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Veröffentlicht am 15.05.2023

Eine außergewöhnliche Frau

Die einzige Frau im Raum
2

Der frenetische Applaus ist noch nicht versiegt, da wird die junge Hedy Kiesler, die auf der Bühne die 15jährige Elisabeth verkörpert, mit Rosensträußen überhäuft. Und das allabendlich. Wer ist dieser ...

Der frenetische Applaus ist noch nicht versiegt, da wird die junge Hedy Kiesler, die auf der Bühne die 15jährige Elisabeth verkörpert, mit Rosensträußen überhäuft. Und das allabendlich. Wer ist dieser Rosenkavalier? Der schwerreiche Waffenhändler Fritz Mandl umwirbt sie und schließlich heiraten die beiden, wir schreiben das Jahr 1933. „Mein herrischer Gatte“ zeigt sich in der Öffentlichkeit ganz anders als dieser anfänglich so aufmerksame Bewunderer, sein wahres Gesicht bekommt sie bald zu spüren. Er verbietet ihr die Schauspielerei, auch verlangt er, dass sie vom jüdischen zum katholischen Glauben übertritt. Die Zeiten sind gefährlich, man muss sich anpassen.

Die Autorin blickt hinter die schillernden Kulissen, sie zeigt auch ein ganz anderes Bild, fernab der glamourösen Schauspielerin. Obwohl Fritz, ihr erster Ehemann, sich mit seiner jungen Frau schmückt, hat er sie fest im Griff, er sperrt sie regelrecht weg, zwingt ihr seinen Willen auf. Irgendwann gelingt es ihr dann doch, aus dem goldenen Käfig zu fliehen. Ihr neues Leben nimmt auf dem Meer seinen Anfang, sie trifft auf ihren Förderer, aus ihr wird die Lamarr…

Hedy Lamarr war mir vage als Schauspielerin ein Begriff, sie war eine wunderschöne Frau, das Cover deutet schon darauf hin. „Ich war die einzige Frau im Raum gewesen, der einzige Farbtupfer in einem Meer aus dunklen Anzügen…“ Spätestens da wollte ich wissen, wie diese Frau ausgesehen, wie sie auf ihre Umgebung gewirkt hat. Und wow – sie war der Inbegriff von Schönheit und Eleganz. Aber schön sein reicht auf Dauer nicht, da muss schon mehr dahinter stecken. Und ja, Hedy war nicht nur der glamouröse Filmstar, sie war klug, ihrer Zeit weit voraus. Ihre patentierte Erfindung, die von den Militärs abgelehnt wurde, bildet einen Grundstein unserer modernen mobilen Telefone. Marie Benedict hat auch diesen weitgehend unbekannten Aspekt nicht außer Acht gelassen, Hedy hat regelrecht gebrannt für ihre Erfindungen, die sie zusammen mit Georg Antheil entwickelt hat.

Erzählt wird dieses aufschlussreiche Buch in Ich-Form, aus Sicht von Hedy. Angefangen von der 18jährigen Hedy Kiesler bis hin zur gefeierten Hollywood-Schauspielerin, von 1933 bis 1942. Es ist die Zeit des Nationalsozialismus, durch ihren ersten Ehemann ist sie nah dran an den Mächtigen, weiß um die politischen Belange.

„Die einzige Frau im Raum“ ist der vierte Band, der starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte näher betrachtet. Gut lesbar aufbereitet von Marie Benedict, die mich dazu inspiriert hat, auch die drei Vorgängerbände dieser Reihe zu lesen. Es ist ein aufschlussreicher Blick hinter die Fassade der Hedy Lamarr, die hinter ihrer strahlenden Schönheit so viel mehr war. Eine außergewöhnliche Frau, intelligent und weltgewandt. Faszinierend. Ein wundervolles Buch, spannend und kurzweilig erzählt.

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Veröffentlicht am 09.05.2023

Sommer, Sonne, Malibu…

Gidget. Mein Sommer in Malibu
2

… und mittendrin ist sie, die fünfzehnjährige Kathy. Als sie den Wellenreitern zusah, war es um sie geschehen. Alles, wirklich alles wollte sie tun um surfen zu lernen, sie brannte regelrecht dafür. Und ...

… und mittendrin ist sie, die fünfzehnjährige Kathy. Als sie den Wellenreitern zusah, war es um sie geschehen. Alles, wirklich alles wollte sie tun um surfen zu lernen, sie brannte regelrecht dafür. Und ist es nicht so, dass man immer dann, wenn man etwas unbedingt will, sich dahinterklemmt? Die Jungs da draußen auf ihren Brettern sehen gut aus und Kathy will auch so elegant durch die Wellen gleiten, es ihnen gleichtun. Aber wie will sie das anstellen, sie hat nicht mal Geld, um sich so ein Brett zu kaufen und das Einverständnis ihrer Eltern wird sie sowieso nie bekommen.

Das Wasser ist ihr Element, da fühlt sie sich wohl. Bis eines Tages Monsterwellen auf sie zukommen, sie wird abgetrieben, schreit – aber keiner kann sie hören. Wie auch! Das Getöse ringsum verschluckt jeden Ton. Aus, vorbei! Sie kommt nicht mehr heraus – und dann packen sie zwei starke Arme, ziehen sie direkt auf ein Surfbrett. Moondoggie wird der Typ gerufen – was für ein Name! Egal, er hat sie gerettet und was noch besser ist, sie lernt die Jungs kennen, die Streuner, wie sie sich nennen. Bald wird sie Gidget gerufen, was soviel heißt wie kleines Mädchen und so ´ne Art Zwerg. Ein girl midget ist sie, Gidget eben. Ihrem Traum vom Surfen wähnt sie sich nahe, verwöhnt die Crew mit reichlich Essen und schon bald ist sie nicht nur geduldet, die Jungs nehmen sie mit, bringen ihr das Wellenreiten bei.

Gidgets hat ihre Geschichte aufgeschrieben, ihr Vater hat ein Buch daraus gemacht, sechs Wochen hat er dafür gebraucht. Ein beschwingtes Sommerbuch ist es geworden mit viel Esprit und Witz. Unterhaltsam und lebendig, erfrischend wie eine leichte Sommerbrise. Sie macht erste Erfahrungen, sie hängt mit den Jungs ab, sie alle sind älter und doch passen sie auf sie auf. Der erste Kuss, das erste Verlieben, Gidget wird ein Stück weit erwachsen in diesem Sommer. Man spürt mit jedem Wort, in jedem Satz diese Unbeschwertheit, den Drang nach Freiheit.

Es ist ein leichtes Sommerbuch voller Leben, das bereits 1957 im Original erschien und nun als Neuauflage seine Leser auf Surfbrett holt, direkt nach Malibu.

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Veröffentlicht am 08.05.2023

Die stillen Helden von Dieulefit

Die Kinder von Beauvallon - Der Spiegel-Bestseller nach wahren Begebenheiten
2

Ein ganzes Dorf im Widerstand – wie war das möglich? In den 1940er Jahren, als die Juden aller Rechte beraubt und in den Vernichtungslagern ein schreckliches Ende fanden, gab es auch Menschen, die selbstlos ...

Ein ganzes Dorf im Widerstand – wie war das möglich? In den 1940er Jahren, als die Juden aller Rechte beraubt und in den Vernichtungslagern ein schreckliches Ende fanden, gab es auch Menschen, die selbstlos waren. Bettina Storks erzählt in ihrem historischen Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht, die Geschichte der „Kinder von Beauvallon“ und ihren Rettern.

Im Oktober 1940 haben Lily Blum und ihre Eltern gerade mal zwei Stunden Zeit, um einen Koffer zu packen, mehr ist nicht erlaubt. Schweren Herzens muss Agnes ihre Freundin Lily ziehen lassen, beide sind sie neun Jahre alt. Im letzten Augenblick zerreißt Lily ein Bild von ihnen beiden, jede bekommt die Hälfte und sie geben sich das Versprechen, eines Tages das Foto wieder zusammenzukleben.

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 1965, Agnes ist die weibliche Stimme des Südwestfunks Freiburg. Fortschrittliche Themen sind tabu, die Prüderie dieser Zeit ist deutlich spürbar. Wolfgang Schober, ihr Förderer im Funk, erzählt ihr von einem kleinen Dorf in Frankreich, von Dieulefit, einem Zufluchtsort für die Verfolgten während des Zweiten Weltkrieges und deren Helfer. Agnes Interesse ist geweckt, auch weil sie hofft, hier eine Spur ihrer Freundin Lily zu finden.

Lilys Weg verfolge ich ab dem Zeitpunkt, als sie 1940 abgeholt wird. Sie wird mit ihren Eltern in das Internierungslager Gurs verfrachtet. Julie, eine Fluchthelferin, holt sie hier heraus und bringt sie nach Dieulefit. Aber bis sie und die anderen Kinder in Sicherheit sind, müssen sie immer bangen, entdeckt zu werden.

Diese beiden Erzählstränge lese ich im Wechsel und bald bin ich mittendrin in der ausgezeichnet recherchierten Geschichte, die von der Résistance, dem Kinderhilfswerk OSE, von den mutigen Fluchthelfern, aber auch von den Grausamkeiten der Nationalsozialisten oder der Vichy-Anhängern erzählt, um nur einiges zu nennen.

Immer wieder greife ich zu Büchern, in denen die stillen Helden und ihr selbstloses Handeln eine herausragende Rolle spielen und doch weiß ich wenig, zu wenig. Dies wird mir umso klarer, je mehr ich davon lese. Auch Dieulefit und die Schule Beauvallon waren mir kein Begriff. Ich bin der Autorin dankbar, dass sie mir einen Einblick in diese für viele so lebensgefährliche Zeit gewährt hat. Ja, Lily und Agnes sind fiktiv, sie stehen stellvertretend für die Kinder von damals und deren Schicksal. Und es gab sie, die stillen Helden und auch die Gründerinnen der Schule, die Guten Feen von Beauvallon und viele, die im Geheimen geholfen haben. Ein ist eindringlicher Roman, der es wert ist, gelesen zu werden, der innerlich aufwühlt und doch aufzeigt, dass es sowas wie Menschlichkeit, ein Füreinander-da-sein immer gegeben hat, immer geben wird.

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Veröffentlicht am 08.05.2023

Zwischen hoffen und bangen

Die Kinder der Luftbrücke
2

„Eine junge Mutter und ein amerikanischer Pilot zwischen Liebe, Schuld und Hoffnung.“ Diese Info lese ich vorab, die Routen der Berliner Luftbrücke in den Jahren 1948/49 zu den einzelnen westlichen Stützpunkten ...

„Eine junge Mutter und ein amerikanischer Pilot zwischen Liebe, Schuld und Hoffnung.“ Diese Info lese ich vorab, die Routen der Berliner Luftbrücke in den Jahren 1948/49 zu den einzelnen westlichen Stützpunkten sind am hinteren Klappeninneren anschaulich dargestellt und auch das Cover veranschaulicht die Zeit der Rosinenbomber, die ihre von den Kindern sehnlichst erwarteten Schätze abwerfen.

Nora lebt mit ihren zwei Kindern im Westsektor Berlins zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester, auch ist deren Lebensgefährte die meiste Zeit bei ihnen. Die Wohnverhältnisse sind beengt, die Lebensmittel immer zu wenig, der tägliche Kampf ums Überleben gestaltet sich zunehmend schwierig. Sie schöpfen neue Hoffnung, als Nora als Übersetzerin bei den US-Alliierten am Flughafen Tempelhof arbeiten kann.

Der Alltag der Familie wird anschaulich geschildert. Durch ihre Arbeit bekommt Nora exklusive Einblicke in die Versorgungslage Berlins und als die Sowjets Berlin abriegeln, fehlt es an allem. Erst die von den Amerikanern organisierte Luftbrücke ermöglicht halbwegs ihr Überleben.

Die Piloten fliegen nonstop ihre Routen, bei den Pausen zwischendurch begegnet einer davon - Matthew - Nora. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, was auch Noras Kolleginnen, allen voran eine neidische Intrigantin, nicht verborgen bleibt. Noch dazu ist Nora verheiratet, ihr Ehemann gilt seit Jahren als vermisst und doch will sie Matthew ihrer Familie näherbringen. Ihr kleiner Sohn ist gleich hin und weg von dem Piloten, die neunjährige Tochter dagegen lehnt in durchweg ab.

Neben den privaten Schicksalen erfahre ich so einiges über die Arbeit der Alliierten. Diese Infos sind gut verpackt in das tägliche Allerlei, geprägt von Momenten des Glücks, aber auch von Hoffnung und gleichzeitiger Hoffnungslosigkeit, von Schuldgefühlen und Pflichtbewusstsein. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle und irgendwann trifft Nora eine weitreichende Entscheidung.

Die Charaktere sind eindrucksvoll geschildert, jeder einzelne ist lebensnah und glaubhaft dargestellt. Die damalige Situation kann ich aus heutiger Sicht dank der eindringlichen Beschreibung zwar nachvollziehen, hoffe aber gleichzeitig, dass dies endgültig der Vergangenheit angehört. Der einnehmende Schreibstil hat mich schnell in die Geschichte eintauchen lassen, ich habe mit Nora und den ihren gebangt, habe gehofft, dass sich trotz der widrigen Umstände doch noch alles zum Guten wenden möge. Auch wenn es vordergründig um eine Liebe geht, die auf dem Prüfstand steht, so sind die historischen Fakten mit eingeflossen, sie sind stets präsent, bilden das Gerüst, um das sich der Roman rankt. Eine fiktive Geschichte vor gut recherchiertem, geschichtlichem Hintergrund, den ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 08.05.2023

Genussvoller Périgord-Krimi

Lorbeerglanz
5

Noch immer bin ich gedanklich in Saint-André-du-Périgord, der Wahl-Heimat der deutsch-französischen Kommissarin Marie Mercier. Julie Dubois, die Autorin von „Lorbeerglanz“, hat mich auch mit ihrem dritten ...

Noch immer bin ich gedanklich in Saint-André-du-Périgord, der Wahl-Heimat der deutsch-französischen Kommissarin Marie Mercier. Julie Dubois, die Autorin von „Lorbeerglanz“, hat mich auch mit ihrem dritten Périgord-Krimi nicht nur gut unterhalten, sie hat mich auch tief eintauchen lassen in die idyllische Landschaft, hat mir Maries Kölner Familie näher gebracht und ihre Großtante Léonie hat mir mit so manch Köstlichkeiten Appetit auf mehr gemacht.

Eigentlich will Marie die Tage mit ihrer Familie genießen aber wie so oft kommt ihr auch diesmal ein Mord dazwischen. Der Tote ist kein geringerer als der Besitzer eines gut gehenden Sternerestaurants, er wurde mit einem prähistorischen Dolch ermordet. Schon mysteriös, dass er als leidenschaftlicher Sammler dieser kostbaren Raritäten ausgerechnet mit einem Stück antiker Kunst getötet wurde. Der sehr fein gearbeitete Dolch aus Stein, einem Lorbeerblatt nachempfunden, wurde ihm in die Brust gerammt. Marie fährt zu Edith Boisset, der Witwe des Ermordeten. Diese führt sie in das private Museum ihres Ehemannes, in dem er all die erworbenen Artefakte gehütet hat wie einen Schatz. Da Pierre durch den Stich einer Lorbeerspitze ums Leben kam liegt es nahe, dass ihm seine Sammelleidenschaft zum Verhängnis wurde.

Die Ermittlungsarbeiten gestalten sich schwierig, zumal ein zweiter, ähnlich gelagerter Mord, für zusätzliche Verwirrung sorgt. Verdächtige gibt es mehrere, eigentlich ist mir keiner so ganz geheuer, jedem würde ich alles zutrauen. Auch meine ich, das Mordmotiv zu erahnen und doch lässt sich der Kreis der möglichen Täter lange nicht eingrenzen. Und da taucht immer wieder ein geheimnisvoller Begriff auf, mit dem niemand was anfangen kann. Geschickt spielt die Autorin mit ihren Lesern, legt Fährten aus, die letztendlich ins Nichts führen. Die Aufklärung lässt lange auf sich warten und sie verblüfft – das Ende ist dann doch gut nachvollziehbar.

Maries engster Mitarbeiter Richard Martin, auf den sie sich blind verlassen kann, ist ihr auch hier eine große Hilfe, auch wenn ihn privat etwas zu bedrücken scheint. Und die Meinungsverschiedenheiten mit Michel, ihrem Liebsten, stören die ansonsten so perfekte Idylle zwischen den beiden. Neben der Ermittlungsarbeit sind die kleinen Nebenstorys, auch all die Köstlichkeiten, die Léonie Tag für Tag auftischt, das Salz in der Suppe, um im kulinarischen Jargon zu bleiben.

Da ich vor einiger Zeit „Kalte Blüten“, den Vorgängerband, gelesen habe, fühlt es sich an wie heimkommen nach einer längeren Reise. Marie und die ihren waren mir nach den ersten Seiten wieder vertraut, auch Léonie wird sich ähnlich gefühlt haben, als sie von ihrer Kreuzfahrt von Georges und den beiden Hängebauchschweinen Augustine und Joseph, beide geschniegelt und gestriegelt, begrüßt wurde – ein Empfangskomitee vom Liebenswertesten.

„Lorbeerglanz“ ist ein Krimi mit viel Lokalkolorit und einer sympathischen Protagonistin. Ja, auch hier wird gemordet und die Einzelheiten detailreich geschildert, genussreich aufgelockert durch all die kulinarischen Köstlichkeiten und die idyllischen Landschaftsbeschreibungen. Gerne bin ich wieder dabei, wenn Marie Mercier zu ihrem nächsten Fall gerufen wird.

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