Profilbild von abnuncha

abnuncha

Lesejury Star
offline

abnuncha ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit abnuncha über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2025

Berlin hält nicht still, aber einiges aus. (Milena Zwerenz)

Die Kinder von der Fischerinsel
0

Zwischen 1969 und 1973 entstand im Zentrum Ost-Berlins ein einzigartiger Hochhauskiez. In die markanten Neubauten auf der Fischerinsel zogen neben kinderreichen Familien vor allem Künstler, Wissenschaftler, ...

Zwischen 1969 und 1973 entstand im Zentrum Ost-Berlins ein einzigartiger Hochhauskiez. In die markanten Neubauten auf der Fischerinsel zogen neben kinderreichen Familien vor allem Künstler, Wissenschaftler, Funktionäre und Diplomaten ein – DDR-Alltag traf hier auf Prominenz und Extravaganz, ein Auszug aus dem Klappentext, und ich finde den darf man benutzen, erstens um zu zeigen worum es geht und zweitens besser hätte ich das auch nicht schreiben können. Es gibt in Berlin viele Ecken die eine große Geschichte tagen, überhaupt scheint Berlin viel zu erzählen zu haben, was man glaube ich auch im Detail nicht alles erfassen kann. Das der Ort wo man aufgewachsen ist einen fürs Leben prägt ist auch so, wenn man Mitschüler nach vielen Jahren wiedertrifft finde ich die Gespräche unter dem Motto „wie ist es dir zwischenzeitig ergangen“ immer sehr bereichernd und spannend, manchmal allerdings auch traurig. Wie haben diese Kinder und ihre Familien die Zeit in der es ein Privileg war eine Wohnung auf der Fischerinsel zu bekommen erlebt. Andreas Ulrich hat ehemalige Mitschüler aufgesucht und hat sich ihre Geschichten erzählen lassen. Dieses Buch bietet einen interessanten Ausschnitt, und es gibt viele Querverweise, so dass ich beim Lesen oft den Computer angeschmissen habe um Dinge nachzulesen oder mir anzusehen wie zum Beispiel den Film „Das Mädchen aus dem Fahrstuhl“ zu sehen auf YouTube. Fazit, es ist ein rundum gelungenes Buch was einen kleinen Einblick in ein bedeutendes Stück Berliner Geschichtet bietet, die ich sehr gerne gelesen habe. Vielen Dank

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2025

„Wenn du es dir vorstellen kannst, kannst du es auch machen.“ (Walt Disney)

Disney - Malen nach Zahlen: Girl Power
1

Ein Wirrwarr, so sieht es aus, wenn man die Vorlagen im Buch sieht. Malen nach Zahlen gibt es bereits seit vielen Jahren und es scheint seinen Reiz nicht verloren zu haben. Anhand einer Farbskala woran ...

Ein Wirrwarr, so sieht es aus, wenn man die Vorlagen im Buch sieht. Malen nach Zahlen gibt es bereits seit vielen Jahren und es scheint seinen Reiz nicht verloren zu haben. Anhand einer Farbskala woran man sich orientieren kann lassen sich die verschiedenen Felder mit Zahlen, Symbolen oder Buchstaben versehenen finden und ausmalen. Zum Vorschein kommen legendäre Power Girls von Rapunzel, Aurora über Belle, Wendy, Mirabel, Vanellope bis hin zu Raya oder Bianca – die weiblichen Heldinnen aus der Disney- und Pixar-Welt sind aus der heutigen Popkultur nicht mehr wegzudenken. Ein Buch was ich zunächst ein wenig unübersichtlich fand, wenn man spontan auf die Vorlagen sieht, man sieht viel und auch wieder nichts, um so erholsam und beruhigend ist das Ausmalen und je Kreativer man ist umso schneller entstehen tolle Bilder, das Ergebnis der Bilder ist allerdings auch abhängig von den Materialien die man zum Ausmalen nimmt. Das Buch ist für Kinder ab 12 Jahren und Erwachsenen gedacht und je nach Kreativität sicherlich auch schon ab 12 Jahren zu schaffen. Wie hat Walt Disney gesagt: „Wenn du es dir vorstellen kannst, kannst du es auch machen“. Vielen Dank.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2025

Dat Licht in de Bülgen

Das Licht in den Wellen
0

Gud dai. Kann man sich eine Geschichte zwischen New York und Föhr vorstellen, gegensätzlicher könnte es doch nicht sein. Und dennoch ist es eine Geschichte die zusammentrifft und sich erzählt. Inge Martensen ...

Gud dai. Kann man sich eine Geschichte zwischen New York und Föhr vorstellen, gegensätzlicher könnte es doch nicht sein. Und dennoch ist es eine Geschichte die zusammentrifft und sich erzählt. Inge Martensen unternimmt mit ihrer Urenkelin eine Reise nach New York, kurz vor ihrem 100 Geburtstag möchte sie noch einmal die Plätze sehen die ihr Leben geprägt haben, eine ungewisse Reise voller Inhalte. Inge ist Ende der 1940, Anfang der 1950 Jahre nach New York ausgewandert, mit ihr gegangen ist ein Geheimnis was sich durch das Buch zieht und erst am Ende eine Auflösung findet. Inges Weg ist sicherlich kein leichter, ein Weg in die Fremde, eine große Stadt erwartet sie, eine andere Sprache, alles ist neu und groß. Aber sie geht ihren Weg, ein Weg von einem Deli hin zur Selbstständigkeit, über eine Liebe, einer Heirat, einem Kind und das kennenlerne vieler Menschen die zu Freunden werden. Doch Föhr verlassen für immer, die Insel ist ihre Heimat, Amerika ist zu einer geworden, in Amerika gibt es einige Auswanderer mit denen sie auch in ihrer Heimatsprache Fering sprechen kann, also ist ein wenig Heimat immer da. Das Buch endet mit der Ankunft von Inge und ihrer Urenkelin in New York und irgendwie scheint die Geschichte hier noch nicht zu Ende und vorne im Buch kann man Lesen, dass der Autor bereits an einem weiterem Buch schreibt, einer Geschichte die dann den Aufenthalt von Inge und ihrer Urenkelin erzählt wird, man darf gespannt sein. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, obwohl ich zwischendurch mal gedacht habe läuft es eigentlich zu optimal, es gibt wenig Schatten und es liest sich wie eine Leichtigkeit mal eben nach New York zu gehen. Aber das möchte der Autor mit diesem Buch gar nicht sagen, es ist eine Geschichte, eine Geschichte die sich mit vielen Einzelheiten sehr warmherzig geschrieben in eine Erzählung zusammenfügt, ich habe es gerne gelesen. Föl toonk.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2025

Die Liebe kennt keine Grenzen, auch nicht die des Todes

Pack Up the Moon
1

„Pack up the Moon“ „Pack den Mond ein“, schön wäre es, einfach einpacken und weggehen können, aber wie auch der Mond jeden Tag kommt und geht ist irgendwie auch das Leben, beständig und doch voller Höhen ...

„Pack up the Moon“ „Pack den Mond ein“, schön wäre es, einfach einpacken und weggehen können, aber wie auch der Mond jeden Tag kommt und geht ist irgendwie auch das Leben, beständig und doch voller Höhen und Tiefen, hellem und dunklem. Zunächst hat mich das Buch nicht so richtig abgeholt, weil es mich zu sehr an ein ähnliches Buch erinnert hat, ich musste anders an das Buch herangehen und das hat sich gelohnt. Wie schwer es ist als junger Mensch eine totbringende Erkrankung diagnostiziert zu bekommen, zu wissen das man bald stirbt ist wohl mit das belastendste was man sich vorstellen kann. Die Autorin nimmt den Leser in diesem Buch mit auf eine Reise zwischen Liebe, Abschied, Trauer, Verzweiflung, Einsamkeit, Freundschaft und letztendlich ein weiterleben. Lauren ist schwer krank und wird sterben, sie verliert nicht nur ihr Leben, sondern das derer, die sie lieben, vor allem ihren Mann Josh. Um ihm die Zeit nach ihrem Tod irgendwie erträglicher zu machen schreibt sie ihm für ein Jahr jeden Monat einen Brief damit er Dinge tut, Lichtblicke sieht und Chancen ergreift. Dieses Buch ist eine sehr schön geschriebene, romantisch bis herzerwärmende, dennoch traurige Liebesgeschichte die dem Leser die ein oder andere Träne entlockt. Josh wird Lauren immer lieben, aber sie hat recht, sein Leben muss weitergehen, ob er das finden wird was Lauren sich für ihn wünscht, lesen Sie es, es lohnt sich. Vielen Dank.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 06.04.2025

Liebe, Sehnsucht, und die Frage nach dem warum nicht

Unsere Suche nach Zärtlichkeit
0

Für einen Autor und vor allem für einen Autor mit dieser Biographie finde ich ist es recht ungewöhnliches Buch, ich habe mich gefragt was hat ihn dazu bewogen, weil es eigentlich nicht sein Metier ist. ...

Für einen Autor und vor allem für einen Autor mit dieser Biographie finde ich ist es recht ungewöhnliches Buch, ich habe mich gefragt was hat ihn dazu bewogen, weil es eigentlich nicht sein Metier ist. Dass er gut schreiben kann hat er in dem Buch „Der Liebende“ bereits bewiesen. Ich denke er wollte hier die Sicht und die Sehnsucht eines Mannes zu Beziehung und Liebe darstellen und das ist ihm in diesem sehr warmherzig und einfühlsamen Roman gelungen, aber um was geht es? Dumont arbeitet bei der Telefonseelsorge, und bekommt einen Anruf, der anders verläuft als sonst. Telefonseelsorge bonsoir, ich bin da und höre dir zu. Ein sehr beruhigender Satz finde ich, aber dieser Anruf verläuft anders, eine Frau ist zu hören und sie weint, schweigen kann so vieles sagen aber es macht hilflos, er kann diese Frau nicht erreichen, sie legt wieder auf. Nach diesem Gespräch das ihn tief berührt hat nimmt er sich eine Auszeit und begibt sich auf eine Reise, kann er diese Frau finden, irgendwie hat er das Gefühl sie suchen zu müssen. Er reist in das südfranzösische Antibes, an die Côte d’Azur und bezieht dort einen kleine Pension. In einer Ausstellung lernt er eine Frau kennen und ihre gemeinsame Geschichte beginnt, entwickelt sich und endet mit vielen Fragen, Sehnsüchten, Enttäuschungen und letztendlich doch der Liebe. Welche Fragen stellt man sich, oder kann man nicht einfach diese neue Liebe leben, kann und darf man sie leben, obwohl einer eigentlich vergeben ist? Wie weit kann liebe gehen, wie weit darf sie gehen und welches Versprechen gibt man sich, all diese Fragen finden in dem Buch eine Antwort und es entsteht eine Chance, Gefühle auch einmal einfach zu genießen. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, auch das Cover passt perfekt und ich empfehle es sehr gerne weiter. Vielen Dank.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere