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Veröffentlicht am 17.01.2020

Eine wunderschöne Novelle

The Ivy Years - Was wir uns bedeuten
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„Was wir uns bedeuten“ ist eine Novelle aus der The Ivy Years-Reihe von Sarina Bowen. Chronologisch gesehen ist sie zwischen Band 2 und 3 angesiedelt. Die einzelnen Bände der Reihe können prinzipiell unabhängig ...

„Was wir uns bedeuten“ ist eine Novelle aus der The Ivy Years-Reihe von Sarina Bowen. Chronologisch gesehen ist sie zwischen Band 2 und 3 angesiedelt. Die einzelnen Bände der Reihe können prinzipiell unabhängig voneinander gelesen werden. Allerdings habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass es schöner ist, die Bände der Reihe nach zu lesen, da die Figuren teilweise schon vorab vorgestellt werden.
Sarina Bowen bleibt in „Was wir uns bedeuten“ ihrem Stil und dem Stil der The Ivy Years-Reihe treu. Die Novelle ist super zu lesen, eine richtig schöne kleine Geschichte, die man an einem Abend abschließen kann. Andrew fand ich sehr liebenswert und bei Katie hat man im Laufe des Buches richtig gemerkt, wie sie reift und ihre oberflächliche Haltung ablegt. Besonders gefallen hat mir die Aktion mit dem Tier-Spiel, mit der Andrew Katie geholfen hat, ihre Angst vor dem Zusammentreffen mit der Studentenverbindung zu vergessen. Stell ich mir sehr lustig vor.
Alles in allem wieder ein gelungenes Werk von Sarina Bowen – 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.01.2020

Rockstar-Romanze, bei der der Rockstar eher schlecht abschneidet

Faded - Dieser eine Moment
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„Faded – Dieser eine Moment“ ist der erste Teil der „Faded“-Dilogie von Julie Johnson. Teil zwei erscheint im März 2020 und knüpft direkt an Teil eins an. Zugegeben: Ich habe ein bisschen gebraucht, um ...

„Faded – Dieser eine Moment“ ist der erste Teil der „Faded“-Dilogie von Julie Johnson. Teil zwei erscheint im März 2020 und knüpft direkt an Teil eins an. Zugegeben: Ich habe ein bisschen gebraucht, um mit dem Roman warm zu werden.

Das Setting ist absolut zauberhaft – Nashville kommt total mystisch rüber und man kann sich richtig vorstellen, wie in dieser Stadt die musikalischen Träume des einen zerplatzen, während der andere als Star der Countryszene hervorgeht. Felicity landet in Nashville auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit und schlägt sich dort tapfer und ohne zu meckern als Kellnerin durch. Sie war mir von Anfang an sympathisch und ich habe mich ehrlich gefreut, dass sie in ihrer Kollegin Carly so eine liebe Freundin gefunden hat.

Zu Ryder hingegen habe ich überhaupt keinen Zugang gefunden. Sein großer Traum, auf den er auch furchtbar fixiert ist, ist, ein Star zu werden, um Nashville endlich den Rücken kehren zu können. Im Laufe des Buches entwickelte Ryder sich für mich zum tragischen Anti-Helden – ein melancholisches Ende ist somit für Teil eins der Dilogie vorprogrammiert.

Was mich am meisten gestört hat, ist die Entwicklung der beiden in der ersten Hälfte des Buches. Es geschieht alles sehr sprunghaft, man kann gar nicht nachvollziehen, wo da auf einmal die Gefühle herkommen. Entsprechend übereilt erscheinen auch manche Entscheidungen. Gerade Felicity, die eigentlich ein eher vorsichtiger Mensch ist, schmeißt ohne großes Zögern ihre Überzeugungen über Bord.

Im letzten Drittel hat sich das wieder ein bisschen relativiert. Die Rahmenhandlung gewann zunehmend an Bedeutung und die Charaktere und ihre Handlungen wurden zunehmend klarer. Das Ende war zwar nach einer gewissen Zeit vorhersehbar, aber trotzdem packend beschrieben. Ich werde Teil zwei deshalb auf jeden Fall noch lesen – will ja schließlich wissen, wie es weiter geht.

Mein Fazit: 3 von 5 Sternen. Ich hoffe, dass mich Teil zwei gleich von Anfang an so richtig mitnehmen kann.

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Veröffentlicht am 28.12.2019

Leider nicht so überragend wie Band 1

Verliere mich. Nicht.
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„Verliere mich. Nicht.“ ist der zweite Band der Berühre mich nicht-Dilogie von Laura Kneidl.

Den ersten Band habe ich regelrecht verschlungen – bei Band zwei wurde die Angelegenheit leider ein bisschen ...

„Verliere mich. Nicht.“ ist der zweite Band der Berühre mich nicht-Dilogie von Laura Kneidl.

Den ersten Band habe ich regelrecht verschlungen – bei Band zwei wurde die Angelegenheit leider ein bisschen zäh… Gerade die erste Hälfte des Buches zog sich für mich wie Gummi, es gab einige unnötige Wiederholungen sowie den ein oder anderen Fremdschäm-Moment und die Handlungen der Protagonisten waren zum Teil absolut nicht nachvollziehbar. Alles in allem hätte man die ca. 930 Seiten der beiden Bücher um ein Drittel zusammenkürzen können – das hätte der Geschichte vielleicht ein bisschen mehr Pep gegeben.

Im letzten Drittel des Buches ging mir dann dafür alles ein bisschen zu schnell und reibungslos. Das Thema mit Sages Stiefvater wurde ja bis zur Klimax schon über etliche Dutzend Kapitel aufgebaut und der Name „Alan“ hing ständig wie ein Damoklesschwert über der Geschichte. Am Ende war die Sache dann innerhalb von ein paar Seiten erledigt – und wie immer wäre es alles ganz einfach gewesen, hätte man bereits zu einem früheren Zeitpunkt den Mund aufgemacht… In die gleiche Kategorie werfe ich auch Sages Entjungferung – das war irgendwie nicht stimmig, vor allem Lucas Verhalten fand ich unpassend.

Zu den Charakteren: Luca ist und bleibt mein Liebling der Geschichte. Sage hat für mich im zweiten Teil leider einige Sympathien eingebüßt, da sie an manchen Stellen dermaßen naiv rüberkommt. Dennoch empfand ich Sage und Luca immer noch als tolles Paar, sogar in den Momenten, in denen sie eigentlich gar nicht zusammen waren. Schade fand ich auch, dass manche Themen aus dem Freundeskreis so angerissen wurden, ohne sie am Ende zu einer Auflösung zu bringen. Es hätte mich brennend interessiert, ob meine Vermutung bzgl. April’s Erstem Mal richtig war. Und was denn nun aus Connor und Aaron geworden ist.

Mein Fazit: Leider nur 3,5 von 5 Sternen. Ich bin mit wirklich großen Erwartungen an Band zwei rangegangen – vielleicht war das der Fehler…

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Veröffentlicht am 28.12.2019

New Adult par excellence

Berühre mich. Nicht.
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„Berühre mich. Nicht.“ ist der erste Band der Berühre mich nicht-Dilogie von Laura Kneidl.

Selten habe ich knapp 500 Seiten in so kurzer Zeit verschlungen wie in diesem Fall. Die Geschichte von Sage und ...

„Berühre mich. Nicht.“ ist der erste Band der Berühre mich nicht-Dilogie von Laura Kneidl.

Selten habe ich knapp 500 Seiten in so kurzer Zeit verschlungen wie in diesem Fall. Die Geschichte von Sage und Luca hat mich von der ersten Sekunde dermaßen in Bann gezogen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Luca ist für mich der Inbegriff eines Book-Boyfriends – ein toller Typ, sowohl optisch, als auch charakterlich. Verständnisvoll, hilfsbereit und höllisch heißt… Was mich vor allem total begeistert hat, sind die kleinen Schritte, die Sage und Luca miteinander machen, die kleinen Berührungen, die kleinen Fortschritte – alles andere wäre im Zusammenhang mit Sages Angststörung total unpassend gewesen. Und was mal wieder ganz klar geworden ist in diesem Buch: Es braucht keine überladenen Sexszenen um knisternde Spannung und tiefe Gefühle zu erzeugen!

Das Thema Angststörung und damit verbunden auch die Aufarbeitung von Sages Vergangenheit fand ich gut umgesetzt. Ich bin absolut kein Freund von diesen Roman-Figuren, die immer alles tot schweigen und sich am Ende wundern, warum alles so furchtbar schief gelaufen ist. In diesem Fall konnte ich aber gut nachvollziehen, wie verängstigt Sage war und warum sie sich niemandem öffnen konnte. Auch wenn man sich in diesen Situationen immer denkt „Mensch, Mädel, sag’s ihm halt einfach!“ – denn einfach ist sowas halt auch in Wirklichkeit nicht.

Hervorheben möchte ich auch noch die super sympathischen Nebencharaktere – April, Gavin, Connor etc. Eine tolle Clique, die sich da im Laufe der Kapitel zusammen findet. Ich hoffe, die Autorin führt das im zweiten Band so weiter.

Mein Fazit: Volle Punktzahl – 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.12.2019

Eine wunderschöne Liebesgeschichte!

The Ivy Years - Solange wir schweigen
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„Solange wir schweigen“ ist Band drei der The Ivy Years-Reihe von Sarina Bowen. Ich bin ein großer Fan der Autorin, vor allem, weil sie nicht einfach nur flache New-Adult-Romane schreibt, sondern Charaktere ...

„Solange wir schweigen“ ist Band drei der The Ivy Years-Reihe von Sarina Bowen. Ich bin ein großer Fan der Autorin, vor allem, weil sie nicht einfach nur flache New-Adult-Romane schreibt, sondern Charaktere mit Tiefgang erschafft, die oft an Themen zu knabbern haben, an die andere Autoren sich entweder gar nicht heran trauen oder die leider oft stümperhaft und ohne die notwendige Hintergrundrecherche abgehandelt werden. Die einzelnen Bände der Reihe können prinzipiell unabhängig voneinander gelesen werden. (Allerdings habe ich selbst den Fehler gemacht, Band drei erst ganz am Ende zu lesen – vielleicht wäre mir Bella in Band vier sympathischer gewesen, wenn ich sie in Band drei schon ein wenig kennengelernt hätte?)
Vorab muss ich sagen, dass dies meine erste Gay-Romance war. Ich hatte tatsächlich auch nicht vor, diesen Band der The Ivy Years-Reihe zu lesen, da ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, dass das Thema „gleichgeschlechtliche Liebe“ in einem Roman vernünftig und ohne Klischees à la Brokeback Mountain abgehandelt werden könnte. Nach Abschluss des Buches bin ich wirklich froh, dass ich es doch noch gelesen habe, denn es war für mich eines der besten der ganzen Reihe. Eine wunderschöne, ästhetische Liebesgeschichte zwischen zwei ganz tollen Menschen!
Rikker und Graham sind ja vom Typ her total unterschiedlich – der eine sehr selbstbewusst und völlig mit sich im Reinen, der andere voller Selbstzweifel, zerfressen vom schlechten Gewissen und nur damit beschäftigt, seine Bedürfnisse vor der Welt, aber auch vor sich selbst zu verleugnen. Dementsprechend unterschiedlich gehen beide auch mit ihren Gefühlen für den jeweils anderen um. Rikker ist ein absoluter Traum – verständnisvoll, optimistisch, hilfsbereit und lebensbejahend – während Graham auf seinem Weg zur Selbstakzeptanz ein wahres Schlachtfeld an Gefühlen hinterlässt. Beide Verhaltensweisen waren für mich realistisch dargestellt – gerade an Grahams innerer Zerrissenheit konnte man beinahe schmerzhaft teilhaben.
Auch die Reaktionen im Umfeld der beiden Eishockey-Cracks fand ich gut dargestellt – die gesamte Bandbreite zwischen Gleichgültigkeit, bedingungsloser Freundschaft und fiesen Anfeindungen war vertreten, so wie es ja leider auch in Wirklichkeit oft der Fall ist. Man kann sich nur wünschen, dass die Menschheit irgendwann lernt, andere so zu akzeptieren wie sie sind – und vor allem auch, sich selbst so zu lieben, wie man ist.
Mein Fazit: fantastische 4,5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

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