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Veröffentlicht am 15.07.2025

Mord in Finnland

Gerächt sein sollst du
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Der Jugendliche Jonas wird in Kristinestad tot im Meer treibend aufgefunden. Zunächst vermutet die Polizei einen Selbstmord, jedoch finden sich bald Hinweise auf Mord und so muss der Kommisar Mats in dem ...

Der Jugendliche Jonas wird in Kristinestad tot im Meer treibend aufgefunden. Zunächst vermutet die Polizei einen Selbstmord, jedoch finden sich bald Hinweise auf Mord und so muss der Kommisar Mats in dem ruhigen Küstenort mit seinen Ermittlungen beginnen. Eevi, seine alte Jugendliebe, recherchiert unterdessen für die Zeitung in der sie arbeitet bezüglich des Todesfalls und schließlich können sie einander bei der Aufklärung unterstützen...

Das Cover erinnerte mich sehr an einen anderen Thriller, den ich ebenfalls vor kurzem gelesen hatte, beide gefallen mir auf Grund des vielen weiß nicht sonderlich, da sie nicht im Gedächtnis bleiben. Jedoch ist das Bild auf diesem Kriminalroman mit dem roten Häuschen und hübschen Landschaft am Ende hübscher und passt zum nordlichen Handlungsort, Finnland.

Aufgrund eines persönlichen Bezugs zu Finnland war ich sehr interessiert von der Autorin Kaisu Tuokko zu lesen und fand mich selbst mit den ungewöhnlichen Namen sowie Schreibweisen sehr gut zurecht. Es handelt sich um einen klassischen Krimi mit dem Polizisten Mats und der Journalistin Eevi als Hauptprotagonisten aus deren Sicht abwechselnd die Geschichte erzählt wird. Da beide eine gemeinsame Vergangenheit haben, findet sich ein .Die Erzählung verläuft zunächst eher langsam und gemächlich, spitzt sich im Laufe leicht zu, bringt aber keine extreme Spannung mit sich. Wahrscheinlich habe ich in letzter Zeit zuviele Thriller gelesen, um dann diesen Kriminalroman nicht zu langweilig zu finden. Er war alles in allem stimmig in Sachen Aufbau, Charakterbildung, Handlungsstränge, Erzählzeiten und Schreibstil, jedoch fesselte es mich nicht und überzeugte mich nur mittelmäßig.

Fazit: Ein Krimi für all diejenigen, die es gerne klassisch und ohne große Aufregung mögen.

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Veröffentlicht am 12.07.2025

Kindlicher Abschied

Weißt du noch? Ein Bilderbuch vom Abschiednehmen
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Eines Tages fragen sich die Waldbewohner Eichhörnchen, Igel und Haselmaus, wo denn der Eichelhäher geblieben ist. Sie haben ihn schon länger nicht gesehen und als der Specht sie darauf hinweist, dass ...


Eines Tages fragen sich die Waldbewohner Eichhörnchen, Igel und Haselmaus, wo denn der Eichelhäher geblieben ist. Sie haben ihn schon länger nicht gesehen und als der Specht sie darauf hinweist, dass er seine Federn verloren hat und nicht mehr unter ihnen ist, können sie das so einfach nicht glauben. Sie begeben sich auf die Suche nach ihm und erzählen sich währenddessen Erinnerungen an den Eichelhäher...

Das Buch kam bei uns aus aktuellem traurigem Anlass zum Einsatz, um unserem 4 Jährigen das Thema Tod, Abschiednehmen und Erinnern an geliebte Menschen leichter zu erklären. Zunächst kam die Botschaft Freundschaft und Zusammenhalt wunderbar rüber und er mochte die niedlichen Waldfreunde sehr. Es sind diese hier sehr gut gewählt, da fast jedes Kind diese Tiere auch in Realität kennt und einen Bezug zu ihnen aufbauen kann. Die Illustrationen passen farblich zur gewünschten Atmosphäre, die gerade transportiert werden soll z.B. helle, freundliche Farben bei den Erinnerungen an den Eichelhäher und eine dunkle, düstere Stimmung bei der Erkenntnis des Todes.
Es ist zudem die Möglichkeit gegeben den Kindern die eigenen (möglicherweise religiösen) Vorstellungen nach dem Sterben aussehen, da es im Buch sehr neutral gehalten ist und besonders um das Erinnern eines besonderen Freundes, mit dem man gemeinsame Momente gesammelt hat, geht. Mir gefiel auch die Rolle des Spechts, der ein wenig den Realisten und Übermittler der Botschaft darstellt. Der Schluss ist richtig schön positiv verpackt und das Buch zeigt nochmal, dass selbst aus dem Sterben wieder Neues und vorallem Freude gemeinsam entstehen kann.

Fazit: Ein wunderschönes Buch, um Kindern den Abschied und das Vermissen näher zu bringen!

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Vampiristische Fortsetzung

Die Kraft der Götter
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Aileen fühlt nach dem Verkauf an das Atalon Bündnis von Ragnor Rayne verraten und spürt unendliche Wut. Doch was hat es mit den mysteriösen Kräften, die sie in sich spürt auf sich. Atalon selbst scheint ...

Aileen fühlt nach dem Verkauf an das Atalon Bündnis von Ragnor Rayne verraten und spürt unendliche Wut. Doch was hat es mit den mysteriösen Kräften, die sie in sich spürt auf sich. Atalon selbst scheint ihr zunächst freundlich gesonnen, jedoch vermutet sie bald tiefe Abgründe hinter seiner Fassade. Wem kann sie trauen und was für Bedeutung hat sie in den Allianzen der Vampire ?!

Bei diesem handelt es sich um den zweiten Teil der Cloak of the Vampire- Reihe der Autorin Saphir A. Englard. Da ich bereits das erste Buch gelesen hatte und es als gut befand, wollte ich unbedingt Aileens Geschichte weiterverfolgen, noch dazu nachdem ein massiver Cliffhanger den anderen Roman endete. Dadurch würde ich auch empfehlen, in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man ohne Vorwissen hier schlecht mitten im Geschehen einsteigt.
Eigentlich gefiel mir die Idee und Umsetzung der etwas anderen Art von Vampiren, da es tatsächlich nochmal etwas Neues war in der Welt der Bluttrinkenden "Monster", jedoch war es für mich in diesem Teil etwas über das Ziel hinaus geschossen. Aileens Vergangenheit, die immer wieder aufgegriffen wird, weil sie eine Rolle spielt bei ihren Kräften und dann doch nur vage Erklärungen liefert, Regeln, die für die Vampire immer schon gelten, im ersten Teil, aber noch nicht da waren oder die merkwürdigen Jins. Leider war mir das irgendwie alles zu viel, obwohl ich mich auf die Fortsetzung gefreut hatte und sehr gespannt war, wie Ragnor's und Aileens Geschichte weitergeht. Dafür fand ich es toll, was für eine Entwicklung Ragnor's Charakter in diesem Teil machte, dafür ein wenig Glaubwürdigkeit einbüßte, aber vielleicht kann die eine Frau, ja wirklich einen 1000 Jahre alten Vampir verändern. Der Schreibstil gefiel mir jedoch auch dieses Mal gut und gesamt gab es mehr Potential als die Autorin ausschöpfte.

Fazit: Der erste Teil hat mich mehr gepackt, leider kurzweilig verwirrend und sich widersprechend.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Einsatzkräfte im Einsatz

Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 3 - Wer ist hier im Einsatz?
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Die Reihe der Wieso Weshalb Warum Vorlesegeschichten kennen wir bereits und haben die beiden Bände davor im Bücherregal stehen, da sie in liebevoller Form Wissen aus dem Alltag weitervermitteln ...

Die Reihe der Wieso Weshalb Warum Vorlesegeschichten kennen wir bereits und haben die beiden Bände davor im Bücherregal stehen, da sie in liebevoller Form Wissen aus dem Alltag weitervermitteln können. Bei dem neuem Exemplar waren wir besonders gespannt, denn gerade Feuerwehr, Rettung und Polizei sind seit Anfang an ein wichtiges Thema, über das man nicht genug Geschichten hören kann.
Der Aufbau der Bücher ist sehr gelungen, da sie zu Beginn die Charaktere und den Handlungsort anschaulich mit bunten Illustrationen vorstellen und anschließend in kurzer Kapitelform 15 in sich abgeschlossene Geschichten über die vier Kinder Toni, Kojo, Lenny und Abena, die in Hoppelstedt verschiedene Abenteuer erleben. So helfen sie den Fröschen über die Straße, suchen verlorene Dinge, da sie natürlich auch selbst Detektive in ihrer Gruppe namens Rabbits sind, retten eine Katze mit der Feuerwehr, helfen einer Frau mit Sonnenstich auf einer Luftmatratze im Wasser treibend, lernen Erste-Hilfe oder erleben Einsatzarbeiten nach einem Bankomaten Raubüberfall.
Die Geschichten haben die ideale Länge zum Vorlesen und sind bei uns als Gute Nacht Geschichte sehr beliebt und liefern ganz nebenbei lehrreiche Fakten zu den Inhalten. Durch die vielen, bunten Zeichnungen zum Geschehen, können die Kinder zum Gehörten gut nachvollziehen was gerade passiert. Mein Sohn liebte besonders die Fußballstadion Story, da der Papa dort ebenfalls immer wieder arbeitet und daher der Bezug dazu sehr groß ist.

Fazit: Wir können die Vorlesegeschichten für Kinder ab 4 Jahren ehrlich nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Humorvoller "Spionage" Liebesroman

Never Trust Your Fake Husband
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In einer eiskalten Nacht in Paris erwacht eine junge Frau liegend im Schnee. Schnell stellt sie fest, sie hat keinerlei Erinnerung, nicht mal an ihren Namen. Doch dann ist da dieser gutaussehende Mann, ...

In einer eiskalten Nacht in Paris erwacht eine junge Frau liegend im Schnee. Schnell stellt sie fest, sie hat keinerlei Erinnerung, nicht mal an ihren Namen. Doch dann ist da dieser gutaussehende Mann, der sie Alex nennt und plötzlich auch zahlreiche Männer mit Waffen, die hinter ihr her sind! Einzig dem Mann schenkt sie ihr Vertrauen und flüchtet mit ihm, ein Abenteuer, das sie schnell zu einem Ehepaar werden lässt, um den Gefahren zu entgehen, die ihnen drohen...

Dieses Buch des Ravensburger Verlags richtet sich an ein junges Publikum ab 16 Jahren und kommt aus dem New Adult Genre, wobei es mich mit einem durchaus doppelt so hohem Alter auch ansprach. Nicht unbedingt das Cover, dies war mir ein wenig zu kindisch und auch die Farbkombinationen passen in meinen Augen nicht ganz harmonisch zusammen.

Der Roman hat mich immer wieder zum Lachen gebracht und war durchwegs unterhaltsam. Es war eine Leichtigkeit die kurzen Kapitel eins nach dem anderen zu verschlingen, durch den lockeren Schreibstil mit den zahlreichen witzigen Unterhaltungen zwischen den beiden Hauptprotagonisten. Gleichzeitig gab es neben der Spannung, wann sich Zoe und Sawyer endlich so richtig nahe kommen, auch durchgehend das Rätsel von Zoes Identität. Es war eine tolle Mischung, zu der anbahnenden Liebesgeschichte auch einen Krimiaspekt einzubauen, wodurch man sich durchwegs die Frage stellt, wer Zoe wirklich ist und ob sie denn nun "nur" die mysteriöse Zwillingsschwester ist. Mir gefielen auch Sawyers Charakterzüge sehr gut, der sarkastische, zynische und doch warmherzige Spion, der eigentlich ein Agent ist, aber irgendwie auch das nicht sein möchte, machte ihn sehr sympathisch. Die Erzählsicht wechselt zwischen Sie (Alex, "Nicht-Alex, Zoe) und Er (Sawyer), wobei diese Trennung vorallem, wenn beide zusammen sind ein wenig verschwimmt und beide ihre Zeilen in den Kapiteln des jeweilig anderen haben. Auch wenn es eigenartig war zu Beginn eine Geschichte im Setting von Eis und Schnee bei Hitze und Sonne zu lesen, kam bei ihrerer weiteren Reise als vermeintliches Ehepaar auf einem Schiff, Urlaubsstimmung beim Lesen auf. Ich hatte einige vergnügliche Lesestunden und kann den Roman auch einem etwas älteren (wahrscheinlich klischeebedingt eher weiblichen) Lesepublikum durchaus empfehlen!

Fazit: Wirklich lustiger Schlagabtausch zwischen den beiden Hauptcharakteren und spannende Story rundherum!

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