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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2026

Hamburg ... damals wie heute eine Stadt der krassen Gegensätze ...

Hotel Vier Jahreszeiten – Ein Traum in Gold
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Auch diesmal wieder freute ich mich sehr, beim Lesen des Auftaktbands zu der Dilogie rund um das glamouröse Hotel „Vier Jahreszeiten“ mal wieder eine Reise in meine Geburtsstadt Hamburg unternehmen zu ...

Auch diesmal wieder freute ich mich sehr, beim Lesen des Auftaktbands zu der Dilogie rund um das glamouröse Hotel „Vier Jahreszeiten“ mal wieder eine Reise in meine Geburtsstadt Hamburg unternehmen zu dürfen. Doch die Autorin Anja Marschall zeigt mir nicht nur das Leben der Reichen und Schönen, sondern macht mich auch schonungslos auf das Leben der Massen damals aufmerksam, das Leben der Ärmsten der Armen im Gängeviertel, das von Hunger, Gewalt, Alkoholismus und harter Arbeit geprägt war. „Wer im Gängeviertel geboren wird, entkommt ihm nicht!“ Das war eine Redensart, die das damalige späte 19. Jahrhundert prägte. Doch Luise will sich dem nicht mehr unterordnen und so kann sie ihr Glück kaum fassen, als sich ihr eine einmalige Chance bietet und sie im Waschkeller des Nobelhotels anfangen darf zu arbeiten. Doch auch dort ist nicht alles Gold was glänzt und schnell beginnt sie zu begreifen, dass auch hier Neid und Missgunst zum Alltag gehören …

Anja Marschall schafft es, die Kontraste zwischen der Welt der Reichen im Luxushotel an der Alster und dem Leben im Armenviertel eindrucksvoll darzustellen. Besonders die detaillierten Beschreibungen des Hotelalltags, der Wäscherei und des Glanzes der Zimmer machen den Roman atmosphärisch dicht. Die unterschiedlichen Charaktere werden gut porträtiert, wenn ich auch beim Lesen manchmal den Eindruck hatte, der Roman würde ein wenig zu sehr ins Triviale abgleiten und war an mehr als einer Stelle doch recht vorhersehbar. Nachdem ich gegen Ende des Buchs eigentlich mit der Geschichte abgeschlossen hatte und mir den zweiten Band nicht mehr besorgen wollte, präsentierte mir die Autorin jedoch einen solch heftigen Cliffhanger, dass ich unbedingt wissen muss, wie es mit Hans und Luise und natürlich dem schönen Hotel weitergehen wird. Für diesen ersten Teil vergebe ich aber erstmal liebe vier von fünf Sternen und mache mich nun auf die Suche nach Band zwei …

Veröffentlicht am 27.04.2026

Amerika ... ich komme!

Die Stewardessen. Bis zum Horizont
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In diesem Abschlussband der Dilogie rund um die sympathische Stewardess Margot Frei reise ich erneut in die späten 1950er-Jahre. Seinerzeit waren Flugreisen bei weitem nicht so normal wie in unserer heutigen ...

In diesem Abschlussband der Dilogie rund um die sympathische Stewardess Margot Frei reise ich erneut in die späten 1950er-Jahre. Seinerzeit waren Flugreisen bei weitem nicht so normal wie in unserer heutigen Zeit und das Personal unterlag immer noch einer Vielzahl von strengen Vorschriften.
Während es bei der Lufthansa für Margot aufgrund ihres Geheimnisses immer enger zu werden scheint, ergreift sie, ohne zu zögern die Chance, bei der legendären US-Fluggesellschaft Pan Am anzuheuern. Hier glaubt sie zunächst, nahtlos in den neuen Job schlüpfen zu können, doch weitgefehlt … sie fängt nochmal von Null an! Sie meistert jedoch alles mit Bravour und ihrem neuen Leben, verbunden mit einer neuen Liebe, scheint nichts im Weg zu stehen? Oder doch? Stewardessen müssen nach wie vor unverheiratet bleiben und auch von ihrer Familie zu Hause in Deutschland erhält sie wenig Rückhalt. Aber ist ein Leben in Amerika wirklich die Erfüllung all ihrer Träume?
Der Autorin Svea Lenz ist es auch in ihrem zweiten Band wieder hervorragend gelungen, ein authentisches Bild der damaligen Zeit zu zeichnen. Lustigerweise las ich das Buch tatsächlich im Flugzeug auf dem Weg in den Urlaub und ich konnte nicht umhin, damals mit heute zu vergleichen. Ich habe mal wieder viel gelernt – nicht nur über die Fliegerei – und habe mich bestens unterhalten gefühlt. Ich vergebe hier gerne von 4,5 auf 5 aufgerundete Sterne verbunden mit einer uneingeschränkten Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Fast zu bizarr, um wahr zu sein ...

Poyais. Ein Land, das es nie gab
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Schon vor einigen Wochen war ich auf dieses besondere Buch bei der Durchsicht der Neuerscheinungen gestoßen und sofort war meine Neugier geweckt. Ein Land, das es nie gab, aber in das von einem Mann dennoch ...

Schon vor einigen Wochen war ich auf dieses besondere Buch bei der Durchsicht der Neuerscheinungen gestoßen und sofort war meine Neugier geweckt. Ein Land, das es nie gab, aber in das von einem Mann dennoch hunderte von Menschen mit der Hoffnung auf ein neues und besseres Leben geschickt wurden? Wie skrupellos musste man sein?

So ließ ich mich also ein auf das Abenteuer „POLYAIS“ und den Kaziken Gregor MacGregor, der es verstand, Menschen um den Finger zu wickeln und ihnen ihr hartverdientes Geld im Tausch gegen ein nichtexistierendes Stück Land und eine Handvoll polyaische Dollar einzutauschen. Die unterschiedlichsten Leute fallen auf den Trick herein, unter anderem auch Carl und Julie, zwei junge Menschen, die sich lieben, deren Liebe aber aufgrund des Standesunterschieds nicht geduldet ist. In einem weiteren Erzählstrang, der einige Jahre in der Vergangenheit liegt, lerne ich den General MacGregor und seine Militärtaktivitäten kennen. Schnell wird klar, dass so wie er dort mit seinen Untergebenen umgeht, er später auch mit den Auswanderern verfahren wird. Ganz nach dem Motto „When the going gets tough …“ versteht er es, sich dünn zu machen und kommt trotzdem immer wieder als Ritter mit der glänzenden Rüstung aus der Affäre heraus. Wird ihm auch diesmal der Schachzug glücken, nachdem wirklich Hunderte der armen Polyais Reisenden ihr Leben aufgrund von Hunger, Krankheit und Verzweiflung ihr Leben lassen müssen?

Geschickt verwebt die sympathische Autorin Uli Aechtner in ihrem Buch Wahrheit mit Fiktion und nimmt ihre Leser mit auf die Abenteuerreise ihres Lebens! Sehr bildhaft zeichnet sie die damaligen Umstände, so dass man als Leser meint mit den Soldaten Seite an Seite auf dem Schlachtfeld zu stehen, das Schlingern des Auswanderungsschiffs unter den Füßen spüren zu können und die Gnadenlosigkeit des Dschungels in „Polyais“ miterleben zu müssen. Für mich war dieses Buch eine Geschichte, in die ich ganz tief eintauchen konnte und die mich zu eigenen Recherchen im Internet inspiriert hat. Für diesen rundum gelungenen, spannenden, teils traurigen, aber auch inspirierenden Roman vergebe ich deshalb fünf sehr verdiente Sterne. Tolle Idee, liebe Uli … gerne lese ich weitere Bücher aus deiner Schreibfeder und werde das Buch im Freundeskreis weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Als ihr Haus in Flammen stand ...

Dunkelwald
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Auch in ihrem dritten Band der nordischen Krimireihe rund um die Ermittlerin Hanna Duncker bleibt die Autorin ihrem Schreibstil treu. Als Hörerin wurde ich wieder mit einem zweigeteilten Plot zu ihrem ...

Auch in ihrem dritten Band der nordischen Krimireihe rund um die Ermittlerin Hanna Duncker bleibt die Autorin ihrem Schreibstil treu. Als Hörerin wurde ich wieder mit einem zweigeteilten Plot zu ihrem aktuellen Fall konfrontiert, bei dem es sich um einen sogenannten Cold Case handelt. Es geht um einen Leichenfund im Wald. Aber auch Hannas ganz persönliche Aufklärung rund um das Verbrechen, in das ihr Vater involviert war, tritt zumindest für die ehrgeizige Ermittlerin wieder stark in den Vordergrund. Nach dem Brandanschlag auf sie und ihr Haus, scheint die Zeit immer mehr zu drängen hier endlich einen Knopf dran machen zu können!

Die relativ kurz angelegten Kapitel mit einem jeweiligen Szenenwechsel, halten die Spannung stets auf einem hohen Level und somit gelingt es Johanna Mo hervorragend einen packenden Kriminalfall zu kreieren, bei dem man aber bald merkt, dass hier das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. Komplexe Charaktere verbunden mit einer verzwickten Geschichte lassen mich jetzt schon mit Vorfreude auf den nächsten Band schielen. Von mir gibt es mit fünf Sternen auch diesmal die Bestnote!

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Das Rentnerquartett und ihr neuester Fall ...

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Mit diesem fünften Band der Reihe rund um den Donnerstagsmordclub treffen wir wieder auf das zauberhafte vierblättrige Kleeblatt bestehend aus den Rentnern Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim. Langsam, aber ...

Mit diesem fünften Band der Reihe rund um den Donnerstagsmordclub treffen wir wieder auf das zauberhafte vierblättrige Kleeblatt bestehend aus den Rentnern Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim. Langsam, aber sicher schält sich Elizabeth nach der Trauer um ihren verstorbenen Mann Stephen wieder aus ihrem Trauerkokon und nimmt sogar an der Hochzeit von Joyces Tochter Joanna teil, auf der Ibrahim als unschlagbarer Tanzpartner brilliert. Doch Elizabeth hat nicht Tänze, sondern mal wieder einen Kriminalfall an der Backe. Sie wird vom Trauzeugen Nick, der sich bedroht fühlt, um Hilfe gebeten. Auch Ron hat seine eigenen Sorgen, denn seine Tochter ist verschwunden und der Enkel bei Rons Sohn untergetaucht. Wer oder was steckt dahinter? Während die überglückliche Brautmutter Joyce vor Stolz über ihren neuen Schwiegersohn kaum laufen kann, finden sich die anderen drei auf einer Jagd nach Codes, Bitcoins im Wert von vielen Millionen und später auch nach Nick selbst …
Ich muss gestehen, dass ich diesen fünften Teil fast ein wenig überfrachtet fand und an manchen Stellen war es schwierig, die jeweiligen Zusammenhänge zu verstehen. Doch ich kriegte jedes Mal schnell wieder die Kurve und habe es genossen mit dem etwas skurrilen Quartett unterwegs zu sein.
Von mir gibt es diesmal vier von fünf möglichen Sternen verbunden mit Vorfreude auf den nächsten Band. Hoffentlich bleiben uns die vier noch lange erhalten!