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Veröffentlicht am 17.12.2024

Ein Hoch auf die Milch und was man daraus machen kann

Schwarzwaldmilch
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Da ich Kochbücher sammle, war es gar keine Frage, dass ein Buch, das sich dem Produkt Milch und allem, was man daraus machen kann, widmet, nicht fehlen darf. Dass es zudem aus dem Schwarzwald kommt und ...

Da ich Kochbücher sammle, war es gar keine Frage, dass ein Buch, das sich dem Produkt Milch und allem, was man daraus machen kann, widmet, nicht fehlen darf. Dass es zudem aus dem Schwarzwald kommt und meine Lieblingssahne tatsächlich die der Marke Schwarzwaldmilch ist, wundert mich kein bisschen.

Die Texte zwischen den Kapiteln sind interessant zu lesen und wohl besonders für Städter enorm aufschlussreich. Wer vom Land kommt, kennt zumindest einen Teil davon, auch ohne selbst mit der Landwirtschaft zu tun zu haben. Doch so herrlich in Wort und Bild verpackt ist das einfach schön zu lesen und sehen, lenkt das Bewusstsein darauf, woher die Milchprodukte kommen und zeigt, wie wertvoll diese Produkte sind. Auch gibt es eine kleine Warenkunde.

Die letzten Seiten des Buches widmen sich den Köchen, die die Rezepte zur Verfügung gestellt haben. Das gefällt mir sehr gut. Man hat ein Bild davon, wie diese Menschen sind, wodurch die Rezepte für mich noch wertvoller werden. Im Index ist auch ein Bereich, bei dem man die Rezepte nach Köchen findet. Sehr gute Idee!

Die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel Vorspeisen; Suppen; Hauptgerichte; Vesper; Desserts; Drinks. Auch wenn ich beim Essen gern recht heikel bin und daher vieles, wie z.B. Milchreis oder Wild, nicht esse, finden sich viele Rezepte, die mir zusagen. Wer hätte gedacht, dass die Milch ein so großes Spektrum abdeckt? Man beachtet viel zu selten, was man alles damit macht.

Der Aufwand für die Gerichte ist oft etwas höher, der Schwierigkeitsgrad ebenfalls. Kein Wunder, denn die Köche zeigen die Milchprodukte von ihrer besten Seite. Die Zutaten sind nicht wirklich exotisch, sieht man von Almwiesenheu einmal ab, aber hochwertig. Die Angaben für den Zeitbedarf sind recht gut und nicht so sehr geschönt, wie das sonst oft der Fall ist. Auf Nährwertangaben sollte man keinen gesteigerten Wert legen, denn die bekommt man hier nicht.

Jede Seite des Buches zeigt, mit wie viel Herzblut alle Beteiligten bei der Sache sind. So nimmt man den Leser und Hobbykoch auf alle Fälle mit auf eine Reise quer durch die Milch-Welt. Den Gaumen freut es, die Gäste sind begeistert und man weiß, dass man sich nicht umsonst viel Mühe gegeben hat. Auch die Mühe der an diesem Buch Beteiligten hat sich gelohnt, denn das Ergebnis ist großartig geworden. Ich gebe aus Überzeugung die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Schön, edel, aber nicht für jeden Tag

Polettos Pasta Passione
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Ein Pasta Buch ist immer gut, vor allem weil Pasta, wie man weiß, glücklich macht. Und selbstgemachte Pasta, ob mit oder ohne Ei, macht noch glücklicher. Cornelia Poletto erklärt hier sehr ausführlich ...

Ein Pasta Buch ist immer gut, vor allem weil Pasta, wie man weiß, glücklich macht. Und selbstgemachte Pasta, ob mit oder ohne Ei, macht noch glücklicher. Cornelia Poletto erklärt hier sehr ausführlich alles Relevante rund um die Nudeln und wie man sie zu einem wahren Highlight macht.

Es ist also ein echter Pasta-Kurs, vom Zubehör über die Zutaten bis zur Zubereitung von passenden Soßen. Schon beim Lesen ahnt man, dass das Ergebnis geschmacklich nur umwerfend werden kann. Die Rezepte sind meist für vier Personen ausgelegt. Diese sollten aber nicht sehr viel Hunger mitbringen. Nährwertangaben sind nicht vorhanden, dafür aber eine Angabe darüber, wie lange die Zubereitung dauert. Mir fehlen die Nährwertangaben nicht, aber ich hätte auch auf die Zeitangabe verzichten können, denn die hauen bei mir nie hin. Hier täuschen sie leider auch grob, denn in den Rezepten werden Zutaten verwendet, die man vorher zubereitet haben muss, was ja auch Zeit gekostet hat oder hätte. Die ist nicht mit einberechnet. Nimmt man es ganz genau, kommt man hier selten unter drei oder mehr Stunden aus der Küche, um am Ende vier Miniportionen gezaubert zu haben. Die Parmesankrone beispielsweise kann ich persönlich nur als Vorspeise ansehen. Rechnet man Sugo, Nudelteig und Zubereitung zusammen, hat man mehr als drei Stunden verbraten und noch keine Hauptspeise, geschweige denn ein Dessert. So ganz ist das nicht das, was ich von diesem Buch erwartet hatte.

Kleine Symbole kennzeichnen die Speisen, sodass man sofort erkennt, was mit Fleisch, vegetarisch oder mit Fisch und Meeresfrüchten ist. Vegane Rezepte sind nicht enthalten.

Die Zutaten sind wie üblich gelistet, dann kommen die Zubereitungsanweisungen. Für mein Verständnis sind einige sehr ausgefallene Lebensmittel erforderlich. Bis auf wenige Ausnahmen haben die Rezepte ausschließlich italienische Bezeichnungen. Das finde ich sehr schade. Ich spreche kein Italienisch und wüsste schon gern, wie die Speisen in meiner Sprache heißen. Poletto verzichtet auch auf kleine Texte zur Einstimmung auf ein Rezept. Sie liefert nur gelegentlich einen zusätzlichen Tipp. Den persönlichen Touch verleiht sie dem Buch durch ihre Playlist. Das mag für die junge Generation toll sein, ich streame allerdings keine Musik und auch keine Playlists. Zum Kapitel Pasta Party ist sie aber witzig, da die Gerichte mit ihnen verbunden werden. So steht beispielsweise für die Lasagne alla Bolognese der Song We are Family von Sister Sledge oder zu Spaghetti Carbonara, wie könnte es anders sein, Spliffs Carbonara.

Das Buch ist wirklich hübsch und edel gemacht, die Rezepte sehr schön bebildert und ansprechend. Auch schmecken sie wirklich lecker. Aber alltagstauglich ist hier nichts. Höchstens, wenn man fertige Nudeln und Sugo hat. Somit empfinde ich das Buch als ein tolles Geschenk für ambitionierte Hobbyköche, die viel Zeit in der Küche verbringen möchten und die besonderen Sorten Zitronen, Schinken, Fleisch, Fisch, Kaviar usw. irgendwie beibekommen.

Für mich selbst bleibt nur eine kleine Handvoll Rezepte übrig. Das ist mir zu wenig. So schön das Buch also gemacht ist, kann ich aufgrund der Untauglichkeit im Alltag insgesamt doch nur drei Sterne geben.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Altes Wissen und neue Rezepte

Hexenküche - Das magische Kochbuch - Voll mit altem Wissen, Ritualen, Magie und Hexerei
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Nicht nur Hexen oder solche, die es werden wollen, können sich in dieses Buch verlieben. Es geht nicht ausschließlich um Hexenzauber, aber die mystische Bedeutung von Lebensmitteln, Speisen, Gerichten ...

Nicht nur Hexen oder solche, die es werden wollen, können sich in dieses Buch verlieben. Es geht nicht ausschließlich um Hexenzauber, aber die mystische Bedeutung von Lebensmitteln, Speisen, Gerichten und Rezepten wird hier ins Bewusstsein gerufen und erklärt. So sind die Rezepte unter den Kapiteln Ahnenfest; Fest der Sterne; Fest der Himmelskörper; Fest der Erde; Fest der Zauber unterteilt.

Die Rezepte nehmen den kleineren Teil ein. Viel mehr Raum bekommen die Texte, die das jeweilige Fest oder den jeweiligen Anlass beschreiben und erklären. Die Zutaten für die Rezepte sind fast immer recht einfach zusammenzutragen, allerdings finden sich immer mal wieder auch welche, die etwas spezieller sind. Das muss man bei der Planung berücksichtigen und einkalkulieren.

Keine Sorge, die Gerichte sind weder gruselig, noch werden die Zutaten, die in Gruselfilmen oder Märchen aufgezählt werden, verwendet. Alles ist wirklich essbar, kein Hokuspokus, kein Horroressen. Die Rezepte sind gut erklärt und die Speisen ansprechend.

Wer Mystik mag, sich für alte Rituale interessiert, sich der Natur verbunden fühlt, der findet hier ein Füllhorn an Informationen und Anregungen. Ganz viel Lesestoff und schöne Rezepte ergeben ein wirklich magisches Kochbuch. Ein schönes Geschenk, ein schönes Teetischbuch, ein schönes Schmuckstück in der Kochbuchsammlung und ein Buch, das alte Riten und Bräuche wieder ins Gedächtnis bringt. Ich belohne es mit vier Sternen.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Humorvoll und düster zugleich

Mein Sternzeichen ist der Regenbogen
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So viel Humor auch in den Texten steckt, ist dies doch keine leichte Kost. Schami behandelt ein ganzes Spektrum an Themen, mehr oder weniger realistisch, die zwar ihre komischen Seiten und Momente haben, ...

So viel Humor auch in den Texten steckt, ist dies doch keine leichte Kost. Schami behandelt ein ganzes Spektrum an Themen, mehr oder weniger realistisch, die zwar ihre komischen Seiten und Momente haben, dennoch gehen alle Geschichten tief unter die Haut. Eine große Portion Melancholie schwingt zudem mit. Und dennoch wurde ich aufs Beste unterhalten und bereichert.

Die Sprachmelodie erinnert schon ein wenig an Ephraim Kishon, doch ist weniger Bissigkeit dabei und mehr Traurigkeit, Dramatik, Tiefgang. Die Geschichten stecken voller unerwarteter Überraschungen. Trotz allem zeigen sie aber auch, dass es immer Hoffnung gibt und es immer eine Lösung geben kann. Sie erzählen vom Wahnwitz des Lebens überhaupt, vom Schwachsinn der Menschen, von der Dummheit des Krieges und Verfolgung. Die Geschichten stecken voller Satz-Juwelen, die man fast schon poetisch nennen kann.

Es ist schwer, dieses Werk sachlich zu bewerten. Will man traurig werden durch Geschichten? Nein. Also ist das Buch nicht gut? Nein! Es legt so oft den Finger in Wunden, ob eigene oder anderer, dass man sich zugleich gequält und getröstet fühlt, obwohl man nie genau diese Dinge, von denen erzählt wird, erlebt hat, aber man sieht Parallelen zum eigenen Leben, zum tatsächlichen Weltgeschehen.

Diese bunte Reise, denn es werden erstaunlich viele Orte aufgeführt, ist herrlich und schrecklich zugleich. Und genau das ist schon mal eine Kunst. Ich gebe gern die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Einblick in die Thailändische Küche

Taste of Thailand
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Dieses Buch ist eine kleine Anleitung, sich an die Thailändische Küche zu wagen. Da der Autor ein Europäer ist, hat man sofort das Gefühl, dass man das auch schaffen kann. Da das Buch mit einem ausführlichen ...

Dieses Buch ist eine kleine Anleitung, sich an die Thailändische Küche zu wagen. Da der Autor ein Europäer ist, hat man sofort das Gefühl, dass man das auch schaffen kann. Da das Buch mit einem ausführlichen Theorieteil beginnt, hat man gleich das nötige Rüstzeug in der Hand, um sich die erforderliche Ausrüstung von Gerätschaften bis zu Gewürzen alles anzuschaffen. Dazu gibt es viele Infos rund um thailändische Städte und Regionen, Traditionen und Lebensart in Wort und Bild.

Zu jedem Gericht gibt es nach der Original- und übersetzten Bezeichnung zunächst ein paar einführende Worte. Ohne Nährwertangaben, aber mit Angaben zu Menge und Zeiten starten dann die Zutatenlisten. Dass man ein paar Zutaten benötigt, die man nicht zwingend schon länger im Repertoire verwendet, darf nicht verwundern. Die Zubereitungsschritte sind gut verständlich erklärt. Jan Wischnewski spricht dabei den Leser direkt an. Und natürlich bekommt man auch ein ansprechendes Foto zu den Gerichten.

Mit ein klein wenig Geschick und den richtigen Gewürzen schafft man es mit diesem Buch tatsächlich, sehr leckere thailändische Gerichte zu zaubern. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, denn man kann die Schärfe europäisch dezent halten! Schön auch, dass Rezepte in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und von schnell und leicht bis zu zeitintensiv und anspruchsvoll zu finden sind. Doch die eine oder andere Zutat ist doch etwas schwer aufzutreiben.

In einer Kochbuchsammlung, die sich auch mit der internationalen Küche beschäftigt, ist dieses Buch sicher willkommen. Also auch eine Idee, das Buch Hobbyköchen zu schenken. Nein, für jeden Tag nutzt man es sicher nicht, aber für den Appetit auf Thailändisch, für Themenabende, für besondere Tage, da ist das Buch der Hit. Schon allein das Rezept für die Sweet Chili Chicken Sauce ist ein Grund, das Buch zu wollen. Vier Sterne!

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