Gelungener Debütroman vor der Kulisse Alaskas
Alaska Die Fährte der WölfeHelen reist kurz vor Weihnachten alleine nach Alaska um sich den eigenen Traum zu erfüllen, Alaska im Winter zu erleben. Ihr Freund bleibt daheim. Tief im Inneren wünscht sich Helen jedoch mehr als nur ...
Helen reist kurz vor Weihnachten alleine nach Alaska um sich den eigenen Traum zu erfüllen, Alaska im Winter zu erleben. Ihr Freund bleibt daheim. Tief im Inneren wünscht sich Helen jedoch mehr als nur das Wintergefühl: sie möchte ihre Vorstellungen vom Leben und Ansprüche daran finden und erhofft sich mit dieser Auszeit Klarheit. Im Hotel wird sie herzlich begrüßt und direkt gut aufgenommen. Mit der Angestellten Hilda unternimmt sie eine Hundeschlittenfahrt - was jedoch verbirgt Hilda für ein Geheimnis? Helen kommt während ihres Aufenthalts auch den Wölfen, die ungewöhnlich nahe an das Dorf kommen, gefährlich nahe.
Das Cover versprüht direkt ein Wintergefühl und ist toll gestaltet mit dem Hundeschlitten, der Landschaft und dem Wolf als zentralen Element. Das Büchlein ist mit knapp 140 Seiten recht dünn, man kann es gut an einem Nachmittag beenden. Meine Empfehlung ist, es im Winter zu lesen, während es draußen eisig kalt ist und man selbst zu Hause :)
Man ist direkt im Geschehen als Helen sich zunächst mit ihrer Freundin vor ihrem Abflug trifft. Der sehr bildhafte Schreibstil passt hervorragend zur Geschichte, man kann sich die Umgebung und Details sehr gut vorstellen. Gerade die Landschaft Alaskas bringt die Autorin hier gut zum Ausdruck. Ich hätte mir etwas mehr von Helens Gefühlswelt gewünscht, wie sie zu sich selbst findet, das kam mir persönlich an einigen Stellen zu kurz. Die Nebenfiguren werden toll gezeichnet, gerade die geheimnisvolle Hilda weckt das Interesse beim Lesen. Und natürlich dürfen auch die Huskys nicht unerwähnt bleiben, in die man sich bereits beim Lesen sofort verliebt.
Beim Lesen sind mir einige Rechtschreibfehler aufgefallen, im gedruckten Buch sind die Seitenzahlen zudem verschoben, was aber Kleinigkeiten sind, die beim Lesen nicht stören.
Mit ein paar mehr Seiten, mehr Beschreibungen und einen detaillierteren Einblick in Helens Gefühlswelt wäre der Roman für mich noch runder geworden. Ein toller Debütroman über Alaska, Geheimnisse und die Suche nach sich selbst.