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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2026

Nicht so fesselnd wie erhofft

Spellcaster
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Dieser Auftakt einer neuen Fantasy-Dilogie von Jaymin Eve verspricht auf den ersten Blick alles, was ich an Fantasy-Academy-Settings liebe: eine altehrwürdige Schule, eine Blutschwur-Fehde zwischen Paisleys ...

Dieser Auftakt einer neuen Fantasy-Dilogie von Jaymin Eve verspricht auf den ersten Blick alles, was ich an Fantasy-Academy-Settings liebe: eine altehrwürdige Schule, eine Blutschwur-Fehde zwischen Paisleys und Logans Familien und lauernde Die Grundidee klingt definitiv spannend und hätte eine richtig packende Mischung aus Magie, Intrigen und Enemies-to-Lovers-Dynamik werden können.
Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass das Potenzial der Geschichte nicht ausgeschöpft wurde. Wichtige Informationen zu Figuren, Hintergründen und Handlung werden nur angekratzt, statt wirklich vertieft zu werden. Dadurch bleiben viele Zusammenhänge vage und unausgesprochen. Das Internat mit seinen magischen Zaubern, Kräutern, Kristallen und Tinkturen hätten so viel Raum für Atmosphäre geboten, bleibt aber leider nur blass. Auch das Magiesystem wird nur oberflächlich erklärt.
Besonders schade fand ich, dass die Charaktere kaum Tiefe oder Weiterentwicklung zeigen. Paisley ist impulsiv, oft widersprüchlich in ihrem Verhalten und schwer greifbar. Logan bleibt kühl und verschlossen. Die Emotionen kamen einfach nicht bei mir an. Gefallen haben mir aber die Freundschaften von Paisley mit ihren Mitschülerinnen, diese Szenen wurden wirklich harmonisch dargestellt.
Die Grundidee ist wirklich interessant, doch leider bleibt die Story hinter seinen Möglichkeiten zurück, für Fans von Academy-Fantasy vielleicht trotzdem ein Versuch wert, ich hoffe dann mal auf mehr Spannung in Band 2.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2026

Vampire und Gladiatoren

We Who Will Die
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„We who will die“ hat mich sofort in seinen Bann gezogen – nicht nur wegen des bildgewaltigen Schreibstils, sondern vor auch wegen der Figuren, die Stacia Stark so lebendig und vielschichtig zeichnet.
Im ...

„We who will die“ hat mich sofort in seinen Bann gezogen – nicht nur wegen des bildgewaltigen Schreibstils, sondern vor auch wegen der Figuren, die Stacia Stark so lebendig und vielschichtig zeichnet.
Im Zentrum steht Arvelle, eine Protagonistin, die man einfach gernhaben muss: Um ihren schwerkranken Bruder zu retten, geht Arvelle einen Pakt mit einem Vampir ein. Dafür muss sie den Imperator töten, aber um an ihn heranzukommen warten zahlreiche gefährliche Aufgaben auf sie und lassen sie um ihr Leben kämpfen. Mutig, willensstark und voller Liebe für ihre Brüder und gleichzeitig bringt ihr Pflichtgefühl sie immer wieder an ihre Grenzen. Besonders spannend fand ich, das Erwachen ihrer magischen Kräfte mitzuerleben.
Und dann kommt das Love Triangle, das mich emotional komplett abgeholt hat. Da ist Tieron, der Primus des Imperius, ein geheimnisvoller Anführer, der Stärke zeigt, aber gleichzeitig auch gefühlvolle Vibes versprüht, manchmal ist er allerdings auch etwas langweilig. Ganz anders auf der anderen Seite Rorrik, moralisch grau und gefährlich. Aber trotzdem hat er diese Ausstrahlung, die mich immer wieder zu ihm hingezogen hat. Dies macht ihn zu einem der spannendsten Charaktere des Buches.
Besonders die Nebenfiguren haben mir gefallen, gefährlich, hilfsbereit, rätselhaft, so tragen sie dazu bei, dass die Welt lebendig wirkt und die Handlung an Tiefe gewinnt.
Der Schreibstil ist atmosphärisch und detailreich. Die Handlung ist komplex, fesselnd, voller magischer Wesen, gefährlicher Wettkämpfe und politischer Intrigen. Gleichzeitig muss ich gestehen, dass mich die Vielzahl an Fantasybegriffen manchmal die Übersicht verlieren ließ. Auch ein paar Längen schleichen sich ein, aber sie trüben das Leseerlebnis wenig.
Trotz kleiner Schwächen kann ich am Ende sagen, dass ich mich auf Band 2 freue. Ich bin unglaublich gespannt, wie sich die Romance weiterentwickelt und welche Wendungen Arvelles Weg noch für uns bereithält.
Ein toller Auftakt voller Emotionen, Magie und komplexer Figuren – perfekt für alle, die Love Triangles und düstere Fantasy mögen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Aufwühlend und toxisch

Limerence
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H. C. Dolores entführt uns mit Limerence in eine Story mit düsteren Abgründen. Eine Reise voller Kontrolle, Obsession und Besitzdenken. Poppy und Adrian stehen so sehr im Zentrum dieser Geschichte, dass ...

H. C. Dolores entführt uns mit Limerence in eine Story mit düsteren Abgründen. Eine Reise voller Kontrolle, Obsession und Besitzdenken. Poppy und Adrian stehen so sehr im Zentrum dieser Geschichte, dass man sich ihrem Sog kaum entziehen kann, sie sind zwei morally grey Charaktere, deren toxische Dynamik einen fesselt, obwohl man manchmal lieber wegschauen würde.
Adrian ist auf Poppy fixiert, fast schon besessen, dominant und besitzergreifend. Poppy ist hin- und hergerissen zwischen dem berauschenden Gefühl, endlich gesehen zu werden und im Mittelpunkt zu stehen, und der Angst, sich selbst und ihre Werte zu verlieren. Diese Spannung zwischen den beiden macht das Ganze unglaublich intensiv.
Der Schreibstil ist absolut mitreißend, atmosphärisch, dunkel und emotional. Die Dynamik zwischen den beiden hat mich komplett gepackt. Gleichzeitig bleiben die Nebenfiguren leider etwas blass, und die familiären Konflikte hätten für meinen Geschmack tiefer ausgearbeitet sein dürfen. Auch die Dark-Romance-Elemente sind eher nur angedeutet, da wäre definitiv noch Luft nach oben gewesen.
Trotzdem: Wer obsessive, psychologisch dichte Beziehungen liebt und sich gerne in moralisch graue Gefilde ziehen lässt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.
Fesselnd, düster, emotional eine Geschichte, die man nicht so schnell abschüttelt.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Konnte mich nicht fesseln

Fall into Dreams
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Gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven, sie bringen Dynamik in die Geschichte und lassen Einblicke in die verschiedenen Gefühle und Gedanken zu. Allerdings habe ich die Emotionen leider nicht ...

Gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven, sie bringen Dynamik in die Geschichte und lassen Einblicke in die verschiedenen Gefühle und Gedanken zu. Allerdings habe ich die Emotionen leider nicht gefühlt. Ich konnte mich weder mit Amber, noch mit den anderen Figuren wirklich verbunden fühlen.
Die Handlungen wirken insgesamt eher ruhig. Manche Szenen werden sehr ausführlich beschrieben, obwohl sie für die Story kaum Bedeutung haben. Andererseits fehlte an anderer Stelle mehr Hintergrundwissen. Hier hätte das Buch definitiv ein paar zusätzliche Seiten vertragen.
Mit kurzen, abgehackten Sätzen wurde hier Tempo erzeugt und der Schreibstil ist leicht zu lesen. Ein Punkt, der mich allerdings irritiert hat: Ich habe den Grund nicht verstanden, warum Ambers den Kontakt zu ihrer Freundin Flo abgebrochen hat. Beste Freundinnen sind doch immer für einander da und suchen nach Lösungen für ein Problem. Dieser Aspekt hätte viel Raum für emotionale Tiefe geboten, wurde aber kaum genutzt.
Fall into Dreams ist ein abgeschlossener Roman mit einer schönen Grundidee und einem angenehmen Setting. Wer leichte, ruhige Lektüre sucht, wird hier fündig. Mich konnte die Story nicht fesseln, daher leider nur 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Kampf ums Überleben

To Cage a Wild Bird
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Brooke Fast entführt uns in eine brutale, gnadenlose Dystopie. Es geht um die Raven, Kopfgeldjägerin und Überlebenskünstlerin. Nachdem sie in Dividium gegen das Gesetz verstoßen hat, wird sie in die Haftanstalt ...

Brooke Fast entführt uns in eine brutale, gnadenlose Dystopie. Es geht um die Raven, Kopfgeldjägerin und Überlebenskünstlerin. Nachdem sie in Dividium gegen das Gesetz verstoßen hat, wird sie in die Haftanstalt Endlock eingeliefert, dort muss sie ums nackte Überleben kämpfen. Als sie dem undurchschaubaren Wärter Vale begegnet, entwickeln sich bereits nach kurzer Zeit Gefühle auf beiden Seiten.
Die Geschichte verbindet Freundschaft und Mut mit unerbittlicher Korruption und tödlicher Gefahr. Das Worldbuilding ist sehr atmosphärisch, düster und unglaublich bildhaft. Besonders Ravens Perspektive macht die Story emotional greifbar, man fühlt jede Entscheidung, jede Gefahr, jede Verletzung, ich habe es so mit ihr gefühlt. Der Schreibstil ist fesselnd, die Charaktere sind stark gezeichnet, und der Slow Burn fügt sich wunderbar in die Handlung ein, auch wenn ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Emotionen gewünscht hätte.
Bei einigen Kampfszenen fiel es mir schwer, mir die Abläufe genau vorzustellen, deshalb hat es leider nicht ganz für die vollen fünf Sterne für dieses beeindruckendes Debüt gereicht. Diese Story hat mich überrascht und nicht losgelassen. Fans von enemy to lovers, forbidden love und forced proximity werden dieses Buch verschlingen.

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