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Veröffentlicht am 25.11.2024

Süße Geschichte

Das Handbuch für Prinzessinnen
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Der Großteil des Buches hat mir gut gefallen und ich konnte mir richtig gut vorstellen, dass ich als Kind begeistert von dieser Art Geschichte gewesen wäre. Auch wenn viel vorweggenommen wird, liest sich ...

Der Großteil des Buches hat mir gut gefallen und ich konnte mir richtig gut vorstellen, dass ich als Kind begeistert von dieser Art Geschichte gewesen wäre. Auch wenn viel vorweggenommen wird, liest sich dennoch alles lebendig und die Figuren sind sympathisch genug, dass es nicht wirklich stört, dass man eigentlich das Ende schon kennt.
Leider habe ich inhaltlich mit der zweiten Hälfte so meine Probleme. So werden plötzlich reale Probleme auf wundersame Weise sehr unrealistisch gelöst (die Mutter, die ihre Tochter im Stich gelassen hat will nach der ersten Begegnung plötzlich doch ganz viel mit ihr zu tun haben und hat sie scheinbar genauso vermisst wie die Tochter sie?), Geschichtliche Ereignisse angesprochen, die in so einem Buch eigentlich nichts zu suchen haben (Nazi-Zeit, zwar sehr kindgerecht und freundlich, aber ehrlich gesagt macht es das für mich nicht besser), und generell hat für mich das Ende dann einfach nicht mehr ganz so sehr hingehauen. Da war es dann doch etwas zu viel des guten an so einigen Stellen.
Gerade den Anfang/die ersten 150 Seiten ungefähr würde ich aber durchaus als gelungenes Kinderbuch bezeichnen, und war ganz nett geschrieben.

Veröffentlicht am 23.11.2024

Manchmal etwas frustrierend, aber im großen und ganzen eher spannend und schön lebendig geschrieben

Jinx und der magische Urwald
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Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Jinx ist ein Charakter, den ich von der ersten Zeile an sofort ins Herz schließen konnte, und die Art, wie seine Gedanken geschrieben sind und man durch seine Augen ...

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Jinx ist ein Charakter, den ich von der ersten Zeile an sofort ins Herz schließen konnte, und die Art, wie seine Gedanken geschrieben sind und man durch seine Augen alles mitbekommt, hat mich total abgeholt und in die Geschichte eintauchen lassen. Wie selbstverständlich manches für ihn ist und dann anderes wieder nicht, und dass ich beim Lesen aber trotzdem merke, was davon jetzt nur für Jinx oder für die ganze Welt normal ist, hat mir echt gut gefallen, und ich hätte wirklich noch viel länger von ihm lesen können. (Vermutlich muss ich mir jetzt doch irgendwie die restlichen Bände besorgen.)
Es gab leider auch so einiges, das ich bei den anderen Figuren eher frustrierend fand (unter anderem, dass sie immer gerade ihre Meinung so geändert haben, wie es ihnen gepasst hat, und ganz oft war es egal, was Jinx tut, es war alles irgendwie falsch), gleichzeitig passte es aber auch zur Geschichte und zum Ton der Geschichte, sodass ich dann doch damit leben konnte, auch wenn es mich teilweise sehr genervt hat. Aber dafür liest sich das Buch auch wirklich schnell, sodass auch immer ziemlich bald wieder Dinge kommen, die besser laufen.
Neben den Charakteren hat mir auch die Welt/der Urwald wirklich gut gefallen, und das Konzept, wie Dinge funktionieren, gerade Magie, oder wie Jinx auf Sachen zugeht, die mit dem Urwald oder anderen Orten zu tun haben, war echt gut gemacht in meinen Augen. Ebenso die ganzen persönlichen Probleme. Manche hätten eindeutig besser gelöst werden können, aber vermutlich hätte es auch schlechter funktioniert, und es hat eindeutig für eine spannende Geschichte gesorgt, also bin ich durchaus bereit, den entsprechenden Figuren doch irgendwie zu vergeben.
Alles in allem hatte ich auf jeden Fall meine Freude an dem Buch und seinen Figuren!

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Veröffentlicht am 22.11.2024

Oberflächlich betrachtet ein Buch über Gleichberechtigung, direkt darunter leider eher Frauenfeindlich

Nicht drücken!
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Am Anfang wusste ich gar nicht so richtig, was mich in diesem Buch erwarten würde, dann gibt es einen Absatz, in dem ein Junge darüber nachdenkt, dass er gerne "Mädchen"-Shows im Fernsehen sieht und ich ...

Am Anfang wusste ich gar nicht so richtig, was mich in diesem Buch erwarten würde, dann gibt es einen Absatz, in dem ein Junge darüber nachdenkt, dass er gerne "Mädchen"-Shows im Fernsehen sieht und ich habe das Ziel erahnen können und war total bereit dafür, besonders weil das Buch sich auch recht amüsant lesen lässt, und dann kam die gesamte restliche Umsetzung und es tut mir wirklich leid, aber die lässt in meinen Augen wirklich extrem stark zu wünschen übrig.
Eigentlich geht es im Buch darum, dass Mädchen und Jungen beide verschiedenste Hobbys haben können, wie Fußball, Shopping, Skaten, ... und als Message fände ich das wirklich gut, aber das Buch setzt diese Message um, indem plötzlich in der kompletten Stadt alle weiblichen Personen sich wie "typisch Mann" verhalten, und alle männlichen wie "typisch Frau" und das wird gar nicht hinterfragt. Also als erwachsene Person verstehe ich die Intention dahinter, oder ich glaube es, und dass es darum geht, die Grenzen etwas verschwimmen zu lassen, das Problem ist, dass die Grenzen nur extrem verschärft werde, aber eben bezogen auf die neue Gruppe, zu der die Fähigkeiten gehören. Außerdem hat das Buch trotz des Themas eigentlich durchgängig einen Unterton, der eher klingt, als wären Mädchen/Frauen schlechter als Jungs. Unter anderem kommt der Satz: "[...] aber die Jungen sind einfach schneller und stärker. Das ist eben so. Selbst die Weltmeisterinnen im Frauenfußball hätten ja keine Chance gegen eine Männerprofimannschaft." Und dieser Satz wird einfach so stehengelassen. An keiner einzigen Stelle im Buch wird er widerlegt oder etwas mehr darüber nachgedacht oder so, sondern es ist einfach ein Fakt, dass die Weltmeisterinnen keine Chance hätten. Und dann nicht mal gegen die Weltmeister (obwohl ich selbst da meine Zweifel hätte, denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es eher ausgeglichen wäre), sondern einfach nur irgendeine Profi-Mannschaft. Wie kommt man dazu, so einen Satz in ein Buch einzubringen, in dem es eigentlich darum geht, dass beide Geschlechter vieles können? Ebenfalls wird erwähn, dass ganz vieles, was typisch ist, auch angeboren ist (zum Beispiel eine Vorliebe für Wettkämpfe? Bitte was?), und generell hat das gesamte Buch immer einen schneidenden Unterton in Richtung von allem, was als "typisch Mädchen" wahrgenommen wird. Also auch als die Rollen vertauscht sind, werden dann die Jungs eigentlich ständig in schlechtes Licht gerückt mit ihren neuen Eigenschaften.
Insgesamt hatte ich also durchaus das Gefühl, dass versucht wurde, Gleichberechtigung irgendwie in einer Geschichte auch Kindern näherzubringen und ich konnte wie gesagt an der ein oder anderen Stelle auch schmunzeln weil es durchaus amüsant war, aber wirklich direkt unter der Oberfläche dieses Ziels las sich das Buch für mich ziemlich Mädchen-/Frauenfeindlich, und hat inhaltlich und zwischen den Zeilen leider gar nicht rübergebracht, was es darstellen wollte (oder von dem ich denke, dass es das darstellen wollte).

Veröffentlicht am 21.11.2024

Schöner kindgerechter Umgang mit dem Thema Tod und Abschied

Eichhörnchenbrüder
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Band 1 hat mich emotional noch mehr angesprochen, als Band zwei, gleichzeitig fand ich ihn auch etwas zu simpel.
Erneut gefallen mir die Illustrationen des Buches wirklich gut. Sie sind im Inneren eindeutig ...

Band 1 hat mich emotional noch mehr angesprochen, als Band zwei, gleichzeitig fand ich ihn auch etwas zu simpel.
Erneut gefallen mir die Illustrationen des Buches wirklich gut. Sie sind im Inneren eindeutig einfacher als das Cover und bleiben hinter diesem daher für mich auch ein wenig zurück, tragen aber dennoch schön zur Geschichte bei und sind dennoch sehr liebevoll gestaltet. Anders als in Band 2 finde ich die Bilder hier alle etwas weniger lebhaft und bewegt, was angesichts des Themas von Verlust aber auch gut funktioniert, da Anto sich ja auch nicht wirklich fröhlich und freundlich fühlt, nachdem er Mika verloren hat. Insofern durchaus passend, auch wenn ich nicht zwingend das Gefühl habe, dass es Absicht war.
Von der Geschichte her hat dieses Buch mich emotional auf jeden Fall abholen können (ich geb's auch gerne zu: ich habe geweint), allerdings erst ab der Hälfte etwas. Ich fand die erste Hälfte auch sehr schön, weil man hier die Freundschaft zwischen Anto und Mika besser kennenlernt und etwas vertieft, und auch wenn das ganz simpel geschrieben ist, funktioniert es für ein Kinderbuch dennoch gut, allerdings gibt es dann den Mittelteil, in dem Mika stirbt, und während ich natürlich einsehe, dass das nicht das Hauptthema des Buches ist und ich auch auf keinen Fall wollen würde, dass der Tod selbst näher erklärt werden würde, denn ich denke, die Umstände sind wirklich egal, fand ich die Seiten, in denen all das angesprochen wurde irgendwie doch nicht so richtig überzeugend. Im Vergleich zum Anfang und besonders zur zweiten Hälfte dann wirkte dieser Teil ein wenig gezwungener und als müsste das jetzt eben irgendwie passieren, und da hat mich die Geschichte kurzzeitig vverloren. Den Rest mochte ich dann aber wie gesagt wirklich gerne, auch wenn er wirklich sehr traurig und gefühlvoll war, und vielleicht war das Ende auch wieder etwas simpel, aber für ein Kinderbuch wirklich akzeptabel und schön, also da habe ich nicht wirklich was dran auszusetzen.
Insgesamt also ein nicht ganz überzeugender Mittelteil, aber dafür ein umso stärkeres Ende und Steenken hat es sehr gut geschafft, hier gefühlvoll über Verluste aber auch Zusammenhalt zu schreiben, und es hat mir wirklich gut gefallen.

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Veröffentlicht am 21.11.2024

Gefühlvolle und niedliche Kindergeschichte

Eichhörnchenversprechen
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Stefanie Steenken schreibt mit Eichhörnchenversprechen ein sehr gefühlvolles Kinderbuch zum Thema Freundschaft und Liebe. Dabei sind die Beschreibungen recht simpel und einfach gehalten, was angesichts ...

Stefanie Steenken schreibt mit Eichhörnchenversprechen ein sehr gefühlvolles Kinderbuch zum Thema Freundschaft und Liebe. Dabei sind die Beschreibungen recht simpel und einfach gehalten, was angesichts dessen, dass es sich um ein Kinderbuch handelt, vollkommen zur Zielgruppe passt.
Die Geschichte ist sehr freundlich und herzerwärmend geschrieben, und lädt auf jeden Fall zu guter Laune und zum Nachdenken an, bleibt in einigen Punkten aber auch recht einseitig oder klärt nicht ganz warum das Thema der Liebe überhaupt ursprünglich aufkommt, es ist einfach plötzlich da.
Dennoch habe ich wirklich gerne über Anto, Lili und alle anderen Figuren gelesen und finde auch die Einseitigkeit für ein so kurzes Buch durchaus verständlich.
In der Sprache ist es in meinen Augen vollkommen Kindgerecht verfasst, und hätte ich ein Kind und wäre nicht selbst die Person mit Vorliebe für Kinderbücher, dann hätte ich wirklich keinerlei Bedenken, mit diesem zusammen die Geschichte zu lesen.

Und die Illustrationen sind sowohl im Buch als auch auf dem Cover sehr schön gestaltet. Teilweise etwas dunkel, sodass nicht alles gut zu erkennen ist, und im Buch ein wenig simpler als auf dem Cover, aber alle wirklich liebevoll und lebendig und freundlich, und ich habe sie mir während des Lesens sehr gerne angesehen.

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