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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2021

Mir fehlte etwas

Die Wunderfabrik – Keiner darf es wissen!
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Meinung:
Eine Geschichte, die anders ist als das, was man auf den ersten Blick aufs Cover denken würde. Tatsächlich trifft hier der Klappentext den Inhalt deutlich besser, denn die Geschichte ist weniger ...

Meinung:
Eine Geschichte, die anders ist als das, was man auf den ersten Blick aufs Cover denken würde. Tatsächlich trifft hier der Klappentext den Inhalt deutlich besser, denn die Geschichte ist weniger süß als es die Optik erwarten lässt. Dies finde ich allerdings nicht schlimm, es sollte nur erwähnt sein für die reinen Coverkäufer unter euch. Spätestens wenn ihr Henry den Jüngsten der Geschwister näher kennenlernt, werdet ihr aber feststellen, das Teile der Geschichte durchaus zum Anbeißen sind. Der Kleine ist wirklich einfach nur niedlich. Auch seine beiden Schwestern gefallen mir gut und besonders die Beziehung unter den Geschwistern finde ich klasse. Sie passen aufeinander auf und halten zusammen, auch wenn es zwischendurch mal Meinungsverschiedenheiten gibt. So wie es im echten Leben eben auch vorkommt.

Allgemein hat die Autorin Stefanie Gerstenberger ein gutes Händchen für die Entwicklung von Figuren. Die meisten vorkommenden Charaktere haben mir zugesagt und die Geschichte bereichert.
Leider haben sie für meinen Geschmack aber nicht immer stimmig agiert. Ich hatte beim Lesen so manches Fragezeichen über dem Kopf, da ich Verhaltensweisen nicht nachvollziehen konnte.

Auch innerhalb der Geschichte war für mich nicht alles ganz rund und mir fehlte der letzte Funke und vielleicht auch ein wenig Magie und Spannung. Genug Potenzial wäre durch die schöne Grundidee und das gelungene Setting auf jeden Fall geboten. Wer weiß, ob hier die Folgebände noch besser ausgebaut sind, die Grundlage wäre da.

Fazit:
Von der Idee bin ich nach wie vor angetan, in der Umsetzung gibt es in meinen Augen aber noch Luft nach oben. Ich denke, ich werde mir Band 2 mal anschauen und sehen, wie es mit den Geschwistern weitergeht und ob die Geschichte mich noch so erobern kann wie die tolle Optik es bereits getan hat.

Veröffentlicht am 02.03.2021

Was die Zukunft wohl bringt?

Akademie Fortuna - Wenn Wahrsagen so einfach wäre
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Meinung:
Mit der Akademie Fortuna hat Autorin Sarah M. Kempen ein schönes Setting erschaffen und stimmig umgesetzt.
Ich mag die einzelnen Wahrsagearten und ihre kleinen Eigenheiten sehr. Hier freue ich ...

Meinung:
Mit der Akademie Fortuna hat Autorin Sarah M. Kempen ein schönes Setting erschaffen und stimmig umgesetzt.
Ich mag die einzelnen Wahrsagearten und ihre kleinen Eigenheiten sehr. Hier freue ich mich schon auf noch tiefere Einblicke im nächsten Band.
Der Schulalltag, alte Familienfehden und auch der ständige Wettkampf unter den Schülern bestimmen die Geschichte und halten sie abwechslungsreich. Durch die doch recht unterschiedlichen Herangehensweisen an die Hellseherei und die ständige Konkurrenz unter den Lehrlingen wirken die Schüler erst mal eher einzelgängerisch. Im Grunde sind sie das auch, doch man merkt fix, dass es, wenn es nötig wird, durchaus einen Zusammenhalt geben kann.
Auch Sorry fühlt sich zu Anfang allein auf weiter Flur, gewinnt aber trotzdem recht schnell Freunde. Manchmal nicht ganz nachvollziehbar, denn die Gute ist teilweise eine ganz schöne Zicke. Da gefällt mir die quirlige Missy beispielsweise wesentlich besser. Ich vermute aber, dass Sorry noch eine gute Entwicklung hinlegen wird, die in Ansätzen schon in diesem Band sichtbar war.

Allgemein denke ich, dass dieser Start in eine Reihe alles mitbringt, was man sich von einer solchen Geschichte erhoffen kann. Der Stil passt, die Geschichte macht Laune, die Illustrationen unterstreichen das Geschriebene wunderbar und das Setting gefällt mir richtig gut. Es ist noch ein wenig Luft nach oben vorhanden, aber in der Idee steckt auch noch jede Menge Potenzial.

Fazit:
Ich werde hier dranbleiben und freue mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte.

Veröffentlicht am 26.02.2021

Ein runder Abschluss

Die Unausstehlichen & ich (Band 3) - Die Welt ist voller Wunder
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Meinung:
Auch wenn das Lesen der Vorgänger schon ein Weilchen her ist, war ich schon nach ein paar Seiten wieder in Ennis Universum. Zum Teil durch die eingeschobenen Rückblenden, vor allem aber durch ...

Meinung:
Auch wenn das Lesen der Vorgänger schon ein Weilchen her ist, war ich schon nach ein paar Seiten wieder in Ennis Universum. Zum Teil durch die eingeschobenen Rückblenden, vor allem aber durch Enni selbst. Ihre Ausdrucksweise und die geschwärzten Flüche sind so ein spezielles Stilmittel, das man gedanklich sofort mit ihr verknüpft.
In den letzten Rezensionen habe ich noch über die Vielzahl der Flüche geschimpft, was ich diesmal nicht machen werden. Denn erstens erscheinen sie mir weniger geworden zu sein (Enni entwickelt sich halt) und zweitens merke ich, was für ein gutes Alleinstellungsmerkmal sie aus Marketing-Sicht sind. Der Wiedererkennungswert ist extrem hoch, sodass man hier nur den Hut ziehen kann vor dieser Idee.

Auch die besondere Zusammenstellung der Figuren ist mir erneut positiv aufgefallen. In diesem Buch sogar noch ein wenig mehr, weil sie in Zusammenhang mit Shakespeares Hamlet so viel Sinn macht. Was es genau damit auf sich hat, muss natürlich jeder Leser selbst rausfinden, denn sonst müsste ich spoilern. Eins sei aber gesagt – wenn Autorin Vanessa Walder Weltliteratur in Jugendsprache erklärt, weiß anschließend auch der größte Lesemuffel Bescheid.
Allgemein ist mir die Truppe rund um das Internat Saaks wirklich ans Herz gewachsen. Junge Menschen mit unterschiedlichsten Handicaps, die sich wunderbar ergänzen und aus ihrer speziellen Art das Beste machen.

Die Geschichte ist wieder eine Mischung aus Spannung und Emotionen, wobei es gerade in Sachen Gefühle durchaus recht ernst wird für ein Kinderbuch. Trennungen, Depressionen und Ängste werden thematisiert und sehr nachvollziehbar beschrieben. Ich denke, hier können sich wirklich viele Kids reinversetzen und auch für manche Eltern wäre die Lektüre des Buches empfehlenswert. Sie merken oft in eigene Probleme verstrickt nicht, was sie ihren Kindern antun.
Die Stimmung bleibt allgemein einfach ein wenig düsterer, was aber nicht heißt, dass es an herzerwärmenden Szenen mangelt. Diese gibt es zum Ausgleich zum Glück reichlich. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, sodass sich insgesamt eine ausgeglichene Stimmung ergibt.


Fazit: Ich habe Enni gerne auf der Suche nach Heimat begleitet und kann euch nur raten das Gleiche zu tun. Ich habe es nicht bereut.

Veröffentlicht am 18.02.2021

Nicht komplett kindgerecht

Das Universum – Was unsere Welt zusammenhält
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Meinung:
Ich finde das Thema, das Lucy Hawking hier umgesetzt hat, wahnsinnig spannend und habe mich daher sehr auf das Hörbuch gefreut. Gelesen von Rufus Beck konnte dort nicht viel schiefgehen – dachte ...

Meinung:
Ich finde das Thema, das Lucy Hawking hier umgesetzt hat, wahnsinnig spannend und habe mich daher sehr auf das Hörbuch gefreut. Gelesen von Rufus Beck konnte dort nicht viel schiefgehen – dachte ich. Leider hat mich das Hörbuch trotzdem nicht komplett von sich überzeugen können.

Dafür kann das Buch aber im Grunde wenig. Denn die Thematik ist einfach nur bedingt Hörbuch geeignet in meinen Augen. Es ist viel Input, der unterhaltsam, fachlich kompetent und gut gelesen umgesetzt wurde. Doch trotzdem wäre mir hier das Selberlesen leichter gefallen. Es viel mir schwer, die Information beim Hören vernünftig nachzuvollziehen und mir ist es ehrlich gesagt ein Rätsel, wie das bei Kindern funktionieren soll. Das kann ich mir nur mit elterlicher Begleitung und in wirklich kleinen Dosen vorstellen. Dies soll aber keine Kritik am Inhalt sein, denn der ist an und für sich sehr spannend. Nur eben nicht nebenbei und auch nicht für zu junge Kids. Ich denke, hier kann sowohl klein als auch groß noch eine Menge lernen, gerade Kinder sollten aber auch wirklich Interesse am Thema haben. Sonst werden sie vermutlich schnell aufgeben.

Gefallen an der Umsetzung haben mir am besten die Sprecher und das schöne Booklet. Rufus Beck und Jo Kern haben beide einen sehr guten Job gemacht und geduldig, aber nicht langweilig diese komplexen Themen behandelt. Die Abwechselung durch zwei Sprecher gefiel mir und machte bei der Autorin und ihrem Vater natürlich auch Sinn.
Besonders gefreut haben mich die Hintergrundinfos verschiedener bedeutender Wissenschaftler, die in die Texte eingearbeitet wurden. Sie lockern die Materie unheimlich auf und bieten interessante Zusatzinfos.

Fazit:
3 1/2 Sterne für interessanten Inhalt und gute Sprecher. Von mir aber trotzdem die Empfehlung, eher zum Buch zu greifen – gerade mit jüngeren Kids. Wer aber Lust auf den tollen Rufus Beck hat, kann es natürlich auch gern mit der Hörbuchvariante versuchen.

Veröffentlicht am 17.02.2021

Schöne Reihe

Magic Maila (Band 2)
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Meinung:
Mir gefällt diese Reihe wirklich gut. Sie ist nichts komplett Neues, ganz im Gegenteil, sind doch Bücher mit jungen Magiebegabten derzeit – zumindest in meiner Wahrnehmung – im Trend. Trotzdem ...

Meinung:
Mir gefällt diese Reihe wirklich gut. Sie ist nichts komplett Neues, ganz im Gegenteil, sind doch Bücher mit jungen Magiebegabten derzeit – zumindest in meiner Wahrnehmung – im Trend. Trotzdem weiß sie gut zu unterhalten und man hat beim Lesen auch nicht das Gefühl, eine Wiederholung vorgesetzt zu bekommen.

Besonders gefallen hat mir an den Büchern die Protagonistin. Überhaupt nicht abgehoben oder seltsam, sondern ganz einfach ein normales Mädchen. Neigen ja manche Reihen dazu, die jungen Magier zu glorifizieren bspw. in der Glücksbäckerei-Reihe gern mal der Fall, gewinnt man hier diesen Eindruck nicht. Mal gelingen ihr die Zauber problemlos, mal lässt sie die Finger von Aufgaben, wenn sie weiß, das sie ihr Können übersteigen. Dabei lässt sie sich auch gerne von anderen helfen und versucht nicht alles auf Teufel komm raus allein zu schaffen. Gerade diese Zusammenarbeit ist für mich ein schöner Pluspunkt und wertet auch die Nebenfiguren auf. Die mir im Übrigen ebenfalls sehr gut gefallen.

Der Wechsel zwischen der Hexenwelt und der Welt der Menschen ist ein schöner Kontrast. So sehr ich das fantasievolle, abgedrehte bei Kinderbüchern mag, ist es auch mal schön, wenn eines alltäglicher daherkommt.
Was nicht heißt, dass die Autorin fantasielos wäre – Setting, Figuren und Geschichten sind einfach schlichter, aber deshalb nicht weniger sympathisch. Daher freue ich mich auch schon darauf, den nächsten Band zu lesen, der bereits erschienen ist.

Fazit:
Sowohl Band 1 als auch Band 2 der Reihe bekommen von mir die volle Punktzahl für eine kinderfreundliche, magische Geschichte, die oft abhebt und trotzdem auf dem Teppich bleibt.