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Veröffentlicht am 14.07.2026

Cozy Crime vor gemütlicher Kulisse

Mord in der Pension Möwennest
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Worum geht’s?
Nachdem Nora nach dreißig Jahren ihren Orden verlassen hat und zurück in die normale Welt gekehrt ist, untersucht sie das rätselhafte Verschwinden ihrer ehemaligen Novizin Frieda. Deren letzter ...

Worum geht’s?
Nachdem Nora nach dreißig Jahren ihren Orden verlassen hat und zurück in die normale Welt gekehrt ist, untersucht sie das rätselhafte Verschwinden ihrer ehemaligen Novizin Frieda. Deren letzter Brief führt Nora in die Pension Möwennest – und dort nicht nur auf die Spur eines mysteriösen Vermisstenfalls, sondern auch auf die eines Mordes, der Noras vollstes Ermittlungsgeschick fordert.


Meine Meinung
Jess Kidd ist definitiv eine Autorin, die ich in so ziemlich jedem Genre lesen würde. Auch hier habe ich mich schon sehr auf das Buch gefreut, und das sogar, obwohl ich bei Cozy Crime mittlerweile eigentlich kein allzu großer Fan mehr bin.

Das gemütliche Setting hat hier aber definitiv nicht für Langeweile gesorgt, was mich persönlich sehr positiv überrascht hat. Auch wenn ich zu Beginn ehrlicherweise nicht direkt einen Zugang zu Geschichte und Figuren gefunden habe, mochte ich diesen typisch britischen Flair sehr gerne, was mich dann auch recht schnell dazu motiviert hat, weiterzulesen.

Die Figuren und ihre Konstellationen waren definitiv ein bisschen schräg, dabei aber immer noch charmant genug, um beim Lesen durchaus Spaß zu machen. Wahnsinnig viel Spannung im klassischen Sinne kommt dabei zwar nicht unbedingt auf, was ja allerdings auch gar nicht der Anspruch der Geschichte ist. Darüber hinaus hat es wirklich viel Spaß gemacht, die unterschiedlichen Geheimnisse der Figuren aufzudecken und mit zu rätseln, wie denn nun welche Zusammenhänge überhaupt zustande gekommen sind.

Fans von gemütlichen Kriminalgeschichten mit Küstensetting werden hier daher sicherlich voll auf ihre Kosten kommen, insbesondere weil dieser Reihenauftakt noch weitere Geschichten verspricht. Für mich hat dieses Buch wieder einmal bestätigt, warum Jess Kidd definitiv zu meinen Lieblingsautorinnen zählt, weshalb ich schon sehr gespannt auf ihr nächstes Buch bin.


Fazit
Jess Kidd habe ich auch hier wirklich gerne gelesen, was in meinen Augen definitiv für die Autorin und ihre Vielseitigkeit spricht. Selbst wenn man eigentlich kein Cozy-Crime-Fan ist, kann dieses Buch definitiv unterhalten, weshalb es sich meiner Meinung nach lohnt, auch hier einmal ein wenig über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 13.07.2026

Untreue ist keine Second-Chance-Romance

Kiss the Right Bride
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Worum geht’s?
Als Konditorin kann June ihre Leidenschaft für Romantik und Torten perfekt in die Hochzeitsagentur, die sie gemeinsam mit ihren Freundinnen betreibt, investieren. Die Hochzeit der Tochter ...

Worum geht’s?
Als Konditorin kann June ihre Leidenschaft für Romantik und Torten perfekt in die Hochzeitsagentur, die sie gemeinsam mit ihren Freundinnen betreibt, investieren. Die Hochzeit der Tochter des zukünftigen Bürgermeisters verspricht, ihrer Karriere den entscheidenden Schub zu verpassen – wäre da nicht der Bräutigam, der June vor Jahren das Herz gebrochen hat und es trotzdem noch immer zum Stolpern bringen kann.


Meine Meinung
Second-Chance-Romance hat in meinen Augen definitiv das Potenzial, berührende Liebesgeschichten hervorzubringen. In den Fällen, in denen das Ende der ersten Beziehung nicht auf Gewalt, Untreue oder ähnlichen Gründen basiert, lese ich diesen Trope daher auch wirklich gerne, hier wurde ich jedoch ehrlicherweise schon recht früh einfach nur unglaublich enttäuscht beim Lesen.

Schreibstil und Figuren waren ehrlicherweise bereits zu Beginn des Buches nicht mein Fall, da die Geschichte aber nicht allzu lang war, wollte ich trotzdem wenigstens bis zum Ende durchhalten. Gelohnt hat sich das für mich rückblickend leider nicht, dafür waren meine Kritikpunkte einfach zu zahlreich.

Am offensichtlichsten gestört hat mich definitiv der Aspekt der Untreue, der mich persönlich einfach überhaupt nicht anspricht. Die Umsetzung war darüber hinaus allerdings auch nur wenig durchdacht und kam mir eher hingeschmiert vor, was insbesondere in der fast schon lieblosen Figurengestaltung zum Ausdruck kam. Schon die Beziehung zwischen Ryder und seiner Verlobten kam mir nur wenig authentisch vor, weshalb ich eher den Eindruck hatte, dass nach einem fadenscheinigen Grund gesucht wurde, um die Beziehung zwischen ihm und June wiederaufleben lassen zu können.

Das Knistern zwischen den beiden fand ich beim Lesen jedoch auch nur wenig authentisch, da sich abgesehen von zahlreichen Lügengeschichten und knisternden Szenen eigentlich kaum etwas entwickelt hat, von dem ich behaupten würde, das es eine realistische Chance auf eine Beziehung gehabt hätte. Weder Ryder, noch June reflektieren wirklich, was da eigentlich gerade passiert und kommen so leider nicht an einen Punkt, an dem ich noch irgendein Fünkchen Sympathie für einen der beiden hätte hegen können.

Insgesamt hat mir dieser Auftaktband daher nicht nur das Leseerlebnis ziemlich vermiest, sondern die gesamte Reihe gleich mit. Untreue mit dem Anspruch auf Second-Chance-Romance in Verbindung zu bringen, finde ich persönlich unangebracht und in diesem speziellen Fall darüber hinaus auch einfach nicht angenehm zu lesen.


Fazit
Für mich war dieses Buch definitiv ein absoluter Fehlgriff, was nicht nur an dem mir absolut verhassten Cheating-Trope, sondern auch an den platten Figuren und dem für mich einfach nicht angenehm zu lesenden Schreibstil lag. Die weiteren Bände der Reihe werde ich mir daher definitiv nicht mehr antun, denn hier haben ich leider eindeutig meine Lebens- und Lesezeit verschwendet.

Dafür gibt es (aus Ermangelung an Alternativen) einen Bücherstapel.

Veröffentlicht am 10.07.2026

Spannendes Konzept mit wankelmütiger Umsetzung

Die Schwester des Serienkillers
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Worum geht’s?
Als die Polizei vor Annas Tür steht und ihr berichtet, dass ihr Bruder Henry ein gesuchter Serienmörder sein soll, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Seit ihrer gemeinsamen Kindheit im ...

Worum geht’s?
Als die Polizei vor Annas Tür steht und ihr berichtet, dass ihr Bruder Henry ein gesuchter Serienmörder sein soll, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Seit ihrer gemeinsamen Kindheit im Heim hatten die beiden keinen Kontakt mehr, doch jetzt lässt seine Mordserie vermuten, dass Anna sein nächstes Opfer sein könnte – und die setzt alles daran, um ihm nicht in die Fänge zu geraten.


Meine Meinung
Das Konzept dieser Reihe finde ich wirklich spannend, auch wenn das Szenario der Familienmitglieder eines Serienkillers eigentlich unglaublich beängstigend ist. Ehrlicherweise muss ich bei diesem Band allerdings leider sagen, dass mir die Umsetzung nicht ganz so gut gefallen hat, wie das bei Band eins oder zwei der Fall war.

Der Schreibstil an sich kam mir hier fast ein wenig schleppend vor, was insbesondere in der ersten Hälfte des Buches dazu geführt hat, dass ich nur unglaublich langsam voran gekommen bin. Wirklich passiert ist relativ lange nichts, was ich auf Dauer einfach etwas zu anstrengend für meinen Geschmack fand.

Kurz nach der ersten Hälfte des Buches konnte ich mich dann zwar schon etwas mehr für die Geschehnisse begeistern, wirklich vom Hocker gerissen war ich da aber schon nicht mehr. Mir persönlich kam das interessantere Tempo leider deutlich zu spät im Buch, weshalb dann ehrlicherweise auch froh war, als ich die Geschichte beenden konnte.

Auch die Auflösung war für mich nicht so sehr der Knaller, wie sie es eigentlich hätte sein sollen. Der Plottwist kam zwar zugegebenermaßen überraschend, wirklich gut gemacht fand ich die Hinführung aber ehrlicherweise nicht. Hätte es zuvor wenigstens ein oder zwei kleine Hinweise gegeben, wäre mir das Ende vermutlich nicht ganz so an den Haaren herbeigezogen vorgekommen, so hatte ich aber leider den Eindruck, dass diese Lösung relativ spontan entstand und der Handlungsbogen aus diesem Grund nicht ganz rund war. Insgesamt mochte ich die Reihe daher zwar gerne, die ersten beiden Bände haben mich aber deutlich mehr angesprochen, als das bei dieser eher schleppenden Umsetzung der Fall war.


Fazit
Für einen Thriller war mir dieses Buch ehrlicherweise nicht spannend und vor allem nicht packend genug geschrieben. Die Idee war zwar durchaus interessant und hatte das Potenzial zu einem absoluten Pageturner, mir persönlich war die Umsetzung dafür aber etwas zu wankelmütig.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel.

Veröffentlicht am 10.07.2026

Mitreißende Idee mit schleppendem Handlungsbogen

Das Dreizehnte Kind
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Worum geht’s?
Als Patentochter des Todes hat Hazel nicht nur die Macht über Leben und Tod, sondern trägt auch die Bürde, eines langen aber einsamen Lebens. Ihre Heilgabe füllt ihren Alltag aus – und bringt ...

Worum geht’s?
Als Patentochter des Todes hat Hazel nicht nur die Macht über Leben und Tod, sondern trägt auch die Bürde, eines langen aber einsamen Lebens. Ihre Heilgabe füllt ihren Alltag aus – und bringt sie in größte Gefahr, als der schwer erkrankte König auf sie aufmerksam wird und sie mitten hinein in einen Strudel aus höfischen Intrigen und Kriegswirren zieht, der ihr Leben vollkommen auf den Kopf stellt.


Meine Meinung
Dieses mehr oder weniger märcheninspirierte Setting war auf jeden Fall ein spannendes Abenteuer, das mich vor allem von der Idee her mitgerissen hat, auch wenn der Handlungsbogen ehrlicherweise nicht ganz so stringent und zielgerichtet war, wie ich mir das eigentlich gewünscht hätte.

Zu Beginn der Geschichte wusste ich ehrlicherweise noch nicht, worauf das Ganze überhaupt hinauslaufen sollte, da Klappentext und tatsächliche Ereignisse nicht so ganz übereingestimmt haben. Die Hinführung zur angekündigten Handlung war dabei zwar grundsätzlich nicht langweilig und auch ziemlich angenehm zu verfolgen, für meinen Geschmack hat dieser Prozess aber leider deutlich zu viel Zeit in Anspruch genommen. Beim Hören habe ich mich so recht lange eher orientierungslos gefühlt, was schlussendlich den Eindruck eines etwas übermäßigen Vorgeplänkels bei mir hinterlassen hat.

Auch die Einführung unwichtiger Figuren hat für mich ehrlicherweise nicht besonders viel Sinn ergeben, da zahlreiche Erwähnungen und Kurzauftritte eigentlich irrelevant für die Geschichte waren und lediglich Masse produziert haben. Darüber hinaus hätte der Handlungsbogen um die mysteriöse Zitterpest eigentlich genug Material geboten, um ein Buch zu füllen, zu diesem Thema wurden die Überlegungen und Behandlungsversuche in meinen Augen dann aber eher knapp gehalten.

Auch hinsichtlich des Worldbuildings hätte ich mir ehrlicherweise noch etwas mehr Details gewünscht, da die Hintergrundgeschichte von Hazel zwar durchaus einiges an Raum eingenommen hat, die Welt in der sie lebt dabei aber leider nicht ganz so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Somit bliebt mir schlussendlich nicht besonders viel Klarheit darüber, wie genau diese Welt eigentlich aussieht, auch wenn irgendwo klar war, dass ein gewisser Grad an Inspiration aus einer märchen-ähnlichen Welt stammen könnte.

Insgesamt hat mich das Feeling beim Lesen dieses Buches daher total überzeugen können, die Umsetzung und der Aufbau des Handlungsbogens waren in meinen Augen aber leider nicht ganz so geschickt gewählt, da mich persönlich ein anderer Fokus deutlich mehr interessiert hätte und meinem Spannungsempfinden deutlich zuträglicher gewesen wäre.


Fazit
Die Geschichte an sich hat mir beim Hören wirklich Spaß gemacht, auch wenn ich den Aufbau des Buches ehrlicherweise nicht zu einhundert Prozent gelungen finde. Für die Idee an sich konnte ich mich aber definitiv begeistern, was die Schwächen bei Plot und Logik für mich durchaus etwas ausgeglichen hat.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 01.07.2026

Grundsätzlich nette Idee mit ausbaufähiger Umsetzung

Tristan Mortalis
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Worum geht’s?
Nach ihrem Schulabschluss trennen sich die Wege von Tristan und seiner Freundesgruppe. Jeder folgten seinen Wünschen und Träumen – bis auf Tristan, der einfach nicht weiß, wo es ihn hin verschlagen ...

Worum geht’s?
Nach ihrem Schulabschluss trennen sich die Wege von Tristan und seiner Freundesgruppe. Jeder folgten seinen Wünschen und Träumen – bis auf Tristan, der einfach nicht weiß, wo es ihn hin verschlagen soll. Als dann ein halbes Jahr später ein Leiche aus dem Moor geborgen wird, deren Kleidung identisch mit seiner ist, wollen Tristans Freunde herausfinden, was mit ihm passiert ist – und stoßen dabei auf Abgründe, die sie sich nie vorzustellen gewagt hätten.


Meine Meinung
Mit diesem Buch habe ich mich ehrlicherweise nicht ganz so leicht getan, wie ich mir das eigentlich vorgestellt hatte. Die Grundidee der Geschichte fand ich zwar von Beginn an recht spannend, insbesondere die Umsetzung hat mir dann aber selbst vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es sich hier um einen Jugendroman handelt leider nicht besonders gut gefallen.

Den Schreibstil mochte ich tatsächlich ganz gerne, ich bin relativ schnell durch die Geschichte gekommen und hatte nicht das Gefühl, mich an irgendwelchen Formulierungen aufzuhängen. Auch die eher kurzen Kapitel haben meinen Lesefluss hoch gehalten, was ich wirklich ansprechend fand.

Meine Probleme hatte ich daher auch eigentlich lediglich mit den Figuren, die in meinen Augen vor allem durch den Aufbau des Buches bedingt eher blass geblieben sind und mir kaum nahbar vorkamen. So nett die Perspektivwechsel für ein wenig Dynamik in der Geschichte auch waren, wirkliche Tiefe wurde so zumindest meiner Meinung nach nicht erzielt. Auch die unterschiedlichen Geheimnisse der Figuren konnten mich nicht so richtig überzeugen, da sie mir teils etwas arg an den Haaren herbeigezogen erschienen und darüber hinaus nicht immer ganz authentisch konstruiert waren.

Auch die Umsetzung des Endes konnte mich nicht begeistern, da ich persönlich einfach kein Fan von besonders viel Drama in Geschichten bin und die Hinleitung zur Auflösung daher einfach nicht wirklich meinen Geschmack getroffen hat. Als Jugendliche wäre das Buch von mir daher vermutlich auch eher abgebrochen worden, mittlerweile beende ich aber auch solche Geschichten und suche mir dann Lesestoff, der mich eher ansprechen wird.


Fazit
Auch wenn dieses Buch an sich recht nett gemacht war, hat sich meine Begeisterung schlussendlich dann doch leider eher in Grenzen gehalten. Die Handlung an sich war für meinen Geschmack etwas zu ungeschickt konstruiert und daher nicht ganz so mitreißend, wie ich mir das gewünscht hätte, auch wenn sich die Geschichte an sich recht flott hat weg lesen lassen.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.