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Veröffentlicht am 07.06.2021

Endlich wieder Spaß mit VI Keeland und Co

Park Avenue Player
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Schreibstil:
Der Schreibstil des Autorenduos hat mir dieses Mal auch in Kombination gut gefallen. Es war super locker und flüssig, sodass man das Buch wirklich sehr schnell durchlesen konnte. Dazu war ...

Schreibstil:
Der Schreibstil des Autorenduos hat mir dieses Mal auch in Kombination gut gefallen. Es war super locker und flüssig, sodass man das Buch wirklich sehr schnell durchlesen konnte. Dazu war es oft ziemlich lustig. Anfangs fand ich vielleicht die Wechsel von einer Szene zur anderen etwas heftig, weil man manchmal nicht damit rechnete, dass nun schon wieder ein Szenenwechsel stattfindet.

Meine Meinung:
Zu Anfang musste ich mich erst einmal an Elodies Einstellung gewöhnen. Vor allem, weil ich ungefähr wusste, was mich bei diesem Autorenduo erwartet und die Protagonisten nunmal meist vor sexueller Anziehung leben. Elodie ist aber eine Figur, die gerade die Reduzierung einer Person auf ein Objekt der Begierde sozusagen ablehnt. Sie möchte als Mensch betrachtet werden, als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft, als jemand, der respektiert wird, ohne dass sie immer gleich auf ihr Äußeres reduziert wird. Das war erst einmal schön abwechslungsreich und hat zudem die Story gleich auf eine andere Ebene gehoben. Elodie hat immer wieder dafür gesorgt, dass Tiefe in die Beziehung zu Hollis kam, denn sie lenkt die Gespräche und Situationen gerade am Anfang immer wieder in eine andere Richtung. Manchmal war es vielleicht ein ganz klein wenig übertrieben mit ihrer Angst vor Reduzierung. Sie hatte förmlich Angst, an Ort und Stelle begattet zu werden. Klar gibt es einige (in diesem Falle) Männer, die keinen Respekt vor Frauen haben und viele werden Frauen reduzieren, dennoch sind die meisten(!) ja keine Tiere, die an öffentlichen Orten vor ihren Kindern (da gibt es eine Situation) über Frauen herfallen, die „Nein“ sagen. Das war mir dann ein wenig zu viel Abneigung, weil sie ja grundsätzlich Männer nicht ablehnt.
Nun aber erst einmal zum Einstieg ins Buch. Der hat mir ganz gut gefallen, weil es gleich viel Action gab, es war aber auch nicht richtig neu. Erst der Autounfall, dann ist es ihr zukünftiger Chef. Ich denke mal, das hat jeder von uns schon einmal gelesen. Durch Elodies Einstellung und auch Hollis‘ Erfahrungen aus einer früheren Beziehung, änderte sich die Situation für mich aber sehr schnell. Dazu noch Hollis‘ Nichte. Die Beziehung der beiden bleibt dadurch an keiner Stelle oberflächlich, denn dieses: Wir schlafen miteinander und leben einfach im Moment, fällt einfach weg.

Hollis mochte ich genau wie Elodie sehr gerne. Entgegen meiner Erwartungen aufgrund des Titels, ist Hollis alles andere als ein Player. Stattdessen ist er sehr verantwortungsbewusst, hat das Herz am rechten Fleck und kann super Ratschläge annehmen. Ausnahmsweise also quasi kein Mann, den man erst formen muss, sondern der von sich aus schon viel mitbringt, dass Elodie genug Anlass gibt, sich eben auf dieser tieferen Ebene in ihn zu verlieben. Ich mochte es sehr, dass er nachdenkt, bevor er etwas tut.
Beide sind sich zudem stets ihrer Schwächen bewusst. Sie haben ihre Vorgeschichte und daraus gelernt und sind deshalb an manchen Stellen vorsichtig oder skeptisch, was auch durchaus verständlich ist. Elodie ist im Vergleich zu Carter vielleicht aber etwas nachgiebiger. Sie probiert mehr aus, lässt sich auf mehr ein und gibt Hollis seine Chancen, während Hollis manchmal etwas zu zögerlich ist, dafür aber immer wieder beweist, dass (so wie Elodie es will) er Elodie nicht auf ihr Aussehen reduziert. Technisch gesehen fand ich die Protagonisten somit sehr gut aufeinander abgestimmt. Man merkte richtig das Geben und Nehmen und konnte miterleben, wie sich die beiden entwickeln und Vertrauen zueinander fassen.

Das alles dann auf eine Art, die bei den beiden Autorinnen typisch ist. Es gibt viele Momente zum Schmunzeln oder auch Lachen (allein Huey der Papagei ist immer wieder einen Lacher wertXD Ich erinnere mich da gerne an die Ziege aus „One more Chance„), die Story bietet genug Spannung und die romantischen Szenen kommen nicht zu kurz, nehmen aber auch nicht überhand. Dazu gibt es viele tolle und süße Szenen mit der Nichte, die einfach das Bild einer Familie bestehend aus den dreien aufkommen lässt. Sowas mag ich ja immer ganz gerne, weil sich so zum einen beweist, wie erwachsen die Protagonisten sich verhalten können und auch, dass ihre Zukunft irgendwo schon geregelte Bahnen aufzeigt.

So, nun gibt es aber noch eine andere Storyline und die ergab sich für mich echt überraschend. Neben den beiden Hauptprotagonisten, gefielen mir die vorgestellten Nebenprotagonisten auch sehr gut. Beide, Hollis und Elodie, haben von ihnen Ratschläge angenommen und konnten somit beweisen, dass sie einen wichtigen Teil in ihrem Leben einnehmen. Sie waren also fest in die Handlung integriert. Und auch genau dort setzt dann der Handlungsstrang ein, der alles nochmal etwas verändert. Plötzlich komme ganz neue Herausforderungen auf die beiden zu und es fällt zusätzlich auf, dass sie mit ihrer Liebe vielleicht doch etwas schnell vorangeprescht sind (das erste „Ich liebe dich“ kam zum Beispiel für mich etwas ohne Zusammenhang daher). Man muss da als Leser so ein bisschen durchbeißen, denn auf einmal scheint alle Verliebtheit vergessen zu sein. Anderes ist einfach gerade wichtiger und das ist auch erst einmal verständlich. Irgendwann wird es dann problematisch, das fällt Elodie aber auch auf, weshalb die Problematisierung fein Teil der Geschichte wird. Das hat mir gut gefallen, ebenso wie, dass ihre Beziehung nicht gleich komplett zerbrochen ist und zum Drama wurde. Nicht selten ist das ja der Fall. Hier beweist sich aber einfach die schon früh angesetzte, tiefere Ebene, die eine feste Basis geschaffen hat. Und dennoch müssen die beiden um ihre Beziehung kämpfen, weil es eben dennoch durch die neuen Entwicklungen Bereiche gibt, in denen sie sich noch nicht ausgetauscht haben. Großes Plus für diese erwachsene Herangehensweise!

Was dieses Buch vielleicht für mich jedoch nicht zu einem 5 Sterne-Buch macht, ist, dass es sich zwar gut lesen ließ und auch gut spannend war, es mich aber nachträglich nicht geprägt hat. Es ließ sich schnell mal eben durchlesen und ich habe es genossen, dass mich nicht wirklich etwas gestört hat, es hat mich aber auch nichts wirklich richtig beeindruckt.

Fazit:
Ein super Buch für Zwischendurch, dass dahingehend keine Wünsche offen lässt. Spannend, sexy, schnell lesbar und dann sogar noch mit Tiefe und einer unerwarteten Wendung. Zudem mochte ich es, dass hier trotz einer klischeebehafteten Anfangssituation, mit vielen anderen Klischees aufgeräumt wurden bzw. versucht wurde, diese aktiv zu problematisieren.
Ein großer Pluspunkt ist zuletzt natürlich der Schreibstil, der locker und flüssig und mit viel Witz erzählt.

4 von 5 Sterne von mir. (Eher Tendenz nach oben)

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Veröffentlicht am 07.06.2021

Noah war cool, der Rest...

Fly & Forget
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Schreibstil:
Hier hatten wir mal wieder einen Schreibstil, zu dem ich nicht so viel sagen kann. Das Buch ließ sich flüssig lesen und ich hatte keine Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen. Positiv kann ...

Schreibstil:
Hier hatten wir mal wieder einen Schreibstil, zu dem ich nicht so viel sagen kann. Das Buch ließ sich flüssig lesen und ich hatte keine Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen. Positiv kann ich allerdings die Texte hervorheben, die Liv im Rahmen ihrer journalistischen Bestrebungen verfasst. Die waren wirklich schön zu lesen.

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte ist mir nicht ganz so leicht gefallen. Erst einmal bin ich tendenziell immer nicht so davon angetan, wenn am Anfang eine Trennung steht, die einfach zeigt, wie sehr die Protagonistin bisher mit ihrem Leben geschlurt hat. Das macht für mich bezüglich ihrer Persönlichkeit schonmal nicht den besten Eindruck. Und bei Liv hat sich das dann auch wirklich durchgezogen. Irgendwie trat sie auf der Stelle und wollte das nicht so richtig eingestehen. Stattdessen stürzt sie sich in Ausweichmanöver beziehungsweise verbohrt sich in die Kränkung ihres Egos (oder wie nennt man das, wenn man quasi nur noch schwarz sieht und alles Gute kaputt macht?).
Durch ihre allgemeine Stimmung und die Aussicht darauf, dass das, was kommt, so ungefähr vorhersehbar war, fehlte mir anfangs echt der Kick, der die Geschichte für mich spannend gemacht hätte. Dazu kam dann, dass diese Vorhersehbarkeit mit einer Sache einherging, die unvermeidlich zu Problemen führen würde. Was es schlussendlich auch getan hat. Klar muss irgendwo der Aufhänger für den Anstoß einer Liebesgeschichte herkommen, allerdings mag ich es nicht besonders, wenn die Problematik die ganze Zeit wie eine schwarze Gewitterwolke über der Geschichte hängt und man nur darauf wartet, dass alles zusammenbricht. Das sorgt nicht unbedingt für Leichtigkeit beim Lesen und ich insbesondere reagiere dann auch genervt (auf in diesem Falle die Hauptprotagonistin), weil die Problematik frühzeitig abgewendet hätte werden können. Wird sie aber meist nicht. So ist es auch hier. Liv bleibt bei ihrem Vorsatz, den Artikel zu schreiben. Und dieses Vorhaben entzieht sich zwischendurch für mich immer wieder jeglicher Logik, da man einfach nicht versteht, warum sie ausgerechnet ihren ehemals besten Freund dafür auswählt, für den sie auch noch Gefühle hegt. (Alles so im Klappentext, der ja mal wieder sehr viel verrät…) Was dachte sie denn, was passiert, wenn Noah diesen wirklich nicht netten Artikel zu lesen bekommt? Chaos vorprogrammiert oder? Seht ihr, sowas mag ich nicht.

So dann einmal ganz allgemein zu Liv. Ich war ehrlich erstaunt, wie anders sie als Figur in ihrem verqueren Spiel ist. Plötzlich ist sie mutig und gibt dann auch ihren Gefühlen ziemlich schnell nach. Dadurch wirkte die ganze Thematik für mich noch unlogischer, denn sie entwickelt sich eben schon anfangs ziemlich schnell und erkennt eigentlich auch, dass ihre Gefühle nicht ganz unerwidert bleiben. Da war es für mich nach und nach ziemlich verwirrend, warum sie etwas spielt, was eigentlich echt ist. Klingt so schon wirr und war auch wirr. Ab der Mitte des Buches ist sie dann super umgänglich und macht sich auch immer wieder Gedanken um den Artikel, die schon in vernünftigere Bahnen gehen. Mir fehlte bei ihr aber einfach der Kampfgeist, vor allem der, um für sich selbst einzustehen.

Noah dagegen fand ich richtig toll. Er macht in diesem Buch echt gar nichts falsch. Anfangs ist er natürlich der Bad Boy schlechthin, aber man sieht ihn schnell durch Livs Augen und ihre jahrelange Freundschaft kann da vieles aufklären. Das fand ich wirklich gut, weil so zum einen die Vergangenheit nochmal auflebte – dies wird noch durch Flashbacks unterstützt -, zum anderen ist es einfach mega aufregend, durch Noahs Fassade gucken zu können. Weiter ist Noah wohl der sensibelste Protagonist, von dem ich je gelesen habe. Er ist äußerst feinfühlig, reagiert auf winzigste Dinge, macht sich super viele Gedanken und stellt sich selbst nie an erster Stelle. Ich habe die ganze Zeit gedacht, dass Liv ihn eigentlich nicht verdient, weil sie lange auf seinem Herz herumtrampelt, während er einfach nur ehrlich zu ihr ist und gleichzeitig noch mit seinen Dämonen zu kämpfen hat.
Storytechnisch ist das ein großer Unterschied zwischen Noah und Liv. Liv wurde zwar auch von ihrer Vergangenheit geprägt, behält daraus aber eigentlich nur Noah und die Gefühle und Geschehnisse um ihn herum zurück. Noah dagegen schleppt ganz anderen Ballast mit sich herum, der den Kapiteln aus seiner Perspektive viel Tiefe verleihen und wesentliche Szenen beeinflusst. So ist auch eigentlich Noah es, der für die unerwarteten Wendungen im Buch verantwortlich ist. Was bei Liv passiert, kann man ja von Anfang an erahnen. Und bei Noah ging es dann teilweise auch echt heftig und eindrücklich zu. Ich kann nur sagen, dass ich sehr mit ihm mitgelitten habe und er nachträglich gesehen, eigentlich auch nie ein Bad Boy war. Verletzte Seelen sind eben manchmal abweisend. Er verhielt sich aber immer fair, was man als Leser auch mitkriegt, wenn kleinere Nebenprotagonisten auftauchen.

Das Ende war dann leider etwas schnell vorbei. Ich war gerade so richtig in der Story drin, auch wenn ich mich bei manchen Dingen gefragt habe, warum sie vorher ein Problem darstellten. Generell gilt für die Geschichte einfach, dass lange viel Drama um Nichts gemacht wird und das Motiv bis zuletzt vorhersehbar blieb. Sogar das, was Noah mit sich herumschleppt, war ab Mitte des Buches ziemlich offensichtlich. Am Ende fehlte mir aber zusätzlich noch, dass alles plötzlich so einfach geklärt ist. Die richtige Aussprache, das Ansprechen all der Geheimnisse, der Vergangenheit und der Geschehnisse zwischen den beiden fehlt und so steht man letztlich da und denkt sich: Noah ist immer noch viel zu gut für Liv. Etwas, das ich nach einer über 400 Seiten langen Liebesgeschichte nicht von dem Paar denken will.

Fazit:
Die Story konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Das Motiv war ziemlich vorhersehbar und generell eher in die Kategorie nervenaufreibend einzuordnen, weil man schon lange Böses ahnt. Für mich persönlich nimmt das der Geschichte einfach viel Lockerheit und mir den Spaß am Lesen. Liv fand ich zudem nicht wirklich stark. Pluspunkte gibt es für Noah, den ich von seiner Art her einfach total mochte und der auch nochmal ganz neue Impulse innerhalb des Handlungsverlaufes geliefert haben, die einiges gerettet haben. Nach einem schleppenden Anfang, verlief das Ende ziemlich schnell ab und ließ mich eher unzufrieden zurück. Ich habe mich ehrlich gesagt etwas schwergetan mit dem Buch.

3 von 5 Sterne von mir. (Tendenz nach unten)

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Veröffentlicht am 07.06.2021

Tiefgehende Problematik, die super ausgearbeitet wurde.

Keeping Secrets
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Der Schreibstil:
Der Schreibstil war super flüssig und locker. Das Buch ließ sich dadurch sehr leicht und auch schnell lesen. Zudem konnte er sehr gut die Atmosphäre transportieren, die der Ort Faerfax ...

Der Schreibstil:
Der Schreibstil war super flüssig und locker. Das Buch ließ sich dadurch sehr leicht und auch schnell lesen. Zudem konnte er sehr gut die Atmosphäre transportieren, die der Ort Faerfax versprüht. Man fühlte sich sofort wohl, konnte sich die einzelnen Kulissen super vorstellen und damit definitiv nachvollziehen, warum Tessa trotz anfänglicher Abneigung irgendwie doch nicht anders kann, als sich dort wohlzufühlen.

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte gelang mir schonmal super. Die Anfangssituation war relativ schnell klar, allerdings baute sich gleich Spannung auf, weil man durch die verschiedenen Perspektiven herausfand, wie anders gerade Tessa doch im Vergleich zu ihrem Außenbild wirklich ist. Zudem wurden die Berührungspunkte der beiden Hauptprotagonisten in die Gesamtsituation mitsamt Nebenprotagonisten eingebettet, wodurch sie auf mich nicht mehr so künstlich wirkte und Tessa mit ihren ganzen Gefühlen auch einfach besser aufgefangen wurde.

Tessa ist eigentlich eine ziemliche Eigenbrötlerin und dazu noch tief geprägt. Ihre Vergangenheit lässt sie nicht los und obwohl sie mittlerweile solchen Ruhm erlangt hat und damit alles hat, was sich andere Menschen vielleicht wünschen, fehlt ihr geradezu die Freude am Leben. Ich fand es ziemlich schön nachzuvollziehen, wie sie in Faerfax erstmals einfach eine junge Frau sein darf, die Freunde findet, sich verliebt und einfach mal ihr Leben genießt und Erfahrungen macht. Das Ganze macht sie natürlich sehr zögerlich und vorsichtig und das Buch hat durch sie eine gewisse melancholische Stimmung, weil Tessa definitiv noch einiges verarbeiten muss, aber man sieht den Hoffnungsschimmer den sie hat und den auch wir Leser für sie haben.
Ich fand es zudem super schön, wie sie mehr und mehr auf sich selbst zu hören lernt. Darauf, was ihr Freude bereitet, wobei sie sich wohlfühlt und auch, wem sie traut und wen sie in ihr Leben lässt. Das mit Cole ist ja keine leichte Angelegenheit, schließlich ist er Journalist. Dennoch kann sie darüber stehen. Wir Leser kennen zudem Coles Perspektive und wissen, dass er dahingehend verlässlich ist, was ich super beruhigend und auch fair fand. (SPOILER) Die Autorin hätte leicht mehr Dramatik in die Geschichte bringen können, indem sie Cole mehr in Versuchung geraten lässt, diese Position auszunutzen. Indem sie es aber nicht tut, setzt sie mehr Wert auf den Vertrauensaufbau zwischen Cole und Tessa und das ist super schön anzusehen, weil es genau das ist, was Tessa braucht. Für alles andere wäre sie zu zerbrechlich.

Cole hat seine ganz eigenen Probleme. Ich würde ihn in erster Linie als bodenständig beschreiben, zudem aber auch als sehr umsichtig und liebevoll. Er tut nichts aus Bosheit und ist stets freundlich zu Tessa. Dennoch zeigt er manchmal auch eine andere Seite. Wenn es nämlich drauf ankommt, ist er durchaus durchsetzungsfähig, steht für sich selbst und andere ein und lässt sich nicht wirklich von kindischem Verhalten beeindrucken. Ich habe ihn mir die ganze Zeit als eine Art netten Bad Boy (zu Tessa eben nett, zu allen anderen, die ihr, seinen Freunden oder ihm etwas wollen, das Gegenteil) mit Nerdbrille vorgestellt. Das beschreibt ihn eigentlich ganz gut, weil er keineswegs ein nerdiger Bücherwurm ist, der nur für sein Studium lebt, dennoch aber Leidenschaft zeigt und zu kämpfen bereit ist. Cool fand ich zudem an ihm, dass er sich selbst so treu blieb. Zu keiner Zeit hatte ich Angst, dass Cole seine Meinung ändern würde. Als es drauf ankommt, tut er genau das Richtige und nichts anderes hätte ich von ihm erwartet. So mag er vielleicht etwas langweilig klingen (im Vergleich zu der berühmten Tessa ist er das wohl auch), aber das ist es nicht. Sein gentlemanlikes Verhalten verzaubterte mich die ganze Geschichte hinweg.
Und das obwohl er im Hintergrund Teil einer Familie ist, die so oberflächlich geprägt ist, dass einem ganz schlecht wird.

Was die Geschichte an sich anging, so schwankte ich immer wieder zwischen dem, was ich mir wirklich so vorstellen konnte und dem, was für mich etwas realitätsfremd wirkte. Erst einmal kann ich sagen, dass die ganze Situation um Tessas Berühmtheit auf mich sehr realistisch wirkte. Das bedrückende Gefühl durch die sie verfolgenden Paparazzi war spürbar, ebenso wie der Druck durch ihre Managerin. Eine besondere Rolle hat hier wohl ihr Filmpartner und Ex-Freund Logan eingenommen, der allem immer wieder die Krone aufsetzt und deutlich macht, wie viel in der Welt der Stars mehr Schein als Sein ist. Zum Glück lässt Tessa sich da auch Nichts ein. Alles andere hätte mich auch überrascht.
Was ich dagegen vielleicht etwas unrealistisch fand, war Tessas Geheimnis. Tatsächlich bleibt es entgegen meiner Erwartungen ziemlich lange ein Geheimnis. Sowohl für mich als Leserin als auch für Cole. Und letztlich hatte ich auch nicht mit dem gerechnet, was sich dann als die volle Wahrheit herausstellt. Hier hat mich die Geschichte echt positiv überrascht und ich kann es nur loben, wie Tessa auf die Aufdeckung des Geheimnisses entwicklungstechnisch vorbereitet wird. Zudem wirkte ihr diesbezügliches Verhalten auf mich sehr authentisch. Es geht in Punkto nicht realistisch für mich nicht um das Was, sondern darum, wie ihr Geheimnis in die Handlung eingebettet wurde. Tessa ist eine sehr berühmte Persönlichkeit, Cole will ein Porträt über sich schreiben, wird von allen als sehr guter Journalist gelobt und stellt Nachforschungen an und dennoch übersieht er die Leerstellen? Wie alle anderen anscheinend auch? Das ist ziemlich unwahrscheinlich. Es hätte zumindest schon über die Leerstellen berichtet werden müssen, wenn sie auch noch nicht aufgedeckt gewesen wären. Das fand ich vielleicht ein wenig zu konstruiert alles. Dazu kommt noch, dass am Ende ihre Zukunft vielleicht nicht ganz realistisch erscheint. Wie soll das funktionieren zwischen den beiden? Hat man schon je von einer Liebesgeschichte zwischen einer berühmten Schauspielerin, die sehr viel unterwegs ist, und einem Studenten gehört? Es ist natürlich immer so, dass solche Geschichten prinzipiell alle Fantasie ausschöpfen können. Im Prinzip geht es ja um die Liebesgeschichte und nicht darum, wie realistisch alles ist. Aber ich frage mich das schon…

Bezüglich der Beziehung ist es so, dass sie sich erst nicht leiden können, dann funkt es zwischen ihnen und dann ist Cole einfach nur nett und für sie da. Es ist eher ein langsamer Verlauf, den ich als sehr passend für die Thematik empfunden habe, weil man deutlich spürt, dass Tessa Zeit braucht, um Vertrauen zu fassen. Vielleicht blieb mir die Beziehung zwischen den beiden dennoch etwas zu flach, denn die Zeit, die die beiden einmal ganz für sich haben, in der sie über ihre Beziehung sprechen und sich Zeit füreinander nehmen können, kommt etwas zu kurz. Dauernd haben sie mit anderen Dingen zu kämpfen und Tessas Innenwelt blockiert lange vieles. Dadurch kamen bei mir nicht so viele Emotionen auf. Ich habe kein Feuerwerk erwartet (das passt nicht zur Story, aber etwas mehr Stoff einfach, damit das Ende dann auch wirklich zu den beiden passt und man vielleicht doch einen Blick in die Zukunft wagt.

Die Geschichte passte sich vom Tempo her etwas an Tessa an und hatte dadurch vielleicht ein paar klitzekleine Längen. Tessa braucht eben Zeit, um aufzutauen und zu ihrer Entwicklung gehören auch Rückschritte, die sie sich dann etwas zurückziehen lassen. Dadurch verliert die Geschichte an Tempo. Besonders zum Ende hin, wo es dann wirklich extrem um Tessa und die Aufdeckung ihrer Vergangenheit geht, nimmt die Storyline an Geschwindigkeit zu. Die Ereignisse überschlagen sich geradezu, was ich sehr passend fand, weil es genau dieses Gefühl, dieses Hereinprasseln an Geschehnissen, sein muss, das Tessa zu dieser Zeit empfindet.
Ansonsten befindet sich die Geschichte aber in einem guten Fluss. Es passiert die meiste Zeit nichts Außerordentliches, aber man wird dennoch mitgezogen und lässt sich von der Handlung treiben. Unter anderem deshalb, weil Cole und Tessa recht unabhängig voneinander durch die Geschichte ziehen und lange ihre voneinander getrennten, eigenen Probleme haben, es dann aber auch noch gemeinsame Parts gibt.

Positiv hervorheben möchte ich neben der warmen Atmosphäre auf jeden Fall auch noch die tollen Nebenprotagonisten. Ich habe alle gleich gemocht und bin sehr gespannt auf ihre Geschichten, da sie schon durchblicken ließen, dass das mit der Liebe bei ihnen allen nicht so einfach ist.

Fazit:
Eine Geschichte, die irgendwo zwischen Traum und Realität schwankt, sich aber wundervoll mit seiner zerstörten Hauptprotagonistin auseinandersetzt. Das Motiv ist nicht zu sehr dramatisiert, es ließ sich super lesen und die Atmosphäre und generell alle Protagonisten sind super sympathisch.

4 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 17.05.2021

Wohlfühlgeschichte für Zwischendurch

Free like the Wind
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Der Schreibstil:
Wieder ein Schreibstil, zu dem ich nicht mehr viel sagen kann als das er flüssig und leicht zu lesen ist. Es gab für mich keine außerordentlichen Besonderheiten, würde ihn aber eher in ...

Der Schreibstil:
Wieder ein Schreibstil, zu dem ich nicht mehr viel sagen kann als das er flüssig und leicht zu lesen ist. Es gab für mich keine außerordentlichen Besonderheiten, würde ihn aber eher in die Kategorie etwas langsamer einordnen. Hektisch wird es in diesem Buch nicht.

Meine Meinung:
Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Rae als Protagonistin wirft gleich genügend Fragen auf und auch Cayden lässt sich da nicht lumpen. Der Leser hat es hier mit zwei Figuren zu tun, die sehr verschlossen sind. Man ahnt zwar ziemlich schnell, was dahintersteckt, steht gefühlstechnisch jedoch vor verschlossenen Türen. Dadurch musste die Geschichte für mich als Ausgleich recht warm sein, damit ich mich wohlfühlte. Zum Glück war genau das der Fall. Die Story enthält viele schöne Details, die das Buch zu einem Wohlfühlbuch machen: da sind die Nebenprotagonisten, die man schon aus den Teilen zuvor kennt, das Kino, die Natur und viele schöne Momente.

Was zwei sehr verschlossene Protagonisten jedoch auch mitbringen, ist eine gewisse Schwere in der Dynamik. Am ersten Drittel des Buches merkt man dies dadurch, dass die Handlung wie auseinandergezogen wirkt. Ich habe mich ehrlich gesagt gewundert, dass es so lange dauert, bis die beiden einen Schritt weitergehen. Und damit ist kein so großer Schritt gemeint, wie man es aus anderen Büchern kennt.
Was ich dennoch genossen habe, war, dass die Schwere genutzt wurde, um mit Details zu arbeiten. Cayden und Rae fühlen sich schnell zueinander hingezogen, aber nicht unbedingt nur auf romantischer Ebene. Da ist noch eine zweite Ebene, die an ihre Vergangenheit anschließt und die wurde wirklich sehr schön belebt. Ich konnte die Gefühle, die bei den beiden in Gegenwart des anderen diesbezüglich aufkommen, sehr schön nachvollziehen. Zudem bekam ihre Beziehung dadurch recht schnell eine besondere Tiefe.

Im zweiten Drittel des Buches passiert dann deutlich mehr. Die beiden werden ganz explizit einfach zu ihrem Glück gezwungen^^ Und das zum Glück, denn sonst wäre es mir auf Dauer zu langweilig geworden. Dort sah ich dann auch zum ersten Mal richtiges Potenzial für eine Beziehung zwischen den beiden. Es kommen Emotionen hoch, die beiden können sich nicht mehr aus dem Weg gehen und erstmals gefiel mir auch Rae richtig gut. Trotz dessen, dass Cayden es ihr alles andere als leicht macht, fordert sie ihn heraus und bringt ihn dazu, sich zu öffnen. Schön fand ich daran, dass das in einem Geben und Nehmen geschieht, die beiden sich aber dennoch nicht nur mit Informationen „anfüttern“. Wenn etwas rauskommt, dann ist das schon was Richtiges und führt zu vielen Situationen, die regelrecht ausgefochten werden müssen. Über diesen Teil der Geschichte bin ich definitiv geflogen und konnte auch die Entwicklung der beiden sehr schön nachvollziehen und miterleben.

Der letzte Teil des Buches ist dann wieder etwas weniger dynamisch. Es passiert zwar einiges und ich fand die Probleme, die die beiden haben, auch sehr gut gelöst, im Vergleich zum zweiten Teil lässt es aber doch ein wenig nach. So kam es mir vor, als sei die eigentliche Story ein wenig auf die Mitte des Buches zusammengestaucht worden.
Am Ende ist jedoch schön, dass die Entwicklung beider Protagonisten in eine neue Zukunft führen und für mich beide definitiv zu einem Paar zusammengewachsen waren. So waren dann irgendwann auch die Emotionen da, die man sich von solch einem Paar wünscht und die einen mitfiebern lassen.

„Was tun sie nur in blöden Filmen?“

Cayden nimmt die Hände aus den Taschen und kommt auf mich zu. „Die küssen sich morgens, ohne sich vorher die Zähne zu putzen.“

FREE LIKE THE WIND – KIRA MOHN
Fazit:
Eine schöne Geschichte, die etwas Zeit braucht, aber auch sehr detailverliebt daherkommt und die Protagonisten nicht zu einfach gestaltet. Mir setzte die eigentliche Handlung vielleicht ein wenig zu spät ein und ich hätte mir noch ein paar mehr spannende Momente vorstellen können. Alles in allem ließ sich das Buch aber toll lesen, das Setting ist wunderschön und die beiden Protagonisten brauchen zwar etwas, wachsen einem dann aber sehr ans Herz. Ein gutes Buch für Zwischendurch würde ich sagen:)

4 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Hochdramatisch...

Diamond Empire - Forbidden Royals
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Meine Meinung:
Zu Anfang habe ich wirklich lange gebraucht, um in die Geschichte zurückzufinden, da der erste Teil der Story sehr langsam war und ich von Emilia nach dem Ende des zweiten Bandes ehrlich ...

Meine Meinung:
Zu Anfang habe ich wirklich lange gebraucht, um in die Geschichte zurückzufinden, da der erste Teil der Story sehr langsam war und ich von Emilia nach dem Ende des zweiten Bandes ehrlich gesagt etwas anderes erwartet hätte. Sie suhlt sich in Trauer, Selbsthass und in ihren verqueren Gedanken, die nie zu einer Lösung kommen. Von der starken, selbstbewussten, feministischen Emilia, die man davor bereits in Teilen zu sehen bekam, war nichts mehr übrig. Ich musste mich also erst einmal durch ein paar viele Seiten quälen, bis es spannender wurde.

Das Hauptthema dieses Bandes ist auf jeden Fall Emilias Entwicklung hin zu einer Königin, auf die ihr Land stolz ist und die sich in ihrer Rolle wohl fühlt. Dies gestaltet sich hier als ein sehr steiniger Weg. Erst einmal setzt sie sich mit gar nichts auseinander, dann gefühlt mit allem (allerdings beginnt das augenscheinlich eher zufällig) und dann verändert sie ihre Rolle in ein Schreckensbild, mit dem sie alles andere als glücklich ist. Was dabei natürlich nie außer Acht gelassen wird und damit IMMER Teil ihrer Gedanken ist, ist Carter. Oder vielmehr, dass sie Carter nicht haben kann. In Band eins war das noch irgendwie spannend, in Band zwei wurde sie selbstbewusster und es war logisch, wie sie Carter von sich fern hielt, in diesem Band allerdings, merkte ich wieder, dass ich schon von Band eins an nicht recht verstanden habe, warum die beiden nicht zusammen sein können.

Emilia ist eine Figur, die gerne Ratschläge gibt und eine sehr genaue Vorstellung davon hat, wie andere Menschen glücklich werden können. Sie hat aber auch eine genaue Vorstellung davon, wie sich eine Königin zu benehmen hat. Ich fand es nur schade, dass sie ihre Ratschläge nie auf sich selbst bezog. Es wirkte wenig weitsichtig auf mich, dass sie sich so offensichtlich ins Unglück stürzen wollte und, obwohl sie für Stärke plädiert, für sich selbst nicht einsteht. Ihren Gedanken dahingehend zu folgen, war für mich echt nicht einfach. Sie blieb da nicht wirklich konstant, in ihren Aussagen teilweise schwammig und wenig zielgerichtet. Und letztlich fand ich mich am Ende des Buches dann darin bestätigt, dass ich die Unmöglichkeit ihrer Beziehung nicht so recht nachvollziehen konnte, denn, obwohl sich nichts geändert hat, ist auf einmal alles möglich. Warum vorher nicht? Warum macht man so viel Drama aus etwas, das man klären könnte? Das einfach nur mit Neuerungen einhergehen würde, die Emilia ja sowieso schon umsetzt und für ihr Königreich plant. Also war ich eigentlich die ganze Geschichte über von Emilia sehr sehr sehr genervt. Auch, wenn sie sich ansonsten gar nicht so schlecht anstellt.

Jetzt aber zum Storyverlauf. Der Anfang war nicht gut, das sagte ich ja bereits. Da hat mir einfach etwas gefehlt, um den Leser bei Laune zu halten. Danach gings aber eigentlich ganz gut voran. Was diese Geschichte auf jeden Fall kann, ist Dramatik zu erzeugen. Es wurde sogar noch richtig spannend. Als Königin begnügt sich Emilia nicht damit, klein anzufangen. In ihrem Umfeld wirft sie alles um, was vorher Bestand hatte und die Trennungsszenen zu Carter sind jedes Mal wieder herzzerreißend (auch wenn ich das viele, sehr DRAMATISCHE Hin und Her dann doch etwas übertrieben fand. Irgendwann kann man den Deckel doch auch mal zulassen. Das hätte es etwas authentischer wirken lassen).
Cool fand ich es aber, dass Emilia es wieder mit ihren Antagonisten zu tun bekam und man endlich ein wenig Überblick über die ganzen Ausmaße der Komplotte bekam. Letztlich war ich damit, wie das aufgelöst wurde, sehr zufrieden, auch wenn ich vieles schon früher vermutet hatte. (Es gibt eine Sache, die ich nicht erwartet hatte und die haut richtig rein. Das hat das Ende für mich auf jeden Fall sehr gelungen gemacht!)
SPOILER ACHTUNG!
(Dass Alden zum Beispiel nicht ganz koscher ist, hat man ziemlich schnell bemerkt. Bei Julie Johnson sprechen die Augen ja doch sehr viel und selbst Emilia ist darin immer wieder etwas aufgefallen. Sie ist aber immer so mit Carter beschäftigt, dass sie sich darum natürlich keine Gedanken macht.)
SPOILER AUS


Was die Liebesgeschichte zu Carter angeht, so konnte ich noch erahnen, worum es Emilia im letzten Band in Bezug auf ihn ging. Mehr aber auch nicht. In diesem Band ist ihre Liebe sehr feststehend. Auch, wenn das am Anfang irgendwie keiner zugeben will. Auch an diesem Punkt war es mir somit ein wenig zu viel Dramatik, aber zumindest wurden dadurch ihre Gefühle etwas mehr aufgeputscht und man hatte das Gefühl, dass es sich am Ende auch lohnen würde, für die Beziehung zu kämpfen. (In den Bänden davor war es schon ziemlich viel Verbotene Frucht und Sexyness, die da eine Rolle spielten.) Unter anderem, dass es für beide neue Interessenten gibt und Emilia sich Gedanken darum machen muss, was es bedeutet, Carter aufzugeben, heißen die Storyline ein und geben definitiv genug Feuer in die Geschichte. Da kommt es dann auch zu der ein oder anderen erotischen Szene. So richtig mitgerissen hat mich ihre Geschichte jedoch nicht, denn dafür fehlten mir einfach die Emotionen. Wie auch an anderen Stellen im Buch (zum Beispiel in Bezug auf Emilias Angstzustände) kamen sie ziemlich kurz. Es wird vielmehr nur gedacht, nicht unbedingt gefühlt.

Fazit:
Ich habe einer Reihe noch nie so zwiespältig gegenüber gestanden. Hier ist wirklich jeder Band ein Überraschungspaket. Jeder Band hatte seine ganz eigenen Kritikpunkte, die sich für mich ziemlich unterschieden. Bei diesem ist es nun, dass Emilia mich mit ihrer Art ziemlich genervt hat und das die Liebesgeschichte auch zum Ende hin nicht so recht an Emotionen auftanken konnte. Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass das Potential der Reihe, das im zweiten Band so deutlich wurde, mehr aufgegriffen worden wäre. Hier fehlte mir jedoch die Stärke. Stattdessen war alles hochdramatisch und zwar auf die Art, die letztlich den wirklich wichtigen Dingen zu viel Platz nimmt.

3 von 5 Sterne von mir.

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