Louise Bay – Mister Bloomsbury
(Mister Reihe, Band 5)
Nicht ganz so stark wie seine Kumpels
Meine Meinung / Bewertung:
Ich fühle mich von Louise Bays Büchern immer gut unterhalten. Hier grundsätzlich ...
Louise Bay – Mister Bloomsbury
(Mister Reihe, Band 5)
Nicht ganz so stark wie seine Kumpels
Meine Meinung / Bewertung:
Ich fühle mich von Louise Bays Büchern immer gut unterhalten. Hier grundsätzlich auch, allerdings konnte mich die Autorin diesmal nicht ganz so von sich und ihrer Geschichte überzeugen.
In der Geschichte geht es um die Amerikanerin Sofia, die hofft in London schnell viel Geld verdienen zu können, um ihre Mutter (gesundheitlich) zu unterstützen. Als die x-te Assistentin des Geschäftsmanns Andrew das Handtuch wirft, ergreift sie die Initiative und erklärt sich selbst zu seiner neuen Assistentin – wohl wissend, dass er sehr launisch sein soll.
Und damit ist auch schon fast alles über die Protagonisten gesagt. Natürlich bekommen beide noch eine Hintergrundgeschichte, aber alles in allem empfinde ich diese als sehr blass. Ich habe das Gefühl nur einen kleinen Teil ihres Charakters erfahren zu haben – ganz so, als würde man mir einiges vorenthalten. Auch die Entwicklung ihrer Beziehung bzw. deren Tempo – sei es im Büro oder im Privaten – konnte mich nicht überzeugen.
Mein Fazit:
Das Buch lässt sich ganz gut lesen, bleibt allerdings für mich weit hinter den anderen Büchern der Mister Reihe zurück.
Sarina Bowen – Wonach wir uns sehnen (The Brooklyn Years 7)
Liebe lässt sich nicht planen!
Meine Meinung / Bewertung:
Ich mag es, wenn Reihen auch mal aus mehr als nur drei Büchern bestehen. Allerdings ...
Sarina Bowen – Wonach wir uns sehnen (The Brooklyn Years 7)
Liebe lässt sich nicht planen!
Meine Meinung / Bewertung:
Ich mag es, wenn Reihen auch mal aus mehr als nur drei Büchern bestehen. Allerdings wird es irgendwann ein bisschen schwierig alle Charaktere zu behalten und sie und ihre Partner bzw. Partnerinnen richtig zuzuordnen – insbesondere, wenn es Wechsel im Team gibt oder man wie ich die Bücher nicht hintereinander, sondern nahe am Erscheinungsdatum ließt, weil man schon ganz hibbelig ist. Wir sind mittlerweile bei Band 7 und so langsam sollte ich darüber nachdenken mir eine Übersicht zu machen wer wer ist, wer mit wem wie verbunden ist, wer mit wem zusammenwohnt und all so etwas. Doch das soll mein Problem sein.
Nachdem ich mit leichten Startschwierigkeiten in die Geschichte gestartet bin habe ich mit Bess und Tank mitgefiebert und war gespannt zu sehen, ob sich ihre Wege nur zufällig wieder kreuzen oder ob sie etwas dauerhaftes daraus machen wollen.
Aus dem Klappentext weiß man von Bess’ Fünfjahresplan, von dem ich gerne mehr Details erfahren hätte, und ihrem Bestreben die Liebe ihres Lebens zu finden – immerhin ist sie jetzt dreißig Jahre alt und sie meint ihre biologische Uhr ticken zu hören. Der Aspekt ist sehr erwachsen und für mich absolut nachvollziehbar. Denn die drei vorne ist schon anders als die zwei. Auch darüber hinaus hat mir die Charaktergestaltung von Bess gut gefallen. Sie weiß was sie will, wodurch sie manchmal zu sehr zur Zielstrebigkeit neigt.
Tank ist in diesem Duo scheinbar der weniger starke, emotional stärker belastete Part. Da er auf dem Eis ein ach so taffer Eishockeyspieler ist, mag man das kaum glauben. Doch genau deswegen hat mir diese vermeinte Umkehrung der stereotypischen Charaktereigenschaften gut gefallen. Man merkt, dass er einiges an emotionalem Balast mit sich schleppt.
Das Thema, das zum Ende hin im Vordergrund steht, ist für mein Empfinden ein bisschen erdrückend. Doch auch für so etwas muss in Romanen Platz sein. Allerdings hat mich das Finale des Buches überhaupt nicht überzeugen können. Ich fand es ließ einiges von dem, was ich an Sarina Bowens Büchern – was Schreibstil und Storytelling anbelangt – missen.
Mein Fazit:
Ein Buch, das keine Angst vor den schwierigen Themen des „Älterwerdens“ als Mensch in den Dreißigern hat.
Ich habe lange zwischen drei und vier Sternen geschwankt, doch da ich mit der Art wie das Ende erzählt wird überhaupt nicht einverstanden bin, wurde es letztlich die kleinere Zahl.
Melanie Summers – Never Your Royal
(Crown Jewels 1)
Man nehme einen Kronprinz, eine Kritikern und eine Kutsche..
..und erhält eine wundervolle Geschichte, tolle Charakterentwicklungen und einiges zum ...
Melanie Summers – Never Your Royal
(Crown Jewels 1)
Man nehme einen Kronprinz, eine Kritikern und eine Kutsche..
..und erhält eine wundervolle Geschichte, tolle Charakterentwicklungen und einiges zum Lachen
Meine Meinung / Bewertung:
Vorweg: ich stehe auf solche Romane rund um Königshäuser. Umso mehr habe ich mich auf dieses Buch und seine Geschichte gefreut – und ich wurde nicht enttäuscht!
Worum geht’s? Arthur ist der Kornprinz eines Landes, in dem die Bevölkerung immer lauter nach einem Ende der Monarchie ruft. Insbesondere Tessa hat es sich zur Aufgabe gemacht, der antiroyalen Meinungen mit ihrem Blog eine Stimme zu geben. Die ihr zukommende Aufmerksamkeit möchte Arthur nutzen und lädt Tessa für zwei Monate in den Palast ein, um sie und somit auch ihre Follower zu überzeugen, dass die Royals nicht solche Nichtsnutze und Steuerverschwenderer sind wie viele es annehmen.
Dass dabei einiges nicht nach Plan verläuft und beide ein Spiel spielen – also ihre eigenen Interessen vertreten –, dürfte jedem recht schnell klar sein. Tessas Tollpatschigkeit und Arthurs strenge Erziehung sind dabei auch nicht gerade hilfreich. Doch genau das ist es, was mich recht schnell in seinen Bann gezogen hat: die wirklich gut gemachte Charaktergestaltung der Beiden. Auch lernen wir ein paar Charaktere aus ihrem Freundes-, Familien- und Angestelltenkreis kennen, doch zum Glück nicht zu viel, dass es verwirrend werden könnte.
Das Buch enthält ein Vorwort der Autorin, auf das ich beim ersten Lesen gerne verzichtet hätte, da es mich in meiner Stimmung ein bisschen runtergezogen hat. Aber letztlich respektiere ich solch ehrliche Worte und war zum Teil auch froh. Denn die Autorin stellt klar, dass sie das Buch in einer schwierigen Zeit geschrieben hat. In einer Zeit, in der sie etwas zum Lachen brauchte. Und mit diesem Wissen konnte ich den Humor und die lustigen Szenen des Buches umso mehr genießen. Ich bin mir unsicher, ob das auch ohne dieses Vorwort der Fall gewesen wäre oder ob ich manches dann als übertrieben gefunden hätte.
Mein Fazit:
Ich habe mich auf die Geschichte eingelassen und auch darauf, dass sie unterhalten soll. Und das war gut so! Denn so durfte ich eine märchenhafte und humorvolle Story über zwei Menschen lesen, die bereit sind an Kritik zu wachsen.
Das Finale: sehr starker Anfang und hohe Erwartungen an die finalen Seiten
Meine Meinung / Bewertung:
Der Vorband endet mit einem echt fiesen Cliffhanger: ...
Lena Kiefer – Westwell. Hot & Cold (Westwell 3)
Das Finale: sehr starker Anfang und hohe Erwartungen an die finalen Seiten
Meine Meinung / Bewertung:
Der Vorband endet mit einem echt fiesen Cliffhanger: Jess wird lebensgefährlich verletzt und Helena wartet am Telefon vergeblich auf ein Lebenszeichen. „Hot & Cold“ setzt nahtlos an dieser Szene an. Und allein schon aufgrund der Dramatik und des insbesondere bei Helena gefühlten Schmerzes – Jess ist bewusstlos – hat mich das Buch von Seite eins an mit Gefühlen überwältigt. Respekt. Einige Kapitel lang war ich genauso in meiner Gefühlswelt gefangen und angespannt wie Helena.
Nach diesem besonders starken Anfang empfand ich den Fortgang der Geschichte als eher gemächlich und teilweise nicht völlig überzeugend. Ich würde sogar so weit gehen, dass die Geschichte eher schleppend voranschritt und bei mir einige Augenroller verursachte.
Natürlich nimmt sie im großen Finale wieder Fahrt auf – diesmal geschieht für mein Empfinden alles wie im Schnelldurchlauf. Ich werde wohl nie verstehen, warum man dem Mittelteil und seinen mehr oder weniger bedeutenden Geschehnissen so viel Raum lässt und dann das Buch auf wenigen Seiten zum Ende bringt.
Die Aufarbeitung der Auflösung um die Verbrechen in den Büchern – allen voran den Toden von Valeria und Adam – hätte ich mir gerne detailreicher gewünscht und auch so manche Erklärung konnte mich nicht ganz überzeugen.
Mein Fazit:
Alles in allem ein toller Abschluss, der es sich durch seinen sehr starken Anfang in den ersten Kapiteln selbst ein bisschen schwer gemacht hat.
Anabelle Stehl & Nicole Böhm – Let’s be wild
(Be-Wild-Serie Band 1)
Moderne Geschichte, die aufzeigt, was man gemeinsam alles schafft
Meine Meinung / Bewertung:
Ich war anfangs ein wenig verwirrt als ...
Anabelle Stehl & Nicole Böhm – Let’s be wild
(Be-Wild-Serie Band 1)
Moderne Geschichte, die aufzeigt, was man gemeinsam alles schafft
Meine Meinung / Bewertung:
Ich war anfangs ein wenig verwirrt als ich bemerkte, dass die Perspektive wieder und wieder wechselte. Letztlich wird die Geschichte (aus der Sicht) von vier jungen Erwachsenen erzählt, die für dieselbe Agentur in New York arbeiten – Shae, Tyler, Eveline und Ariana Auch wenn die Kapitel immer aus einer anderen Sicht geschrieben sind, wird die Geschichte dabei fortlaufend erzählt. Einerseits fand ich es ganz cool zu lesen, wie jemand anderes als die Person der aktuellen Perspektive, das Geschehen erlebt. Aber andererseits ist es mir gerade zu Beginn etwas schwer gefallen das alles zu verstehen und die Zusammenhänge zu erkennen. Denn die Geschichte legt ein recht zügiges Tempo an den Tag. Ich persönlich hätte insbesondere am Anfang gerne ein bisschen mehr Zeit gehabt jeden einzeln kennenzulernen. Hinzu kommt, dass jeder der Vier seine eigenen Probleme hat – inklusive Problemen in der Familie. Da kamen einige Probleme und Charaktere zusammen, die sich leicht durcheinanderwerfen lassen. Zwar hatte ich aus dem Grund kurz überlegt mir eine Übersicht aufzuschreiben, aber letztlich überwog das Gefühl, dass – wenn auch die Probleme zahlreich sind – dies die Realität doch recht stark widerspiegelt. Heutzutage öffnet sich die Welt und ist bereit dies anzuerkennen. Nicht alles wird mehr unter den Teppich gekehrt.
Auch an anderer Stelle zeigt sich, wie modern dieser Roman ist: Influencer, TikTok und Co. gehören zu dem Tagesgeschäft der Protagonisten. Ich fand diese Themen sehr gut und natürlich eingearbeitet.
Zum Schluss hat man Shae, Tyler, Eveline und Ariane wirklich gut kennengelernt. Wenn ich zu jedem etwas schreiben sollte, wäre das wohl: Shae ist in meinen Augen die Protagonistin Nummer eins, die sich berufsmäßig auf etwas derart fokussieren kann, dass ihr im Privaten das Auge für Details vielleicht etwas verlorengeht. Tyler, ihr bester Freund, ist mein heimlicher Favorit. Sein Charakter hat eine immense Tiefe und ich bin überzeugt, dass er uns Lesern und auch seinem Chef bislang nur einen Bruchteil seiner Persönlichkeit gezeigt hat. Eveline ist sehr naiv und hat dadurch in meinen Augen den Hang dazu für mich als Leserin leicht nervig zu sein. Ariana ist eine sehr starke Frau, die sich in ihrer Beziehung ein wenig verloren hat und das Herz am rechten Fleck hat.
Dass das Buch gemeinsam von zwei Autorinnen geschrieben wurde, war für mich zunächst spannend. Ich habe mich gefragt, ob es einem Bruch im Schreibstil gibt und ich spüren kann, dass Shaes und Arianas Perspektive von Anabelle Stehl und Tylers und Evies Kapitel von Nicole Böhm geschrieben wurde. Die Antwort: überhaupt nicht! Ich habe keinen Unterschied gemerkt und fand das Buch in seinem Schreibstil sehr harmonisch!
Für fünf Sterne hat es bei mir dennoch nicht gereicht. Wie bereits beschrieben war mir am Anfang zu viel los und auch das Ende fand ich ein bisschen schwach für all die vorausgegangenen Seiten. Wer meine Kritikpunkte ein bisschen konkreter möchte, für den gibt es ein P.S. mitsamt Spoilern.
Mein Fazit:
Moderne Geschichte, die Lust auf mehr macht.
Individuelle Charaktere, die alle ihre eigene(n) Schlacht(en) zu schlagen haben.
Und das Fazit: in der Gemeinschaft ist man stark!
Sterne: 4 von 5!
Viel Spaß beim Lesen!
P.S.:
Am Ende hat mir verschiedenes nicht gefallen. Shae hat einen Artikel geschrieben, der super ankam. Sie erwähnt selbst, dass der online erschienene Artikel für eine kurze Zeit in aller Munde war, das aber schnell verging, da die Medien einfach sehr kurzlebig seien. Dass ihr dann angeboten wird, ein Printmagazin herauszugeben, für das sie mehr oder weniger verantwortlich ist trotz ihrer kurzen Zeit in den Agentur, passt für mich nicht. Es war mir zum Schluss für Shae alles sehr durch die rosarote Brille geschrieben.
Auch fand ich nicht gut, dass in der Danksagung beschrieben wird, wie beide Autorinnen unabhängig davon auf die Idee kamen, ein Buch anhand einer Serie, die drei junge Frauen in verschiedenen Abteilungen eines (Mode-)Magazins in New York begleitet, zu schreiben. Das machte die Idee für mich ein wenig beliebig und es kam die Frage bei mir auf wie viele Parallelen es wohl gibt.
Aber das ist bloß mein persönlicher Geschmack.