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Veröffentlicht am 31.07.2025

Eine andere Sichtweise

Killer Potential
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"Killer Potential" von Hannah Deitch ist ein Thriller, aber mal etwas anders aufgebaut. Gerade das mochte ich hier ganz gerne.
Andererseits ist es auch ein Roadtrip, eine Flucht und Bonnie und Clyde-Geschichte. ...

"Killer Potential" von Hannah Deitch ist ein Thriller, aber mal etwas anders aufgebaut. Gerade das mochte ich hier ganz gerne.
Andererseits ist es auch ein Roadtrip, eine Flucht und Bonnie und Clyde-Geschichte. Ich fand es von Beginn an spannend, mit Längen im mittleren Teil.
Irgendwie befinden wir uns hier auch von Beginn an auf der Flucht, mit Evie Gordon, die die toten Eltern ihrer Schülerin im Garten findet. Nachdem sie dann eine gefangene Frau befreit hat, schlägt sie die Tochter, also ihre Schülerin nieder und flieht mit der unbekannten Frau.
So ist sie auf der Flucht und es dauert nicht lange, bis sich die Situation der beiden Frauen zuspitzt.
Interessant finde ich die Dynamik zwischen Evie und Jae, die sich anders entwickelt, als gedacht. Aber auch auf ihrer Flucht erleben die beiden Frauen noch so einige Abenteuer.
Die Geschichte ist teilweise langsam erzählt, ich mag das so, für manche Leser wird da die Action fehlen.
Mir gefällt der Schreibstil sehr, die Sprache ist teilweise ungewohnt modern gehalten. Ich mochte beide Protagonistinnen nicht und konnte die Handlungen oftmals nicht nachvollziehen. Trotzdem hat mich die Geschichte gepackt und gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Sehr lesenswert

Zwischen zwei Leben
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„Zwischen zwei Leben“ von Minna Rytisalo ist ein Roman, der nachhaltig wirkt. Im Mittelpunkt stehen Frauen, insbesondere Jenni Mäki, die als Jenny Hill ein neues Leben beginnt, nachdem sie ihren Mann verlässt. ...

„Zwischen zwei Leben“ von Minna Rytisalo ist ein Roman, der nachhaltig wirkt. Im Mittelpunkt stehen Frauen, insbesondere Jenni Mäki, die als Jenny Hill ein neues Leben beginnt, nachdem sie ihren Mann verlässt. Ihre Schwester, Tochter und weitere weibliche Bezugspersonen spielen ebenfalls eine Rolle. Besonders eindrücklich sind die fiktiven Briefe an Brigitte Macron – offen, selbstkritisch und zum Nachdenken anregend.
Auch die Ajatarras, weibliche Märchenfiguren wie Rapunzel oder Aschenputtel, kommen zu Wort. Ihre Erzählungen wurden im Laufe der Zeit verändert, oft zum Nachteil der weiblichen Perspektive. Jennis Reflexionen sind tiefgründig und nachvollziehbar, viele Gedankengänge überzeugen.
Die Themen sind vielfältig: Mutterschaft, Tochtersein, Wechseljahre und Ehe, Wandel und Kontinuität. Die Aufarbeitung ist meist feinsinnig, gelegentlich auch direkt. Ein Buch, das zwar vorrangig Frauen anspricht, aber geschlechterübergreifend lesenswert ist.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Für Fans der Originale

Die Auferstehung
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Von diesem Autor habe ich schon viele, wirklich toll Bücher gelesen und deshalb musste "Die Auferstehung" von Andreas Eschbach jetzt natürlich auch sein.
Es ist ein gutes Buch, ohne Frage, es ist spannend ...

Von diesem Autor habe ich schon viele, wirklich toll Bücher gelesen und deshalb musste "Die Auferstehung" von Andreas Eschbach jetzt natürlich auch sein.
Es ist ein gutes Buch, ohne Frage, es ist spannend und logisch aufgebaut, aber vielleicht fehlt mir hier so ein bisschen der Bezug zu den Figuren und Geschichten, auf die er hier aufbaut.
Die Protagonisten aus den „Die drei ???" sind nicht nur erwachsen geworden, sondern schon fast aus dem mittleren Alter heraus. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews haben sich nicht nur auseinander gelebt, nein sie hatten sich damals aufgrund eines bösen Unfalls getrennt und ihre Freundschaft beendet.
Die Geschichte, was damals geschehen war und wie sich die drei wieder aneinander annähern fand ich auch fast interessanter als den eigentlichen Kriminalfall.
Hierbei kommt eine Frau nach sieben Jahren aus dem brasilianischen Regenwald und behauptet, sie ist von den Toten auferstanden. Sie ist eine reiche Erbin und ihr Vater überglücklich. Aber nicht alles ist so logisch und nicht jeder kann die Geschichte so glauben, es entstehen Zweifel und Fragen.
Unsere drei Protagonisten ermitteln erst unabhängig voneinander, aus verschiedenen Gründen, ehe sie sich gemeinsam auf Spurensuche begeben.
Ich habe das Buch gerne gelesen, ein gemütlicher Krimi, der aber an meine Erwartungen nicht herankam.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Wunderbar geschrieben

Wohin du auch gehst
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"Wohin du auch gehst" von Christina Fonthes ist ein großartiger Roman, über mehrere Generationen, der beim Lesen in eine fremde Welt entführt und diese nahebringt.
Es werden die Leben von zwei Frauen aus ...

"Wohin du auch gehst" von Christina Fonthes ist ein großartiger Roman, über mehrere Generationen, der beim Lesen in eine fremde Welt entführt und diese nahebringt.
Es werden die Leben von zwei Frauen aus Kinshasa beleuchtet und erzählt. Über verschiedene Zeiten verweben sich die beiden Leben immer mehr, bis wir beim lesen begreifen, wie das alles zusammenhängt.
Mir machte es sehr viel Freude immer wieder ein Teil zusammensetzen zu können und die Lebenswege zu verfolgen.
Beide Frauen haben kein leichtes Leben, weil sie abseits der, ihnen vorgegebenen, Normen leben und ihr Glück suchen. In der Geschichte sind so viele Themen verpackt, es ist so eine wichtige Erzählung, um zu begreifen, was diese Frauen erleiden mussten und immer noch erleiden. Durch patriarchalische Strukturen und Machtmissbrauch über viele Ebenen, durch Vorurteile und Religionen, sogar durch die eigene Familie.
Der Roman liest sich flüssig, durch die abwechselnden Perspektiven von Mira und Bijoux bleibt es spannend und aufregend. Die Schilderungen gehen tief, die politischen Situationen werden mit berücksichtigt und die Orte wechseln oftmals. Ich habe viel über das Land und die Strukturen erfahren und das Leben der Frauen dort.
Die Schicksale der beiden sind tief verwoben, das ganze Ausmaß erkennt man erst gegen Ende. Am liebsten würde ich das Buch unter dieser Perspektive gleich noch einmal lesen.
Es ist einfach zu lesen, aber kein einfaches Buch. Es geht unter die Haut, die Protagonistinnen bleiben mir nah, sie wirken lebensecht und real. Ein Buch, an das ich noch lange denken werde, absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Spannung von Anfang an

Das heimliche Zimmer: Thriller
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"Das heimliche Zimmer" von Catherine Shepherd ist schon der 10. Band in der Reihe rund um Laura Kern. Ich habe nicht alle dieser Bücher gelesen und das muss man auch nicht, es ist ein abgeschlossener Fall, ...

"Das heimliche Zimmer" von Catherine Shepherd ist schon der 10. Band in der Reihe rund um Laura Kern. Ich habe nicht alle dieser Bücher gelesen und das muss man auch nicht, es ist ein abgeschlossener Fall, man benötigt keine Vorkenntnisse. Allerdings macht es auch sehr viel Sinn die Entwicklung der Ermittler chronologisch zu verfolgen.
Ein Jugendlicher wird ermordet aufgefunden, auf einem stillgelegten Bahnhof. Dort hat am Abend eine kleine, private Party stattgefunden. Zeugen lassen sich keine auftreiben, verdächtigt ist sehr schnell der gleichaltrige Leon.
Allerdings bleibt es hier nicht bei dem einen Mord und auch Leon hatte jedes Mal ein Motiv und auch die Gelegenheit. Doch Laura glaubt nicht an diese Auflösung des Falles und bleibt an den Ermittlungen und Spurensuche dran.
Das Buch war von der ersten Seite an spannend, man war gleich mitten im Geschehen. Es liest sich aufgrund der kurzen Kapitel mit vielen Perspektivwechseln schnell und flüssig. Der Schreibst ist gewohnt gut und beschreibend, ich kann mir alles gut vorstellen.
Ich habe mitgerätselt bei der Tätersuche und war dann von der Auflösung überrascht. Mir gefällt, dass sich alles logisch und schlüssig erklären lässt.
Eine Leseempfehlung für jeden Thriller-und Krimileser und auch für mich sicher nicht das letzte Buch der Autorin.

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