Miriam, die junge jüdische Medica
Hiobs TochterDas wunderschöne Cover wirkt schlicht mit seinem dunklen Blauton aber dafür sehr edel mit seiner hervorgehobenen goldenen Schrift.
In seinem neuen Roman „Hiobs Tochter - Schatten des Verrats“ erzählt ...
Das wunderschöne Cover wirkt schlicht mit seinem dunklen Blauton aber dafür sehr edel mit seiner hervorgehobenen goldenen Schrift.
In seinem neuen Roman „Hiobs Tochter - Schatten des Verrats“ erzählt der Autor Peter Orontes, eine detailreiche und gut recherchierte Geschichte über den historisch nachgewiesenen Pogrom an der jüdischen Bevölkerung der niederbayerischen Stadt Deggendorf am 30. September 1338.
Inhalt:
Deggenfeld im Jahre 1338. Die junge Miriam, eine ausgebildete Medica und Jüdin, stürzt in ein Netz aus Intrigen und Gefahr, als sie zufällig eine Verschwörung belauscht. Im Schatten wachsender Spannungen und angesichts einer drohenden Attacke auf die jüdische Gemeinde, muss Miriam Mut, Klugheit und Tatkraft beweisen, um ihre Liebsten zu beschützen und Gerechtigkeit zu suchen. Doch das ist einfacher gesagt als getan, denn Miriams eigenes Leben und dass ihrer Tochter Rebecca ist, eng mit der Verschwörung verknüpft. Und auch wenn Miriam als Ärztin einiges an Ansehen genießt und so an manche Information gelangt, bleiben ihr als Frau und Jüdin viele Privilegien verwehrt.
Hauptprotagonistin ist die junge Jüdin Miriam, die nach ihrem Studium in Salerno als ausgebildete Medica, sich auf den Weg in ihre Heimat macht. Unterwegs in Koblenz beobachtet Miriam zwei Mönche, die scheinbar einen Mord begehen. Nachdem sie verschwunden sind, nähert sich Miriam dem Sterbenden und erkennt in ihm eine Freundschaft aus Kindertagen. Er drückt ihr eine abgebrochene Gänsefeder in die Hand und stammelt ihr noch ein paar Wortfetzen ins Ohr, die Miriam erschauern lassen. Schnell macht sie sich aus dem Staub, denn einer Jüdin, schenkt man keinen Glauben.
Miriam möchte so schnell wie möglich zu ihren Großeltern nach Deggenfeld und dort erfährt sie, dass ihre zwölfjährige Tochter verschwunden ist.
Im Schatten wachsender Spannungen und angesichts einer drohenden Attacke auf die jüdische Gemeinde und einer gewaltigen Heuschreckenplage, beschließt Miriam nach ihrer Tochter zu suchen und stößt auf eine perfide Intrige, die in die höchsten Kreise aus Politik und Klerus bis an den päpstlichen Hof in Avignon zu reichen scheint. Dabei gerät sie selbst ins Visier der Verschwörer und muss um ihr eigenes Leben und dass ihrer Tochter Rebecca fürchten.
Fazit:
Dem Autor gelingt es in „Hiobs Tochter“, eine vergangene Epoche von fiktiven Charakteren mit realen historischen Ereignissen und einer authentischen Atmosphäre, lebendig werden zu lassen. Eine verzweigte Spannung wird zwar stetig aufgebaut aber das Ende kommt dann doch ziemlich abrupt daher und lässt einiges offen, wohl bis zur Fortsetzung. Der Schreibstil von Peter Orontes ist flüssig und gut verständlich. Einige vielleicht unbekannte Begriffe werden am Ende in einem Glossar erklärt.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle, die historische Romane lieben.