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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2025

Die Welt der Royals

Dark Cinderella
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Sofias beste Freundin Alva wird seit einiger Zeit vermisst, ihr letzter Aufenthaltsort war Schloss Holmsten. Um ihrem Verschwinden auf die Spur zu kommen, bewirbt sich Sofia im Plast um einen Job. Ausgerechnet ...

Sofias beste Freundin Alva wird seit einiger Zeit vermisst, ihr letzter Aufenthaltsort war Schloss Holmsten. Um ihrem Verschwinden auf die Spur zu kommen, bewirbt sich Sofia im Plast um einen Job. Ausgerechnet von dem verführerischen Kronprinz Maximilian bekommt sie Unterstützung.
Schauplatz dieser wunderschönen, aber doch spannenden Geschichte ist das fiktive Königreich Skonien. Mit grandiosen Wortbuilding gelang es Anya Omah, mich sofort an die Story zu fesseln. Wir begleiten Sofia auf der Suche nach Alva, folgen vielversprechenden Hinweisen und erleben aufregende Szenen, doch alles bleibt sehr geheimnisvoll. Durch die wechselnden Perspektiven wird hier kontinuierlich Spannung aufgebaut.
Die Figuren sind perfekt charakterisiert und man merkt sofort die Anziehung zwischen den beiden Hauptprotagonisten. Sofias Charakter gefällt mir besonders gut, sie kommt sehr natürlich, sympathisch und mit beiden Beinen im Leben stehend bei mir an. Maximilian wirkt nach außen hin als typischer Royal, doch im Innern würde er am liebsten aus den königlichen Zwängen ausbrechen.
Der erste Teil der Northern Royals Dilogie endet mit einem fiesen Cliffhanger und vielen offenen Fragen. Sehr gerne möchte ich Sofia auf der Suche nach der Wahrheit weiter begleiten.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Anders als erwartet

Verlassen
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Zu einem Familientreffen der Extra-Klasse treffen sich die Mitglieder der schwerreichen Familie Snaeberg in einem futuristischen Hotel in Westisland. Während der Alkohol in Strömen fließt, zieht ein Schneesturm ...

Zu einem Familientreffen der Extra-Klasse treffen sich die Mitglieder der schwerreichen Familie Snaeberg in einem futuristischen Hotel in Westisland. Während der Alkohol in Strömen fließt, zieht ein Schneesturm auf. Ein Gast verschwindet spurlos und eine Leiche wird in der Nähe des Hotels gefunden.
Nach Verschwiegen, Verloren und Verborgen habe ich nun Verlassen gelesen. Leider muss ich sagen, dass mich diese Story nicht fesseln konnte. Hierbei handelt es sich um den vierten Teil der Island-Krimi-Reihe, aber die Handlungen spielen sich im November 2017 ab, also noch vor den ersten drei Büchern.
Die Autorin hat die Fähigkeit, Figuren zu schaffen, die lebendig und greifbar wirken. Aus verschiedenen Sichtweiten lernen wir die Protagonisten kennen, wobei wir gerade bei der Familie Snaeberg nach und nach hinter die Kulissen schauen können. Alkohol und Drogen sind an der Tagesordnung und dass so einige dunkle Geheimnisse ans Tageslicht drängen, versteht sich von selbst.
Durch den stetigen Wechsel zwischen den verschiedenen Perspektiven ist es nicht ganz einfach sich gleich wieder in einen anderen Charakter einzufühlen. Ein Stammbaum vorn im Buch erleichtert etwas den Durchblick bei der Vielzahl der Familienmitglieder.
Eigentlich ist der Plot raffiniert konstruiert, aber mir hat hier die Ermittlungsarbeit gefehlt.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Was ist wirklich passiert?

Allein gegen die Lüge
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Als Matt Pine in Mexiko fast seine gesamte Familie verliert, glaubt er nicht an einen rätselhaften Unfall. Als auch er in Gefahr gerät, stellt er sich die Frage, ob es Zusammenhänge zu dem Mord gibt, für ...

Als Matt Pine in Mexiko fast seine gesamte Familie verliert, glaubt er nicht an einen rätselhaften Unfall. Als auch er in Gefahr gerät, stellt er sich die Frage, ob es Zusammenhänge zu dem Mord gibt, für den sein großer Bruder Danny seit sieben Jahren im Gefängnis sitzt.
Eine Story die gleich von Anfang an in die Vollen geht und den Leser zu fesseln vermag. Deklariert wurde das Buch als wahrer Ausnahme-Thriller. Dem könnte ich durchaus zustimmen, wenn der Plot in der Mitte nicht stark nachgelassen hätte, hier zogen sich einige Handlungen zu sehr in die Länge. Trotzdem hat mir die Geschichte mit den wechselnden Perspektiven gut gefallen.
Die Figuren waren wirklich alle gut gezeichnet, das Schicksal von Matt und seiner Familie ging mir sehr nah. Bei der FBI Agentin Sarah Keller hat mir gut gefallen, wie sie einfühlend auf Matt eingegangen ist und sich sehr für den Fall engagiert hat.
Wendungsreich und mit Rückblenden in die Vergangenheit, schaffte es der Autor, mich mit einem flüssigen Schreibstil an die Story zu fesseln. Bis zum Schluss gibt es viel Stoff für Spekulationen, bis das Rätsel aufgelöst wird und eine tragische Geschichte ans Licht kommt.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Ein Ermittlerduo mit Herz

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Tommi leidet an chronischem Geldmangel und lebt im Wohnmobil seines Vaters. Der hat Tommi nicht nur seine Hymer B550 überlassen, sondern auch seine Putzfrau. Als die beiden eines Abends unterwegs sind, ...

Tommi leidet an chronischem Geldmangel und lebt im Wohnmobil seines Vaters. Der hat Tommi nicht nur seine Hymer B550 überlassen, sondern auch seine Putzfrau. Als die beiden eines Abends unterwegs sind, entdecken sie ein einsames Mädchen am Waldrand. Sie ahnen noch nicht, wie sich die Suche nach der Mutter sich zu einem gefährlichen Abenteuer entwickeln wird.
Mit kurzweiligem Erzählstil lässt der Autor uns an der Spurensuche dieses ungleichen Ermittlerduos teilhaben. Der schräge Humor sorgt für manchen Schmunzler beim Lesen, obwohl das Buch doch ein ernstes Thema beinhaltet.
Die Zeichnung der Charaktere ist ganz gut gelungen, auch wenn die Hauptprotagonisten meiner Meinung überzeichnet wirken.
Tommi, als ideenloser Möchtegern-Schriftsteller, der auf mich immer etwas verpeilt wirkt, ermittelt mit Svetlana. Sie hat in jeder Lebenslage ein ukrainisches Sprichwort parat und unterhält den Leser mit ihrer fehlerhaften Grammatik, dafür hat sie aber das Herz am rechten Fleck.
Ich kann ja verstehen, dass am Anfang einer Serie die Figuren vorgestellt und eingängig beschrieben werden sollten, dies hatte aber hier den Nachteil, dass das Ganze stellenweise zäh wirkte.
Ein unterhaltsamer Auftakt einer humorvollen Krimi-Reihe und wenn der Autor noch mehr Spannung in seine Handlungen bringt, könnte es eine vielversprechende Reihe werden.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Psychologisch und düster

Die blaue Stunde
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In einem gefeierten Kunstwerk der bereits verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman wurde ein menschlicher Knochen entdeckt. Der Skandal schlägt hohe Wellen und James Becker, der Kurator des Museums, macht ...

In einem gefeierten Kunstwerk der bereits verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman wurde ein menschlicher Knochen entdeckt. Der Skandal schlägt hohe Wellen und James Becker, der Kurator des Museums, macht sich auf den Weg zu der einsamen Insel Eris Island. Grace, die Freundin der Verstorbenen und einzige Bewohnerin der Insel, scheint so einige Geheimnisse zu verbergen.
Ich war sehr gespannt auf das neue Werk der Autorin und der Klappentext klang nach einer fesselnden Story. Doch leider konnte diese mich nicht überzeugen. Paula Hawkins gelang es zwar durch ihre Landschaftsbeschreibungen eine düstere Atmosphäre zu schaffen, aber Spannung kam bei mir zu keiner Zeit auf.
Die Figuren sind alle interessant und wurden bildlich gut dargestellt, auch wenn sie nicht wirkliche Symphatieträger sind. Aufgebaut ist die Story mit unterschiedlichen Erzähltechniken. Gegenwart und Vergangenheit wechseln sich ab mit Zeitungsberichten und Tagebuchausschnitten. An sich sollte dies für Abwechslung und Spannungsaufbau sorgen, nur leider fehlte mir beim Schreibstil das gewisse Etwas und so zogen sich einige Passagen sehr.
Wer gerne einen Kunstroman mit psychologischem Hintergrund liest, wird dieses Buch vielleicht mögen, mein Fall war es auf jeden Fall nicht.

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