Raffiniertes Mordrätsel mit Schauerroman Flair- unbedingt lesen!
Missing Page - Tödliche WorteDie 17-jährige Toni nimmt am begehrten Schreib-Workshop des berühmten Schriftstellers R. E. Giffard teil - in seinem abgelegenen Haus in den schottischen Highlands. Dann DIE Überraschung: Aus dem Workshop ...
Die 17-jährige Toni nimmt am begehrten Schreib-Workshop des berühmten Schriftstellers R. E. Giffard teil - in seinem abgelegenen Haus in den schottischen Highlands. Dann DIE Überraschung: Aus dem Workshop wird ein Wettbewerb - das größte junge Talent bekommt nicht nur einen Verlagsvertrag und Preisgeld, es wird zudem zum alleinigen Erben in Mr. Giffards Testament ernannt.
Doch die Stimmung kippt schnell: Die Teilnehmenden werden im kalten, modrigen Ostflügel untergebracht. Das Wohnzimmer verfügt zwar über einen wärmenden Kamin, aber auch über jede Menge ausgestopfte Tiere. Ein Teilnehmer erzählt verstörende Spukgeschichten, die sich um das alte Herrenhaus ranken. Mr. Giffard entpuppt sich als Grobian, der Ehrgeiz durch Geringschätzung anzustacheln versucht. Eine dauerregenbedingte Überschwemmung schneidet das Anwesen von der Außenwelt ab. Beunruhigende Begebenheiten steigern sich zu echten Bedrohungen. Tonis Schlafstörungen führen zu verwirrenden Wahrnehmungen. Dann ein Mordopfer und Umstände, die keinen Sinn ergeben – was ist hier los?
Dieser aufregende Locked-Room-Krimi mit Agatha Christie Vibes hat mich sofort gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen: Der (teils humorvolle) Erzählstil voller lebendiger Eindrücke ließ die ereignisreiche Handlung wie einen Film vor meinem geistigen Auge ablaufen. Die interessanten Figuren und ihr Zusammenspiel haben mich bestens unterhalten. Das rätselhafte Geschehen sowie die Andeutungen geheimer Pläne und dunkler Geheimnisse ließen mich immer weiterblättern.
Neben Toni, die nicht nur wegen ihres Schlafwandelns einen spannenden persönlichen Hintergrund hat, nehmen der schokosüchtige Milo, der lustige George, der protzig Brady, die schüchterne Susmita und die taffe Nessa an dem Wettbewerb teil. Außer dem garstigen Gastgeber wohnen noch vier, teils undurchsichtige, Angestellte im Herrenhaus.
“Missing Page” hat mich restlos begeistert! Die greifbar beklemmende Atmosphäre, das gruselige Herrenhaus, Tonis Realitätsverlust, die schnitzeljagdmäßigen Ermittlungen, die faszinierenden schriftstellerischen Elemente, die ungemein clever eingebaut sind, der süße Humor, die mysteriöse, ausgeklügelte Handlung und die vielen gelungenen Wendungen haben mich vollends überzeugt! Unbedingt lesen!