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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2019

Ein durchaus ungewöhnlicher Roman!

Ein wirklich erstaunliches Ding
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Ich war mir eine Weile nicht sicher, was ich von diesem Buch halte, denn an manchen Stellen ist es wirr und die sogenannten Carls sind ein sehr ungewöhnliches Mysterium, und ich war oft unentschlossen, ...

Ich war mir eine Weile nicht sicher, was ich von diesem Buch halte, denn an manchen Stellen ist es wirr und die sogenannten Carls sind ein sehr ungewöhnliches Mysterium, und ich war oft unentschlossen, ob ich das gut oder schlecht finde.

Aber dann fand ich die ungewohnte Art doch erfrischend.
April wendet sich regelmäßig direkt an den Leser und das von einem Standpunkt aus, der in der Zukunft der geschilderten Ereignisse liegt. So gibt es immer wieder sehr bedeutungsschwangere Aussagen über aktuelle oder kommende Geschehnisse, die zwar nicht wirklich zum Verständnis beitragen, dafür aber die Neugier und Spannung erhöhen.

April May ist schon nicht die typische Protagonistin, aber das haben Hank Green und sein Bruder wohl gemeinsam. Sie hat Bindungsängste und wird nach anfänglicher Skepsis wird sie schnell süchtig nach dem Ruhm, den die Carls ihr einbringen. Für sie ist es nicht mehr als ein glücklicher Zufall gewesen und eigentlich ist sie auch nicht gerade eine Insiderin, aber bei der ganzen Aufregung nimmt man sie als eine Schlüsselfigur in diesem Mysterium wahr.

Die "Carls", wie sie nach Aprils spontaner Idee genannt wurden, sind eigentlich eher die Kulisse um ein Medienspektakel darzustellen. Mir hat es wirklich gefallen, wie die verschiedenen Facetten von Ruhm beleuchtet und die unterschiedlichen Aspekte des Internet. Was man tun muss, um aktuell zu bleiben, Agenten, Fans und Hater. Das schien mir auch alles sehr realistisch ausgeführt, auch wenn das natürlich auch meine subjektive Meinung ist. Man kann jedenfalls über das Buch sagen, dass es die Dinge nicht verschönigt.
Es ist durch Aprils Art und den Schreibstil schon ungewohnt, aber auf eine positive Art.

Und dieses Mysterium um diese riesigen Roboter? Man bekommt eigentlich eher Hinweise, was sie nicht sind und erfährt nicht wirklich viel, was einleuchtend wäre. Natürlich habe ich auf eine logische Erklärung gehofft (auch Aliens wären für mich "logisch"), aber da es sich hier nur um den ersten Teil einer Dilogie handelt, bekommt man nur auf wenige Fragen eine Antwort und die meisten Geheimnisse bleiben im Dunkeln.

Fazit
"Ein wirklich erstaunliches Ding" ist ein durchaus ungewöhnlicher Roman! Mysterien, Geheimnisse und Ruhm in der Zeit des Internets interessant verpackt.

Veröffentlicht am 14.03.2019

Wie ein Abklatsch vom Vorgänger

Iron Flowers 2 – Die Kriegerinnen
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Dieses Buch verlief schonmal anders, als ich erwartet hätte.
Die beiden ungleichen Schwestern werden schnell vereint und durch ihre Erzählungen erinnert man sich wieder gut an die Handlung des Vorgängers.
Wie ...

Dieses Buch verlief schonmal anders, als ich erwartet hätte.
Die beiden ungleichen Schwestern werden schnell vereint und durch ihre Erzählungen erinnert man sich wieder gut an die Handlung des Vorgängers.
Wie auch im Vorgänger fand ich Serina wieder sehr stark und Nomi eher weinerlich.
Während Nomi sich Gerechtigkeit und auch Rache wünscht, weil sie sich so hintergangen fühlt, beweist Serina sich als Anführerin und Kriegerin, die versucht, selbst gerecht zu sein und den Frauen eine Stimme zu geben.

Ich fand es etwas enttäuschend, wie viel Zeit wir noch auf der Gefängnisinsel verbracht haben, nachdem es ja schon im Vorgänger zu so vielen Kämpfen kam. Daher hatte ich schon das Gefühl, auf der Stelle zu treten, vor allem, weil ich mir hier nun mehr den Kampf der Frauen um Gleichberechtigung gewünscht hatte. Ich wollte also, dass sich die Handlung weiterentwickelt, aber sie bleib genau da, wo sie war, erst das Ende lieferte das Versprechen auf mehr.

Fazit
"Iron Flowers - Die Kriegerinnen" war eigentlich ganz nett, aber ich hatte mir mehr gewünscht. Diese Geschichte ging kaum über den Vorgänger hinaus.

Veröffentlicht am 08.03.2019

Spannende Geschichte und Charaktere mit mehr Tiefe, als man zunächst glaubt

Elfenkrone
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Nichts in ihrem Leben entwickelt sich nach ihren Vorstellungen, aber Jude ist eine Kämpferin. Gegen ihren Willen hat sie sich an das Leben im Reich der Elfen gewöhnt. Es ist ihr Zuhause und hier ist auch ...

Nichts in ihrem Leben entwickelt sich nach ihren Vorstellungen, aber Jude ist eine Kämpferin. Gegen ihren Willen hat sie sich an das Leben im Reich der Elfen gewöhnt. Es ist ihr Zuhause und hier ist auch ihre neue Familie. Der Mörder ihrer Eltern hat sie und ihre Schwestern wie seine eigenen Kinder aufgezogen und diesem mächtigen Mann möchte Jude sich nun beweisen.
Sie ist den Elfen in fast jeder Hinsicht unterlegen, nur können sie und ihre Zwillingsschwester Taryn lügen, und die Elfen eben nicht. Aber Jude ist es wichtig, zu zeigen, dass sie nicht schwach ist. Während ihr Zwilling eher still und die ältere Halbschwester Vivi rebellisch ist, möchte Jude mehr wie die Elfen sein und sich ihnen nicht unterlegen fühlen, sondern an ihrer Seite stehen.
Sie fürchtet sich nicht und die Demütigungen anderer füttern nur ihren Zorn und ihren Kampfgeist, sodass sie sich schnell Feinde macht und sich selbst in Gefahr bringt.

Was ich an diesem Buch gar nicht mochte, waren die jugendlichen Elfen rund um Prinz Cardan, die Jude das Leben zur Hölle machen. Bösartige und gleichzeitig kindische Streiche machen diese Gruppe aus und das fand ich einfach lästig. Vor allem zwischen den vielen Intrigen wirkten diese schon lächerlich.

Man konnte, wenn man die eigentlich offensichtlichen Details nicht ignoriert hat, verschiedene Motive mancher Charaktere entdecken, aber es war schon sehr schwer, die Charaktere in Gut und Böse einzuteilen, denn manche warteten nur auf die richtige Gelegenheit, um zuzuschlagen, während Andere nur ihre Liebsten beschützen wollen und nur dafür über Leichen gehen. Und manchmal hatte man nie wirklich über das Leben dieser Person nachgedacht, das vielleicht viel komplizierter war als auf dem ersten Blick. Aber auf jeden Fall steckte immer mehr hinter der Geschichte, als man zunächst ahnte und das gab der Geschichte Tiefe und Spannung!

Ein, zwei Dinge habe ich schon lange vorhergesehen und doch gehofft, dass es anders kommt. Andere Punkte wiederum konnten mich wirklich überraschen! Das Buch war insgesamt wirklich spannend und abgesehen von einigen oberflächlichen Handlungen und Entwicklungen hat es mir wirklich gut gefallen.

Fazit
Mir hat "Elfenkrone" wirklich gut gefallen! Spannende Geschichte, Charaktere mit mehr Tiefe, als man zunächst glaubt und eher nebensächliche Kritikpunkte. Ich freu mich auf mehr!

Veröffentlicht am 08.03.2019

Charmantes Pärchen und sogar eine spannende Liebesgeschichte!

Weil es Liebe ist
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Holland ist schon beinahe ein Stalker, so wie sie Calvin, den sie zunächst heimlich "Jack" nennt, beobachtet. Sie schwärmt für den talentierten Straßenmusiker und hört ihm einfach so gerne zu. Nach kleinen ...

Holland ist schon beinahe ein Stalker, so wie sie Calvin, den sie zunächst heimlich "Jack" nennt, beobachtet. Sie schwärmt für den talentierten Straßenmusiker und hört ihm einfach so gerne zu. Nach kleinen Zwischenfällen kommt es dazu, dass sie zusammen wohnen, aber es ist viel mehr als das und auch ein wenig komplizierter. Es war aber eine sehr skurrile Situation und schon recht unrealistisch, dass die beiden sich drauf einlassen, doch diese verrückten, wagemutigen Charaktere? Sie riskieren es.

Holland hat einige Unsicherheiten, denn sie ist nicht gerade erfolgreich und hatte gleichzeitig so viele Träume. Im Moment hält sie sich aber nur mit der Hilfe ihrer Onkel über Wasser und ist dann auch bereit, sich für ihre geliebten Verwandten in diese kuriose Lage zu begeben. Doch sie hat ja auch selbst Interesse an Calvin und daher kann sie diesem verrückten Drang nicht widerstehen.
Bei Calvin weiß man nicht genau, was durch seinen Kopf geht, aber er ist sehr charmant und ein wirklich schnuckliger Typ. Dazu musiziert er mit solcher Leidenschaft, dass er alle verzaubert und vor allem Holland ist absolut hingerissen von ihrem schönen Gitarrist.

Die beiden sind ein sehr witziges, niedliches Pärchen und dieses Buch hatte den Humor, den ich an den Büchern des Autorinnen-Duos so schätze. Das Buch war auf jeden Fall ziemlich unterhaltsam und teilweise auch ziemlich spannend, wenn Calvin und Holland zusammen ihre Prüfungen durchstehen.

An einigen Stellen war es zwar Genre-typisch vorhersehbar, aber es war meistens nicht zu übertrieben und daher hat es mir trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Die Leidenschaft zur Musik und auch die Entwicklung von Hollands Charakter spielen eine Rolle, aber das ist vor allem eine Liebesgeschichte und die war einfach gut gelungen. Die beiden und ihre Geschichte konnten mich absolut verzaubern.

Fazit
"Weil es Liebe ist" hat mir mit dem charmanten Pärchen und der tatsächlich spannenden Liebesgeschichte sehr gut gefallen! Ich freu mich wie immer auf weitere Titel der Autorinnen.

Veröffentlicht am 04.03.2019

Unterhaltsam (und ein wenig oberflächlich)

Bad Bachelor
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Also erstmal: Die Bad Bachelors App ist absolut verwerflich! Dates sind schließlich keine Dienstleistungen, die man öffentlich bewerten sollte. Damit haben wir schon eine recht seltsame Grundlage, aber ...

Also erstmal: Die Bad Bachelors App ist absolut verwerflich! Dates sind schließlich keine Dienstleistungen, die man öffentlich bewerten sollte. Damit haben wir schon eine recht seltsame Grundlage, aber abgesehen von dieser unmoralischen Anwendung mochte ich das Buch schon.

Ich mochte Reed eigentlich sogar sehr gerne! Er ist sehr verschlossen und fast immer professionell. Zum Teil mögen die furchtbaren Dinge, die Frauen über ihn schreiben, stimmen, aber er ist kein böser Typ, wie er online dargestellt wird. Er will keine Beziehung und sich auch nicht einfach so verändern lassen. Die Frauen hatten andere Erwartungen an ihn, denen er nicht gerecht werden konnte, und dafür muss er jetzt zahlen. Die schlechten Bewertungen sind schlecht für seinen Ruf, was als PR-Manager ziemlich ironisch ist, und er ist ziemlich genervt von der ganzen Sache, was absolut verständlich ist.
Er arbeitet hart und ernst, aber er ist auch ein leidenschaftlicher Mann, der sich um seinen Vater und seine Freunde sorgt.

Darcy fand ich auch ganz sympathisch, auch sie trägt ihre Lasten mit sich, doch sie bleibt sich treu. Ihr liegt viel an der Bibliothek, in der sie arbeitet und trotz ihres Stresses mit ihrer Mutter, will sie ihr irgendwie gefallen.
Als sie Reed kennenlernt, fühlt sie sich zu ihm hingezogen, doch sie hat schon von ihm gehört und begegnet ihm mit vielen Vorurteilen. Umgekehrt findet Reed sie auch oberflächlich, aber trotzdem zum Anbeißen. Ihre Neckereien aufgrund ihrer Differenzen sind wirklich unterhaltsam und ich fand, dass sie ein wirklich niedliches Paar sind, auch wenn sie sich nicht auf ihre Gefühle einlassen möchten. Darcy wegen der allgemein schlechten Meinung über sie, Reed, weil er eben nichts Festes möchte.

Ich fand die Geschichte ziemlich unterhaltsam, aber die Prämisse war manchmal schon irgendwie sehr flach. Und das Ende brachte dann die üblichen Entwicklungen, wo jemand plötzlich kalte Füße kriegt und um sich schlägt. Das fand ich schon schade, denn das hätte die Geschichte nicht nötig gehabt.

Fazit:
Insgesamt fand ich "Bad Bachelor" trotz der verrückten App unterhaltsam und mochte auch die Protagonisten sehr gerne. Es war teilweise etwas oberflächlich, aber ich bin sehr zufrieden mit dem Buch.