Lesehighlight
dreimeterdreißig"Es war alles in Ordnung, bevor du kamst. Und jetzt weiß ich nicht, ob ich atmen kann, wenn du nicht da bist. Wie bescheuert ist das?" (Pos. 2127)
"Dreimeterdreißig" ist ein kraftvolles, bewegendes und ...
"Es war alles in Ordnung, bevor du kamst. Und jetzt weiß ich nicht, ob ich atmen kann, wenn du nicht da bist. Wie bescheuert ist das?" (Pos. 2127)
"Dreimeterdreißig" ist ein kraftvolles, bewegendes und intensives Buch – absolute Leseempfehlung!
Klara und Baláz sind ein ungleiches Paar. Ihre Liebe begann schnell, ist stürmisch, aber auch tief. Jetzt liegt Baláz tot in seinem Bett, und Klara durchstreift ihre Altbauwohnung, um sich mit den existenziellen Fragen des Lebens und des Verlustes auseinanderzusetzen.
Jaqueline Schreiber erzählt in ihrem Romandebüt die Geschichte einer Liebe vom Ende her. Sie berichtet von Verlust und Trauer. Anfangs brauchte ich etwas Zeit, um mich in das Buch einzufinden, aber das legte sich schnell, und ich war vollkommen gefesselt. Schreibers Sprache ist poetisch und intensiv. Die Perspektive wechselt nach jedem Kapitel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Die Vergangenheit ist eine schöne, wohltuende Geschichte, während die Gegenwart in der Altbauwohnung leicht surreal, aber emotional berührend ist. Es gibt so viel in diesem Buch zu entdecken, dass ich es bereut habe, es als Ebook gelesen zu haben. Gerne hätte ich Stellen angestrichen und meine Gedanken daneben geschrieben.
Die Kapitelüberschriften ergeben ein Gedicht von Lydia Daher, das am Ende des Buches abgedruckt ist.
Fazit: Ein meisterhaft konstruiertes Buch, das emotional berührt und in dem man viel entdecken und mitnehmen kann.