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Veröffentlicht am 26.06.2025

Drei Frauen, drei Generationen und ein Ort, der alles verändert.

Die Hummerfrauen
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Der Hummer auf dem Cover von dem Roman „Die Hummerfrauen“ ist wunderschön und auch wie im Buch kommt hinter der Schale (dem Schutzumschlag) etwas wundervolles zum Vorschein: auf dem Buch ist ein blauer ...

Der Hummer auf dem Cover von dem Roman „Die Hummerfrauen“ ist wunderschön und auch wie im Buch kommt hinter der Schale (dem Schutzumschlag) etwas wundervolles zum Vorschein: auf dem Buch ist ein blauer Hummer abgebildet, genauso einer wie „Mr. Darcy“, den Hummerfrau Ann als Haustier hält.
Mit ihren 72 Jahren fährt Ann immer noch mit ihrem Boot raus zu ihren Hummerfallen im Atlantik an der nordöstlichsten Ecke der USA, im Bundesstaat Maine, der kurz vor Kanada liegt. Seit sie von ihrer großen Liebe verlassen wurde, wohnt sie allein im beschaulichen Örtchen Stone Harbor und begegnet dort der fast zwanzig Jahre jüngeren Julie, die nach einem schweren Unfall auf dem Fischerboot zurück ins Leben findet.
Eines Tages wird die 28-jährige Mina an den Strand gespült. Auch sie hat mit einem Verlust zu kämpfen und kehrt an den Urlaubsort ihrer Kindheit zurück, an den sie so viele schöne Erinnerungen hat.
Das Leben auf der Insel ist rau und hart und um sich gegen die männlich dominierte Welt der Fischer zu behaupten, schließen sich die Frauen kurzerhand zusammen und werden zu einer eingeschworenen Gemeinschaft, fast schon einer Wahl-Familie.
Die Autorin Beatrix Gerstberger erzählt in zwei Zeitebenen und mit viel Feingefühl vom harten Alltag auf See, von Verlust, Neuanfang und dem Mut, sich selbst wiederzufinden. Besonders gelungen fand ich den Schreibstil – immer wieder gespickt mit wunderschönen, klugen Formulierungen, die mein Herz haben hüpfen lassen.
Jede der Frauen bringt ihre eigene Geschichte mit Narben, aber auch Kraft mit. Die Küstenbevölkerung hat ihre eigenen Regeln, die mich manchmal überrascht haben. Auch die anderen Bewohner des Ortes sind mir teilweise ans Herz gewachsen und wer Kleinstadt-Romane mag, der kommt hier voll auf seine Kosten.
Fazit: „Die Hummerfrauen“ ist ein warmherziger, kluger Roman über drei mutige Frauen, die sich gegenseitig Halt geben, ohne ihre Eigenständigkeit zu verlieren. Der Roman hat mich nicht nur mit der bildhaften Sprache und der rau-romantischen Atmosphäre begeistert, sondern auch mit der Authentizität seiner Figuren. Ich habe mit ihnen gefühlt, gehofft und gelacht und das Buch mit einem stillen Lächeln beendet. Ganz große Empfehlung für dieses Herzensbuch, daher vergebe ich gerne 5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Originell, schräg und lustig

Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset
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Tine Dreyer legt mit „Morden in der Menopause – Mit dem richtigen Mindset“ den zweiten Band ihrer humorvollen Krimi-Reihe rund um Liv vor, die mit Ende vierzig nicht nur mit den Hormonen, sondern auch ...

Tine Dreyer legt mit „Morden in der Menopause – Mit dem richtigen Mindset“ den zweiten Band ihrer humorvollen Krimi-Reihe rund um Liv vor, die mit Ende vierzig nicht nur mit den Hormonen, sondern auch mit der einen oder anderen Leiche aus dem ersten Teil und ihrer finalen Beseitigung zu kämpfen hat. Auch wenn ich den ersten Teil nicht gelesen hatte, bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Allerdings wurde an der einen oder anderen Stelle deutlich, dass einige Hintergrundinfos sicher hilfreich gewesen wären. Der Lesefreude tat das allerdings keinen Abbruch.
Schnell entwickelt sich die Geschichte zu einer wunderbar schrägen Komödie, bei der man nie so recht weiß, was auf der nächsten Seite passiert. Zu Beginn fand ich den Humor gewöhnungsbedürftig und etwas klamaukig, doch je weiter ich las, desto mehr entfaltete sich der ganz eigene Charme dieses Romans, mit Figuren, die gleichzeitig überzeichnet und herzerwärmend sind.
Liv erlebt zusammen mit ihrer Schwiegermutter Marlies und deren Pflegerin Iza ein mörderisches Abenteuer. Den moralischen Kompass muss man bei dem Lese-„Stoff“ definitiv ausstellen, dann wird man mit einer lustigen Geschichte belohnt.
Wer gerade viele eher ernste oder literarische Werke gelesen hat, wird es vielleicht wie ich genießen, hier einfach mal abzutauchen, zu lachen und mitzufiebern. Ganz nebenbei ist die Geschichte aktueller, als man zunächst meint, denn Wechseljahre sind längst kein Nischenthema mehr und es ist gut, dass wir darüber sprechen.
Neben der Situationskomik blitzen immer wieder ernste Töne über weibliche Unsichtbarkeit, medizinische Schieflagen und die Realität der Wechseljahre auf, davon hätte es gerne noch ein bisschen mehr sein dürfen.

Fazit:
„Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset“ ist ein origineller, lustiger und schräger Roman, der Lust auf mehr macht. Ich freue mich auf Band 3 – ganz ohne hormonelle Ausbrüche, aber mit großer Vorfreude. 4/5 Sternen

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Eine Bedrohung für die Menschheit

Der Wald
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„Der Wald“ ist bereits im Jahr 2023 erschienen und jetzt ist das Buch auch als Taschenbuch rausgekommen. Ich habe es mitten in meiner Pollenallergie-Hochphase gelesen und es hat mich eiskalt erwischt: ...

„Der Wald“ ist bereits im Jahr 2023 erschienen und jetzt ist das Buch auch als Taschenbuch rausgekommen. Ich habe es mitten in meiner Pollenallergie-Hochphase gelesen und es hat mich eiskalt erwischt: Während mir draußen die Natur zugesetzt hat, hat mich der Thriller von Tibor Rode in Gedanken zusätzlich auf eine düstere Reise mitgenommen. Was wäre, wenn es eine Pflanze gäbe, die nicht nur extrem viele Pollen verbreitet, sondern bei bloßer Berührung Verbrennungen verursacht? Wenn diese Pflanze sich unaufhaltsam ausbreitet und Menschen weltweit scharenweise mit Atemnot ins Krankenhaus bringt?

Der Clou: Die Natur agiert nicht allein. Sie hat sich mit etwas noch Gefährlicherem verbündet und ich habe mich beim Lesen gefragt, ob der Mensch die Kontrolle nicht schon längst verloren hat.

Der Plot ist stark, erschreckend und brandaktuell. Die Idee, dass invasive Pflanzen zur größten Bedrohung für die Menschheit werden, ist nicht nur originell, sondern fühlt sich beim Lesen geradezu beängstigend real an. Die Natur schlägt zurück und der Mensch ist sein eigener schlimmster Feind.

Der Thriller liest sich rasant, fast wie ein Actionfilm. Kurze, teils zeitversetzte Kapitel, ständig neue Wendungen, globale Schauplätze und ein packender Schreibstil haben dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte und es innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.

So spannend die Handlung war, so hätte ich mir bei einigen Charakteren mehr Tiefe gewünscht, bzw. ich hätte gerne etwas mehr über sie erfahren. Für mich hätte das die Geschichte noch runder gemacht.

Fazit: „Der Wald – Er tötet leise“ ist ein Öko-Thriller, der ein beängstigendes Szenario zeichnet. Eine klare Empfehlung für Fans von intelligentem Spannungsstoff mit dystopischem Einschlag. Ich vergebe 4,5/5 Sternen und freue mich auf weitere Geschichten des Autors.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Ein Buch voller Überraschungen

In tiefster Nacht
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Auf der Suche nach der nächsten Spannungsliteratur stieß ich aus Zufall auf „In tiefster Nacht“ von Harlan Coben. Den amerikanischen Autor kannte ich bis jetzt noch nicht. Er hat bereits viele Bücher geschrieben, ...

Auf der Suche nach der nächsten Spannungsliteratur stieß ich aus Zufall auf „In tiefster Nacht“ von Harlan Coben. Den amerikanischen Autor kannte ich bis jetzt noch nicht. Er hat bereits viele Bücher geschrieben, die auch verfilmt und in 45 Sprachen übersetzt wurden.

Darum geht es: Der suspendierte Detective Sami Kierce unterrichtet in New York in der Abendschule, bis er unter den Schülern ein bekanntes Gesicht sieht: Anna, sein Urlaubsflirt aus Jugendtagen, die eines morgens leblos und blutüberströmt neben ihm lag, in seiner Hand ein Messer und keine Erinnerung. Nach fast 20 Jahren nimmt er die Verfolgung auf und hofft, den Fall, der sein ganzes Leben überschattet hat, endlich lösen zu können.

Schon nach wenigen Seiten kristallisiert sich heraus, dass das Buch speziell ist. Der Schreibstil ist ganz besonders und hat eine intensive Nähe zum Protagonisten erzeugt. Sami Kierce ist kein typischer Held, aber gerade seine kleinen Fehler machen ihn so menschlich und sympathisch.

Auch die anderen Charaktere sind interessant und teils sehr skurrile Gestalten, die manche Überraschung bereithalten.

Überraschend waren auch die Wendungen und die Entwicklung, die die Geschichte nahm. Denn auch eine weitere Person, die Sami sehr nahestand, lebt nicht mehr.

Die ersten Seiten haben mich ehrlich gesagt etwas ratlos zurückgelassen. Ich musste Passagen mehrfach lesen, weil ich den Inhalt einfach nicht verstanden habe. Zum Glück bin ich drangeblieben, denn je weiter ich gelesen habe, desto weniger konnte ich das Buch beiseite legen.

Das Ende war speziell und passt zum ganzen Buch. Jetzt möchte ich auf jeden Fall noch mehr Geschichten des Autors lesen. Wie gut, dass die Auswahl so groß ist.

Fazit: „In tiefster Nacht“ ist ein ungewöhnlicher Spannungsroman, der mich nach Startschwierigkeiten komplett überzeugt hat. Ich vergebe eine Leseempfehlung und 4,5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Wenn Realität und Lüge verschmelzen – ein Jahreshighlight!

Reset
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Manche Bücher fühlen sich so echt an und sind erschreckend plausibel, dass sie dich kalt erwischen. „Reset“ von Peter Grandl ist genau so ein Buch. Es ist ein Thriller, der sich wie Zukunft anfühlt, aber ...

Manche Bücher fühlen sich so echt an und sind erschreckend plausibel, dass sie dich kalt erwischen. „Reset“ von Peter Grandl ist genau so ein Buch. Es ist ein Thriller, der sich wie Zukunft anfühlt, aber eigentlich schon Gegenwart ist. Vielleicht war genau das der Grund, warum ich beim Lesen immer wieder Gänsehaut hatte.

Ich hatte das große Glück, eine Bloggerbox zum Buch zu erhalten, an dieser Stelle: Danke dafür! Darin waren zwei Walkie-Talkies, wo ich beim Lesen einen richtigen Aha-Moment hatte, denn genau diese simple Technik bekommt im Buch eine ganz besondere Bedeutung. Was, wenn du digitaler Kommunikation plötzlich nicht mehr trauen kannst? Wenn jede Nachricht, jeder Anruf, jedes Videobild gefälscht sein könnte? Und das so perfekt, dass du nicht mehr weißt, ob dir gerade wirklich deine Schwester schreibt oder eine Maschine.

Grandl zeichnet ein Szenario, das sich wie eine Schockwelle über die Welt legt. Deep Fakes next level: Stell dir vor, dein Kind schickt dir ein Video und bittet dich, etwas Unfassbares zu tun. Oder ein Freund beichtet dir eine Wahrheit, die alles zerstört. Nichts davon ist echt, aber dein Verstand glaubt es trotzdem.

Eine internationale Taskforce wird gebildet, um die Fake News und das Chaos auf der Welt zu stoppen. Laurent Lamy, Direktor der Cyber Crime Task Force bei Interpol, holt Leute wie Valentine O’Brien aus Irland, Camille Milloz aus Deutschland, Seiko Ito aus Japan und Noah Morel aus Frankreich zu sich, die zusammen versuchen die Lage zu kitten.

Mir kurzen Kapiteln, Perspektivwechseln, einem rasanten Erzählstil und schockierenden Wendungen bin ich nur so durch die Seiten gehechtet. „Reset“ zieht einen komplett in den Bann, man kann es nicht einfach nebenbei lesen.

Die Auflösung war nicht so vorhersehbar wie erwartet und hat nochmal eins oben drauf gesetzt.

Fazit: Peter Grandl führt uns vor, wie leicht Wahrheit heute manipulierbar ist und wie schnell aus Unsicherheit Panik wird. Das Szenario aus dem Buch fühlt sich beängstigend real an. Die Thematik ist hochaktuell und hat mich zum Nachdenken gebracht. Gerade jetzt, wo künstliche Intelligenz täglich neue Schlagzeilen macht, trifft das Buch einen Nerv. Für mich ist „Reset“ ganz klar ein Jahreshighlight!

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