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Veröffentlicht am 16.09.2025

The Pairing

The Pairing
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Nach 55% abgebrochen. Ein anstrengender Schreibstil und unnötig komplizierte Protagonisten. Die größte Enttäuschung diesen Jahres.

Worum geht es?: Seit ihrer Kindheit sind Theo und Kit unzertrennlich. ...

Nach 55% abgebrochen. Ein anstrengender Schreibstil und unnötig komplizierte Protagonisten. Die größte Enttäuschung diesen Jahres.

Worum geht es?: Seit ihrer Kindheit sind Theo und Kit unzertrennlich. Eigentlich. Denn der Versuch, ihre Freundschaft auf das nächste Level zu heben, mündete in viel Herzschmerz und dem Ende ihrer Beziehung. Vier Jahre nach der Trennung beschließen beide, die damals geplante Kulinarik-Reise durch Europa doch noch anzutreten.

Erst als Theo und Kit den Reisebus besteigen, entdecken sie, dass sie dieselbe Idee hatten und nun drei Wochen den romantischsten Sehenswürdigkeiten und sinnlichsten Geschmäckern Europas ausgeliefert sind. Als Theo vorschlägt, eine Wette abzuschließen, wer zuerst mit ihrem heißen italienischen Reiseführer schlafen kann, ist Kit dabei. Komplikationen? Vorprogrammiert.

Das Cover: Bevor ich das Buch gelesen habe, fand ich das Cover wirklich ansprechend – modern, stilvoll und vielversprechend. Doch nach der Lektüre muss ich sagen: Der erste Eindruck hat mich in die Irre geführt. Ich bin davon ausgegangen, dass es sich um eine Male-Male-Romance handelt, was jedoch nicht zutrifft. Das hat mich überrascht und etwas verwirrt. Natürlich weiß ich, dass auch Frauen kurze Haare tragen, dennoch war es für mich als Leserin nicht ersichtlich, dass Theo eine Frau ist – selbst der Klappentext lässt dies offen. Eine klarere Darstellung hätte hier geholfen, die Erwartungen besser zu steuern.

Der Schreibstil: Das Buch wird überwiegend aus der Ich-Perspektive von Theo erzählt, später kommen auch Kapitel aus Kits Sicht hinzu. Leider konnte mich der Schreibstil nicht überzeugen. Die Kapitel sind sehr lang – teilweise über 30 Seiten – was das Lesen erschwert, besonders wenn man ungern mitten im Kapitel pausiert. Vielleicht ist das eine persönliche Lesesache, aber es hat mich demotiviert.

Hinzu kommt, dass die Sätze oft stark verschachtelt sind. Ich kenne das englische Original nicht, aber die deutsche Übersetzung wirkt holprig und überladen. Manchmal musste ich Passagen mehrfach lesen, um den Zusammenhang zu verstehen. Meine Deutschlehrerin hätte wohl gesagt: „Mach doch mal einen Punkt.“

Auch der Humor von Casey McQuiston hat mich nicht abgeholt. Ich hatte auf eine lockere, queere Sommerlektüre gehofft, bekam aber eine Aneinanderreihung von Klischees. Aussagen wie „In Frankreich gibt es keine Heteros“ oder die überzeichnete Darstellung queerer Sexualität empfand ich als unpassend und wenig charmant.

Die Hauptfiguren: Theo und Kit waren einst ein Paar, bis Theo nach einem einschneidenden Erlebnis den Kontakt abbrach. Beide träumten von einer kulinarischen Reise durch Europa – ein schöner Gedanke. Theo tritt diese Reise nun allein an, doch Kit taucht ebenfalls im Reisebus auf.

Die Grundidee hat Potenzial, doch leider konnte ich mit den Figuren nicht warm werden. Theo versucht, ihre Gefühle für Kit zu verdrängen, indem sie sich auf andere einlässt – Kit verhält sich ähnlich. Statt einer Reise durch Europas kulinarische Vielfalt steht der Wettbewerb um die Anzahl der Sexpartner im Vordergrund. Das hat es mir schwer gemacht, eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen.

Endfazit: Nach „Royal Blue“, das ich sehr mochte, war ich gespannt auf Casey McQuistons neues Werk. Leider konnte „The Pairing“ meine Erwartungen nicht erfüllen. Die Verwirrung um Theos Geschlecht zu Beginn, der für mich schwer zugängliche Schreibstil und die wenig sympathischen Hauptfiguren haben mir den Lesegenuss genommen.

Ich hatte auf eine spritzige, queere Urlaubslektüre gehofft – bekommen habe ich ein Buch, das stark mit Klischees arbeitet und mich emotional nicht erreichen konnte. Wer mit diesen Aspekten kein Problem hat, könnte dennoch Gefallen daran finden. Für mich persönlich war es leider die größte Enttäuschung meines Lesejahres 2025.

Das Buch erhält von mir total enttäuschte 1 von 5 Sterne.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2025

The Darlington - Henry & Kate

The Darlington - Henry & Kate
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Worum geht es?: Kate hat alles verloren: ihre Familie, ihren Job, ihr Zuhause. Seit Monaten schlägt sie sich allein auf der Straße durch. Als sie eines Tages den attraktiven Henry bestiehlt, ahnt sie nicht, ...

Worum geht es?: Kate hat alles verloren: ihre Familie, ihren Job, ihr Zuhause. Seit Monaten schlägt sie sich allein auf der Straße durch. Als sie eines Tages den attraktiven Henry bestiehlt, ahnt sie nicht, dass sich ihr Leben für immer verändern wird. Seiner Familie gehört das luxuriöseste Hotel ganz Londons - The Darlington. Das Hotel ist durch einen Skandal jedoch in Verruf geraten, und als ältester Sohn ist es Henrys Aufgabe, das gute Image wiederherzustellen. Und obwohl Henry und Kate nicht unterschiedlicher sein könnten, lädt er sie zu sich ins The Darlington ein. Dort angekommen lernt Kate nicht nur eine völlig neue Welt, sondern auch Henry besser kennen, der ungeahnte Gefühle in ihr weckt.

Das Cover: Das Buchcover gefällt mir wirklich sehr gut. Es sieht sehr edel aus und passt perfekt zum Setting eines Nobelhotels. Die goldenen Ornamente runden das Bild wunderbar ab.



Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Kate und Henry erzählt. Ich habe den Schreibstil geliebt. Die Kapitel sind recht kurz gehalten – häufig haben sie sogar weniger als 20 Seiten. Laura Kneidl hat einen tollen Mix aus emotionalen Szenen und gelungenem Worldbuilding geschaffen. Das Darlington wurde so detailreich beschrieben, dass ich mir alles perfekt vorstellen konnte. Besonders beeindruckt hat mich, wie Laura Kneidl das Thema Obdachlosigkeit ausgearbeitet hat. Es wurde mir als Leser behutsam, aber gleichzeitig schonungslos nähergebracht. Ich habe mich dabei ertappt, wie einige Vorurteile aufgegriffen wurden, die ich ebenfalls hatte – und ja, das Buch hat meine Sicht auf das Thema verändert.

Was ich allerdings schade finde, ist der Spannungsaufbau. Die Liebesgeschichte zwischen Kate und Henry war mir manchmal einfach zu langsam erzählt, und überraschende Wendungen habe ich vergeblich gesucht. Das Ende ist sehr gemein, und ich ärgere mich jetzt schon, dass ich so lange auf den zweiten Band warten muss. Die Liebesgeschichte zwischen Kate und Henry ist zwar auserzählt, aber natürlich dreht sich die Welt im "The Darlington" weiter – mehr will ich aber nicht verraten.

Die Hauptfiguren: Kate ist eine junge Frau, die vor wenigen Jahren ihre Mutter verloren hat. Ihr Stiefvater hat sie daraufhin rausgeschmissen, und ganz ohne Schulabschluss ist Kate nun als Obdachlose auf sich allein gestellt. Um auf der Straße zu überleben, bestiehlt sie Passanten. Eines Tages stiehlt sie das Handy von Henry Darlington – nichtsahnend, dass dieses ein Ortungsgerät enthält. Kate bestreitet zunächst alles, aber Henry durchschaut schnell ihre Lüge. Irgendwann fasst Kate Vertrauen, und schließlich bietet Henry ihr einen Job in seinem Hotel an. Kate freundet sich schnell mit Henry an, und aus Freundschaft wird schließlich mehr. Doch dann ist da immer noch ihr Stiefvater Randall, der Geldsorgen hat und sie erpresst.

Kate hat mir von Anfang an gefallen. Klar, die Aktion mit dem gestohlenen Handy war unter aller Sau, aber sie hat ihre Lektion ja schlussendlich gelernt. Ich fand es toll, wie Kate zunehmend aufgetaut ist und Freundschaften zu Rose und Grace geschlossen hat. Sie hat sehr an Größe gewonnen und gelernt, ihren Mitmenschen zu vertrauen.

Henry ist der älteste Sohn der Darlingtons und hat nun die Geschäftsführung des Hotels übernommen. Eigentlich sollte Henry total sauer sein, dass Kate sein Handy gestohlen hat, aber irgendwie nimmt ihn das gar nicht so mit, wie ich es erwartet hätte. Ganz ehrlich – das hat mich bei Henry am Anfang total gestört. Alles Materielle, was er besitzt, ist ihm im Grunde egal. Wenn Kate ihm das Handy klaut – na und, er bekommt ja jedes Jahr ein neues. Er lässt eine Fremde in seiner Wohnung übernachten – es ist ihm egal, wenn sie dort etwas klauen sollte.

Mit der Zeit habe ich aber gelernt, dass für Henry eher die Erinnerungen an bestimmte Ereignisse wichtiger sind als irgendwelche Besitztümer. Das ist irgendwie süß, aber wenn man ehrlich ist, auch nicht wirklich realistisch. Henry ist sehr gestresst, denn sein Vater wurde kürzlich wegen versuchter Vergewaltigung angezeigt. Er versucht nun alles, um den Ruf des Hotels und den seiner Familie wiederherzustellen. Kate ist für ihn ein Lichtblick und lenkt ihn von seinen Sorgen ab. Anfangs dachte ich, Henry würde als der Prinz auf dem weißen Pferd dargestellt, aber zum Ende hin nahm seine Figur eine Wendung, die ich so gar nicht habe kommen sehen.

Endfazit: „The Darlington – Henry & Kate“ ist ein großartiger Auftakt. Das Worldbuilding ist wunderbar gelungen, und der Schreibstil hat mich gefesselt. Henry und Kate sind mir beide als Protagonisten ans Herz gewachsen, auch wenn mir Henry mit seiner versnobten Art manchmal ein wenig zu drüber war. Ich hätte mir noch eine überraschende Wendung gewünscht, aber ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite geliebt. Ich warte nun ungeduldig auf den zweiten Band und kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!

Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Die Frau des Zeitreisenden

Die Frau des Zeitreisenden
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Worum geht es?: Clare fällt aus allen Himmeln, jedes Mal aufs Neue, wenn Henry vor ihr steht. Denn Henry ist ein Zeitreisender. Plötzlich und unerwartet stürzt er los in eine andere Zeit, aber immer wieder ...

Worum geht es?: Clare fällt aus allen Himmeln, jedes Mal aufs Neue, wenn Henry vor ihr steht. Denn Henry ist ein Zeitreisender. Plötzlich und unerwartet stürzt er los in eine andere Zeit, aber immer wieder landet er bei Clare, Clare als Kind, als Geliebte und Mutter der gemeinsamen Tochter Alba, Clare als alte Frau, aber da ist er schon lange tot. Seine Zeitreisen sind das Geheimnis, das die Liebenden mit jeder Trennung noch inniger vereint. Clare ist Kunststudentin und eine Botticelli-Schönheit, Henry ein verwegener und lebenshungriger Bibliothekar. Clare fällt aus allen Himmeln, jedes Mal aufs Neue, wenn Henry vor ihr steht. Denn Henry ist ein Zeitreisender, ohne jede Ankündigung verstellt sich seine innere Uhr. Plötzlich und unerwartet stürzt er los, nie ist sicher, aus welcher Zeit er kommt und in welcher Zeit er bei Clare landet, aber immer ist sicher, dass er wieder bei ihr landet. Als sie sich das erste Mal begegnen, ist Clare sechs und Henry 36, aber in Wahrheit ist Henry nur acht Jahre älter als sie und schon lange mit ihr verheiratet. Absurdes wird zur Normalität. Seine Zeitreisen sind das brennende Geheimnis, das Henry und Clare mit jeder Trennung noch inniger vereint.

Das Cover: Ich finde dieses schneeweiße Cover mit den Ästen sehr schick, allerdings ist die Verarbeitung recht schlicht. Das gesamte Buch wurde mit einer transparenten Schicht überzogen, die sich während des Lesens an den Rändern gelöst hat. Das hat mich zunehmend gestört.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive abwechselnd von Clare und Henry erzählt. Mir hat der Schreibstil insgesamt sehr gut gefallen. Besonders das erste Drittel hat eine sehr schnelle Dynamik. Als großer Fan des Films war ich natürlich gespannt, wie die Buchvorlage ist – und ich wurde nicht enttäuscht. Wer den Film mit Rachel McAdams oder die Serie mit Rose Leslie gesehen hat, kann sich auf ein tolles Buch freuen, das sich nicht wesentlich von der Verfilmung unterscheidet. Der Film mag vielleicht etwas romantischer als das Buch sein, und die Serie wirkt wahrscheinlich etwas realistischer im Vergleich zum Buch – aber beides ist sehr sehenswert. Die Kapitel sind so eingeteilt, dass man sofort weiß, wie alt Clare und Henry jeweils sind. Das hat mir das Lesen erleichtert, da man in jedem Kapitel zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft querbeet liest. Gegen Ende hatte das Buch leider seine Längen. Bestimmte Dinge haben sich recht schnell angedeutet, und ich konnte nicht nachvollziehen, warum einige Ereignisse über ca. 100 Seiten in die Länge gezogen wurden. Das Ende war herzzerreißend schön – ich hatte Tränen in den Augen.

Die Hauptfiguren: Clare ist eine junge Frau, die bereits in jungen Jahren regelmäßig vom Zeitreisenden Henry besucht wurde. Sie ist schon so lange in ihn verliebt und sehnt sich endlich nach dem großen Treffen. Clare ist eine begnadete Künstlerin, die die besonderen Umstände mit Henry einfach hinnimmt. Man wünscht ihr nur das Beste. Ich habe sie in diesem Buch endlich besser kennengelernt. Besonders toll fand ich, wie die Beziehung zwischen ihr und Alba beschrieben wurde. Clare ist eine starke Frau, die gelernt hat, mit vielen Hindernissen zu kämpfen. Ich habe sie sehr in mein Herz geschlossen und bewundere sie für ihr großes Herz.

Henry ist ein junger Mann, der als Kind zum ersten Mal durch die Zeit gereist ist. Seitdem springt er regelmäßig und unkontrolliert durch die Zeit. Viele würden gerne mit ihm tauschen, aber was nach einem Abenteuer klingt, ist für Henry eine Qual. Er muss regelmäßig Leute bestehlen und in Gebäude einbrechen, um zu überleben – denn es ist nie klar, wann er wieder in seine Zeit zurückkehrt. Als Clare ihm begegnet, ist er verwirrt. Wer ist diese Frau, die behauptet, seine künftige Ehefrau zu sein? Henry habe ich als Mann voller Selbstzweifel wahrgenommen. Er kann sein Glück mit Clare kaum fassen. Es war schön zu sehen, wie er durch Clare endlich seinen eigenen Freundeskreis aufbauen und offen zu sich selbst stehen konnte. Er ging richtig auf in seiner Beziehung mit Clare.

Endfazit: Ich bin ein großer Fan des Films, und auch die Serie konnte mich begeistern. Daher war mir klar, dass ich auch die Buchvorlage lesen möchte. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Clare und Henry konnten mich beide als Protagonisten begeistern, und ich habe die Liebesgeschichte zwischen den beiden von der ersten bis zur letzten Seite inhaliert und genossen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, und ich kam überraschend gut mit den ständigen Zeitsprüngen klar. Mir persönlich war das Buch allerdings manchmal zu detailreich geschrieben – die ein oder andere Stelle hätte man sicherlich kürzen können. Abschließend kann ich sagen: Dies ist ein großartiges Buch, das mich am Ball bleiben ließ und mit einer herzzerreißenden Liebesgeschichte durch mehrere Zeiten punkten konnte. Eine große Empfehlung meinerseits!

Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Where I Left My Heart

Where I Left My Heart
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Worum geht es?: Als Juna eine Zeichnung im Museum of Broken Hearts abgibt, hofft sie auf das Versprechen des Museums: Wer einen Gegenstand seiner verflossenen Liebe dalässt, wird sich von der Person lösen ...

Worum geht es?: Als Juna eine Zeichnung im Museum of Broken Hearts abgibt, hofft sie auf das Versprechen des Museums: Wer einen Gegenstand seiner verflossenen Liebe dalässt, wird sich von der Person lösen können. Perfekt! Denn Link ist nicht nur Junas bester Freund, sondern auch der ihres Bruders, und Juna muss dringend mit diesem Kuss, ihren Gefühlen und dem Bild abschließen, das Link von ihr gezeichnet hat. Um ihre Freundschaft nicht zu gefährden, geht sie dem Tattooartist aus dem Weg. Doch selbst in den kurzen Momenten, in denen sie sich sehen, ist das Feuer zwischen ihnen kaum zu bändigen – egal, wie sehr sie sich bemühen, die Grenzen ihrer Beziehung zu wahren…

Das Cover: Das Buchcover gefällt mir wirklich gut. Es spiegelt das Thema des Buches sehr gut wider.

Der Schreibstil: Das Buch wird größtenteils aus der Ich-Perspektive von Juna erzählt. Ab und zu gibt es auch Kapitel aus Links Sicht. Mit dem Schreibstil kam ich leider überhaupt nicht klar. Zunächst musste ich den Klappentext lesen, um überhaupt in das Buch hineinzufinden. Nach zehn Seiten ohne Klappentext hatte ich absolut keine Ahnung, worum es geht. Das finde ich als Leserin sehr schade, da ich mittlerweile versuche, Klappentexte zu vermeiden, um möglichen Spoilern aus dem Weg zu gehen. Mit der Zeit kam ich zwar in die Geschichte hinein, aber ich wurde mit den Charakteren einfach nicht warm. Mir fehlte die Emotionalität. Außerdem gab es ständig Wiederholungen. Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, wie oft die Krankheit Skoliose erklärt wurde. Ich möchte wirklich nicht herzlos wirken – diese Krankheit ist alles andere als schön, und ich würde nicht mit Juna tauschen wollen – aber nur weil man sie immer wieder betont, wird es nicht automatisch dramatischer. Schlussendlich haben mich die Geschichten hinter den Ausstellungsstücken interessiert, und ich habe mich immer wieder über diese kleinen Auszüge gefreut.

Die Hauptfiguren: Juna ist eine junge Frau, die schon seit Jahren in ihren besten Freund verliebt ist. Beide hatten kürzlich einen leidenschaftlichen Kuss miteinander, doch Link hat diesen schnell abgebrochen. Er möchte die Freundschaft nicht gefährden und will, dass Juna und er Freunde bleiben. Juna ist am Boden zerstört. Endlich hat sie sich getraut, ihre Gefühle zu offenbaren – und wird so enttäuscht. Sie beschließt, einen Songtext zu schreiben und ihn im Museum of Broken Hearts auszustellen. Doch wie geht es weiter? Werden Juna und Link doch noch zueinander finden? Oder wird Juna schlussendlich einen Schlussstrich ziehen können?

Endfazit: Die Idee mit dem Museum of Broken Hearts klang großartig, und deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Leider hat es mich enttäuscht. Der Schreibstil war schleppend, und mir persönlich haben die Emotionen gefehlt. Mit Juna und Link konnte ich keine Verbindung aufbauen, und auch ihre Liebesgeschichte hat mich nicht berührt. Die Geschichten hinter den anderen Ausstellungsstücken hingegen haben mich sehr bewegt – und ich muss gestehen, dass sie mich deutlich mehr interessiert haben als das Liebes-Hin-und-Her zwischen Juna und Link. Für mich war Where I Left My Heart eine große Enttäuschung, und ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen.

Das Buch erhält von mir total enttäuschte 1 von 5 Sterne.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Was wir leise hofften

Was wir leise hofften
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Worum geht es?: Für Willow Kingsley bedeutet Freiheit alles - immer unterwegs, ohne festes Zuhause. Doch als sie für einen Sommer nach Honey Creek zurückkehrt und ihr Wohnmobil auf dem Grundstück von Theo ...

Worum geht es?: Für Willow Kingsley bedeutet Freiheit alles - immer unterwegs, ohne festes Zuhause. Doch als sie für einen Sommer nach Honey Creek zurückkehrt und ihr Wohnmobil auf dem Grundstück von Theo Langford parkt, gerät alles ins Wanken. Willow wirbelt das Leben ihres mürrischen Nachbarn komplett durcheinander, während sie selbst merkt, wie schwer es ist, die Fassade aufrechtzuerhalten, mit der sie sonst anderen Menschen begegnet. Theo erkennt bald, dass sich hinter ihrem Lächeln eine tiefe Traurigkeit und Gefühle verbergen, die er selbst nur zu gut kennt. Doch kann Willow alles, was sie sich aufgebaut hat, hinter sich lassen, um bei Theo endlich sie selbst zu sein?

Das Cover: Ich liebe dieses Buchcover. Die Farben sind einfach wunderschön, und der Schriftzug passt perfekt dazu. Gerade das minimalistische Design ist grandios und sticht in der Menge heraus.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive abwechselnd von Willow und Theo erzählt. Ab und zu gibt es auch Kapitel aus der Sicht von Molly und Harry – Theos Großeltern. Der Schreibstil ist mal wieder eins a. Aber was soll ich sagen, bislang konnte mich noch kein Buch von Brittainy C. Cherry enttäuschen. Ich finde es toll, dass sie mit dieser Reihe ihren Horizont erweitert und eine leichtere Lektüre geschrieben hat. Natürlich ist auch dieses Buch mit emotionalen Themen gefüllt, aber das heimelige Kleinstadtfeeling überwiegt. Mir persönlich war das Ende etwas überstürzt. Ich hätte mir gewünscht, dass insbesondere die Beziehung zwischen Theo und seiner Mutter etwas mehr vertieft worden wäre – ebenso die Geschichte zwischen Willow und Annas Mutter. Ich habe einfach das Gefühl, dass die Autorin sich, als es spannend wurde, doch auf andere Handlungsstränge konzentriert hat. Das ist sehr schade.

Die Hauptfiguren: Willow ist die jüngste Tochter der Kingsley-Schwestern. Sie ist als Freigeist bekannt, den es nie lange an einem Ort hält. Sie besucht ihre alte Freundin Molly, die bald ihren 60. Hochzeitstag feiert. Gleich bei ihrer Ankunft begegnet sie Theo, der ihr mit großer Antipathie entgegentritt. Willow ist total verwirrt – sie ist als Frohnatur bekannt, und jeder mag sie. Sie versucht, Theos harte Schale zu knacken, aber er reagiert stets abweisend. Nach einiger Zeit lernt sie ihn besser zu verstehen, und aus Freundschaft wird mehr. Doch Willow hat mit ihrer Vergangenheit noch nicht abgeschlossen und traut sich nicht, eine feste Bindung einzugehen. Bei Willow war ich hin- und hergerissen. Einerseits habe ich sie bewundert, wie viel Einsatz sie zeigt – sie gibt nicht auf, auch wenn Theo sie oft von sich stößt. Andererseits ist da ihre quirlige Art, die mir manchmal zu viel wurde. Ich meine: Sie heult nachts den Mond an! Tut mir leid, aber als ich das gelesen habe, konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen.

Theo ist ein junger Mann, der in jungen Jahren von seiner Mutter verlassen wurde. Fortan haben seine Großeltern die Erziehung übernommen, was ihn nachhaltig geprägt hat. Theo glaubt nicht an die große Liebe – er ist lieber allein. Dann begegnet er Willow, die das genaue Gegenteil von ihm ist: laut, bunt und immer mit einem Lächeln im Gesicht. Nach einiger Zeit lernen sich beide besser kennen, und Theo entdeckt, dass hinter Willows Fassade eine zerbrechliche Seele steckt. Theo hat mir von allen Protagonisten am meisten gefallen. Er macht eine große Entwicklung durch und kämpft für die Menschen, die ihm nahe stehen. Er ist das beste Beispiel für einen Wolf im Schafspelz.

Molly und Harry sind seit bald 60 Jahren verheiratet und haben viele Höhen und Tiefen erlebt. Beide freuen sich auf ihren großen Tag, doch Harry wird von Tag zu Tag schwächer. Besonders die Kapitel über Molly und Harry haben mich berührt – mir sind ständig die Tränen gekommen. Ich hätte gerne mehr über ihre gemeinsame Vergangenheit erfahren.

Endfazit: „Was wir leise hofften“ ist der Abschluss einer großartigen Reihe, die Emotionalität und Wohlfühl-Feeling perfekt vereint. Der Schreibstil war super, und besonders im Bonuskapitel flossen die Tränen nur so dahin. Einige Handlungsstränge kamen mir jedoch zu kurz. Theo, Molly und Harry konnten mich als Protagonisten gänzlich überzeugen. Was Willow angeht, so war sie manchmal zu anstrengend und überdreht. Aber natürlich hat auch sie einen Platz in meinem Herzen gefunden. Ein gelungener Abschluss einer großartigen Reihe. Eine große Leseempfehlung meinerseits!

Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

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