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Veröffentlicht am 04.01.2022

Geheimnisvolles Talberg

Talberg 1935
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"Talberg 1935" von Max Korn ist der vielversprechende Auftakt einer Trilogie. Die Handlung spielt im titelgebenden Ort Talberg, eine kleine Ortschaft im bayrischen Wald.
Der Holzturm auf dem Cover wurde ...

"Talberg 1935" von Max Korn ist der vielversprechende Auftakt einer Trilogie. Die Handlung spielt im titelgebenden Ort Talberg, eine kleine Ortschaft im bayrischen Wald.
Der Holzturm auf dem Cover wurde unter der Aufsicht vom Lehrer Steiner gebaut und nach einer stürmischen Nacht liegt er tot am Fuße desselben. Seine Frau Elisabeth fühlt sich bedroht vom eigenen Schwager Johannes und auch vom Schwiegervater, dem alten Steiner. Zur Aufklärung des Todesfall wird von diesem die Polizei benachrichtigt, die in Gestalt von Polizeimajor Karl Leiner vor Ort auftritt.
Die Geschichte, die sich hier abspielte breitet sich sehr langsam und in Bruchstücken vor uns aus. Nach und nach werden uns die einzelnen Beteiligten vorgestellt, auch in Rückblicken. Nach und nach bekommt man einen guten Überblick über das Dorf und seine Bewohner, bei den meisten ist es auch sehr schwierig, Sympathien aufzubauen.
Erzählt wird hier mit viel künstlerischer Finesse aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeiten. Das Tempo lässt uns Zeit, sich an Zeit und Ort zu gewöhnen. Es ist eine düstere Zeit, eine Zeit der Entbehrungen, der Verdächtigungen und des Mißgunstes. Diese ganze düstere Atmosphäre kommt hier wirklich sehr gut rüber, man hört fast den Wind in den hohen dunklen Tannen rauschen. Und nebenbei geht die Suche nach einem Täter weiter und die Verdächtigen werden nicht weniger. Ein wenig Aberglaube spielt auch mit hinein, das paßt sehr gut zur Zeit und Handlung.
Zum Ende hin kommt noch etwas Spannung auf, ansonsten war es eine eher ruhige, gut erzählte Geschichte, die sicher nicht jeder mag. Ich freue mich schon sehr auf die folgenden Bände.

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Veröffentlicht am 31.12.2021

Finale der Trilogie

Abgetrennt
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"Abgetrennt" von Michael Tsokos ist ein True-Crime:Thriller und der Abschluß der Paul-Herzfeld-Trilogie. Meine Empfehlung wäre es auch, die Teile über den sympathischen Rechtsmediziner in der richtigen ...

"Abgetrennt" von Michael Tsokos ist ein True-Crime:Thriller und der Abschluß der Paul-Herzfeld-Trilogie. Meine Empfehlung wäre es auch, die Teile über den sympathischen Rechtsmediziner in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da einem sonst einige Entwicklungen und Zusammenhänge entgehen.
Herzfeld ist nach den Anschlägen von Schneider so langsam wieder etwas zur Ruhe gekommen, seine Hochzeit ist in Planung und alles läuft sehr positiv. Die Meldung, dass in einem Institut mit Leichenteilen gearbeitet wird, klingt auch noch nicht allzu bedrohlich. Als er an einem dort beschlagnahmten Arm dann die Tätowierung wiedererkennt, wird die Lage schon angespannter.
Das Buch geht ganz gemächlich los und wer schon andere Bücher des Autors gelesen hat, kennt auch die Beschreibung echter Fälle und auch Obduktionen. Die Spannungskurve steigt in diesem Buch ganz allmählich an, bis sich wirklich alles zuspitzt und in einem fast filmreifen Showdown endet.
Der Schreibstil ist flüssig und gut, die vorgestellten Fälle interessant und spannend, mir war diese Geschichte ein wenig zu vorhersehbar und auch etwas zu kurz.

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Veröffentlicht am 29.12.2021

Düster und beklemmend

Der Sucher
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"Der Sucher" von Tana French ist ein spannender Roman mit einer ganz besonderen Atmosphäre.
Cal Hooper ist ein ehemaliger Cop aus Chicago, der nach etwas mehr Ruhe und Natur sucht und deshalb auswandert, ...

"Der Sucher" von Tana French ist ein spannender Roman mit einer ganz besonderen Atmosphäre.
Cal Hooper ist ein ehemaliger Cop aus Chicago, der nach etwas mehr Ruhe und Natur sucht und deshalb auswandert, nach Irland. Dort will er seinen zeitigen Ruhestand genießen. So ganz kann er seinen ehemaligen Beruf aber nicht abschütteln und wird deshalb alarmiert, als um ihn herum Grausamkeiten an Tieren geschehen. Und dann sieht er immer öfter ein Kind, welches ihn beobachtet. Ganz schnell ist er wieder in Ermittlungen verstrickt, die er nicht wollte.
Die Geschichte baut sich hier sehr, sehr langsam auf, man bekommt viel Zeit, um die Beschreibungen der Natur und vor allem auch des Protagonisten zu verinnerlichen. Die Charakterbeschreibungen sind auch die große Stärke dieses Buches, Cal fühlt sich an, als würde ich ihn persönlich kennen und auch die Dorfbewohner haben alle ihre Eigenheiten.
Es ist eine langsame, eine düstere Geschichte, wer lieber mehr Action und Spannung hat, für den ist dieses Buch nicht so ganz das richtige. Mir hat es in großen Teilen gefallen, aber in seiner Gesamtheit nicht überzeugt.

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Veröffentlicht am 28.12.2021

Magie auf Stein

Magische Lieblingssteine
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"Magische Lieblingssteine" von Christine Rechl ist ein Buch mit Anleitungen und Ideen rund um das Hobby Steine bemalen. Hauptsächlich geht es hier um Symbole, Krafttiere und Orakel, die in Gold, aber auch ...

"Magische Lieblingssteine" von Christine Rechl ist ein Buch mit Anleitungen und Ideen rund um das Hobby Steine bemalen. Hauptsächlich geht es hier um Symbole, Krafttiere und Orakel, die in Gold, aber auch in anderen Farben zu Stein gebracht werden.
Mir gefällt sehr, dass hier auch die Motivvorlagen enthalten sind, aber auch Anregungen, um selbst welche zu kreieren.
Im Buch fängt es auch schon mit dem sammeln der Steine an, vielleicht an besonderen Orten, um den Steinen zusätzliche Bedeutung zu geben. Dann wird erklärt, wie man den Stein betrachten kann, um zu sehen, was am besten dazu paßt. Als Grundlagen gibt es dann Hilfen zu den benötigten Materialien und Farben. Auch Techniken werden angesprochen, die ich sehr gerne noch etwas intensiver erklärt bekommen hätte.
Mir hat es hier auch besonders die Farbwahl angetan, die die Steine dann wirklich edel und geheimnisvoll, also magisch wirken läßt. Ich habe schon so einige Idden für nächste Projekte und bin dankbar für diese Anregungen.

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Veröffentlicht am 28.12.2021

Vielversprechender Anfang

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
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"Vergissmeinnicht" von Kerstin Gier ist der Auftakt einer fantastisch angehauchten Trilogie. Gleich zu Beginn stürzt Quinn bei einer Flucht vor ein Auto und landet schwer verletzt im Krankenhaus. Er überlebt, ...

"Vergissmeinnicht" von Kerstin Gier ist der Auftakt einer fantastisch angehauchten Trilogie. Gleich zu Beginn stürzt Quinn bei einer Flucht vor ein Auto und landet schwer verletzt im Krankenhaus. Er überlebt, ist aber erstmal an den Rollstuhl gefesselt. Matilda kümmert sich, nicht ganz uneigennützig, um ihn. Ganz so einfach kann man die Geschichte der beiden Jugendlichen natürlich nicht erzählen, denn da gibt es noch viel mehr. Quinn sieht Monster und kann manchmal extrem gut hören, es gibt sprechende Wasserspeier und lebende Elfen, die Blumen verkaufen und..... ja, auch davon gibt es noch sehr viel mehr.
Was mir an dieser Erzählung von Anfang an sehr gut gefallen hat, ist dieser spezielle Humor. Quinn und Matilda sind schon ganz normale Jugendliche, die auf ihr Aussehen achten und ihr Umfeld und wen sie peinlich finden, aber sie schaffen es auch, sich selbst nicht so ernst zu nehmen und können auch über ihre eigenen Fehler lachen.
Ansonsten gefällt mir die Welt, die hier entsteht, sehr gut, besonders, dass sie mit unserer so eng verzahnt ist, sich durchdringt. Für mich werden hier einige Klischees zu viel bedient, aber ich werde den nächsten Teil definitiv lesen, um zu erfahren, mit welcher Wendung die Geschichte noch zu überraschen mag.

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