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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.12.2024

Die Bibliothek die die Welt zusammen hält

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Schon nach wenigen Seiten war ich von dem Buch wie gefesselt. Der Prolog hat mich sofort in seinen Bann gezogen und auch wenn ich noch keine Ahnung hatte, wohin die Reise geht, wollte ich unbedingt mehr ...

Schon nach wenigen Seiten war ich von dem Buch wie gefesselt. Der Prolog hat mich sofort in seinen Bann gezogen und auch wenn ich noch keine Ahnung hatte, wohin die Reise geht, wollte ich unbedingt mehr davon.
Dieses Gefühl hat sich dann leider nach dem ersten Teil des Buches ein wenig gelegt. Der Spannungsbogen, der zu Beginn rasant in die Höhe geschossen ist, flachte dann auch wieder fast gleich rasant wieder ab. Lange Zeit dümpelte die Geschichte vor sich hin und auch wenn eigentlich viel passierte, war es doch irgendwie immer das gleiche. Ich habe das Buch dann auch für einige Zeit auf die Seite gelegt und musste mich selbst dazu überreden es fertig zu lesen.
Gegen Ende hin kam dann wieder ein wenig mehr Spannung auf und nach Abschluss des Buches, kann ich es kaum erwarten den zweiten Teil der Mondia Dilogie zu lesen.
Prinzipiell gefällt mir der Schreibstil von Alexandra Flint sehr gut und auch die Idee hinter der Geschichte finde ich spannend. Ähnlichkeiten mit anderen Büchern gibt es natürlich, das lässt sich ja kaum vermeiden. Trotzdem finde ich die Idee neuartig und außergewöhnlich.
Die Protagonisten sind bis zu einem gewissen Grad normale, junge Erwachsene. Auf der anderen Seite tragen beide eine besondere Fähigkeit in sich, wobei Remy dies erst recht spät bemerkt, während Sim von klein auf damit konfrontiert war. Diesbezüglich hätte ich mir mehr Details erhofft. Gefühlt kratzt Alexandra Flint immer an der Oberfläche und verzichtet darauf in die Tiefe zu graben.
Auch die "Geheimgesellschaft" rund um die Mondia wird zwar immer wieder thematisiert, aber auch hier fehlen mir viele Informationen. Möglicherweise ist dies aber auch so von der Autorin gewünscht, um das Geheimnisvolle aufrecht zu erhalten für den zweiten Teil. Ich hoffe wirklich, dass sich im nachfolgenden Band einige meiner Fragezeichen lösen werden, die jetzt in meinem Kopf vorhanden sind.
Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch und bin ein klein wenig enttäuscht. Der Prolog war unglaublich vielversprechend und spannungsgeladen. Ich hatte wirklich gehofft, dass es in dieser Tonart weitergeht. Schade, denn die Geschichte hätte mehr hergegeben. Ich setze jetzt meine Hoffnungen in den zweiten Teil. Den werde ich nämlich auf jeden Fall auch lesen.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Die richtige Liebe zum falschen Zeitpunkt

Liebe - lieber nicht
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Sowohl Zoe als auch Henry müssen in diesem Buch das Ende einer Beziehung verarbeiten und verkraften. Die Gründe für die jeweiligen Trennungen könnten nicht unterschiedlicher sein und doch gibt es auch ...

Sowohl Zoe als auch Henry müssen in diesem Buch das Ende einer Beziehung verarbeiten und verkraften. Die Gründe für die jeweiligen Trennungen könnten nicht unterschiedlicher sein und doch gibt es auch die eine oder andere Gemeinsamkeit.
Beide versuchen auf ihre eigene und teilweise auch unorthodoxe Art und Weise diesen doch großen Einschnitt in ihr Leben zu verarbeiten und „stolpern“ dabei übereinander. Auf den ersten Blick scheinen die beiden wie füreinander gemacht, aber der Zeitpunkt ihres Treffens ist mehr als schlecht.
Sowohl Henry als auch Zoe sind im Großen und Ganzen recht sympathische Charaktere. Ihre Handlungsweisen konnte ich meisten nachvollziehen und verstehen. Es gab aber auch die eine oder andere Episode, bei der ich nur den Kopf schütteln konnte. Autor Andy Jones schafft es sehr gut das Gefühlschaos der beiden Hauptpersonen zu beschreiben. Er lässt aber auch einige Dinge offen, so dass man sich selbst seine Gedanken machen und Schlüsse ziehen kann.
Erwartet hatte ich mir einen Liebesroman und in gewisser Weise ist es das auch. Aber so ganz anders als ich es mir erwartet habe. Die Liebe ist zwar allgegenwärtig, aber weniger in einer aufdringlichen und schnulzigen Art und Weise. Sie schlummert eher so vor sich hin und lässt sich immer wieder kurz blicken.
Im Gegensatz zu kitschigen Liebesromanen, die zwar schön zu lesen sind, die man aber schon nach wenigen Tagen wieder vergessen hat, hat mich dieses Buch wirklich berührt und beschäftigt mich auch noch Tage später. Vor allem die Botschaft, die das Buch mir vermittelt hat, gibt mir immer wieder zu denken. Und das zeichnet ein gutes Buch doch aus, dass es einen berührt und noch länger beschäftigt.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Fiktion und Realität

Das Glück kurz hinter Graceland
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Elvis Presley wird nicht ohne Grund als "The King" bezeichnet. Er war eine unglaublich faszinierende Persönlichkeit und seine Musik ist auch heute noch beliebt und bekannt. Ein Roman, der sich um Elvis ...

Elvis Presley wird nicht ohne Grund als "The King" bezeichnet. Er war eine unglaublich faszinierende Persönlichkeit und seine Musik ist auch heute noch beliebt und bekannt. Ein Roman, der sich um Elvis dreht bzw. in dem Elvis eine große Rolle spielt war für mich daher eine Pflichtlektüre.
Ein Teil der Geschichte spielt im "Jetzt" und erzählt die Geschichte von Cory Beth und ihrer Suche nach ihrem Vater oder vielleicht eher nach der Suche zu sich selbst. Der zweite Teil der Geschichte wird aus der Perspektive von Honey, Cory Beths Mutter erzählt und spielt im letzten Lebensjahr von Elvis.
Autorin Kim Wright vermischt auf wunderbare Weise eine fiktionale Geschichte mit realen Erlebnissen aus Elvis Leben. Dies schafft sie so gut, dass man sich beim Lesen ohne Schwierigkeiten vorstellen kann, dass auch die fiktionalen Elemente wirklich genauso stattgefunden haben könnten.
Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist angenehm flüssig und ich konnte recht schnell in die Geschichte eintauchen. Gerade die Bereiche der Geschichte, die zu Elvis Lebzeiten spielen haben mich besonders fasziniert und ich denke, dass ich auch bald mal eine Elvis Biografie lesen werde.
Ein Spannungsbogen ist zwar vorhanden, dieser flacht zwischendurch aber immer wieder stark ab. Als wirklich spannend und fesselnd würde ich das Buch nicht unbedingt bezeichnen. Trotzdem hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Gefühlvoll und wunderschön

Meck und Schneck. Meck ist weg!
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Dies ist das bereits vierte Abenteuer vom kleinen Meck und seinem Freund Schneck. Ich bin mehr oder weniger zufällig auf diese Reihe aufmerksam geworden und kenne bis dato die ersten Bücher nicht. Ich ...

Dies ist das bereits vierte Abenteuer vom kleinen Meck und seinem Freund Schneck. Ich bin mehr oder weniger zufällig auf diese Reihe aufmerksam geworden und kenne bis dato die ersten Bücher nicht. Ich denke aber, dass sich das bald ändern wird.
Denn sowohl der 1,5-Jährige, für den das Buch gedacht ist, als auch wir als Eltern sind wirklich begeistert. Die Illustrationen sind wunderschön gestaltet, die Farbzusammensetzung ist stimmig und nicht zu grell oder schreiend und die Bilder zwar detailliert, aber nicht überladen. Also perfekt dafür, dass man einiges zum Entdecken hat und trotzdem das Kind nicht überfordert ist.
Die Geschichte selbst ist, der Altersempfehlung des Buches entsprechend, eher einfach gehalten, hat aber einige wichtige Botschaften und bietet auch viel Möglichkeiten für etwas ältere Kinder. Meiner Meinung nach ist dies keines der Bücher die man ein, zwei Mal anschaut und es dann langweilig wird. In diesem Buch gibt es doch einiges zu entdecken und vor allem vieles über das man sprechen kann.
Der Hauptschwerpunkt des Buches liegt auf dem Thema Gefühle. Die Art und Weise wie mit den Gefühlen umgegangen wird und wie diese dargestellt werden ist absolut kindgerecht und wirklich liebevoll gemacht. Ich denke schon, dass das Kind gut nachvollziehen kann, wie Schneck sich fühlt, als er feststellt, dass Meck plötzlich weg ist.
Das Buch hat ein angenehmes Format, so dass es auch vom Kind allein gehalten und angesehen werden kann. Die Seiten sind robust und werden bestimmt auch den einen oder anderen Wutanfall überleben.
Den einzigen kleinen Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass sich die Geschichte nur partiell reimt. Gerade für die empfohlene Altersgruppe empfinde ich gereimt Geschichten als schöner und angenehmer zum Vorlesen. Aber dies ist wie bei so vielen Dingen natürlich Geschmackssache. Aber abgesehen davon, kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 11.12.2024

Herzerwärmend weihnachtlich

Winterzauber in der kleinen Teestube am Meer
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Leichte, herzerwärmende und romantische Romane gehören für mich genauso zur Weihnachtszeit wie Kekse, Kerzen und ein Weihnachtsbaum. Leider wurde ich in den letzten Jahren von meiner Auswahl ein klein ...

Leichte, herzerwärmende und romantische Romane gehören für mich genauso zur Weihnachtszeit wie Kekse, Kerzen und ein Weihnachtsbaum. Leider wurde ich in den letzten Jahren von meiner Auswahl ein klein wenig enttäuscht. Mal fehlte die Romantik, mal das Weihnachtsgefühl und manchmal auch einfach alles. Mit diesem Buch wurden endlich wieder einmal alle meine Erwartungen erfüllt.
Eingebettet in die wunderschöne Kulisse des winterlichen Sylts erschafft Autorin Julia Rogasch eine zauberhafte Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann gezogen hat. Man kann vielleicht als kleinen Kritikpunkt anmerken, dass die Liebesgeschichte vorhersehbar ist und an vielen Stellen es sich die beiden Protagonisten unnötig schwer machen. Beides gehört aber irgendwie zu diesem Genre dazu. Kaum eine Liebesgeschichte, egal ob geschrieben oder verfilmt, kommt ohne eine gehörige Portion Komplexität aus. Im Vergleich zu anderen Büchern konnte ich die Beweggründe der Hauptpersonen aber besser nachvollziehen und es war nicht das klassische "sie hätten nur miteinander reden müssen" Dilemma.
Auch wenn die Liebe ein zentrales und wichtiges Element der Geschichte ist, rückt sie doch an vielen Stellen eher in den Hintergrund und andere Themen werden wichtiger. Gerade die detaillierten Beschreibungen der Teestube und der damit verbundenen Sorgen Luises habe ich äußerst interessant und spannend gefunden.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Luise und Moritz erzählt. Ein mittlerweile gängiges Stilmittel und gerade in Liebesromanen äußerst beliebt. An manchen Stellen war ich ein wenig verwirrt, aus welcher Sicht die Geschichte gerade erzählt wird, da sich die Gedanken der beiden sehr ähnlich waren.
Julia Rogasch hat es sehr gut geschafft vor allem die innere Zerrissenheit von Moritz darzustellen und zu vermitteln. Auch mit Luises grantiger Großmutter Inga hat sie einen entzückenden Charakter erschaffen. Nicht alle Personen sind einem auf Anhieb sympathisch, muss auch meiner Meinung nach nicht sein, aber man merkt bei allen Personen eine Entwicklung. Gerade diese Charakterentwicklung hebt das Buch von anderen ab und gibt den Protagonisten eine besondere Tiefe.
Für mich war es das perfekte Buch für die Adventzeit. Es hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht und mich auf herzerwärmende Weise auf die Weihnachtszeit eingestimmt.

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