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Veröffentlicht am 19.03.2026

Humorvoll, menschlich, voller Wärme

Einatmen. Ausatmen.
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Marlene ist eine eiskalte Karrierefrau, die als unempathisch und hart gilt. Als ihr Mentor und CEO der Firma ihr seine Nachfolge anbietet, stellt er eine Bedingung: Nur, wenn sie vorher ein Achtsamkeitsseminar ...

Marlene ist eine eiskalte Karrierefrau, die als unempathisch und hart gilt. Als ihr Mentor und CEO der Firma ihr seine Nachfolge anbietet, stellt er eine Bedingung: Nur, wenn sie vorher ein Achtsamkeitsseminar besucht, wird sie ihm auf den begehrten Posten folgen dürfen. 

Alex Grow, der Leiter der Academy, bei der Marlene ihr Seminar besuchen soll, ist allerdings zurzeit in einer Krise und so entwickelt sich Marlenes Seminar ganz anders als erwartet... 

Das Buch ist sehr gut lesbar und vor allem zu Beginn strotzt es nur so vor Humor und Wortwitz. Die beiden Protagonisten, aus deren Perspektive immer abwechselnd erzählt wird, sind sehr überspitzt dargestellt. Wie sich beide dann jedoch entwickeln und alles, was wir und die Figuren über sich selbst erfahren werden, bringt dann Menschlichkeit und Tiefe in den Roman. 

Die Geschichte ist stellenweise ein bisschen unrealistisch und übertrieben, aber alles in allem war ich dann mit dem Schluss wieder sehr zufrieden. Und es gab einiges, was mich selbst zum Nachdenken gebracht hat und was das Buch mir mitgeben konnte. 

Von mir eine Leseempfehlung für ein Lesevergnügen im wahrsten Wortsinn mit Wärme und Tiefgang!

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Epischer Roman über eine chinesisch-amerikanische Familie

Real Americans
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Real Americans ist ein umfangreicher Roman, der drei Teile umfasst. Jeder Teil ist aus der Perspektive eines anderen Familienmitglieds geschrieben: Teil 1 aus Lilys, Tochter von Charles und May, Teil 2 ...

Real Americans ist ein umfangreicher Roman, der drei Teile umfasst. Jeder Teil ist aus der Perspektive eines anderen Familienmitglieds geschrieben: Teil 1 aus Lilys, Tochter von Charles und May, Teil 2 aus Sicht ihres Sohnes Nick und Teil 3 aus Sicht der Mutter/Großmutter May (hier wird die Perspektive nicht die ganze Zeit beibehalten).
Lilys Eltern sind chinesische Einwanderer, die in Wissenschaft und Forschung tätig sind. Lily wird später ihren Sohn Nick allein aufziehen und ihn von der Familie fernhalten. Erst kurz vor Ende der Schulzeit trifft er auf seinen Vater, was für ihn und Lily alles ändern wird. Am Ende ihres Lebens dann trifft May auf ihren Enkel und erzählt ihm und den Lesenden endlich ihre Geschichte.

Der Roman ist aufgrund seines Umfangs schon keine allzu leichte Kost, wenn er auch gut lesbar ist und die ganze Zeit bleibt. Es ist spannend, wie die verschiedenen Zeiten und Orte miteinander verwoben sind und die Perspektivwechsel haben mir auch meist sehr gut gefallen.

Streckenweise jedoch stolpert die Handlung etwas vorwärts und wirkt beim Lesen sprunghaft. Einige Stränge werden nicht ganz zu meiner Zufriedenheit aufgelöst und vor allem im 2. Teil des Buches hatte ich meine Probleme mit den Protagonisten und ihren Handlungen. Versöhnt wurde ich dann im letzten Teil, der mich überrascht und letztlich auch sehr berührt hat.

Alles in allem auf jeden Fall eine Leseempfehlung, denn es wird vieles thematisiert, was wichtig ist - Rassismus, Identität, Geschichte, Herkunft und Familie, Genetik und Vererbung.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Sachbuch über inspirierende Frau

Die Elemente der Marie Curie
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Marie Curie ist wirklich eine faszinierende Frau gewesen. Die Elemente der Marie Curie nähert sich ihr einerseits anhand der Biographie der Person Marie Curie an, verbindet dies jedoch mit weiteren wichtigen ...

Marie Curie ist wirklich eine faszinierende Frau gewesen. Die Elemente der Marie Curie nähert sich ihr einerseits anhand der Biographie der Person Marie Curie an, verbindet dies jedoch mit weiteren wichtigen Frauenfiguren in deren Leben. Diese haben teilweise mit ihr und durch sie ebenfalls eine Karriere als Wissenschaftlerin gemacht, Elemente entdeckt und auch Preise gewonnen. Ich wusste beispielsweise bisher noch nicht, dass Maries erste Tochter Irene ebenfalls gemeinsam mit ihrem Ehemann einen Nobelpreis gewonnen hat!

Für mich war das Buch einerseits spannend, vor allem die biographischen Hintergründe und Personen in Maries Leben. Die 30 Kapitel sind jeweils einer Person "gewidmet", die exemplarisch für ein Element steht, das ebenfalls erwähnt wird. Allerdings geht das Kapitel dann meist doch nicht so sehr auf die Person auf, andere erscheinen deutlich häufiger, vor allem natürlich Maries Kinder und Geschwister.

Zudem haben mich die vielen wissenschaftlichen Stellen doch sehr gelangweilt und streckenweise habe ich den Text nur überflogen, weil er mir viel zu theoretisch war und ich damit nichts anfangen konnte.

Wer ein echtes Interesse an Physik und Chemie hat und nicht nur an der Biographie Marie Curies, wird hier sicher mehr Freude am Lesen haben als ich. Daher eine eingeschränkte Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

  Wahnsinnig spannend und gleichzeitig sehr berührend

Noch fünf Tage
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Lis Castorp ist eine Starköchin, die bei der märchenhaft reichen 4köpfigen Familie Harman als Privatköchin angestellt ist. An Silvester kocht sie auf dem Familiensitz in Davos ein wie immer herausragendes ...

Lis Castorp ist eine Starköchin, die bei der märchenhaft reichen 4köpfigen Familie Harman als Privatköchin angestellt ist. An Silvester kocht sie auf dem Familiensitz in Davos ein wie immer herausragendes Menü - und die ganze Familie stirbt daran. Auch sie selbst wurde vergiftet, allerdings nur in kleiner Dosis. Ihr bleiben noch 5 Tage, um ihre Angelegenheiten zu regeln und herauszufinden, wer der Mörder ist.

Der Thriller beginnt rasant und nimmt nicht an Fahrt ab - so dass ich ihn im wahrsten Sinne des Wortes atemlos verschlungen habe. Lis´ letzte 5 Tage sind die Teile des Buches, die Kapitel ähneln einem Countdown, da stets die aktuelle Uhrzeit in digitalen Ziffern vorangestellt wird und man förmlich die Sekunden ticken hört.
Die Ich-Erzählerin trägt dazu bei, dass die Zeit auch beim Lesen nur so verrinnt, ebenso wie die Lebenszeit der armen Lis.
Beim Versuch den Mord aufzuklären, wird sowohl ein Teil ihrer Geschichte, als auch die einzelnen Familienmitglieder der Familie Harman genau unter die Lupe genommen.

Der nie nachlassende Spannungsbogen ist natürlich ein Hauptplus des Thrillers, aber darüberhinaus gefielen mir auch andere Aspekte sehr gut:
Das Setting im Davoser Krankenhaus, von dem aus Lis den Mord aufzuklären versucht, war sehr gut beschrieben.
Auch die anderen Schauplätze wie das Sternerestaurant "Catch", in dem Lis lange arbeitet unter dem exzentrischen Starkoch Quirin, oder natürlich die Orte, die sie mit Familie Harman bewohnt und bereist.
Lis ist zudem eine liebevolle alleinerziehende Mutter, die ihre Tochter Cosima nun zurücklassen muss - das hat mir das Herz zerrissen.
Die Nebenfiguren waren alle sehr greifbar gezeichnet - von den neurotischen Harmans über deren vermeintliche Freunde und Feinde, die Death Doula im Krankenhaus bis hin zu Esme, der Krankenschwester, die Lis mehr als liebevoll begleitet. Auch die Rituale, die Lis und ihre Tochter verbunden haben, haben mich sehr berührt - und ganz besonders das Ende des Thrillers.

Und last but not least - sehr besonders waren die vielen Schilderungen von Sterne-Menüs, die mich echt fasziniert haben!

Eine klare Leseempfehlung für ein spannendes Buch mit tollen Details und einem perfekten Schluss!

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Humorvoller, leicht lesbarer Spionageroman mit offenem Ende

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Anfang der 1990er Jahre begegnen sich Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent Dieter Germershausen und der junge Dichter Jakob Dreiser in Rom auf einer Party. Dieter rekrutiert Jakob, der die Vorstellung ...

Anfang der 1990er Jahre begegnen sich Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent Dieter Germershausen und der junge Dichter Jakob Dreiser in Rom auf einer Party. Dieter rekrutiert Jakob, der die Vorstellung für den Geheimdienst zu arbeiten, sehr spannend findet und dessen große Fähigkeit ein enormes Charisma ist.
Dieter dagegen ist desillusioniert nach 27 Jahren im Dienst und nachdem alles, was seine Arbeit ausgemacht hat - der Kalte Krieg - nun beendet ist und sich die Zeiten vollständig geändert zu haben scheinen.
Die Geschichte ist wie ein klassischer Spionageroman geschrieben und erinnert an James Bond und Co. Schauplätze sind Rom, Kasachstan, Bad Godesberg und Sankt Petersburg.
Besonders gut gefallen haben mir die Figuren, die der Autor wirklich perfekt geschaffen hat. Dieter und Jakob, aber auch die Frauenfiguren wie Dominique, Francesca und Hildegard sind alle Figuren, die ich wirklich beim Lesen sehen und fühlen konnte.
Und die Dialoge sind herrlich zu lesen! Die Figuren haben absolut ihre eigenen Stimmen und diese interagieren zu lesen, ist wirklich ein Genuss.
Einzig das für meinen Geschmack etwas zu offene Ende (das vielleicht eine Fortsetzung verspricht), trübt meinen Lesegenuss und so vergebe ich 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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