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Veröffentlicht am 10.04.2026

Packender und atmosphärisch dichter Thriller aus der Nordsee

Das Gehöft
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Mit diesem Buch legt der Autor Leo Brandt, der unter dem Namen Richard Brandes bereits vier Kriminalromane verfasst hat, die in Brandenburg angesiedelt sind, seinen ersten Thriller vor und konnte mich ...

Mit diesem Buch legt der Autor Leo Brandt, der unter dem Namen Richard Brandes bereits vier Kriminalromane verfasst hat, die in Brandenburg angesiedelt sind, seinen ersten Thriller vor und konnte mich auch in diesem Genre überzeugen.

Die Biologin Lara siedelt mit ihrem Freund Henry, ihrem autistischen Bruder Malte, ihrer besten Freundin Silke und deren Freund Kenan auf die menschenleere Hallig Westeroog in der Nordsee über, um dort auf einem alten Gehöft ökologische Landwirtschaft zu betreiben. Die Einsamkeit und die karge Umgebung lassen schnell erste Konflikte aufkommen. Zudem kommt es zu einigen rätselhaften Vorkommnissen. Hält sich noch eine weitere Person auf der Hallig auf ? Als Malte spurlos verschwindet und eine gewaltige Sturmflut aufzieht, die ein Entkommen von der Hallig unmöglich macht, eskaliert die Situation endgültig. Doch kommt die Bedrohung wirklich nur von außen oder lauert die Gefahr auch innerhalb der Gruppe ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und schafft es mit bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino ordentlich ankurbeln, eine düstere Atmosphäre zu erschaffen, die mich schnell in ihren Bann ziehen konnte. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. In einem zweiten Erzählstrang begleiten wir Willi Jensen, den früheren Besitzer des Gehöfts auf Westeroog, der einer Familientragödie auf der Spur ist. Nach und nach setzen sich die beiden Stränge zusammen, bis schlussendlich das erschreckende Gesamtbild enthüllt wird, bei dem am Ende keine wesentlichen Fragen offenbleiben.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller in stürmischer Umgebung steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2026

Packender und atmosphärisch dichter Thriller aus Bremen und Umgebung

Die Ärztin – Gefährlicher Besuch
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In diesem Thriller schickt die Autorin Meike Dannenberg die Gynäkologin Dr. Eva Mares und Frauke Herrschmann von der Bremer Kriminalpolizei in ihren zweiten Fall, der mich erneut auf ganzer Linie überzeugen ...

In diesem Thriller schickt die Autorin Meike Dannenberg die Gynäkologin Dr. Eva Mares und Frauke Herrschmann von der Bremer Kriminalpolizei in ihren zweiten Fall, der mich erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus dem ersten Band, um das Buch lesen und nachvollziehen zu können. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Ein Jahr ist inzwischen vergangen, seit Dr. Eva Mares und ihre Familie in die dramatischen Ereignisse rund um einen brutalen Serientäter verwickelt waren. Danach hat die Familie einen Neuanfang auf dem Land außerhalb von Bremen gewagt und versucht dort, zur Ruhe zu kommen und die Geschehnisse zu verarbeiten. Doch dann stehen eines Abends, als Eva alleine zuhause ist, ein Mann und seine hochschwangere Tochter vor ihrer Tür und bitten verzweifelt um Hilfe. Eva untersucht die Frau und kann Entwarnung geben. Doch als die beiden wieder weg sind, entdeckt Eva einen mysteriösen Hilferuf der Frau, den sie heimlich hinterlassen hat. Eva informiert Frauke Herrschmann, kann es aber auch nicht lassen, selber in dem Fall tätig zu werden. Dabei gerät sie in ein Netz aus Angst, Gewalt und Lügen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran. Kurze Abschnitte mit immer wieder wechselnden Erzählperspektiven sorgen für ein hohes Erzähltempo, das schnell eine unheimliche Sogwirkung entwickelt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die größtenteils bereits aus dem ersten Band bekannt sind. Die Neuzugänge fügen sich zudem perfekt in das gut aufeinander abgestimmte Ensemble ein und bereichern es sogar noch einmal. Neben den beiden ungleichen Hauptfiguren stehen dabei die Ermittlerin Mina aus dem Team um Frauke und eine mysteriöse „Sie“, die sich in einer verzweifelten Lage befindet, im Zentrum des Geschehens. Aus diesen vier Perspektiven setzt sich nach und nach das erschreckende Gesamtbild zusammen und wir erhalten am Ende eine ziemlich überraschende, aber dennoch überzeugende Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller steht, wird hier erneut sehr gut bedient und unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 31.03.2026

Abgedrehte und ziemlich blutige Horror-Satire

Hör auf zu bluten
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Mit diesem Buch legt der Autor Matthias Krause eine ziemlich abgedrehte Horror-Satire mit expliziten Gewalt- und Sexszenen vor. Für Zartbesaitete ist dieses Buch daher eher weniger geeignet.

Als der ...

Mit diesem Buch legt der Autor Matthias Krause eine ziemlich abgedrehte Horror-Satire mit expliziten Gewalt- und Sexszenen vor. Für Zartbesaitete ist dieses Buch daher eher weniger geeignet.

Als der Filialleiter Jakob Schubert auf dem Parkplatz des Supermarktes, den er leitet, brutal zusammengeschlagen wird, stellt er zu seiner Verwunderung fest, dass ihm die Prügel eine seltsame Befriedigung verschaffen. Ab sofort beginnt er sein gesamtes Umfeld zu provozieren und zu schikanieren, um sich so den nächsten Kick zu verschaffen. Und er wird in seinen Methoden immer extremer und rücksichtsloser. Doch dann legt er sich mit dem mysteriösen Headbutt an. Jakob ahnt nicht, dass es eine Verbindung zu dem brutalen Sadisten gibt, die tief in seiner Vergangenheit verwurzelt ist, und es beginnt ein gnadenloses Duell, in dem auch Jakobs Familie an die Grenzen des Ertragbaren getrieben wird.

Mit einem lockeren Schreibstil, viel Einfallsreichtum und einer feinen Prise schwarzem Humor, der auch schon mal ziemlich derbe ausfallen kann, entwirft der Autor eine bunte Welt voller unerwarteter Wendungen, gelungener Anspielungen und abgedrehter Momente, durch die er seine gut gezeichneten und durchaus vielschichtig angelegten Protagonisten stolpern lässt. Auch wenn es zwischendurch schon ziemlich wild zugeht und es dadurch ab und an etwas unübersichtlich wird, fügt sich schlussendlich alles wunderbar zusammen und es ergibt sich ein schlüssiges Gesamtbild, bei dem keine wesentlichen Fragen offenbleiben.

Wer Spaß an abgedrehten Horrorromanen findet und auch keine Probleme mit derbem Humor und Beschreibungen, die sich hart an der Ekelgrenze entlanghangeln, hat, wird hier insgesamt gut bedient und unterhalten.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2026

Packender und vielschichtiger Thriller aus Südfrankreich

Pipeline
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Mit diesem Buch legt der Autor Lucas Fassnacht einen spannenden Thriller vor, der vor allem in Südfrankreich angesiedelt ist und mich gut und spannend unterhalten konnte.

Als bei einer Reihe von südfranzösischen ...

Mit diesem Buch legt der Autor Lucas Fassnacht einen spannenden Thriller vor, der vor allem in Südfrankreich angesiedelt ist und mich gut und spannend unterhalten konnte.

Als bei einer Reihe von südfranzösischen Atomkraftwerken ein Versagen der Kühlung droht, weil die Rhone infolge des Klimawandels von Jahr zu Jahr weniger Wasser führt, beschließt die Politik den Bau einer Pipeline, die das benötigte Kühlwasser vom Meer zu den Kraftwerken transportieren soll. Den Zuschlag für dieses Millionenprojekt erhält die mittelständische Firma Vogt aus Deutschland. Doch es formiert sich schnell Widerstand gegen das Projekt. Bauernverbände, Umweltorganisationen und die lokale Politik lehnen den Bau der Pipeline aus unterschiedlichen Gründen ab und behindern die Arbeiten, wo sie können. Als eine Pumpstation durch einen Anschlag zerstört wird, erhält die Kommunikationsexpertin Cecilia Thoma den Auftrag, die Projektleitung zu unterstützen, und steht dabei direkt unter großem Druck. Und kann es sein, dass der Widerstand nicht nur von außen kommt, sondern es auch interne Bestrebungen gibt, das Projekt zu sabotieren ? Als Cecilia dieser Frage auf den Grund gehen will, gerät sie schnell zwischen alle Fronten und weiß bald nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann.

Mit einem packenden Schreibstil, einem hohen Erzähltempo und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute und atmosphärisch dichte Geschichte voran und steuert sie konsequent auf einen krachenden Showdown zu. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die größtenteils doch ziemlich undurchsichtig daherkommen und so immer wieder für Überraschungen gut sind. Zudem schickt der Autor hier insgesamt ein stattliches Personenaufgebot ins Rennen, bei dem man schon sehr aufmerksam lesen muss, um nicht den Überblick zu verlieren. Nach und nach setzt sich aus den einzelnen Puzzlestücken das erschreckende Gesamtbild zusammen und es ergibt sich am Ende eine schlüssige Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt.

Wer auf spannende und vielschichtige Thriller zu aktuellen Themen steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Packender und vielschichtiger Kriminalroman aus Schweden

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Mit diesem Buch legt der Autor Stefan Ahnhem einen packenden und vielschichtigen Kriminalroman vor und schickt dabei Fabian Risk von der Kriminalpolizei in Helsingborg in seinen siebten Fall.

Man kann ...

Mit diesem Buch legt der Autor Stefan Ahnhem einen packenden und vielschichtigen Kriminalroman vor und schickt dabei Fabian Risk von der Kriminalpolizei in Helsingborg in seinen siebten Fall.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten sechs Bänden der Reihe lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Fabian Risk gönnt sich mit seiner Tochter Matilda eine kleine Auszeit an Bord eines Segelbootes, als die Küste Schwedens plötzlich in völliger Dunkelheit versinkt. Zurück in Helsingborg werden Fabian und seine Kollegen mit einigen Fällen konfrontiert, die sich rund um den Blackout ereignet haben. Als die Ermittler erkennen, dass es zwischen dem Einbruch in eine Bank, dem vermeintlichen Schlaganfall einer Frau und dem Verschwinden eines Kindes einen Zusammenhang gibt, geraten sie ins Visier eines einflussreichen und skrupellosen Netzwerks, dass einen perfiden Plan verfolgt und vor nichts zurückschreckt, um diesen zum Erfolg zu führen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine komplexe und gut aufgebaute Geschichte voran. Ständige Perspektivwechsel zwischen den Hauptprotagonisten sorgen für ein hohes Erzähltempo, bei dem man aber doch sehr aufmerksam lesen muss, damit einem kein wichtiges Detail entgeht. Und obwohl der Autor eine ganze Reihe an aktuellen Themen in die Geschichte einbaut, wirkt diese zu keinem Zeitpunkt überfrachtet. Nach und nach fügt sich alles zusammen und präsentiert am Ende ein überzeugendes Gesamtbild, das keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dass die Hintermänner des Komplotts doch recht früh bekannt sind, nimmt der Geschichte nichts von seiner Spannung, ganz im Gegenteil. Konsequent führt der Autor das Geschehen zu einem fulminanten Showdown, der Fabian Risk und seinen Kollegen einiges abverlangt.

Etwas verwirrend ist hier allerdings der Titel der deutschen Ausgabe gewählt, der keinerlei Bezug zum Inhalt aufweist. Dieser Umstand konnte meinen Lesegenuss allerdings in keinster Weise trüben.

Wer auf komplexe Kriminalromane zu aktuellen Themen steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.

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