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Yakko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2022

Potenzial verschenkt

Eine kurze Liste meiner Probleme (Mutter nicht mitgezählt)
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Cressidas Leben verläuft nicht wirklich nach Plan, sie hat weder Job noch Geld, eine Familie, die sich viel zu sehr einmischt. Dann verstirbt noch ihre Mutter, zu der die Beziehung ohnehin immer schon ...

Cressidas Leben verläuft nicht wirklich nach Plan, sie hat weder Job noch Geld, eine Familie, die sich viel zu sehr einmischt. Dann verstirbt noch ihre Mutter, zu der die Beziehung ohnehin immer schon schwierig war. Cressidas Probleme gehen aber, so wie der Titel des Buches bereits andeutet, noch weiter.

Der Schreibstil ist einfach, jedoch passend zur Protagonistin. Irgendwie durcheinander und chaotisch, so als wäre man in Cressidas Kopf drin. Ich fand das Lesen zeitweise anstrengend, weil alles so schnell und turbulent wurde und ich mich gehetzt gefühlt habe.
Die Hauptfigur wirkt anfangs zwar etwas chaotisch und naiv, doch man merkt im Laufe des Buches, dass sie doch sehr interessant gestaltet wurde. Hintergrund ist hier eine toxische Mutter-Tochter-Beziehung, die Cressida auch nach dem Tod der narzisstischen Mutter stark beschäftigt.

Ich finde, die Geschichte hatte gerade durch die Beziehung zwischen Cressida und ihrer Mutter sehr viel Potenzial, weil so viele tiefe Konflikte auftauchen, die tatsächlich auch nach und nach aufgearbeitet werden. Es war sehr spannend zu beobachten, wie Cressida sich und ihr Leben reflektiert und sich weiter entwickelt, auch mit Hilfe ihres Therapeuten und der anderen Personen aus ihrem Umfeld.
Leider wird einiges des Potenzials verschenkt, weil das Buch an vielen Stellen zu gewollt witzig und unterhaltsam geschrieben wird. Für mich passt das nicht wirklich zusammen, ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht, mehr ehrlich gemeintes Drama und weniger Probleme, die mit (teils schlechtem) Humor überspielt werden. Daher war das Buch für mich insgesamt leider nur mittelmäßig.

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Veröffentlicht am 09.01.2022

Gelungene Fortsetzung

Emil Einstein (Bd. 2)
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Im zweiten Band von "Emil Einstein" begibt sich Emil in ein neues Abenteuer und wird dabei von seinen tierischen Freunden begleitet. Dieses Mal wird er von zwei Viertklässlern zum Rennen herausgefordert, ...

Im zweiten Band von "Emil Einstein" begibt sich Emil in ein neues Abenteuer und wird dabei von seinen tierischen Freunden begleitet. Dieses Mal wird er von zwei Viertklässlern zum Rennen herausgefordert, das Emil allerdings nur mit motorisiertem Erfindermobil meistern könnte - doch ausgerechnet jetzt bemerkt er, das ein Dieb unterwegs ist und seinen Apfelsaft gestohlen hat, der er für den Antrieb seines Mobil benötigt.

Schon im ersten Band konnte der sympathische Emil überzeugen, mit seiner cleveren Einfällen, seinen tierischen Begleitern und seinen Erfindungen. Auch hier im zweiten Band bleibt die Story ihrem Grundgedanken treu, was natürlich auch direkt überzeugt. Der Schreibstil ist passend für die Zielgruppe, die Illustrationen sind auch hier wieder einfach schön. Die Geschichte wird in nicht zu langen Kapiteln erzählt und lässt sich dadurch gut gliedern.

Meine Tochter fand den zweiten Band noch schöner, als den ersten. Wir empfehlen das Buch auf jeden Fall weiter. Man kann es auch problemlos lesen, ohne den vorherigen Band zu kennen.

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Veröffentlicht am 03.01.2022

Schönes Buch für die Vorweihnachtszeit

Sing mit dem Rentier
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"Sing mit dem Rentier" ist ein niedlich gestaltetes Kinderbuch, das zum Mitmachen anregen soll. Man begleitet das Rentier bei seiner Suche nach dem schönsten Weihnachtsbaum, von dem es zuvor bereits geträumt ...

"Sing mit dem Rentier" ist ein niedlich gestaltetes Kinderbuch, das zum Mitmachen anregen soll. Man begleitet das Rentier bei seiner Suche nach dem schönsten Weihnachtsbaum, von dem es zuvor bereits geträumt hat.

Die Illustrationen sind sehr schön, die Farben nicht zu grell und bunt, sondern insgesamt sehr angenehm für das Auge. Der Text ist sehr zurückhaltend und in Reimform, dieser ist schnell vorgelesen. Es befinden sich außerdem noch kurze Anweisungen für die Kindern zum Mitmachen, um das Vorleseerlebnis interaktiv zu gestalten.

Insgesamt ist das Buch ein schönes Begleiter in der Vorweihnachtszeit und hat vor allem meiner Kleinen (1) gut gefallen. Für größere Kinder ist es doch eher wenig Text, auch der Titel scheint etwas unglücklich gewählt, denn gesungen wird eigentlich erst am Ende. Dennoch sind wir damit zufrieden und werden es sicher noch einige Jahre zur Weihnachtszeit aus dem Schrank holen.

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Veröffentlicht am 01.12.2021

Wohlfühlroman

Das kleine Chalet in der Schweiz
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Mina hat eine fiese Trennung hinter sich und beschließt nach einem Gespräch mit ihrem Chef, dass sie eine Auszeit nehmen möchte - und zwar in der Schweiz, wo ihre Patentante Amelie ein kleines Chalet betreibt. ...

Mina hat eine fiese Trennung hinter sich und beschließt nach einem Gespräch mit ihrem Chef, dass sie eine Auszeit nehmen möchte - und zwar in der Schweiz, wo ihre Patentante Amelie ein kleines Chalet betreibt. In der atemberaubenden Landschaft versucht Mina herauszufinden, was sie vom Leben möchte und trifft auf den lebensfrohen Luke.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und ich war sehr schnell in der Geschichte drin. Die detailverliebte Beschreibung des Settings macht richtig Lust auf Kälte, Schnee und Winterurlaub. Mina ist mir auf Anhieb sehr sympathisch, ihre Lebenslust und Begeisterungsfähigkeit ist beinahe ansteckend. Auch ihre Tante und Luke konnten mich sofort überzeugen. Ich mag die Chemie, die man von der ersten Begegnung an zwischen Mina und Luke spürt, auch die Entwicklung zwischen ihnen passt perfekt in den Verlauf der Geschichte.
Da die Story überwiegend im Chalet spielt, gibt es hier entsprechend viele Nebenfiguren, nämlich Amelies Gäste. Mir persönlich war das teilweise zu viel, zu laut und durcheinander, wenn alle zusammen gekommen sind, z. B. bei den Mahlzeiten.
Das Buch ist in drei Abschnitte gegliedert und ich muss sagen, dass die Story gegen Ende des zweiten Abschnittes etwas langatmig wurde, was gegen Ende des Buches aber wieder besser wurde.

Insgesamt ist dies ein wirklich schöner Wohlfühlroman, perfekt für die kalte Jahreszeit. Ein Buch, dessen Setting so schön ist, dass man am liebsten selbst dort hin reisen möchte. Dennoch ziehe ich einen Stern ab, weil es gegen Ende kurzzeitig eher zäh war.

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Veröffentlicht am 28.11.2021

Ein Weihnachtsklassiker

Onkel Dagobert und der Geist der Weihnacht
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In "Onkel Dagobert und der Geist der Weihnacht" wird die klassische Weihnachtsgeschichte von Dickens neu erzählt, nämlich aus der Disney-/Entenhausen-Perspektive.

Hier spielt Onkel Dagobert den mürrischen ...

In "Onkel Dagobert und der Geist der Weihnacht" wird die klassische Weihnachtsgeschichte von Dickens neu erzählt, nämlich aus der Disney-/Entenhausen-Perspektive.

Hier spielt Onkel Dagobert den mürrischen Ebenezer Scrooge, der so keinerlei Sinn für Weihnachten verspürt. Doch anstatt dass er von Geistern heimgesucht wird, die ihm die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zeigen sollen, verkleiden sich Tick, Trick und Track und versuchen, Onkel Dagobert in Weihnachtsstimmung zu versetzen.

Das Buch passt natürlich gerade hervorragend in die Weihnachtszeit. Die Illustrationen sind so, wie man sie eben von Dagobert und Co. kennt, die Texte sind eher kurz gehalten. Am Ende gibt es als Bonus sogar noch ein paar Comic-Seiten.

Wir lieben verschiedene Varianten der Weihnachtsgeschichte und auch wenn es hier einige Abwandlungen gibt, so ist dies dennoch insgesamt ein wirklich schönes Buch, nicht nur für Disney-Fans.

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