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Veröffentlicht am 29.04.2019

Das Mädchen mit den pinken Haaren

Ihr mich auch
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Ich habe selten so ein schönes Buch gesehen:) Und das liegt nicht nur am Cover. Ist das Format nicht wunderschön?

Wenn ich also ehrlich bin, war die Entscheidung dieses Buch zu lesen sehr oberflächlich.

Da ...

Ich habe selten so ein schönes Buch gesehen:) Und das liegt nicht nur am Cover. Ist das Format nicht wunderschön?

Wenn ich also ehrlich bin, war die Entscheidung dieses Buch zu lesen sehr oberflächlich.

Da ich aber in letzter Zeit so viele Bücher aus immer dem gleichen Genre gelesen habe, war ich natürlich auch neugierig auf die Geschichte:)

Klappentext:
Lu ist ziemlich angenervt – von ihrer Mutter, von den Jungs in ihrer Klasse, von der Schule. Nicht mal beim Boxtraining wird sie ihre Wut los. Der Einzige, mit dem sie klarkommt, ist Rhys, aber der zählt ja nicht wirklich. Als Lu und die eigensinnige Viola aufeinandertreffen, fliegen die Fetzen. Und ausgerechnet mit der soll Lu nach Mallorca fliegen?!

Cover: Wie oben bereits erwähnt: Ich finde es wunderschön! Die Pinke Mähne, die harmonischen Farben…. und dann hat es auch noch was mit der Geschichte zu tun. Was kann man sich mehr wünschen?

Der Schreibstil:

Der Schreibstil passt sehr gut zur Hauptprotagonistin. Er ist einfach gehalten, geradezu schmucklos. Gleichzeitig sagt er aber auch stets das Wichtigste und hat eine einzigartige Art, Dinge zu beschreiben. Es gab viele Momente im Buch, die man ganz anders hätte beschreiben können. Die Autorin hält sich aber an das wirklich Wichtige und bleibt somit auch ihren Protagonisten treu.

Zudem war er natürlich sehr flüssig und gut zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin.

Die Charaktere:

Anfangs rätselt man ein bisschen. Wer ist Rhys, was passiert wohl noch mit Viola? Das betrifft aber nur Nebencharaktere. Lu lernt man sofort kennen, wie sie wirklich ist: Direkt, mutig, stur, taff, weiß was sie will und ihr Verhalten entspricht einfach nie dem, was man erwarten würde. Mir hat sie sehr gut gefallen. Es war super schön ihre Entwicklung mitzuerleben. Anfangs noch völlig fernab von der Realität, mehr in ihrer eigenen Welt, und dann findet sie immer mehr zu anderen Menschen. Trotzdem bleibt sie ihrem Charakter treu und zeigt durch ihre echte und unbescholtene Art, dass es sich manchmal durchaus lohnt anders zu sein, denn letztlich kann es auch dazu führen, dass das wirklich Wichtige im Leben offengelegt wird.

Alle anderen Charaktere mochte ich auch sehr. Sie sind alle sie selbst und werden durch Lus Beschreibungen zum Teil ihrer Welt.

Zur Geschichte allgemein:

Die Geschichte sehe ich zwiespältig. Mir hat der Aufbau und Fortgang sehr gut gefallen, weil einfach alles stimmig war und man Lu immer besser kennenlernte. Gleichzeitig war es aber auch etwas voraussehbar, auch, wenn Lu sich da mit ihren fernen Gedanken etwas zwischendrängt:)

Wirklich wichtig für die Geschichte war aber meiner Meinung nach die Entwicklung, die sie zeigt. Das betrifft Viola, die erst durch Lu wieder aufblüht, aber vor allem Lu selbst, die ihren Zustand, wenn man es denn so nennen darf, deutlich durch Rhys zeigt. Es ist interessant, wann, wo und wie er im Laufe der Geschichte auftaucht. Ich fand die Idee mit ihm wirklich schön. Sie hat zu Lu gepasst und letztlich auch gezeigt, wie verloren Lu vor all dem war, auch, wenn sie auf ihre Weise sehr gut damit klargekommen ist.

Die Geschichte war für mich sehr gut lesbar. Es blieb durchweg spannend, Lu und Viola haben die ein oder andere wirklich lustige Szene geschaffen und trotzdem bleibt der Ernst nicht zurück. Lu lernt in diesem Buch unheimlich viel, was Jugendliche in ihrem Alter eben lernen müssen. Das bleibt dem Leser nicht verborgen und sorgt für die Vermittlung des ein oder anderen Moralaspekts.

Fazit:

Mir hat das Buch rundum gefallen. Lu’s Geschichte kann ich wirklich jedem ans Herzen legen, weil sie so besonders ist und in diesem Buch sehr viel lernt. Es ist schön geschrieben, hat tolle Charaktere, lässt sich super flüssig lesen und macht sich noch dazu super im Regal:)

5 von 5 Sterne von mir.

Vielen Dank an den Südpol-Verlag und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 28.04.2019

Authentisch und real

Wir zwei ein Leben lang
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Klappentext:
Bei Erin und Dominic ist es Liebe auf den ersten Blick – intensiv und mitten ins Herz. Doch sich zu verlieben ist einfach, aber die Liebe zu leben ist schwer. Erin und Dominic wagen es und ...

Klappentext:
Bei Erin und Dominic ist es Liebe auf den ersten Blick – intensiv und mitten ins Herz. Doch sich zu verlieben ist einfach, aber die Liebe zu leben ist schwer. Erin und Dominic wagen es und heiraten. Allen Zweiflern zum Trotz. Ein besonderes Geschenk begleitet sie auf ihrem gemeinsamen Weg: ein in Leder gebundenes Notizbuch, in dem sie ihre Gefühle festhalten sollen. All das, worüber sie mit dem anderen nicht sprechen können – und jeder Eintrag endet mit »Ich liebe dich, weil …«. Bis der Tag kommt, an dem Dominic etwas beichtet, das es Erin unmöglich macht, an eine gemeinsame Zukunft zu glauben. Ist das starke Band zwischen Dominic und Erin zerrissen? Oder ist ihre Liebe doch diese eine, die ein Leben lang andauert?

Schreibstil:
Das Buch lässt sich vom Schreibstil her sehr gut lesen. Man fühlt mit, kann sich alles gut vorstellen und lernt alle Charaktere sehr gut kennen. Es war allerdings etwas sehr verwirrend, dass hier nicht nur zwischen den Perspektiven, sondern auch zwischen den Zeiten gesprungen wird. Es gibt ein HEUTE (2017) und dann ein DAMALS, das von 1996 dem Heute entgegenläuft. Da es sich immer weiter annähert und die Protagonisten die gleichen bleiben, ist es teilweise etwas schwierig dem zu folgen. Gerade auch, weil die DAMALS-Kapitel nicht direkt aufeinander folgen, sondern vielmehr größere Zeitsprünge machen.

Die Charaktere:
In dem Buch geht es um die Liebe von Erin und Dom und so fühlt es sich auch an. Es geht um sie. Auf jeder Seite, in jedem Wort. So sind alle anderen letztlich nur Menschen, die ihnen auf ihrem Weg begegnen und dadurch eigentlich gar keine so große Handlungssfreiheit genießen. Stattdessen entwickeln sie sich mit, denn auch Erin und Dom entwickeln sich. Es geht immer weiter in der Zeit. Das fand ich durchaus angenehm und sehr authentisch. Man lernt die beiden supergut kennen und durchlebt mit ihnen ein ganzes Eheleben mit allen Auf und Abs, sodass ich letztens keinen von ihnen alleine sehen kann. Sie ergeben ein Ganzes und beide haben ihre Schwächen und Stärken, um die sie auch wissen.

Die Geschichte:
Es fängt etwas verwirrend an. Man muss erst mal reinkommen, denn das HEUTE erzählt immer wieder von einer Gegenwart, die aus einer langen Vergangenheit entstanden ist. Nach und nach findet man sich jedoch ein und dann kann es auch schon losgehen. Man begleitet Erin und Dom vom Anfang, der Heirat, bis zum Ende.
Die Spannung entsteht durch die Gegenwartssituation. Geschickt werden immer wieder Bemerkungen gemacht, die nicht erklärt werden, weil sie auf einem Ereignis in der Vergangenheit beruhen. Bis zuletzt gibt es solche Anmerkungen und so will man bis zuletzt auch wissen, was vorgefallen ist.
Dazwischen ist es manchmal etwas langweilig gewesen, weil es auch viele Situationen gab, die Anmerkungen nicht unbedingt voran brachten und die man als Leser dann nur ungeduldig hingenommen hat, immer mit Blick auf die „wichtigen“ Szenen.

In der Geschichte schreiben Dom und Erin von Anfang an in das „Buch der Liebe“. Zu Anfang klingt es nach einer tollen Idee, irgendwann jedoch fragt man sich, ob es wirklich so eine gute Idee ist. Wann ist eine Ehe zu viel Arbeit?
Das Buch beschwört jedenfalls gerade in den Anfangsjahren einige Probleme hervor, denn Dom und Erin reden nicht richtig miteinander, sondern schreiben dort hinein. Das macht einen zeitweilig etwas irre und frustriert. Aber letztlich wird gezeigt, dass eine so enge Beziehung zu einem anderen Menschen keineswegs immer leicht ist. Es soll demnach wohl alles ziemlich realistisch sein und das hat das Buch auch geschafft. Ich fühlte mich wirklich, als würde ich die Ehe eines realen Ehepaares miterleben. Der Unterhaltungsfaktor tritt dann nur manchmal zurück, sodass man sich einfach fragen muss, was man von dem Buch erwartet.

Fazit:
Mir hat das Buch aufgrund seiner Authentizität und der realistischen Beschreibung der Ehe zwischen Dom und Erin sehr gefallen. Liebe wird hier einmal ganz anders gezeigt, als man es beispielsweise aus New Adult-Büchern kennt. Nach dem glücklichen Zusammenfinden ist nicht Schluss. Im Gegenteil: Es fängt gerade erst an. Dass es dann ein paar Probleme gibt, ist nur normal.
Zwischendrin war es allerdings immer mal wieder etwas langweilig bzw. die Zeitsprünge haben mich so irritiert, dass ich der Geschichte nicht mehr richtig folgen konnte. So war es für mich kein Buch, das man in einem Rutsch einfach mal eben so durchlesen konnte.

3 von 5 Sterne von mir.

Vielen Dank an den Verlag und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 22.04.2019

Highlight

Gold und Schatten
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Klappentext:
Gerade erst nach Paris gezogen, verliebt sich die sechzehnjährige Livia Hals über Kopf in Maél. Seine Welt sind die düsteren Katakomben unter den Straßen der Stadt. Die beiden kommen sich ...

Klappentext:
Gerade erst nach Paris gezogen, verliebt sich die sechzehnjährige Livia Hals über Kopf in Maél. Seine Welt sind die düsteren Katakomben unter den Straßen der Stadt. Die beiden kommen sich schnell näher, doch der draufgängerischen Maél geht immer wieder auf Abstand. Was hat er zu verbergen? Und warum um alles in der Welt kann Livia plötzlich Botschaften hören, die Bäume und Pflanzen zuflüstern? Ist sie dabei, den Verstand zu verlieren? Als es Livia schließlich gelingt, die einzelnen Fäden miteinander zu verknüpfen, kann sie kaum glauben, welches Geheimnis sich ihr offenbart. Denn dass sie Maél kennengelernt hat, war alles andere als ein Zufall…

Cover:
Das Cover finde ich einfach nur wunderschön. Ich finde, es passt super zur Geschichte und sieht dabei elegant und geheimnisvoll aus.

Der Schreibstil:
Ich tue mich ja immer schwer damit einen Schreibstil zu beschreiben. Manchmal ist es nur ein Gefühl. Um herauszubekommen, wie das entsteht, müsste ich das Geschriebene wohl während des Lesens analysieren, was schlicht einfach nicht möglich ist. Jedenfalls nicht, wenn die Geschichte spannend ist:)
Fakt ist: Kira Licht schreibt mit unheimlich viel Herzenswärme. Ich habe mich beim Lesen rundum wohl gefühlt. Die Charaktere werden sehr sympathisch beschrieben und handeln auch so und gerade innerhalb dieser Götterthematik schafft sie es super, Moderne und Altes Griechenland miteinander zu verweben. Ich musste immer wieder schmunzeln, wenn ich bemerkt habe, dass ich etwas völlig Absurdes einfach so hingenommen habe, weil es in der Welt plötzlich so logisch schien;)

Die Charaktere:
Zunächst war ich etwas skeptisch was Livia betraf. Immerhin ist sie erst sechzehn und ich habe selbst gerade ein solches Exemplar zu Hause. Da sind die Gedanken manchmal nicht ganz so logisch. Livia aber ist eine der vernünftigen Sorte. Ich fand sie auf Anhieb sympathisch und konnte ihre Handlungen super nachvollziehen. Das „Junge“ kommt immer wieder durch und macht sie authentisch, ohne zu aufdringlich zu sein. So habe ich mich mit ihr sehr wohl gefühlt.
Maél (darf ich einmal betonen, wie toll ich diesen Namen finde <3) hat mein Herz sofort höher schlagen lassen. Ich kann Livia da total verstehen. Er sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch eine unheimlich gute Seele.
Zusammen sind die beiden für mich ein unschlagbares Team. Ihre Wortgefechte waren zum Dahinschmelzen und das Knistern zwischen ihnen wirkte so echt und wunderbar. Ich hatte echt nicht erwartet zwei so tolle Charaktere kennenzulernen.

Zur Geschichte allgemein:
Anfangs dachte man noch so: Oh, da kommt eine süße Liebesgeschichte auf einen zu. Fakt: Die bleibt auch, aber da ist noch viel viel mehr. Ganz langsam wird man als Leser in die Welt der Götter eingeführt. Alles ist magisch und teilweise sogar skurril, aber es wird alles langsam eingeführt, sodass man gut mitkommt. Die anfängliche Liebesgeschichte zwischen Maél und Livia oder viel mehr zweier Teenager entwickelt sich über einfache Teenagerprobleme zu einer Mission, die beide mit ihrer Leichtigkeit und viel Witz und Charme ausführen. Etwas befremdlich war es für mich, dass alle anderen ziemlich schnell in alles eingeweiht wurden und das Mythische so sehr schnell, sehr normal wurde. Dadurch blieb einem zwar viel Drama a la „ich lüge sie alle an“ erspart, gleichzeitig verlor es dadurch aber auch an Besonderheit und Ernsthaftigkeit.

Schön fand ich die vielen Ideen der Autorin die Götter in die menschliche Welt einzugliedern. Dabei wird immer wieder betont, was für eine gute Seele Livia hat. Ich bin gespannt, wie das sich mit ihr noch weiterentwickelt.
So war die Geschichte durchweg spannend, man hat den Charme Paris‘ spüren können und ich habe keine Stelle finden können, die mich gelangweilt oder enttäuscht hat.

Fazit:
Ich habe dieses Buch durchweg genossen. Es ließ sich super schnell und flüssig lesen. Die Welt der griechischen Götter war super in die spannende Handlung mit eingeflochten, die Charaktere sind sympathisch und haben Witz und Charme. Ich kann das Buch nur empfehlen und freue mich schon auf den nächsten Teil!

5 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 25.03.2019

Tom Sawyer und Huckleberry Finn

Wild Hearts - Kein Blick zurück
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Der Klappentext:
Sich auf die Liebe einzulassen ist wie sich seiner größten Angst zu stellen. Es tut weh. Du kannst alles verlieren. Aber wenn du mutig bist, alles gewinnen.

Ein alter Camper und ein Stück ...

Der Klappentext:
Sich auf die Liebe einzulassen ist wie sich seiner größten Angst zu stellen. Es tut weh. Du kannst alles verlieren. Aber wenn du mutig bist, alles gewinnen.

Ein alter Camper und ein Stück Land im Nirgendwo von Florida ist alles, was Sawyer Dixon nach dem Tod ihrer Mutter geblieben ist. Weit weg von ihrer Vergangenheit will sie einen Neuanfang wagen. Doch sie hat nicht mit ihrem neuen Nachbarn Finn gerechnet. Der missmutige (und furchtbar attraktive) Einzelgänger ist wenig begeistert davon, dass Sawyer vor seiner Haustür campt – und ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will!

Das Cover:
Wieder ein Cover, das nicht einfach so da steht, sondern mit der Geschichte in Verbindung gesetzt werden kann, was ich immer sehr schön finde. So sieht man ein Gewitter, die dunklen, aber auch hellen Wolken. Mit „wild“ würde ich das Bild beschreiben und so passt es ideal zum Titel und ist noch dazu wirklich schön.

Der Schreibstil:
Das Buch ließ sich super schnell und flüssig lesen. Ich war an die Seiten gefesselt und konnte gar nicht mehr aufhören. So mag ich es:)

Die Charaktere:
Alle Charaktere in diesem Buch habe ich sehr schnell lieb gewonnen. Das typische Kleinstadtfeeling hat dies vermutlich unterstützt. Sawyer fand ich wirklich toll. Ihre Reaktionen und ihr Verhalten war an ihre Vergangenheit angepasst und so hat sie mich immer wieder überrascht. An einigen Stellen hätte ich mir vielleicht gewünscht, dass ihr altes Leben und vor allem ihre Erziehung ihr noch ein bisschen mehr in die Quere kommt, aber letztlich kenne ich auch kein typisches Verhalten in solch einem Fall.
Finn fand ich recht einfach gestrickt, aber auch unheimlich sympathisch. Er passt sehr gut zu Sawyer und vereint eigentlich alle positiven Charakterzüge in sich, die man sich nur wünschen kann.
Auch die Nebencharakter haben mir gefallen. Josh als unkonventionelle Freundin, die so einen starken Charakter hat, dass sie Sawyer immer wieder unterstützen kann und Miller, der mich ein bisschen an meinen treudoofen Berner-Sennenhund erinnert hat.

Zur Geschichte allgemein:
Die Idee fand ich schonmal sehr gut und mega interessant. Solch ein Leben, wie Sawyer es geführt hat, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen und ich bin froh, dass die Autorin es nur anfangs kurz angeschnitten hat. Ich hätte allerdings gerne gleich noch mehr von der Mutter erfahren. Wie sie gestorben ist, wird zum Beispiel nicht gesagt.
Die Beschreibungen des kleinen Sumpfortes fand ich wunderbar und konnte mir Saywer dort sehr gut vorstellen. In der Beziehung zwischen ihr und Finn gibt es immer wieder kleine Wendungen, die aber letztlich nicht darüber hinweg täuschen können, dass die beiden wie füreinander geschaffen zu sein scheinen. So empfand ich ihre Geschichte als sehr natürlich und authentisch. Es ging zwar alles auch recht schnell, aber das wurde mit den richtigen Situationen und Gefühlen begründet und so habe ich mich einfach mitreißen lassen.
Etwas schade fand ich, dass die Geschichte an zwei Stellen tatsächlich schon in einer Nebenbemerkung einen Teil der Handlung vorweg nimmt. Ich habe nicht recht verstanden, ob das so soll, oder ob da in der zeitlichen Struktur einfach Fehler unterlaufen sind. Sie haben mich beim Lesen aber schon im gewissen Maße irritiert. Vor allem, weil ich dann noch geblättert habe, weil ich dachte, ich hätte etwas überlesen, was aber nicht der Fall war. Da es aber eher kleinere Dinge waren, ist es jetzt nicht weltbewegend entscheidend für den Verlauf der Geschichte.
Neben der Liebesgeschichte gibt es auch noch ein gesundes Maß an Nebenhandlung, die letztlich dazu beiträgt, dass ich mir Finn und Sawyer gut im Alltag vorstellen kann.
Zum Ende hin ging es mir dann vielleicht alles etwas zu schnell, vor allem, weil ich zuerst nicht verstanden habe, wie sie nun darauf kommt, dass Finn irgendwas verschweigt. Die Seiten schwanden in meinen Händen und ich dachte nur: „Wie soll das nun noch alles funktionieren?“. Es hat so halb funktioniert. Klar, es gibt noch einen weitern Band, der dann so einige offene Fragen beantworten wird. Mir schien es an einigen Stellen aber auch leicht, als seien Gespräche und Situationen abgewürgt geworden.

Fazit:
Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen. Hier und da gibt es ein paar Kleinigkeiten, die man vielleicht hätte perfektionieren können, dennoch bietet dieses Buch eine interessante und liebevolle Geschichte mit wunderbaren Charakteren und einem atmosphärischen Kleinstadtfeeling. Ich freue mich auf jeden Fall auf den nächsten Band.

4 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 20.03.2019

Viel Drama

Outliers - Gefährliche Bestimmung. Die Suche
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Inhalt:
Seit dem Tod ihrer Mutter zieht die 16-jährige Wylie sich immer mehr zurück. Erst ein Hilferuf ihrer verschwundenen Freundin Cassie lockt die menschenscheue Teenagerin aus der Reserve, denn sie ...

Inhalt:
Seit dem Tod ihrer Mutter zieht die 16-jährige Wylie sich immer mehr zurück. Erst ein Hilferuf ihrer verschwundenen Freundin Cassie lockt die menschenscheue Teenagerin aus der Reserve, denn sie spürt, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Und es folgen weitere rätselhafte Nachrichten. Was steckt hinter Cassies Verschwinden? Warum befindet sie sich irgendwo in den Wäldern Maines? Wylie nimmt all ihren Mut zusammen und begibt sich mit Cassies Freund, dem umschwärmten Bad Boy Jasper, auf die Suche. Doch damit geraten auch sie beide in größte Gefahr – vor allem, als Wylie eine Seite an sich entdeckt, von der sie bisher nichts geahnt hat …

Schreibstil:
Anfangs ging es eigentlich noch ganz gut, aber dann bin ich immer öfters gestolpert. Logikfehler, wenige räumliche Beschreibungen, sodass geradezu Sprünge in Zeit und Raum vorkamen, so zumindest wirkte es auf mich und zum Ende hin zog es sich dann auch unheimlich. Gerade das letzte Wort hat noch wieder Spannung hinein gebracht, aber man konnte sich ja eigentlich schon denken, dass es nicht so ist, wie es augenscheinlich wirkt.
Gut fand ich allerdings die Rückblicke, besonders zu Anfang. Dadurch, dass die Handlung nur über circa. 36 Stunden verläuft, hat man so doch noch einiges erfahren können.

Charaktere:
Zu Anfang war noch alles gut, aber dann ging es meiner Meinung nach mit den Charakteren bergab.
Wylie wird anfangs als psychisch labil beschrieben. Sobald aber das „Abenteuer“ anfing, geriet das eigentlich völlig in Vergessenheit. Ich hätte mir da schon noch mehr Auseinandersetzung gewünscht. Die Entwicklung war so natürlich super, aber eigentlich kam sie aus dem Nichts.
Cassie habe ich die ganze Geschichte über nicht zu fassen bekommen. Das mag zum größten Teil daran gelegen haben, dass die Rückblicke ihre Freundschaft mit Wylie nicht vollständig abzeichneten. Da hat eine Menge gefehlt und so war sie für mich eigentlich nur das Mädchen, das ihren Freund betrügt und Drogen nimmt und sowieso eigentlich jeden hintergeht.
Jasper fand ich als Einzigen richtig gut. Er ist im Laufe der Handlung zu einem tollen Charakter geworden und ich hoffe noch mehr von ihm zu lesen.
Alle anderen Figuren tauchten immer nur recht kurz auf, sodass ich sie gar nicht richtig greifen konnte. Was man sich beim Lesen dieses Buches vielleicht merken sollte: Keiner ist der, der er vorgibt zu sein. Das war mir aber leider hier schon zu viel. Ich hatte keine Konstante außer Wylie vielleicht, der ich trauen konnte. So hat mich die Geschichte oft nicht richtig gefangen nehmen können, weil ich irgendwann nur noch dachte: Der/Die treibt doch eh ein falsches Spiel.

Zur Geschichte allgemein:
Die ersten hundert Seiten ließen sich echt gut lesen. Es war einigermaßen spannend und auch noch irgendwie logisch. Danach ging es allerdings nicht so gut weiter, meiner Meinung nach. Es kamen immer mehr Logikfehler auf und alles geschah für mich völlig ohne Zusammenhang. Man konnte nichts voraussehen, was ja eigentlich gut ist, allerdings ist es hier so, dass es einfach übertrieben aneinandergehangen wirkt.
Irgendwann habe ich dann leider auch den Sinn der Geschichte nicht mehr so recht verstanden. Das mit den Outliers hätte ruhig etwas früher, etwas vertrauensvoller übermittelt werden können. So dachte ich immer nur: Okay, warum nochmal dieses riesen Drama? Und die Figuren haben es ja teilweise selbst auch nicht verstanden. Das wirkte für mich einfach alles so unecht, dass ich es nicht für voll nehmen konnte. Zumal die Begründungen immer sehr fadenscheinig waren.

Fazit:
Mir hat das Buch nur so mäßig gefallen. Es hatte viele Schwachstellen, kam für mich auch einfach zu spät auf den Punkt und zog sich zum Ende hin ziemlich. Da ich aber die ersten hundert Seiten wirklich interessant und spannend fand…

gibt es gerade noch so 3 von 5 Sterne von mir.

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Liebe Grüße