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Maria_12

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2025

Eine ungleiche Liebe – bitter und süß -

Bittersüß
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In ihrem Roman „Bittersüß“ erzählt die Autorin Hattie Williams eine fiktive Geschichte über Abhängigkeiten und toxische Machtverhältnisse.

Die Ich-Erzählerin Charlie, leidet in ihrer Jugend nach dem Tod ...

In ihrem Roman „Bittersüß“ erzählt die Autorin Hattie Williams eine fiktive Geschichte über Abhängigkeiten und toxische Machtverhältnisse.

Die Ich-Erzählerin Charlie, leidet in ihrer Jugend nach dem Tod ihrer Mutter unter schweren Depressionen und fühlt sich nirgends zugehörig. Als ihr Stiefvater eine neue Familie gründet, sucht sie sich in London eine Arbeit. Das Geld ist knapp und so freut sich Charlie, dass sie für eine geringe Miete bei ihrer besten Freundin Ophelia und ihrem Mitbewohner Eddy, einziehen kann. Die drei Freunde werden unzertrennlich.

Seit einem Jahr arbeitet Charlie als Presseassistentin bei einem renommierten Londoner Buchverlag, der bald das neue Buch des preisgekrönten Richard Aveling herausbringt. Bei einer Zigarette im Regen trifft Charlie den dreißig Jahre älteren Richard und ist überwältigt, den zum ersten Mal fühlt sie sich gesehen und ernst genommen. Ihr Traum erfüllt sich noch, als sie mit ihm zusammenarbeiten soll. Aus der Arbeitsbeziehung wird viel zu schnell eine Affäre, die auf Macht, Kontrolle und Schweigen beruht. Charlie, sucht Halt und Liebe, doch der 30 Jahre ältere Richard, ist ihr weit überlegen und nutzt seine Macht aus.
Charlie isoliert sich nach und nach von ihren Freunden und bittet sie um Schweigen über ihre Affäre im Verlag, den diese Verbindungen werden nicht gerne gesehen und führen normalerweise zur Kündigung. Durch das Schweigen entsteht ein geschicktes manipulatives Verhältnis, aus dem Charlie sich kaum befreien kann.

Das vorauszusehende Ende der Beziehung ist wie zu erwarten herzzerreißend und schmerzvoll für Charlie. In dieser Zeit stehen aber nicht nur ihre Freunde ihr zur Seite sondern auch ihr Stiefvater, dem sie sich endlich öffnen kann und seine neue Familie, lieben lernt.

Fazit:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, die toxischen Machtverhältnisse und die innere Zerrissenheit von Charlie, authentisch zu schildern. Sprachlich konnte mich der Roman mit seiner stillen Kraft, welche durch eindrucksvolle Beschreibungen noch mehr emotionalen Tiefgang erhielt, überzeugen. Ein sehr interessanter Roman, den ich gerne gelesen habe.
Von mir 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Die Macht der Musik

Durch das Raue zu den Sternen
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Die Ich-Erzählerin Arkadia Fink, genannt Moll, ist 13 Jahre alt, musikalisch hochbegabt und mit reichlich Fantasie gesegnet. In ihrem bayerischen Dorf macht sie das zur Außenseiterin. Dann hat auch noch ...

Die Ich-Erzählerin Arkadia Fink, genannt Moll, ist 13 Jahre alt, musikalisch hochbegabt und mit reichlich Fantasie gesegnet. In ihrem bayerischen Dorf macht sie das zur Außenseiterin. Dann hat auch noch vor acht Monaten, drei Wochen und sechs Tagen ein einschneidendes Ereignis in ihrem Leben stattgefunden. Ihre Mutter ist „kurz weggegangen“, wie sie es zu sagen pflegt. Seitdem leidet sie unter der bedrückenden Abwesenheit und der quälenden Frage, wann sie endlich zurückkommt. Sie redet sich zeitweise ein, dass sie ohne sie gut klar kommt aber ihr Vater nicht, denn er ist nicht mehr er selbst, hat seitdem nichts mehr in seiner Werkstatt, geschreinert und die offenen Rechnungen stapeln sich.

Geblieben ist der 13jährigen Ihre beste Freundin Bernhardina, die im Seniorendomizil Phoenix lebt und früher Musiklehrerin in Namibia, war. Moll muss Bernhardina jeden Abend anrufen und sich vergewissern, dass sie noch lebt, obwohl sie von Pflegepersonal umgeben ist. Manchmal ist sie zu spät dran, dann ruft Bernhardina sie an.
Bernhardina ist nur dann nicht mehr ihre beste Freundin, wenn sie sagt, dass ihre Mutter vielleicht nicht mehr zurückkommt. Deshalb sind sie sich nicht immer einig.

Der Neo-Bechstein ihrer Mutter, wird für Moll zur absoluten Hingabe zur Musik. Sie kann singen und hat eine Idee, denn wenn der weltberühmteste Knabenchor Deutschlands sie aufnimmt und sie auf der großen Bühne singt, wird ihre Mutter zurückkehren. Die Hürden scheinen zuerst unüberwindbar zu sein, denn noch nie hat ein Mädchen in dem Knabenchor gesungen aber Moll denkt nicht daran aufzugeben. Sie ist sicher, ihr Ziel kann sie nur über die Musik erreichen.

Fazit:
Zuerst wußte ich nicht so recht, wie ich Molls Wut auf der einen Seite und der absoluten Liebe auf der anderen verstehen soll, doch schnell wird klar, dass sie der Realität nicht ins Auge sehen will. Erst zum Ende lösen sich die tragischen Ereignisse auf.
Der Autor hat auf eine berührende Art und Weise eine Geschichte zum Thema Trauer und Verlust, Liebe und Wut und von der Macht der Musik, melancholisch aber dennoch hoffnungsvoll, geschrieben. Der Roman „Durch das Raue zu den Sternen“ von Christopher Kloeble, ist eine gefühlvolle und lebendige Geschichte, die ich allen Literaturbegeisterten gerne weiterempfehle.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Moltebeere - die geheimnisvolle Beere aus dem Hohen Norden

Wo die Moltebeeren leuchten (Die Norrland-Saga, Bd. 1)
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In ihrem fesselnden Auftakt der Norrland-Saga "Wo die Moltebeeren leuchten” wurde die Autorin Ulrika Lagerlöf, inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte und wahren historischen Ereignissen.

Der ...

In ihrem fesselnden Auftakt der Norrland-Saga "Wo die Moltebeeren leuchten” wurde die Autorin Ulrika Lagerlöf, inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte und wahren historischen Ereignissen.

Der Titel und das wunderschön gestaltete Buchcover mit dem farblich passenden Moltebeeren-Buchschnitt und einem interessanten Klappentext, konnten mich sofort für das Buch, begeistern.

Auf zwei Zeitebenen erzählt die Autorin eine atmosphärische Geschichte von Siv und Eva über ein lang gehütetes Familiengeheimnis aus der Vergangenheit.

1938, Nordschweden: Die siebzehnjährige Siv wird in die tief verschneiten Wälder geschickt, um als Köchin eine Gruppe von zehn Waldarbeitern zu versorgen. Ein entbehrungsreiches Leben ohne Strom und Komfort erwartet sie – und doch ist es genau dort, mitten in der rauen Natur, wo Siv zum ersten Mal echte Freiheit spürt. Und Liebe. In der Abgeschiedenheit begegnet sie Nila, einem jungen Sámi – und erlebt eine zarte Liebe, die stärker ist als alle Konventionen. Doch als der Sommer endet, bleibt nur ein Geheimnis, das nie ans Licht kommen darf.

2022: Eva ist alleinerziehende Mutter eines Sohnes und Forstwirtin. Sie arbeitet in Uppsala als PR-Beraterin in einem großen Forstunternehmen und kehrt mit einem Auftrag in das Dorf ihrer Kindheit zurück. Sie soll den Widerstand gegen ein umstrittenes Abholzungsprojekt beruhigen und mit den Aktivistengruppen und Umweltschützern verhandeln. Doch die scheinbar klare Aufgabe ist alles andere als einfach und wird schnell zur Reise in die eigene Vergangenheit. Stück für Stück entblättert sich eine Geschichte, die tief in den schwedischen Wäldern wurzelt. Und bald stößt Eva auf ein Familiengeheimnis, das bis in Sivs Zeit zurückreicht

Beide Zeitebenen sind atmosphärisch und fesselnd geschrieben, dazu noch die bildhaften Beschreibungen über die malerische Landschaft Nordschwedens mit den dichten Wäldern, Mooren, kleinen dunklen Seen und den verführerisch orange leuchtenden Moltebeeren.

Fazit:
Die Autorin hat einen schönen atmosphärischen Schreibstil und versteht es ausgezeichnet, ihre Charaktere authentisch ins Bild zu rücken. Die bildhaften Beschreibungen der Natur besonders über die Abholzung der Wälder und das Schicksal sowie der Rechte der Sámi, ist verständlich und ausführlich, dargestellt. Mir hat die Geschichte auf beiden Zeitebenen sehr gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt, was nach diesem starken Auftakt, folgt.
Von mir 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Ava zwischen zwei Welten

Das zweite Leben
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Die Autorin Nina Pilckmann erzählt in ihrem neuen Roman „Das zweite Leben“ eine Geschichte über eine mystische Stadt voller Seligkeit, ein grausames Geheimnis aus den Tagen in Auschwitz und über eine Liebe, ...

Die Autorin Nina Pilckmann erzählt in ihrem neuen Roman „Das zweite Leben“ eine Geschichte über eine mystische Stadt voller Seligkeit, ein grausames Geheimnis aus den Tagen in Auschwitz und über eine Liebe, die beide Welten verbindet.

Die junge Journalistin Ava, Tochter ehemaliger Widerständler gegen das Nazi-Regime, reist voller Zuversicht für ihren nächsten Artikel nach Venedig um über die italienische Resistenza und den Faschismus zu recherchieren. Ava ist auf der Suche nach der Wahrheit und möchte mit ihrem Beitrag über Deutschlands dunkelste Vergangenheit, aufklären.

Venedig 1968: Bei einer zufälligen Begegnung zwischen Ava und Toma, dem ein Zauber innewohnt, wissen beide sofort, dass dieses Zusammentreffen etwas ganz besonderes ist. Sie haben nur diesen einen Tag und doch versucht Toma, ihr die Schönheiten seines geliebten Venedigs, zu zeigen. Ihre intensiven Gespräche zeigen eindringlich, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind.
Ava und Toma bleiben in Verbindung und tauschen sich nicht nur in Briefen aus, den Ava zieht es auch immer wieder nach Venedig …

München 1968: Zurück in München begegnen sich Ava und Rachel, einer Überlebenden von Birkenau. Erst Rachels erschütternde Erzählungen über die Vorgänge in Birkenau, machen für Ava die Schrecken des Holocaust auf erschütternde Weise, greifbar.

Als Ava realisiert, dass es eine Verbindung zwischen Venedig und Birkenau gibt, stellt sie sich die Frage, welchen Weg sie wählen möchte: den der belastenden Aufklärung, oder den des eigenen Glücks ...

Fazit:
Der Roman „Das zweite Leben“ verbindet historische Fakten mit einer fiktiven Handlung und thematisiert dabei die Entwicklung der jungen Journalistin Ava. Eigentlich ein sehr schönes und interessantes Thema, wären da nicht die vielen detailreichen und ausschweifenden Beschreibungen Venedigs und die vielen philosophischen Dialoge zwischen Ava und Toma. Ava ist mit sich nicht im Reinen, denn sie hinterfragt selbst ihre eigene Rolle und dreht sich ständig im Kreis. Während mich Rachels erschütternde Erlebnisse und Geständnisse, sehr fesseln konnten.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Der mutige Weg zweier Herzen

Herzlauschen
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Das Autorenehepaar Nicole und Uli Swidler erzählen in ihrem Roman „Herzlauschen“ eine berührende Geschichte über eine Sopranistin und eines Mannes, der mit dem Herzen hört.

Tessa Boden steht als Sopranistin ...

Das Autorenehepaar Nicole und Uli Swidler erzählen in ihrem Roman „Herzlauschen“ eine berührende Geschichte über eine Sopranistin und eines Mannes, der mit dem Herzen hört.

Tessa Boden steht als Sopranistin auf den größten Bühnen der Welt. Überall verzaubert die sympathische, 45-jährige Sängerin ihr Publikum. Ihren Ruhm bezahlt sie mit einem Leben aus dem Koffer und einer damit einhergehenden großen Einsamkeit. Bei einem Benefizkonzert in der Berliner Philharmonie wendet sich ihr Schicksal. Ein faszinierender Mann sitzt in der ersten Reihe. Weder klatscht er Beifall, noch scheint ihn ihre musikalische Darbietung sonderlich zu faszinieren. Stattdessen beobachtet er sie eindringlich und zeichnet unaufhörlich in seinen Skizzenblock. Tessa ist irritiert und spürt doch eine magische Anziehungskraft, sodass sie bald nur noch für ihn singt. Beim Hinausgehen verliert der geheimnisvolle Mann zwei Zeichnungen, bei deren Anblick Tessa der Atem stockt. Entschlossen, mehr über ihn herauszufinden, folgt sie ihm. Ohne zu ahnen, dass ihre Welt niemals mehr so sein wird wie zuvor …

Fazit:
Ausgerechnet das wunderschöne Cover hat mich magisch angezogen und dann der Klappentext, der mich neugierig auf diese ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen der Starsopranistin Tessa und dem gehörlosen Bildhauer Paul, gemacht hat.

Die Autoren erzählen über die sympathische Tessa, die nach dem frühen Tod ihrer Eltern, von ihrem Manager Fabian gefördert wird und Babette, die sich nicht nur um ihr Wohl kümmert, denn sie auch eine Verbündete. Der geheimnisvolle Mann ist Paul, der seit einem Jahr verwitwet und auserdem noch gehörlos ist. Ausgerechnet eine Konzertkarte führt den gehörlosen Paul in ein Benefizkonzert in der Berliner Philharmonie und dann geschieht das Wunder – Tessa -. Zwei Welten treffen aufeinander.

Selbst als Tessa merkt, wie unterschiedlich ihr und Pauls Leben ist, fühlt sie sich immer mehr zu ihm hingezogen. Still und leise entwickelt sich die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen der Starsopranistin Tessa und dem gehörlosen Bildhauer Paul.

Eine wunderbare Wohlfühlgeschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, die die Geschichte unglaublich lebendig hält. Der Schreibstil der Autoren ist flüssig und mit einer Leichtigkeit geschrieben, die mir von Anfang an gut gefallen hat. Mit „Herzlauschen“ hatte ich viele schöne Lesestunden und empfehle diese ungewöhnliche Liebesgeschichte gerne weiter.
Von mir 5 Sternen!

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