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Samira0112

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2025

Unterhaltsam, aber nicht herausragend

Legendary
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„Legendary" ist der zweite Band der Caraval-Trilogie und hat mich insgesamt gut unterhalten. Das Worldbuilding bleibt einfach fantastisch - die magische, geheimnisvolle Atmosphäre von Caraval hat mich ...

„Legendary" ist der zweite Band der Caraval-Trilogie und hat mich insgesamt gut unterhalten. Das Worldbuilding bleibt einfach fantastisch - die magische, geheimnisvolle Atmosphäre von Caraval hat mich wieder voll in ihren Bann gezogen.

Besonders die ersten Kapitel fand ich spannend, die Handlung um Tella und ihre geheimen Missionen hielt mich bei der Stange.

Tella als Protagonistin hat mich dieses Mal mehr überzeugt. Sie ist stark und will ihre eigenen Entscheidungen treffen, aber es gab auch Momente, in denen ich mich fragte, warum sie am Ende trotzdem gerettet werden muss. Ich hätte mir gewünscht, dass sie noch mehr Eigeninitiative zeigt, um wirklich selbst die Kontrolle zu behalten.

Leider hatte ich bei den Wendungen das Gefühl, dass ich viel zu schnell durchschaut habe, was echt ist und was nicht. Die Magie der Illusionen und das Spiel um Wahrheit und Lüge hat mich nicht mehr so gefesselt wie im ersten Band. Das Ende war für mich dann auch eher vorhersehbar, obwohl die Spannung bis zur Mitte des Buches auf einem guten Niveau war.

Ein Highlight war definitiv das Geheimnis rund um Scarlett, das mich neugierig gemacht hat. Der Fokus auf das Spiel ging mir jedoch ein bisschen verloren.

Insgesamt war es ein spannender, wenn auch nicht ganz so überraschender Band.

Ich freue mich auf das Finale, aber „Legendary" hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Magisch, winterlich und ein würdiger Abschluss

Spectacular
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Mit „Spectacular“ hat Stephanie Garber für mich das beste Buch der Caraval-Reihe geschrieben! Dieses liebevoll illustrierte Extra und zugleich Abschluss hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Die detailreichen ...

Mit „Spectacular“ hat Stephanie Garber für mich das beste Buch der Caraval-Reihe geschrieben! Dieses liebevoll illustrierte Extra und zugleich Abschluss hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Die detailreichen Illustrationen sind wunderschön und ergänzen die magische Atmosphäre perfekt.

Das Worldbuilding war – wie in den vorherigen Büchern – wieder großartig. Besonders die Festtagstimmung hat mich begeistert. Durch die winterliche Atmosphäre und den Aspekt des Verschenkens erinnerte es stark an Weihnachten und verlieh der Geschichte einen besonderen Zauber.

Die Handlung war packend, und ich habe so mitgefiebert, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Besonders die Dark-Romance-Aspekte waren spannend. Anfangs war ich skeptisch, da die Reihe zuvor nicht in diese Richtung ging, aber die Auflösung hat alles gut erklärt. Ein Satz zur magischen Verschleierung der Identität hätte das Ganze für mich noch logischer gemacht.

Ein Kritikpunkt: Ein unwiderruflich zerstörter Gegenstand aus Finale taucht hier plötzlich wieder auf, was irritierend war. Schade fand ich auch, dass die Geschichte des Jungen vom Anfang nicht wieder aufgegriffen wurde.

Trotzdem bleibt Spectacular für mich ein wunderschöner Abschluss der Reihe. Das Buch ist zwar unabhängig von den anderen Bänden lesbar, aber ich würde trotzdem empfehlen, die Trilogie vorher zu kennen. Für Fans der Caraval-Reihe ist es ein Highlight!

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Fantasy, die fesselt – aber nicht ganz überzeugt

Finale
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Nach den ersten beiden Bänden war ich unglaublich gespannt, wie die „Caraval“-Reihe zu Ende gehen würde. „Finale“ war spannend und unterhaltsam, und die magische Atmosphäre der Welt konnte mich auch dieses ...

Nach den ersten beiden Bänden war ich unglaublich gespannt, wie die „Caraval“-Reihe zu Ende gehen würde. „Finale“ war spannend und unterhaltsam, und die magische Atmosphäre der Welt konnte mich auch dieses Mal fesseln. Trotzdem fehlte mir leider der besondere Charme des Spiels, der mich an den vorherigen Bänden so fasziniert hat. Es fühlte sich weniger wie das mysteriöse Caraval an, das ich lieben gelernt habe, sondern eher wie eine klassische Fantasygeschichte, die an einigen Stellen ihren Fokus verliert.

Positiv überrascht hat mich, dass Tella mir in diesem Band endlich sympathischer wurde. Sie hat eine deutliche Entwicklung durchgemacht, und ich konnte ihre Entscheidungen besser nachvollziehen. Besonders gefallen hat mir eine Szene, die mich emotional wirklich mitgerissen hat – ein Gefühl, das ich mir von dieser Reihe schon früher gewünscht hätte. Auch zwei Wendungen im Plot kamen für mich überraschend, was definitiv ein Highlight war.

Was mich allerdings gestört hat, waren die vielen Wiederholungen. Es wird ständig erklärt, wie bestimmte Dinge zu verstehen sind, was zwar praktisch ist, wenn man die Bände nicht direkt nacheinander liest, mich aber gestört hat. Manche Szenen hätten ohne diese Erklärungen viel mehr Wirkung gehabt – etwa das Ende von Scarlett und Julian. Durch die zusätzliche Erklärung hat es für mich an Subtilität verloren. Auch das ständige Hin und Her zwischen den Liebespaaren war mir zu langatmig und hätte straffer erzählt werden können.

Insgesamt bleibt „Finale“ eine unterhaltsame Geschichte mit starken Momenten, aber als Abschlussband hat es meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Herzensbuch mit düsterem Zauber

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe
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Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an Phantasma, weil ich so viele begeisterte Stimmen gehört habe und der Klappentext total nach meinem Geschmack klang. Schon nach den ersten Seiten war ich komplett ...

Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an Phantasma, weil ich so viele begeisterte Stimmen gehört habe und der Klappentext total nach meinem Geschmack klang. Schon nach den ersten Seiten war ich komplett drin. Die düstere Atmosphäre hat mich sofort gepackt - dieses verfluchte Haus, die verwinkelten Gänge, die gefährlichen Spiele, das alles hatte einen ganz besonderen Reiz.

Ich liebe das Konzept mit den neun Leveln, die sich an den Höllenebenen orientieren. Es war durchgehend spannend, es gab keinen Moment, in dem ich mich gelangweilt habe. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht, und die Story hat schnell an Fahrt aufgenommen.

Was ich besonders stark finde, ist die Darstellung von OCD (Zwangsstörung). Die Autorin hat ihre eigenen Erfahrungen mit eingebracht, und das hat man gespürt. Es ist ehrlich, feinfühlig und trotzdem nicht zu dominant.

Auch die Mischung aus Dark Fantasy, Romantasy und einem Hauch Mystery hat mich total überzeugt. Die Liebesgeschichte steht im Fokus und ist emotional und intensiv. Ich bin eigentlich kein Fan von Spice in Büchern, aber hier hat es sich einfach passend und stimmig angefühlt - was mich selbst überrascht hat.

Der Plottwist am Ende war richtig gut und hat alles nochmal aufgewühlt. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, die Atmosphäre ist düster, stimmungsvoll und gut vorstellbar.

Besonders mag ich auch die Charaktere - sie sind vielfältig, emotional greifbar und passen perfekt zur düsteren Welt. Die Charakterkarte ist für mich ein absolutes Highlight. So viel Liebe zum Detail macht Phantasma für mich zu einem neuen Lieblingsbuch.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Große Pläne, schwache Umsetzung

Die Spiele der Unsterblichen
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Ara wirkt stellenweise mehr wie ein quengeliges Kind als eine rachsüchtige Heldin - was schade ist, denn die Idee hinter der Geschichte hat eigentlich echt Potenzial. Ihre „Mission", Zeus zu töten, ergibt ...

Ara wirkt stellenweise mehr wie ein quengeliges Kind als eine rachsüchtige Heldin - was schade ist, denn die Idee hinter der Geschichte hat eigentlich echt Potenzial. Ihre „Mission", Zeus zu töten, ergibt für mich überhaupt keinen Sinn. Er ist ein Gott, unsterblich, allmächtig - und Ara strebt an es bei der nächst besten Möglichkeit zu versuchen, als hätte sie vergessen, dass sie ein Mensch ist. Das wirkt nicht naiv, sondern einfach undurchdacht geschrieben.

Die Prüfungen, die sie bestehen muss, sind inhaltlich oft leer: Nicht ihr Mut oder Können entscheidet, sondern zufällig passende Geschenke der Götter. Dabei wird am Anfang betont, wie hart trainiert wurde. Und das Ende ist sehr vorhersehbar. Plötzlich ist alles gut, alle Streitigkeiten vergessen, jeder bekommt, was er will - wie ein zu süßes Dessert, das dann doch einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt.
Hades als pazifistischer Gott war ein spannender Ansatz, aber mir fehlt Persephone einfach. Sie wurde ersatzlos gestrichen. Auch die Liebesgeschichte funktioniert für mich nicht: Es gibt keinen Aufbau, keine echten Gefühle, nur plötzlich ein kitschiges Liebesgeständnis. Slow Burn war das für mich nicht.
Dazu kommt, dass ich diese Beziehung zwischen einer 16-Jährigen und einem uralten Gott ehrlich gesagt ziemlich unpassend finde. Passend dazu haben auch die Nebencharaktere kaum Tiefe und wechseln ihre Persönlichkeiten.

Das Hörbuch an sich hatte ein paar technische Probleme: wechselnde Lautstärken und plötzlich andere Stimmfarben, dazu kam am Ende noch eine unerklärliche Dopplung mit Echoeffekt. Ansonsten hat die Sprecherin dafür gesorgt, dass man die Figuren gut auseinanderhalten kann.

Das Buch bringt Tempo, Stimmung und Action - bleibt dabei aber recht oberflächlich. Und ist eher für ein jüngeres Publikum gedacht.

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