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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2026

Gut recherchierter historischer Roman

Die Kryptografin
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Wir befinden uns in München zu Beginn der 50er Jare und treffen auf Margot, die jüngere Schwester aus den "Fräulein Lena"-Büchern. Hier steht Margots Geschcihte im Mittelpunkt, der Roman ist absolut eigenständig, ...

Wir befinden uns in München zu Beginn der 50er Jare und treffen auf Margot, die jüngere Schwester aus den "Fräulein Lena"-Büchern. Hier steht Margots Geschcihte im Mittelpunkt, der Roman ist absolut eigenständig, es macht aber Freude, nebenbei von bekannten Figuren oder Handlungen noch kurz zu lesen.

Margot ist eine hervorragende und begabte Studentin der Mathematik und erhält eines Tages das Angebot, für den Bundesnachrichtendienst zu arbeiten und verschlüsselte Nachrichten zu dechiffrieren. Sie nimmt das Angebot an, sieht aber in diesem männerdominierten Job großen Schwierigkeiten entgegen, zumal sie im privaten Umfeld den Hintergrund ihrer Tätigkeit nicht preisgeben darf.

Ich habe hier mit Begeisterung eine sehr interessante Geschichte mit toll recherchiertem Hintergrund gelesen, zu dieser Thematik war mir bislang noch nichts bekannt. Margot ist eine zielstrebige und auch sehr sympathische Figur, die mit ihrer Freundin durch dick und dünn geht. Auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz, eine Geschichte, die ich als sehr unterhalsam und kurzweilig empfunden habe und die sich sehr flüssig lesen läßt. Gerne eine Leseempfehlung von mir verbunden mit der vollen Punktzahl!

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Un-Ruhestand an der Algarve

Das letzte Kind hat Fell
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Das Rentnerpaar Angelika und Hans wollen ihren Lebensabend in Portugal an der Algarve verbringen und beginnen gerade, sich dort häuslich einzurichten, als ihnen unterwegs ein Hund zuläuft. Da dieser niemendem ...

Das Rentnerpaar Angelika und Hans wollen ihren Lebensabend in Portugal an der Algarve verbringen und beginnen gerade, sich dort häuslich einzurichten, als ihnen unterwegs ein Hund zuläuft. Da dieser niemendem zu gehören scheint, wird der Vierbeiner kurzfristig adoptiert, "Fellina" stellt ab sofort das Leben der beiden auf den Kopf. Als dann auch noch Tochter Sandra und Enkel Finn zu Besuch kommen, ist es mit der Ruhe der Renter vorbei.

In gewohnt humorvoller Art präsentiert uns die Autorin ihren neuesten unterhaltsamen Roman, der bereits dank des bezaubernden Covers sofort einen großen Wiedererkennenungwert für mich hatte. Turbulente Szenen wechseln sich ab mit durchaus auch tiefgehenden und gefühlvollen Momenten von Jung und Alt, Freundschaften als auch familiärer Zusammenhalt kommen hier ebenfalls nicht zu kurz. Star des Romans ist jedoch die Hündin Fellina, einfach nur zum Knuddeln und ein tolles neues Familienmitglied!

Die schönen Landschaftsbeschreibungen haben mich beim Lesen nach Portugal träumen lassen. Gerne habe ich diesen schönen kurzweiligen Roman für zwischendurch wieder gelesen, auf Tessa Hennig ist einfach Verlass!

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Ehe-Aus

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?
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Erika und Jan, beide 65 und seit langem miteinander verheiratet, verbringen ihren Urlaub in Triest, als Jan ihr am letzten Urlaubsabend eröffnet, schon seit einiger Zeit eine 15 Jahre jüngere Freundin ...

Erika und Jan, beide 65 und seit langem miteinander verheiratet, verbringen ihren Urlaub in Triest, als Jan ihr am letzten Urlaubsabend eröffnet, schon seit einiger Zeit eine 15 Jahre jüngere Freundin zu haben. Erika fällt aus allen Wolken, obwohl sie selbst Jan vor Jahren bereits mit einem alten Jugendfreund betrogen hat. Ist die Ehe noch zu retten?
Die Geschichte ist aus der Sicht von Erika in der Ich-Perspektive geschrieben. Der Blick auf die Geschehnisse erscheint daher eher etwas subjektiv. Erika sinniert sehr über ihre Ehe, an der sie mehr als nur klammert, ihre "Rivalin" wird verbal schonungslos niedergemacht.
Für mich war dieses Buch kein reiner Roman, sondern eine Mischung aus Erzählung und Paartherapie. Die Frage, was nach langen Ehejahren noch wichtig ist, wer hat noch Interesse an Sex, wirkt man noch anziehend auf den Partner und was ist die gemeinsame Vergangenheit wert, ist hier zentrales Thema. Insgesamt interessant, aber trotz der nur rund 200 Seiten drehte sich hier für mich am Ende alles irgendwie im Kreis. Die Figuren blieben mir irgendwie fremd, was aber vielleicht auch so gewollt war.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Krisenmann - Männerkrise

Wir Freitagsmänner
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Unser Protagonist Henri - Mittfünfziger - hat durch eine Affäre zuerst seine Ehe zerstört und nun ist ihm auch noch tatsächlich die Affäre weggelaufen. Was tun? Sich die Wunden lecken und über sein Leben ...

Unser Protagonist Henri - Mittfünfziger - hat durch eine Affäre zuerst seine Ehe zerstört und nun ist ihm auch noch tatsächlich die Affäre weggelaufen. Was tun? Sich die Wunden lecken und über sein Leben sinnieren, seinen treuen Freund Felix immer an seiner Seite.
Als Frau in den besten Jahren kennt man sich mich den Wechseljahren ja nun bestens aus, aber versteht einer die Männer mit ihrer sogenannten Midlifecrisis? Auf humorvolle Art und Weise gibt der Autor hier einem "Betroffenen" eine Stimme, mit viel Wortwitz und Ironie, dennoch aber durchaus auch selbstreflektiert begleiten wir Henri durch einen Teil seiner zweiten Lebenshälfte. Was habe ich doch zwischendurch gelacht. Auch wenn hier so einige Klischees mehr als bedient werden, so ist die Geschichte doch sehr witzig und unterhaltsam gehalten, locker geschrieben und immer mit einem leichten Augenzwinkern zwischen den Zeilen. Den kurzweiligen Roman konnte ich flott und schnell lesen und empfehle ihn sowohl Männern als auch Frauen, in welchen "besten Jahren" sie sich zur Zeit auch befinden mögen, denn das liegt ja eh immer auch im Auge des Betrachters!

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Spannender Historienroman

Das Haus in Charlottenburg
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Wir befinden uns in Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts, die Wohnungsnot ist groß. Auch die junge begabte Schneiderin Elise lebt mit ihrer Mutter und den beiden Geschwistern auf engstem Raum mit Blick auf ...

Wir befinden uns in Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts, die Wohnungsnot ist groß. Auch die junge begabte Schneiderin Elise lebt mit ihrer Mutter und den beiden Geschwistern auf engstem Raum mit Blick auf triste Hinterhöfe, träumt von einem besseren Job und einer anständigen Wohnung. Per Zufall begegnet sie dem Architekten Johann, der sich gemeinsam mit seinem Freund Louis ein Projekt auf die Fahnen geschrieben hat, bei dem durch genossenschaftlichen Wohnungsbau den Mietern endlich wieder mehr Rechte zukommen sollen und ihnen auch eine angemessene Wohnsituation verschaffen soll. Auch Elise beginnt, von diesem Projekt zu träumen und sich dafür einzusetzen. Doch vielen Grundbesitzern, allen voran Louis' vermögender Mutter Leonora, ist die Genossenschaft ein Dorn im Auge, fürchten sie doch um ihre gut fließenden Einküfte...

Die Geschichte hat mich absolut umgehauen. Was sich zunächst nur als historisch gut recherchierte Geschichte rund um die Wohnungsnot in Berlin andeutete, entwickelte sich im Verlauf fast zu einem Thriller, so haben sich nach und nach die Ereignisse rund um die skrupellose Leonora überschlagen, so dass man kaum zum Atemholen kam. Eine so abwechslungsreiche und spannende Geschichte habe ich lange nicht mehr gelesen. Themen wie Freundschaften, zarte Romanzen, aber auch Not und Zerrissenheit sowie absoluter Geschäftssinn bis hin zu kriminellen Elementen beherrschen diesen Roman, ohne hierbei zu viel zu wollen. Alles passte genau zusammen und am Ende machte alles einen Sinn. Großes Kino, von der Autorin würde ich gerne mehr lesen!

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