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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2026

Beim Eberhofer schlägts 13!

Apfelstrudel-Alibi
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Auch im inzwischen dreizehnten Band werden die Geschichten vom Eberhofer und seinem Kompagnon Rudi nicht langweilig. Diesmal begleiten wir den Franz nach Südtirol, wo er sein feines Näschen in den Todes-"Fall" ...

Auch im inzwischen dreizehnten Band werden die Geschichten vom Eberhofer und seinem Kompagnon Rudi nicht langweilig. Diesmal begleiten wir den Franz nach Südtirol, wo er sein feines Näschen in den Todes-"Fall" von Richter Moratscheks Patentochter stecken soll. Der Rudi wird einstweilen mit dem alten Admiral vom Papa auf dem Campingplatz geparkt, auf dem der Richter den Mörder vermutet - und wie soll es auch anders sein: Chaos ist wie immer vorprogrammiert.

Für mich war Band 13 wieder mal einer der besseren Fälle, ich hab viel gelacht und mich beim Lesen gut amüsiert. Gut, die Kriminalgeschichte war jetzt nicht besonders spannungsgeladen, dafür war das Drumherum mal wieder sehr lesenswert.

Liebe Rita Falk, falls es noch einen vierzehnte Band geben sollte, wünsche ich mir, dass die Susi sich mal wieder von einer etwas liebenswerteren Seite zeigt. Die ging mir nämlich in Band 13 gewaltig auf den Zeiger. Und ich hoffe, dass du das Ableben der Oma wenigstens schön verpackst, wenn's denn schon sein muss. Lieben Dank und schöne Grüße aus der niederbayerischen Heimat.

Mein Fazit: Unbedingt lesen! Gerne im Urlaub in Südtirol oder auf dem heimischen Campingplatz...

Veröffentlicht am 22.02.2026

Enttäuschend

The Long Game – Die große Liebe sucht man nicht, sie findet einen
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"The Long Game" war mein drittes Buch von Elena Armas und ich muss sagen, dass unsere gemeinsame Lesereise bisher einer ziemlichen Achterbahnfahrt glich. "Spanish Love Deception" ließ mich ein wenig zwiegespalten ...

"The Long Game" war mein drittes Buch von Elena Armas und ich muss sagen, dass unsere gemeinsame Lesereise bisher einer ziemlichen Achterbahnfahrt glich. "Spanish Love Deception" ließ mich ein wenig zwiegespalten zurück, während mir "The American Roommate Experiment" recht gut gefiel. "The Long Game" wiederum war seit langem wieder einmal ein Buch, bei dem ich des Öfteren überlegt habe, ob ich es abbrechen soll - und ich breche eigentlich nie Bücher ab...

Die Handlung konnte mich überhaupt nicht mitnehmen, das Buch war phasenweise richtiggehend langweilig. Die Protagonisten empfand ich nicht als unsympathisch, aber ich habe mich auch nicht mit ihnen anfreunden können - irgendwie sind Adalyn und Cameron total neutral und blass geblieben und ich habe ihr Handeln und Tun oft nicht verstanden. Cameron hätte auf seine bärbeißige Art recht heiß sein können, aber er hat diesen Eindruck mit seinem ständigen Mansplaining und seinem überbordenden Beschützerkomplex komplett kaputt gemacht. Auch hätte ich mir von dem Roman mehr Tiefe gewünscht - die Themen, die im Leben von Adalyn und Cam unterschwellig so große Rollen spielen, wurden quasi im Epilog in einem Nebensatz abgehandelt, während sich die Handlung nur mit Oberflächlichkeiten beschäftigte.

Ich war nahe dran, nur einen Stern zu vergeben, habe mich aber für einen zweiten Stern entschieden, den ich mit dem humorvollen Setting rechtfertige. Die Szenen mit den Warriors waren absolut herzerwärmend und meine absoluten Highlights in diesem ansonsten recht zähen Liebesroman.

Mein Fazit: Keine Weiterempfehlung von mir, aber Bücher sind wie immer Geschmackssache. In Armas neuestem Buch "The Fiancé Dilemma" geht es um Adalyns besten Freund Matthew, den ich in diesem Roman recht erfrischend fand, deshalb werde ich dem Buch wohl noch eine Chance geben.

Veröffentlicht am 18.02.2026

Tolle Kombi von Witz und Gefühl - ein wundervoller Roman!

The American Roommate Experiment – Die große Liebe findet Platz in der kleinsten Wohnung
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Elena Armas zweiter Liebesroman hat mir deutlich besser gefallen als der erste. Rosie und Lucas begegnen sich auf Augenhöhe und lassen dabei kräftig die Funken sprühen.

Die Geschichte ist abwechselnd ...

Elena Armas zweiter Liebesroman hat mir deutlich besser gefallen als der erste. Rosie und Lucas begegnen sich auf Augenhöhe und lassen dabei kräftig die Funken sprühen.

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Perspektive eines der Protagonisten erzählt, was dem Leser immer einen guten Einblick ins Gefühlsleben unseres Pärchens beschert. Wie auch schon in Linas und Aarons Fall, ist auch die Lovestory von Rosie und Lucas wieder schön langsam angelegt, nur um am Ende dann umso fulminanter und sinnlicher zu werden. Lucas war mir manchmal etwas zu soft, ein paar Ecken und Kanten hätten ihm nicht geschadet. Rosie scheint mir tatsächlich ein wenig autobiografisch angelegt zu sein. Zumindest lässt die Danksagung darauf schließen... Sie mochte ich als Person sehr gerne, ich fand sie stark, loyal und liebenswert.

Wenn ich etwas bemängeln müsste, wäre das der Schluss, der mir nach der charmanten und mitreißenden Handlung ein wenig erzwungen vorkam. Und zum anderen (möglicherweise ein Problem der Übersetzung) die vielen Wiederholungen, teilweise sogar zwischen den beiden Büchern. Man müsste zum Beispiel einmal zählen, wie oft der Ausruf "Himmel!" in Aarons und Lucas Sprachgebrauch vorkommt...

Mein Fazit: ein ganz wunderbarer, leichter und moderner Liebesroman mit leichten Mängeln. Buch Nummer 3 steht schon in den Startlöchern...

Veröffentlicht am 14.02.2026

Die spanische Jungfrau in Nöten und ihr wortkarger Ritter in glänzender Rüstung

Spanish Love Deception – Manchmal führt die halbe Wahrheit zur ganz großen Liebe
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Elena Armas Debütroman war auch mein erster Roman der Autorin. Ich will ehrlich sein: Bis ungefähr zur Hälfte war ich schon einige Male nah dran, das Buch abzubrechen. Zu sehr war ich frustriert von der ...

Elena Armas Debütroman war auch mein erster Roman der Autorin. Ich will ehrlich sein: Bis ungefähr zur Hälfte war ich schon einige Male nah dran, das Buch abzubrechen. Zu sehr war ich frustriert von der ständigen Hilfsbedürftigkeit der tollpatschigen und gefühlsgesteuerten Protagonistin Lina und zu sehr war ich genervt von diesen ständigen genervten Seufzern des männlichen Protagonisten Aaron, der offenbar keine Lust hatte, Lina ständig aus der Patsche zu helfen, aber es wohl trotzdem immer wieder tun musste. Zu diesem Zeitpunkt ahnte der geneigte Leser bereits, dass Aaron tiefe Gefühle für Lina hegt, konnte sich aber mitnichten erklären, wo diese wohl herkommen, nachdem er eigentlich die ganze Zeit nur angenervt von ihr zu sein schien.

Die Story gewann für mich in dem Moment an Qualität, in dem die beiden amerikanischen Boden verlassen und sich die Geschichte nach Spanien verlagert. Die Non-Kommunikation der beiden ist nach wie vor frappierend, doch durch die Interaktion mit der restlichen spanischen Verwandtschaft entdeckt man an beiden plötzlich äußerst liebenswerte Facetten. Vor allem Aaron entpuppt sich nach und nach als totaler Bilderbuch-Boyfriend, der es mit seinem Charme schafft, sogar die Abuela um den gut durchtrainierten Finger zu wickeln.

Die Autorin hat den Ruf, eine Queen des Slow Burn zu sein. Ja, das kann ich so nur unterschreiben. Die Lovestory entwickelt sich in der Tat richtig langsam, was für mich aber ein großes Plus an diesem Buch war. Die Geschichte wird zum Ende hin sogar noch richtig spicy, aber auf eine gute und gefühlvolle Art.

Mein Fazit: Ich kann den Hype um dieses Buch nur bedingt nachvollziehen - Lina wird leider von Anfang an viel zu sehr in das Klischee der hilflosen, tollpatschigen und gerne hysterischen Frau hineingepresst, das bei mir immer ein echt schlechtes Gefühl auslöst. Zum Ende hin hat mir die Geschichte dann aber richtig gut gefallen, so dass ich noch 3 von 5 Sternen vergeben kann. Der Folgeband steht schon in den Startlöchern...

Veröffentlicht am 08.02.2026

Ankunft des Monarchfalters

Trag das Feuer weiter
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"Trag das Feuer weiter" ist der Abschlussband einer Trilogie von Leila Slimani. Das Buch lässt sich eigenständig lesen, aber um das große Ganze zu verstehen, wäre Vorwissen vermutlich gut. Slimani beschreibt ...

"Trag das Feuer weiter" ist der Abschlussband einer Trilogie von Leila Slimani. Das Buch lässt sich eigenständig lesen, aber um das große Ganze zu verstehen, wäre Vorwissen vermutlich gut. Slimani beschreibt in ihrer Buchreihe starke Frauen, drei Generationen einer Familie, die gegen viele Widerstände zu kämpfen haben, um sich am Ende ihren Traum zu verwirklichen. In Falle der Protagonistin Mia ist dies die Schriftstellerei - nach Oma Mathilde und Papa Mehdi ist sie bereits die dritte Daoud, die diesen Traum hegt, und diejenige, die ihn nun endlich wahr werden lassen kann. Der Monarchfalter ist angekommen.

Die Geschichte erzählt von Mia, die in den 80er-Jahren in Marokko aufwächst und erst durch ihren Weggang nach Frankreich erfährt, wie sich Freiheit anfühlt. Endlich kann sie ihre Homosexualität offen leben, ohne komisch angesehen zu werden. Und endlich ist sie unter jungen Menschen, die sie verstehen und schätzen, wie sie ist. Ähnliches erlebt auch ihre Schwester Inés, die von Geburt an auf ihr hübsches Aussehen reduziert wird, sich später mit Lügengebilden in den Mittelpunkt spielen muss und die Schwierigkeiten hat, ihre stark ausgeprägte Sexualität in Marokko auszuleben.

Neben der persönlichen Ebene gibt es viele Hinweise auf die politische Lage im Land und die spezielle Situation der Familie Daoud, die grundsätzlich eine eher liberale Einstellung vertritt. Die Daouds wohnen im Ambassadors, dem Viertel, das der gehobenen Schicht zugeordnet ist und in dem die Kinder in die französische Schule gehen. Ein Culture Clash innerhalb des eigenen Landes… Gerade Vater Mehdi erlebt, in welch widersprüchlicher Gesellschaft sie leben und wie schnell das mühsam errichtete Kartenhaus ohne eigenes Zutun zusammenfallen kann.

Der Roman ist sehr facettenreich geschrieben, es gibt Wechsel in der Zeitebene, in den Orten ebenso wie in der Erzählperspektive. Die Sprache schönt nichts – gerade in den ersten Kapiteln, die Mias Kindheit und Jugend wiedergeben, ist der Ton derbe und die Handlung oft schockierend. Doch genau so soll es sein, denn genau daran erinnert sich Mia, als sie sich als Erwachsene zu Heilungszwecken zu Besuch in Marokkko aufhält und dort in ihre Familiengeschichte eintaucht.

Mein Fazit: Ich habe die ersten beiden Bände nicht gelesen, konnte dem Roman aber dennoch gut folgen. Schriftstellerische eine großartige Leistung, die zum Nachdenken anregt und Lust auf mehr macht…