wird fürchte ich nicht unbedingt abgeschreckt, auch wenn ich persönlich vieles richtig gruselig fand. Aber auch der starke Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfe werden eben stark herausgestellt. Der Schreibstil liest sich einnehmend und trägt rasch durch die Geschichte. Alles in allem hat „Heimat“ interessante Ansätze, so ganz geht das Konzept für mich aber nicht auf. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, bleibe aufgrund meiner genannten Kritikpunkte aber letztlich bei 3 Sternen.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Richtig gut! – Ein Mordopfer als Ermittlerin

Not Quite Dead Yet
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In „Not Quite Dead Yet“ lässt Holly Jackson ihre Protagonistin Jet ihren eigenen Mord aufklären und erzählt damit in einem Thriller so sehr aus der Opferperspektive wie noch nie zuvor. Erstaunlicherweise ...

In „Not Quite Dead Yet“ lässt Holly Jackson ihre Protagonistin Jet ihren eigenen Mord aufklären und erzählt damit in einem Thriller so sehr aus der Opferperspektive wie noch nie zuvor. Erstaunlicherweise ist die Geschichte zudem erstaunlich realitätsnah und auch dadurch richtig spannend. Die Stimmung ist durchaus besonders, denn Jet reagiert auf ihren bevorstehenden Tod nicht unbedingt wie erwartet. Mit viel schwarzem Humor, etwas aggressiv und nicht gerade behutsam geht sie ihre Ermittlungen an und stößt damit so ziemlich jeder Person in ihrem Umfeld vor den Kopf. Zum Glück ist Billy, ihr bester Freund aus der Kindheit, an ihrer Seite und sorgt so auch für emotionalere Szenen, welche einem Jet doch sympathisch machen. Durch den eng gesetzten Zeitrahmen von höchstens 7 Tagen ist das Tempo von Beginn an hoch und auch der Schreibstil ist absolut fesselnd. Die letztendliche Auflösung habe ich nicht kommen sehen und wurde am Ende dadurch nochmal richtig überrascht. Auch deshalb war „Not Quite Dead Yet“ für mich ein Thriller der Extraklasse. Lediglich ein kleiner Kritikpunkt zog sich für mich durchs Buch, was dem Lesevergnügen insgesamt aber keinen großen Abbruch tat. Für mich wirkt Jet einfach nicht wie eine 27-Jährige. Ihre Ausdrucksweise und auch ihr Verhalten lassen sie eher 10 Jahre jünger erscheinen. Vielleicht merkt man Autorin Holly Jackson hier einfach ihr gewohntes „Jugendbuch-Gerne“ an. Wer bereits andere Bücher von ihr mochte, wird auch in diesem neuen Werk gute Unterhaltung finden. Insgesamt vergebe ich wirklich gerne 4 ½ Sterne, welche ich auf 5 aufrunde.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Erebos ist zurück - Schon wieder?!

Erebos 3
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Zunächst dachte ich ja, "Wirklich noch ein Band? Funktioniert das?", aber ja, auch in "Erebos 3" schafft es Ursula Poznanski erneut mich voll und ganz in die Welt von Erebos zu ziehen. Ein wenig leid tut ...

Zunächst dachte ich ja, "Wirklich noch ein Band? Funktioniert das?", aber ja, auch in "Erebos 3" schafft es Ursula Poznanski erneut mich voll und ganz in die Welt von Erebos zu ziehen. Ein wenig leid tut Nick einem ja schon, auch deshalb weil diesmal noch mehr auf dem Spiel steht als jemals zuvor. In gewohnter Manier spielt sich Erebos nämlich nicht nur auf den PC-Bildschirmen, sondern auch im realen Leben ab. Die Spannung ist von Beginn an hoch und es macht durchaus Spaß zusammen mit Nick zu versuchen herauszufinden was diesmal die Hintergründe und Ziele des Spiels sind. Die Autorin macht es einem nicht leicht dahinter zu kommen und trotz der eigentlich vertrauten Welt und einiger bekannten Charaktere, gibt es zahlreiche überraschende Wendungen. Die Handlung überzeugt zudem mit viel Action, kniffligen Rätseln und der gewohnt angenehmen Schreibstil sorgt für einen tollen Leseflow. Obwohl die eigentliche Handlung in sich geschlossen ist, hilft es denke ich die vorherigen Bände gelesen zu haben. So kann man manches Detail doch besser einordnen. Insgesamt ist "Erebos 3" für Fans ein absolutes Must-Read. Auch diesmal beweist Ursula Poznanski, dass man mit Erebos jederzeit rechnen muss. Und was soll ich sagen: Es funktioniert erneut!

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Rot, Grün, Gelb, Blau, Orange und Lila

Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen die Farben - ab 18 Monate
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Im Buch „Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen die Farben“ geht es genau um diese sechs Farben. Thematisch bleibt das hochwertige Magnetbuch nah an der kindlichen Erlebniswelt, was mir gut gefiel. ...

Im Buch „Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen die Farben“ geht es genau um diese sechs Farben. Thematisch bleibt das hochwertige Magnetbuch nah an der kindlichen Erlebniswelt, was mir gut gefiel. Auf vier Doppelseiten kann man mithilfe der 6 Magnete Kinder unterschiedlich Anziehen. Jede Jahreszeit ist dabei vertreten und das Buch lädt außerdem dazu ein überall nach den jeweiligen Farben Ausschau zu halten. Meinem Sohn machten die Magnete von Anfang an Spaß und er probierte gleich munter aus. Auch für die Feinmotorik ist das Buch eine feine Sache. Als Mama gefällt mir außerdem die Detailgenauigkeit. Die Magnete passen wirklich perfekt und so wirken die Kinder tatsächlich wie umgezogen. Aber auch sonst ist die Gestaltung sehr durchdacht und hochwertig. Die Magnete können etwa durch einen Schiebemechanismus einfach entnommen und auch wieder verstaut werden. Insgesamt hat uns „Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen die Farben“ voll und ganz überzeugt. So macht das gemeinsame Farbenlernen richtig Spaß!

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Zählen lernen in der Themenwelt Bauernhof

Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen Zählen - ab 18 Monate
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Mit „Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen Zählen“ gibt es nun wieder etwas Neues in der Play+-Serie des Ravensburger Verlags. Da uns andere Bücher daraus sehr gut gefielen, waren wir natürlich auch ...

Mit „Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen Zählen“ gibt es nun wieder etwas Neues in der Play+-Serie des Ravensburger Verlags. Da uns andere Bücher daraus sehr gut gefielen, waren wir natürlich auch neugierig auf die Magnetbücher. Zunächst einmal wirkt das Buch sehr hochwertig und bringt durch die magnetischen Seiten ein ordentliches Gewicht mit. Auch die zugehörigen Magnete sind toll und liegen gut in der Hand. Es gibt 6 Stück, passend dazu wird im Buch von 1-6 gezählt. Die Zahlen 1 und 6 haben jeweils eine eigene Doppelseite, 2 & 3, sowie 4 & 5, teilen sich jeweils eine Seite. Die Illustrationen sind ansprechend farbenfroh, die Seiten wirken zum Glück nicht überladen. Mit seinen 22 Monaten gefällt meinem Sohn das Buch sehr gut. Er konnte auch schnell die richtigen Magnete zuordnen und fand den kurzen Text zum Vorlesen interessant. Die weitere Aufgabe andere Dinge im Buch zu zählen, ist aber erst für Ältere machbar. Durch das durchdachte Design und die unterschiedlichen Möglichkeiten wird uns das Buch sicherlich noch länger begleiten. Für die ersten Zählversuche ist es auf jeden Fall ein nützlicher Begleiter. Deshalb vergebe ich auch gerne 5 Sterne und eine Empfehlung.

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