Die erlebt Pierce zu Beginn der 1990er Jahre auf der kleinen Insel Perigo Island in Neufundland, Kanada. Es ist ein karges, hartes und auch gefährliches Leben, das man dort führt. Die meisten Männer sind ...
Die erlebt Pierce zu Beginn der 1990er Jahre auf der kleinen Insel Perigo Island in Neufundland, Kanada. Es ist ein karges, hartes und auch gefährliches Leben, das man dort führt. Die meisten Männer sind Fischer, so auch Pierces Vater, der eines Tages nicht mehr zurückkehrt. Seine Mutter arbeitet weiter wie die meisten Frauen in der Fischfabrik, doch schwebt ein Damoklesschwert über allen Bewohnern der Insel: die Gewässer sind überfischt - es zeichnet sich ein Ende dieser Lebensform ab und zwar in nicht mehr allzu ferner Vergangenheit.
Pierce verbringt seine Sommerferien mit seinen Freunden Bennie und Thomas und begegnet dem Mädchen Anna, mit der er sich so gut versteht, dass sie seine Schwester sein könnte. Auf einmal wird sie vermisst und die Jungs machen sich auf die Suche: nicht zu dritt, sondern zu viert, denn Bennies New Yorker Cousine Emily ist zu Besuch und Pierce erlebt ganz neue Gefühle.
Bei ihrer Suche stoßen sie auf ein geheimnisvolles Haus, das von einem unheimlichen Mann bewohnt wird und begegnen auch weiteren Dämonen in sichtbarer und unsichtbarer Form.
Doch Pierce trifft in diesem Sommer auch Verständnis, Verbundenheit und entdeckt so einiges hinter seinem bisherigen Horizont.
Während der Lektüre habe ich meine eigenen frühen Teenagerjahre noch einmal erlebt und fühlte mich verstanden, auch wenn ich selbst weiblich bin und in einer deutschen Großstadt aufwuchs. Das Dickicht, durch das man sich in seiner Jugend selbst finden muss, schildert der Autor Perry Chafe so eindringlich, lebendig und nachvollziehbar, dass es mir unmöglich war, mich dem auch nur eine Sekunde zu entziehen! Ein wundervoller Roman: zum Identifizieren, zum Erinnern, Erfahren, Verstehen und, und, und! Ich wünsche ihm viele Leser!