Ein Roman voll Liebe, Schmerz und wichtigen Themen
Die Frauen im gelben Haus„Die Frauen im gelben Haus“ zeigt, warum es gut ist, hin und wieder aus der eigenen Komfortzone auszubrechen und ein neues Genre auszuprobieren. Historische Romane wie dieser zählen nämlich nicht zu meinen ...
„Die Frauen im gelben Haus“ zeigt, warum es gut ist, hin und wieder aus der eigenen Komfortzone auszubrechen und ein neues Genre auszuprobieren. Historische Romane wie dieser zählen nämlich nicht zu meinen alltäglichen Reads, doch als ich gelesen habe, dass Josephine Katharina Groß darin generationenübergreifenden Rassismus thematisiert, musste ich einfach dazu greifen – und ich habe es keine Sekunde bereut. In dem Buch lernen wir die Geschichte dreier Frauen aus verschiedenen Generationen einer Familie kennen: Anna, Belle und Amelie. Alle drei haben Erfahrungen mit Rassismus machen müssen, obwohl zwischen ihnen mehrere Jahrzehnte liegen. Ihr Weg war nicht nur steinig – er erschien mir wie ein unmöglicher Hindernisparcours voller Leid, verursacht durch Diskriminierung und Hass. Damit war die Lektüre definitiv keine leichte. Ob die Überwindung des Parcours wirklich unmöglich war, werde ich natürlich nicht verraten. Denn gerade weil das Leseerlebnis ein so schmerzvolles war, ist es ein eindrückliches und wichtiges, das ich nur empfehlen kann! Zu den wichtigen Themen gesellen sich authentische Charaktere, großartige Umgebungsbeschreibungen und wunderschöne Illustrationen, die das Buch perfekt abrunden. Insgesamt ist “Die Frauen im gelben Haus” also ein Kunstwerk voller Liebe, Schönheit und Schmerz, von dem man viel lernen kann, das man aber in einer guten mentalen Verfassung lesen sollte.