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Veröffentlicht am 22.01.2026

Western meets Horror - Gelungener Auftakt einer neuen Serie mit Potential

Nighthunter 1 – Die Nacht der Ghule
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Mit diesem Buch liefert der Autor Anton Serkalow den gelungenen Auftakt einer neuen Serie mit einem wilden Mix aus Western und Horror bzw. Mystery ab, der mich insgesamt überzeugen und gut unterhalten ...

Mit diesem Buch liefert der Autor Anton Serkalow den gelungenen Auftakt einer neuen Serie mit einem wilden Mix aus Western und Horror bzw. Mystery ab, der mich insgesamt überzeugen und gut unterhalten konnte, für die weiteren Bände aber auch noch ein wenig Luft nach oben lässt.

Im Mittelpunkt der Serie stehen der adlige Vampir Louis Royaume und sein indianischer Gefährte, der Gestaltwandler Geistwolf, die bei ihrem ersten Abenteuer auf einen Zug mit einer gefährlichen Fracht stoßen, die niemals hätte geweckt werden dürfen.

Den typischen Spagat eines Serienauftaktes, bei dem nicht nur eine spannende Geschichte erzählt werden muss, die Lust auf weitere Bände macht, sondern darüber hinaus auch noch interessante Charaktere eingeführt werden müssen, die diese Serie dann auch noch über die weiteren Bände tragen können, absolviert der Autor hier auf überzeugende Art und Weise.
Auch wenn die Geschichte grundsätzlich in sich abgeschlossen ist, werden dennoch bereits ein paar Fäden gespannt, die dann in den Fortsetzungen weitergesponnen werden können bzw. müssen.

Vom Umfang her entspricht das Buch in etwa dem eines handelsüblichen Heftromans und kommt dementsprechend auch schnell zur Sache, ohne sich mit langen Vorreden aufzuhalten. Ein packender Schreibstil und ein hohes Erzähltempo sorgen dann dafür, das man beim Lesen kaum zum Luftholen kommt und dem wilden Treiben gebannt folgt. Es bleibt aber auch noch Raum für fein dosierten Humor, der den eher düsteren Grundtenor immer wieder auflockert.

Ein Auftaktband, der viel Spaß macht und zudem reichlich Potential für die weiteren Bände andeutet. Ob dieses Potential dann auch ausgeschöpft werden kann, werden die weiteren Bände, auf die ich schon sehr gespannt bin, zeigen.
Eine gewissen Suchtfaktor kann man dieser Serie aber schon jetzt nicht absprechen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Packender und abgründiger Thriller aus Bielefeld

Der Kissenmörder (Bajetzky & Kuper - Thriller 6)
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In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz sein Ermittlerduo Emma Bajetzky und Alex Kuper in ihren sechsten gemeinsamen Fall, der mich erneut überzeugen und begeistern konnte. Auch diesmal wird ...

In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz sein Ermittlerduo Emma Bajetzky und Alex Kuper in ihren sechsten gemeinsamen Fall, der mich erneut überzeugen und begeistern konnte. Auch diesmal wird der Handlungsort Bielefeld gut in die Handlung eingebunden.

Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus den ersten fünf Bänden, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber doch, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Diesmal bekommen es Emma und Alex mit einem Serienmörder zu tun, der junge Mütter zunächst auf grausame Art und Weise misshandelt und anschließend mit einem Kissen erstickt. Verstörende Kinderzeichnungen, die an den Tatorten zurückgelassen werden, deuten darauf hin, dass sich der Täter für selbst erlebte Misshandlungen rächen will und dabei immer mehr die Kontrolle über sich verliert. Und am Ende einer Liste steht ein ganz besonders Opfer.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran, legt geschickt einige falsche Fährten und bietet am Ende einen fulminanten Showdown mit einer schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte wird fast ausschließlich aus den wechselnden Perspektiven der beiden Ermittler erzählt, immer wieder eingestreute Passagen aus der Sicht der Opfer sorgen für zusätzliche Spannung, ohne dabei bereits zu viel über die Identität des Täters zu verraten. Fein dosierte Ausflüge in das Privatleben der Akteure lockern das eher düstere Geschehen immer wieder ein wenig auf, die Ermittlungen steht dabei aber immer im Mittelpunkt des Geschehens.

Wer auf spannende und abgründige Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Rasanter Auftakt einer Thriller-Reihe um eine taffe Polizistin im Undercovereinsatz

Darknet-Alpträume
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Mit diesem Thriller legt der Autor Günter Schaden den ersten Band seiner Schattenlicht-Reihe vor. Zum Auftakt beschreibt er die dramatischen Ereignisse eines einzigen Tages, bei dem die ziemlich taffe ...

Mit diesem Thriller legt der Autor Günter Schaden den ersten Band seiner Schattenlicht-Reihe vor. Zum Auftakt beschreibt er die dramatischen Ereignisse eines einzigen Tages, bei dem die ziemlich taffe Polizistin Becca Prager, die sich auf einen riskanten Undercovereinsatz eingelassen hat, im Zentrum des Geschehens steht.

Über 6 Monate hat Becca Prager ein kriminelles Netzwerk infiltriert, dass einen Webshop im Darknet betreibt und dort seine Dienste anbietet. Heute nun soll dieses Netzwerk mit Hilfe eine SEK-Einsatzteams ausgehoben werden. Als der Einsatz anläuft, muss Becca feststellen, dass die Strukturen des Netzwerkes und die Sicherungsmaßnahmen für deren Daten weitaus ausgeklügelter sind wie gedacht. Doch da laufen die Dinge bereits aus dem Ruder und Becca muss große Risiken eingehen, um die Ergebnisse ihrer monatelangen Arbeit zu retten.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und hält sich dabei nicht mit langen Vorreden auf. So lernen wir Becca zunächst nur über ihre aktuellen Handlungen kennen und erfahren wenig bis nichts über ihren Hintergrund und ihre Motivation. Von der der ersten Seite an schlägt der Autor dabei ein hohes Erzähltempo an, dass einem beim Lesen kaum Zeitz zum Luftholen lässt. Erst in der zweiten Hälfte des Buches gibt s auch ein paar ruhigere Phasen, die aber nie lange anhalten. Bei diesem Tempo und einem Umfang von knapp unter 200 Seiten bleibt die Figurenzeichnung zwangsläufig ein wenig zurück, aber zumindest die Hauptprotagonistin Becca, auf die das Buch komplett zugeschnitten ist, präsentiert sich hier als gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Charakter.

Wer auf spannende und temporeiche Thriller steht, wird hier gut bedient und spannend unterhalten. Auch wenn mich der Auftaktband noch nicht komplett überzeugen konnten, ist mein Interesse für die weiteren Bände der Reihe auf jeden Fall geweckt, zumal das Buch mit einem kleinen Cliffhanger endet.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Packender und atmosphärisch dichter Horror-Thriller

Das Grauen der Abyss-Arkaden
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Mit diesem Buch legt der Autor Marshall Flynn einen spannenden und atmosphärisch dichten Horror-Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Die Bezeichnung „düsteres Mysterydrama“, ...

Mit diesem Buch legt der Autor Marshall Flynn einen spannenden und atmosphärisch dichten Horror-Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Die Bezeichnung „düsteres Mysterydrama“, die sich auf dem Cover findet, würde ich hier eher als Understatement einstufen.

Obwohl hier ein paar Protagonisten mitwirken, die bereits aus den anderen Büchern des Autors bekannt sind, und sich auch die eine oder andere Anspielung auf diese Bücher in der Geschichte findet, braucht man für das Verständnis keine Vorkenntnisse aus diesen Büchern. Hierbei handelt es sich eher um kleine Easter Eggs für die Stammleser.

Die Abyss-Arkaden sollen der einst so stolzen Industriestadt Wraithfield an der Ostküste wieder zu neuem Glanz verhelfen, doch der Eröffnungstag des riesigen mehrgeschossigen Einkaufszentrums, dass sich größtenteils unter der Erde befindet, endet in der Katastrophe, als es zu mehreren Explosionen kommt. Die Behörden riegeln die Arkaden hermetisch ab und der einflussreiche Investor Ambrose Virell hüllt sich in Schweigen. Doch der Bauleiter Bob Clark, dessen Frau Laura zu den Opfern zählt, gibt keine Ruhe. Nach dem alle legalen Methoden scheitern, beschließt er, in den abgesperrten Bereich einzudringen und zumindest die Leiche von Laura zu bergen. Doch ihn erwartet ein wahrer Alptraum.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute und ziemlich abgründige Geschichte voran und steuert sie konsequent auf einen fulminanten Showdown zu, der die Geschichte zwar zu einem schlüssigen Ende bringt, bei dem keine wesentlichen Fragen offenbleiben, er lässt sich aber doch eine Hintertür für eine mögliche Fortsetzung offen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dabei erleben wir die Geschichte komplett aus der Perspektive von Bob, der hier auch als Ich-Erzähler fungiert und uns hautnah an seiner Trauer und seiner Entschlossenheit, die aber nicht ganz frei von Zweifeln ist, teilhaben lässt.

Wer Spaß an packenden und actionreichen Horror-Thrillern findet, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Packende und gut aufeinander abgestimmte Mischung aus Science-Fiction und Thriller

Das Ganymed-Fragment
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Mit diesem Buch legt der Autor David Reimer einen spannenden Science-Fiction-Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Im Jahr 2225 ist die Menschheit tief ins Sonnensystem ...

Mit diesem Buch legt der Autor David Reimer einen spannenden Science-Fiction-Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Im Jahr 2225 ist die Menschheit tief ins Sonnensystem vorgedrungen, getrieben von unersättlichem Hunger nach Rohstoffen. Als auf dem Jupitermond Ganymed ein Minenarbeiter auf mysteriöse Art und Weise ums Leben kommt, während er mit zwei Kollegen ein mysteriöses Artefakt in einer Eishöhle entdeckt, wird der abgehalfterte Ermittler Alan Bishop von der Raumstation Ceres nach Ganymed geschickt, um die Hintergründe zu klären. Doch auf Ganymed hält offenbar der mächtige Lunaris-Konzern alle Fäden in der Hand und mit dem hat Alan schon seine ganz speziellen Erfahrungen gemacht. So muss Alan bei seinen Ermittlungen gegen allerlei Widerstände ankämpfen, während die Jagd auf das Artefakt, dass außerirdischen Ursprungs zu sein scheint, schon längst eröffnet ist und das gesamte Sonnensystem an den Abgrund führt.

Mit einem packenden Schreibstil, einigen überraschenden Wendungen und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und steuert sie schnurstracks auf einen fulminanten Showdown zu, der die Geschichte allerdings nur zu einem vorläufigen Ende bringt. Während der Haupterzählstrang um das titelgebende Artefakt in sich abgeschlossen ist, gibt es darüber hinaus noch den einen oder anderen Nebenstrang, der noch fortgeführt werden muss. So endet das Buch auch mit den Worten „Fortsetzung folgt“. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen.

Wer auf spannende und actionreiche Science-Fiction-Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Die Messlatte für die Fortsetzung wird hier gleich mächtig hoch gehängt.

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