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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2026

Happy End auf Japanisch

Küsse unter Sternschnuppen – Tokyo Dreaming
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Auch der zweite Band der Reihe besticht vor allem durch sein Lokalkolorit. Die Hintergrundinfos über Japan und sein Königshaus fand ich total interessant und haben es mir leicht gemacht, mich in Izumis ...

Auch der zweite Band der Reihe besticht vor allem durch sein Lokalkolorit. Die Hintergrundinfos über Japan und sein Königshaus fand ich total interessant und haben es mir leicht gemacht, mich in Izumis neue Welt hineinzuversetzen.

Die Handlung ist - wie auch schon in Band 1 - etwas kitschig und unrealistisch. Dennoch konnte ich mich diesmal irgendwie besser darauf einlassen, weil in Band 2 nicht alles so furchtbar schwarz-weiß ist, sondern auch mal Grautöne auftauchen, die der Geschichte eine gewisse Natürlichkeit verleihen. Izumi lernt zum Beispiel ihre Cousinen, die "Shining-Zwillinge", die im ersten Band die Rolle der Antagonisten in ihrer heilen Prinzessinnen-Welt eingenommen haben, besser kennen und stellt fest, dass die zwei gar nicht so böse sind, wie sie bisher angenommen hatte. Und auch die Liebesgeschichte ihrer Eltern weicht vom vorgezeichneten Weg ab und macht einen kleinen, unerwarteten, aber nicht unwillkommenen Schlenker. Und Izumi selbst? In Band 1 hatte sie ihr Herz ja an Akio verloren. Dieser spielt in Band 2 nun weitestgehend keine Rolle mehr, sondern wird durch den reichen Reederssohn Eriku ersetzt. Doch auch hier ist nicht alles so, wie es anfangs scheint, und die Geschichte hält auch in diesem Punkt noch die ein oder andere Überraschung für die Leser bereit...

Gut gefallen hat mir in diesem Buch Izumis Charakterentwicklung. Zum einen lernt sie immer besser, sich in ihrem neuen Umfeld zurechtzufinden. Zum anderen besinnt sie sich jedoch auch darauf zurück, dass sie auch eine eigene Stimme und eigene Wünsche hat, die sie nicht länger zum Wohle anderer verleugnen möchte.
Ganz zauberhaft fand ich auch ihre Beziehung zu Mutter Hanako - man merkt, dass die beiden den Großteil ihres Lebens zu zweit verbracht haben und dadurch zu einem richtigen Team zusammengewachsen sind.

Mein Fazit: Band 2 hat mir besser gefallen als Band 1. Eine moderne Cinderella-Story für Jugendliche, die einen zauberhaften Eindruck von Japan vermittelt und mit einer taffen jungen Frau als Protagonistin aufwartet. Hierfür gibts von mir 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Über den Wolken...

Under The Same Stars
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Die Geschichte von Jamie und Robin fand ich sehr berührend. Ich konnte mit beiden wunderbar mitfühlen, mitleiden und mitlieben. Besonders gut gefallen hat mir die Idee mit dem "No Questions Asked" - ein ...

Die Geschichte von Jamie und Robin fand ich sehr berührend. Ich konnte mit beiden wunderbar mitfühlen, mitleiden und mitlieben. Besonders gut gefallen hat mir die Idee mit dem "No Questions Asked" - ein Spiel, bei dem der eine immer genau das tun muss, was der jeweils andere anschafft, ohne zu hinterfragen. Auf diese Weise lernte Robin, weniger Wert auf die Meinung anderer und mehr Wert auf ihre eigene Meinung zu legen, während Jamie nach einem harten Schicksalsschlag wieder daran erinnert wurde, dass auch er Glück im Leben verdient hat.

Das Setting am NASA-College in Verbindung mit den Flugstunden war für mich etwas total Neues, Innovatives. Fand ich super interessant und als Basis für die Geschichte eine ganz wunderbare Idee. Die Liebesgeschichte zwischen Robin und Jamie entwickelte sich in einer angenehmen Geschwindigkeit und zauberte mir immer mal wieder Schmetterlinge in den Bauch. Die Chemie zwischen den beiden war mit Händen greifbar, jedes kleine Fortschrittchen absolut herzerwärmend. Der Plottwist war in den Grundzügen vorhersehbar, war aber wirklich gut umgesetzt und sinnvoll in die Geschichte eingebaut.

Für die perfekten 5 Sternen hätte ich mir ein wenig mehr Subtilität gewünscht. So hinterlässt das Buch nun bei mir den Eindruck, dass manche Lehren mit der Holzhammermethode vermittelt wurden.

Mein Fazit: Ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen an alle, die gerne New Adult lesen. Den Schreibstil fand ich total angenehm - ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, noch mehr Bücher von Leandra Seyfried zu lesen.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Cinderella meets Bodyguard

Küsse unter Kirschblüten – Tokyo Ever After
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Der Plot ist schnell erzählt: Izumi wächst bei ihrer Mutter in den USA auf. Durch einen Zufall erfährt sie, dass sie die uneheliche Tochter des japanischen Kronprinzen ist. Kurzerhand reist sie nach Japan ...

Der Plot ist schnell erzählt: Izumi wächst bei ihrer Mutter in den USA auf. Durch einen Zufall erfährt sie, dass sie die uneheliche Tochter des japanischen Kronprinzen ist. Kurzerhand reist sie nach Japan um ihn kennenzulernen, wo sie nicht nur auf ihren Vater, sondern auch auf den unendlich heißen Bodyguard Akio trifft. Die beiden verlieben sich in einander und alles könnte so schön sein - wenn da nur nicht die Klatschpresse wäre, die ihr Glück zu zerstören droht...

So weit, so gut. Die Idee der Geschichte fand ich ganz zauberhaft, eigentlich eine klassische Cinderella-Story, da Izumi arg mit den für sie neuen Regeln als Prinzessin zu kämpfen hat. Gut gefallen hat mir auch das Setting und dass man in der Geschichte viele Hintergründe über Japan und die dort herrschende Monarchie erhält. Für Izzy stellt dies natürlich den totalen Culture Clash dar - raus aus dem chilligen Mount Shasta, hinein in das steife und traditionsbewusste Leben des japanischen Adels.

An diesem Punkt wurde es nun allerdings schwierig für mich. Das japanische Königshaus war für meinen Geschmack viel zu schnell bereit, die neue Prinzessin in ihren Reihen aufzunehmen und sie sofort zur perfekten Adeligen zu trimmen. Und auch Izumi lässt das alles ohne großes Hinterfragen mit sich geschehen. Realistisch? Nö, nicht im geringsten. Dafür aber eine nette Unterhaltung für zwischendrin.

Die Liebesgeschichte zwischen Izumi und ihrem Bodyguard Akio war ganz zart und unschuldig und somit der Altersstufe des Ziel-Lesergruppe mehr als angemessen. Schön fand ich die Idee mit den Liebesbriefchen, die das Ganze für mich etwas greifbarer gemacht haben.

Mein Fazit: Die Geschichte ist wirklich für eine ganz junge Leserschaft geschrieben. Für meinen eigenen Geschmack war vieles zu unrealistisch und auch zu klischeebeladen. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen, als seichte Unterhaltung zwischendrin. Die Japan-Vibes haben mir jedenfalls gut gefallen.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Kurzweilige Unterhaltung für Teenie-Eltern

Das Pubertier
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"Das Pubertier" ist kein Hörbuch im klassischen Sinne - vielmehr handelt es sich um den Mitschnitt einer Lesung von Jan Weiler, in der er seine Anekdoten über den Journalisten Hannes und seine Teenager-Tochter ...

"Das Pubertier" ist kein Hörbuch im klassischen Sinne - vielmehr handelt es sich um den Mitschnitt einer Lesung von Jan Weiler, in der er seine Anekdoten über den Journalisten Hannes und seine Teenager-Tochter Carla zum Besten gibt. Der geneigte Hörer wird sich sicherlich in der ein oder anderen Szene wiederfinden - auf äußerst humorvolle Weise beschreibt Papa Hannes, wie sein Alltag mit Neu-Pubertier Carla aussieht. Angefangen beim Thema Schule über das Schlafverhalten bis hin zu Party und Freundschaft seziert er das Verhalten seiner Tochter und erinnert dabei des Öfteren an einen verrückten Wissenschaftler, der eine neue Spezies entdeckt und erforscht.
Sicherlich, das Hörbuch ist gespickt voll mit Klischees - doch ein Körnchen Wahrheit ist sicherlich auch enthalten.

Mein Fazit: Ein äußerst kurzweiliges Hörbuch, das vor allem Eltern eines eigenen Pubertiers oft zum Lachen bringen wird. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und vergebe gerne 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 27.12.2025

Lesehighlight 2025

People Pleaser
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Nach dem Culture Clash in "Kanak Kids" setzt sich Anna Dimitrova in "People Pleaser" nun mit psychischen Themen auseinander, die die Kids in Trudering in ihrer Story beschäftigen. Während Protagonistin ...

Nach dem Culture Clash in "Kanak Kids" setzt sich Anna Dimitrova in "People Pleaser" nun mit psychischen Themen auseinander, die die Kids in Trudering in ihrer Story beschäftigen. Während Protagonistin Nina die titelgebende People Pleaserin ist, haben ihre Freunde Teo, Aleks und Finn mit Essstörungen, toxischer Männlichkeit, Leistungsdruck und mangelndem Selbstwertgefühl zu kämpfen. Wer jetzt denkt, dass das ganz schön viele Themen für nur einen Roman sind, der sei versichert, dass die Autorin alle Aspekte gut durchdacht untergebracht hat und man zu keiner Zeit das Gefühl hat, dass die Story überladen wäre. Vielmehr entsteht dadurch der Eindruck, dass jeder Jugendliche eben sein Päckchen zu tragen hat - das macht die Geschichte für mich sehr realitätsnah.

Besonders gelungen fand ich, wie subtil der Leser zusammen mit Nina zu der Erkenntnis hingeführt wird, dass nicht nur ihre Freunde Unterstützung benötigen, sondern in erster Linie auch sie selbst. Unsere Protagonistin hat von Kindesbeinen an gelernt, dass ihr Wert sich daran bemisst, wie vielen Leuten sie hilft. Doch was bleibt am Ende übrig, wenn man über dieses Konstrukt hinausschaut? Oder anders gefragt: Welche Daseinsberechtigung hat jemand, der nicht sein ganzes Leben nach allen anderen ausrichtet? Ein mega wichtiges Thema, das ich in dieser Form bisher noch nirgends verschriftlicht gefunden habe.

Anna Dimitrova verwendet in ihrem Buch viel Jugendsprache und trifft damit genau den Nerv den Zeit. Als Erwachsene musste ich an der ein oder anderen Stelle ein wenig schlucken, aber Fakt ist, dass viele der Gespräche vermutlich genau so auf jedem Schulhof der Republik täglich geführt werden. Die Geschichte ist in jedem Fall sehr unterhaltsam geschrieben, ohne dabei an Tiefgang einzubüßen.

Mein Fazit: Für mich eines meiner Lesehighlights 2025 und ein sehr gelungener Jugendroman. Ich hab mich total über das Wiedersehen mit Dessi und ihren Freunden gefreut und würde gerne noch weitere Geschichte über die Münchner Kids freuen. Große Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.