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Veröffentlicht am 28.10.2016

Schamige Sprachlosigkeit. Scheidenstille. (S.59)

75F - Ein Buch über wahre Größe
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Jede Frau hat natürlich Brüste, die irgendwann mal gewachsen sind. Doch die von Annika Line Trost haben damit quasi nicht mehr gehört - und zack, war es Körbchengröße 75F. Und auch, wenn man damit einen ...

Jede Frau hat natürlich Brüste, die irgendwann mal gewachsen sind. Doch die von Annika Line Trost haben damit quasi nicht mehr gehört - und zack, war es Körbchengröße 75F. Und auch, wenn man damit einen Ausschnitt gut füllen kann, fühlt es sich komisch an, wenn einen in der U-Bahn alle mal wieder glotzen, die Brüste beim ersten Date Lambada tanzen - mit 75F wird alles mal ganz schnell zum Super-GAU. Im Buch schildert sie die verschiedensten Erlebnisse und Begebenheiten - auf eine humorvolle und interessante Art und Weise.

Die Thematik, mit der sich dieses Buch beschäftigt, hat mich wirklich gereizt, auch das Cover finde ich wirklich genial gestaltet. Klappt man es ganz auf, legt also das Buch auf die Buchseiten, so sieht man große Brüste. Es sieht aber meiner Ansicht nach nicht verwerflich aus, sondern ist gut gestaltet - und taugt auch, um sich damit öffentlich zu zeigen. (Lass die Leute reden...)

Annika Line Trost schildert in durchaus sachlicher, humorvoller und aber absolut direkter Art und Weise, welche Probleme ihre großen Brüste so mit sich brachten/bringen. Beginnend in ihrer Jugend (wenn man das Alter ab 11 Jahren schon so bezeichnen kann?) als sie ihren ersten BH vom Arzt verordnet bekam, bis hin zum Date, bei dem sie unterwegs in der U-Bahn die großen Brüste gerne unterm Mantel versteckt über die Erfahrung, wie gerne manche Menschen sie fotografieren möchten...

Vom Schreibstil her hat mir das Buch durchaus gut gefallen, denn es ist alles soweit gut nachvollziehbar, leicht und locker zu lesen, dennoch anspruchsvoll und sehr unterhaltsam. Fachbegriffe oder Fremdwörter sind hier keine großartig vorhanden, wirklich alles gut nachvollziehbar.
Und von der generellen Thematik für Frauen mit einer Körbchengröße jenseits von C und/oder D vielleicht auch besser nachvollziehbar als für A-Körbchen, die eventuell gerne mehr hätten. (Mädels, alles hat seine Vor- und Nachteile...!)

Manchmal sind Schilderungen im Buch schon ein klein wenig übertrieben, zumindest war das so mein Gefühl - und ich erlaube mir mal zu sagen, dass ich bei dieser Thematik durchaus mitreden kann. Dass man mit 75 F nicht so gerne joggen geht, ist absolut verständlich, wobei es da inzwischen durchaus geniale Sport-BHs gibt (Yeah, Shock-Absorber!).

Im Großen und Ganzen wurde ich hier aber wirklich gut unterhalten, auch die Übersicht und Erläuterung von "Busenbegriffen" fand ich recht interessant und teilweise amüsant (Airbags, Augen, Hupen, Mäusefäustchen), manche aber auch durchaus unverschämt (Big Macs, Euter, Stalagtitten). (Wobei diese ja lediglich von der Autorin aufgeführt und nicht erfunden wurden!!!)

Was mir generell gut am Buch gefallen hat waren die direkten Aussagen, die Autorin umschreibt die Sachen nicht, sie nimmt die Begriffe "direkt in den Mund", ist offen und ehrlich, was ich auch gut finde. Da könnte sich so mancher glotzend-sabbernde Typ eine Scheibe abschneiden - und sich etwas zurück nehmen...

Ich kann hier durchaus 4 von 5 Sternen vergeben, einen Stern ziehe ich hinsichtlich der für mich teilweise übertriebenen Aussagen ab, auch wenn's vielleicht gelegentlich humorvoll gemeint ist. Eine Empfehlung kann ich durchaus aussprechen.

Vielleicht bringt dieses Buch ja mal Verständnis in die Welt der verschiedenen "Größen"... lesen dürfen es auf alle Fälle Frauen UND Männer. (Und nein, werte Männerwelt, im Buch gibt's keine Beispielbilder... haha...)

Veröffentlicht am 28.10.2016

Die fränkische Küche ist eben sehr lecker!

50 historische Wirtshäuser in Unterfranken
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Im Buch werden 50 verschiedene historische Wirtshäuser vorgestellt, die bunt verteilt in Unterfranken verstreut liegen. So erfährt man einiges über den geschichtlichen Hintergrund der jeweiligen Gaststätten, ...

Im Buch werden 50 verschiedene historische Wirtshäuser vorgestellt, die bunt verteilt in Unterfranken verstreut liegen. So erfährt man einiges über den geschichtlichen Hintergrund der jeweiligen Gaststätten, aber auch aktuelle Zahlen und Daten, so z.B. jeweils immer die Kontaktadressen und auch die Öffnungszeiten. Dass Unterfranken keinesfalls nur aus "Weinfranken" besteht, erfährt man dabei aber auch ganz gut.

Vorn im Buch findet man eine Inhaltsübersicht mit Angabe der verschiedenen Wirtshäuser, hier ist also kurz der Name sowie die Ortschaft aufgeführt - nebst den Seitenzahlen, auf denen man diese dann findet. Außerdem sind die Lokalitäten jeweils noch durchnummeriert, was durchaus praktisch ist, denn ganz hinten im Buch findet sich eine Landkarte auf der Unterfranken abgebildet ist.

So ist hier mit der 1 beginnend in Alzenau, vom Spessart, über die Rhön (z.B. 11 Bischofsheim) runter über Schweinfurt (z.B. Nr. 18 - Schonungen) über Mainspessart bis nach Mainfranken alles auf der Karte gut durchnummeriert bzw. gut ersichtlich, welche Gaststätte wo liegt.
Finde ich durchaus sehr praktisch!

Über die einzelnen Gaststätten gibt es dann jeweils drei, vier Seiten zu lesen, hier findet man gut bebilderte Artikel, in denen es beispielsweise auch um die jeweilige Ortslage sowie die historischen Daten geht, weiter wird dann die Entwicklung der Gaststätte bis zur heutigen Zeit dargestellt. Zum Schluß findet sich seitlich ein grün hinterlegter Kasten mit den Daten der jeweiligen Gaststätte. Hier ist dann die Adresse samt Telefonnummer, die Homepage sowie die Öffnungszeiten samt Ruhetag angegeben.

Mir hat die Aufmachung und Gestaltung dieses Buches sehr gut gefallen, so bekommt man von den Wirtshäusern schon einmal einen wirklich tollen ersten Eindruck und gleichzeitig Einblick. Die historischen Informationen sind recht verständlich geschildert, so dass man all dem hier gut folgen kann, finde ich.
Für mich war es hier interessant, so manches Hintergrundwissen noch zu erhalten. Bislang sind mir von den 50 Wirtshäusern "nur" ca. 10 Wirtshäuser bekannt, davon manche auch nur dem Namen nach, was aber ja noch geändert werden kann.

Dass hier direkt auch noch die Kontaktdaten jeweils angegeben sind finde ich wirklich ziemlich praktisch, so kann man gleich zum Reservieren etc. dort anrufen. Aufgefallen ist mir jedoch, dass z.B. beim Kloster Kreuzberg die Öffnungszeiten der Klosterschänke nicht so vollständig angegeben sind, denn ganzjährig ist diese nicht geöffnet, sondern hat auch mal wegen der dortigen Exerzitien zu. Einen kurzen Hinweis diesbezüglich in dieser Übersicht hätte ich gut gefunden.

Immerhin wird auf dem Buchrücken im Klappentext noch über das vermeintliche Weinfranken aufgeklärt - dass Unterfranken eben nicht nur Weinfranken (die Region am Main baut ja hauptsächlich Wein an) ist, sondern dass es durchaus auch eine Bierregion ist, so wird ja beispielsweise am Kreuzberg das gute Klosterbier ausgeschenkt, gibts überhaupt in der Rhön auch die ein oder andere Brauerei - und auch in Würzburg ist eine größere Brauerei (Würzburger Hofbräu) vorhanden.

Das Buch gibt einen tollen Einblick in die unterfränkische Wirtshauslandschaft, man findet tolle Anregungen, wo man bei einem Ausflug gut einkehren kann, kann also vorher schon überlegen, wenn man Richtung Spessart fährt, wo man dann gut essen möchte, ggf. zum Reservieren dort anrufen. Außerdem ist es wirklich toll bebildert, so dass man schon mal einen kleinen Einblick bekommt.

Ich vergebe hier gerne 5 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus. Geeignet ist das Buch sicher nicht nur für ortsansässige Franken, sondern auch, wenn man aus benachbarten Bundesländern bzw. Regionen mal einen Ausflug plant.

Veröffentlicht am 28.10.2016

Freeeeuuuuuuuuuuuunde, das Leben ist leeeeebenswert!

30 Songs und eine Frau
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Anne ist 50 und mit ihrem Leben unzufrieden. Verheiratet mit Uwe, dem Buchhalter und angehenden Steuerberater, tristet sie ein langweiliges Dasein als Zahnarzthelferin. Uwe beschäftigt sich schon lange ...

Anne ist 50 und mit ihrem Leben unzufrieden. Verheiratet mit Uwe, dem Buchhalter und angehenden Steuerberater, tristet sie ein langweiliges Dasein als Zahnarzthelferin. Uwe beschäftigt sich schon lange nur noch mit seiner Fortbildung und dem Golfen, erwartet frisch gewaschen- und gebügelte Hemden. Anne's Mutter ist eben ins Heim gezogen und diktiert die Tochter nun regelrecht herum, was sie benötigt und möchte, Anne's Brüder nehmen sich hier sehr aus der ganzen Angelegenheit heraus. Und genau jetzt erinnert sich Anne, was sie früher eigentlich wollte. Erdbeersektnächte, verrückte Menschen kennen lernen, die Dancing Queen sein. Sie möchte das Gefühl von früher wieder einfangen und begibt sich auf eine Reise, die kunterbunt und kurios sein wird.

Die Geschichte des Buches hat mich absolut angesprochen, zumal es ja eine Verknüpfung mit Songs geben sollte. Hier geht es dann um ein Mixtape aus jungen Jahren von Anne, Und mit genau diesen verschiedenen Titeln (wie z.B. "So lonely" von Police, "Da ist Feuer unterm Eis" von Ulla Meinecke & Rio Reiser, "Stumblin' in" von Chris Norman & Suzie Quatro und "Zoom" von Klaus Lage) beginnt ein jedes Kapitel - und ja, die verschiedenen Titel passen eben auch entsprechend gut zu den Kapiteln.

Geschrieben ist das Buch sehr gut, angenehm zu lesen, eine locker-leichte Lektüre, sprachlich kein großes Problem - eher dann insofern, dass bestimmte Dialekt- bzw. Ortsbegriffe vorkommen, die mir auch nicht unbedingt alle so geläufig waren. Aber ansonsten kaum Fremdwörter oder irgendwelche Fachbegriffe, alles wirklich gut lesbar. Zu Beginn hat es sich für mich ein wenig hingezogen bis die Geschichte so an Fahrt gewinnt, aber als Anne dann mal unterwegs ist überschlagen sich die Ereignisse quasi. Es wird also im Buch dann durchaus lebendiger, unterhaltsamer und auch spannender. Es wurde auch durchaus kurios, hat mir aber auch Lust auf einen Kurzurlaub gemacht, das hat die Autorin damit also absolut geschafft. (Ich möchte hier nicht mehr verraten, da sollte man dann schon das Buch lesen...)

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, ich wurde toll unterhalten, die Geschichte war durchaus nachvollziehbar, spannend, humorvoll aber auch emotional, hatte tollen Tiefgang und war trotz alle dem auch noch ein wenig verrückt. Die Verbindung mti den einzelnen Songs fand ich richtig toll.

Ich kann das Buch absolut empfehlen und vergebe hier 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 28.10.2016

Girl, you're a woman!

100 Dinge, die FRAU einmal im Leben getan haben sollte
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Nachdem ich ein Büchlein bereits in der "männlichen Variante" kennengelernt habe, wollte ich natürlich auch wissen, wie sich das für Frau so verhält... nun habe ich "100 Dinge Die Frau einmal im Leben ...

Nachdem ich ein Büchlein bereits in der "männlichen Variante" kennengelernt habe, wollte ich natürlich auch wissen, wie sich das für Frau so verhält... nun habe ich "100 Dinge Die Frau einmal im Leben getan haben sollte" gelesen und möchte es euch gerne mal vorstellen.

Klappt man das kleine, handliche, gebundene Büchlein auf, dann kommen einem auf der Einbandseite erstmal unzählige Schuhe "entgegen". Jaaa, Klischee ahoi - ich stehe dazu, für mich trifft es zu, ich liebe Schuhe... ;) (wobei sich das Ausmaß in Grenzen hält... ;) )

Der erste Vorschlag ist direkt "Kauf dir ein kleines Schwarzes", führt weiter über "Schaffe Ordnung in deiner Handtasche", geht weiter über "Angle dir einen Millionär" bis hin zu "Küsse einen Wildfremden". Nun ja... ;)

Die Vorschläge sind schon durchaus kunterbunt durcheinander gewürfelt, die Aufmachung bei den einzelnen Dingen gefällt mir sehr gut. So sind die Ideen bunt bebildert, die Idee an sich steht kurz da und ist anschließend noch weiter ausformuliert. Jede Seite bietet unterhalb des ausgeschriebenen Vorschlags einen kleinen Kreis, den man für "erledigt" ankreuzen bzw. abhaken kann.

Meist hat jeder Vorschlag eine Seite lang Platz, gelegentlich sind auf einer Seite aber auch mal zwei Ideen zusammen aufgeführt.

Manche Dinge finde ich durchaus mal reizvoll und interessant ("Iss eine Woche keine Süssigkeiten", "Lerne den Reissverschluss deines Kleides ohne fremde Hilfe zu schließen","Mache für ein Wochenende den Babysitter") andere hingegen ("Verpass einem Idioten eine saftige Ohrfeige", "Finde deinen ultimativen Märchenprinzen und verliebe dich unsterblich in ihn") eher lächerlich bzw. nicht vorschreibbar... Sowas wie "Schreibe einen Liebesbrief" ist dann einfach wieder nur süß. :) (Wobei man das eben auch einfach macht oder eben halt nicht... ;)

Generell finde ich ja Bücher von Groh immer wieder schön, die Aufmachung mag ich gerne, die Bücher sind handlich, immer wieder eine schöne Geschenkidee. Dieses Buch würde ich nur verschenken wenn ich weiß, dass Frau wirklich solch einen Humor hat, sowas nicht bierernst nimmt. Denn manche Vorschläge sind einfach eher albern, übertrieben oder auch lächerlich. Klar, manche Dinge reizen mich auch bzw. finde ich auch eine wirklich tolle Herausforderung (mal vegan zu essen, keine Süssigkeiten für eine Woche, mal was auszuprobieren - egal was), aber ob es dazu solch ein Büchlein braucht? Ich weiß nicht...

Ich bin hier durchaus zwiegespalten, einerseits nette Anregungen, schöne Aufmachung, ein wirklich schönes Büchlein, andererseits aber auch eher albern, überdreht, nicht beeinflussbar, etc. Von mir gibts deshalb nur ein unentschlossen sowie 3 von 5 Sternen dafür.

Veröffentlicht am 28.10.2016

Eigenlob stinkt.

1 Frau, 4 Kinder, 0 Euro (fast)
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Petra van Laak wohnt mit Mann und den vier Kindern in der Villa am See. Als jedoch die Firmen des Mannes insolvent sind, geht es dort drunter und drüber, die Villa wird schließlich zwangsversteigert, vorher ...

Petra van Laak wohnt mit Mann und den vier Kindern in der Villa am See. Als jedoch die Firmen des Mannes insolvent sind, geht es dort drunter und drüber, die Villa wird schließlich zwangsversteigert, vorher werden diverse Gegenstände (Bilder, Auto, etc.) gepfändet. Schließlich trennt sie sich von ihrem Mann und zieht in eine kleine Wohnung mit ihren vier Kindern. Nun muss sie selbst sehen, wie sie finanziell (bzw. überhaupt) zurecht kommt, begibt sich auf Job-Suche etc.

Wie schon geschrieben, die Geschichte des Buches klang interessant, weshalb ich das Buch ja unbedingt lesen wollte. Ich war auch recht positiv überrascht, denn die Geschichte lässt sich sehr gut lesen, ist sehr flüssig geschrieben, so dass ich das Buch fast in einem Stück durchgelesen habe, was ich ja immer schon mal machen wollte... einer langen Zugfahrt sei Dank. ;)

Generell hat diese Lebensgeschichte (bei der manches wohl doch noch ein bißchen ausgeschmückt ist, wie man ganz hinten im Buch lesen kann: "nichts hat sich genau so zugetragen, alle Namen von Personen geändert, vieles war schlimmer als dargestellt, manches langweiliger, nichts davon lustiger." ) Respekt verdient. Mit vier Kindern eine Wohnung zu finden, die Kinder "durch zu bringen", einen Job zu finden, sicherlich nicht einfach, jedoch hat man beim Lesen oft auch das Gefühl, die Autorin sitzt auf ihrem hohen Ross und kommt nicht runter.

Sicher kostet es einen Überwindung irgendwelche Sozialleistungen zu beantragen - gerade wenn man sonst in höheren Kreisen "lebte", bekannt war. Aber dennoch kostet es einen nichts, danach zu fragen. (Meiner Ansicht nach wird heute doch einiges angeboten, wenn man eher mittellos ist: in vielen Orten gibts die Tafel, Tausch- oder gar Kostenlos-Läden und ähnliche Organisationen, außerdem natürlich staatliche Beihilfen).

Einfallsreich ist die Autorin dennoch, so gibts für die Kinder einen "Urlaub im Garten", es wird unter kaputten Sonnenschirmen sowie Sonnensegel (darüber gespannt) gezeltet, ein alter auf dem Sperrmüll gefundener Grill wird geputzt und wieder nutzbar gemacht, ... ich denke, dass hier auch die Kinder gemerkt haben, wie wichtig manche Kleinigkeiten sind. Sicher mussten sich die Kinder auch ziemlich einschränken, gerade wenn man sieht, wie diese junge Generation auf Nintendo und Co. aus ist - die Kinder hier waren in der Bücherei, sparten sich so einen Haufen Geld (statt Buch anschaffen) und waren dennoch gut unterhalten.

Manchmal jedoch kommt es mir im Buch sehr übertrieben vor, wie die Autorin hier ihre Kinder lobt. Natürlich verdienen Kinder Lob und sicher sind die eigenen Kinder das Tollste und Beste was es gibt, ich finde dass hier jedoch (ein bißchen) zuviel Lob geschildert wird... genauso ergeht es mir bei der Autorin - und kommt alles noch so schlimm, sie schafft es wieder - quasi eine Art Superheldin... und ja, ich bin da ehrlich - Eigenlob stinkt.

Man liest im ganzen Buch nichts mehr vom Vater der drei jüngeren Kinder, für den ältesten Sohn erhält sie von dessen Vater Unterhalt. Ich fand dies recht schade, dass man vom Mann nichts mehr gelesen hat, denn er ist ja immerhin noch und bleibt es auch - der Vater der Kinder. Insofern hat mich das Buch menschlich enttäuscht.

Ich bin hier wirklich hin und her gerissen. Man kann das Buch lesen, muss es aber nicht, würde ich mal sagen... Ich bleibeunentschlossen und vergebe hier lediglich 3 von 5 Sternen. Ich wurde zwar gut unterhalten, es lies sich gut lesen, jedoch passt mir manche Einstellung etc. nicht so gut...