Profilbild von kaeferchen

kaeferchen

Lesejury Star
offline

kaeferchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit kaeferchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2019

tiefgründiger als erwartet

Bad Bachelor
0

In New York gibt es eine neue App, um Single-Männer nach einem Date zu bewerten. Als der schlechteste Fang überhaupt wird Reed dargestellt, der Frauen nur ausnutzen und abweisen würde. Viel zu lange lässt ...

In New York gibt es eine neue App, um Single-Männer nach einem Date zu bewerten. Als der schlechteste Fang überhaupt wird Reed dargestellt, der Frauen nur ausnutzen und abweisen würde. Viel zu lange lässt Reed den Gerüchten seinen Lauf.
Derweil soll der PR-Berater Darcy dabei helfen, Spenden für ihre Biblithek zu sammeln. Natürlich weiß Darcy, mit wem sie es zu tun hat und ist nicht gerade begeistert. Wie soll jemand, der seinen eigenen Ruf nicht im Griff hat, ihrer Bibliothek helfen? Doch da sie das Geld dringend benötigt, stimmt sie der Zusammenarbeit zu und lernt Reed dabei näher kennen. Den echten Reed, nicht den Band Boy, als der er dargestellt wird…

Medien bestimmen unser Leben – warum also nicht beim Dating? Eine App, um Date-Partner zu bewerten, klingt dabei doch ziemlich hilfreich, oder? Tja, oder auch nicht. Ich finde die Vorstellung eher gruselig, schließlich kann niemand voraussagen, ob die Chemie zwischen zwei Menschen stimmen könnte. Was für Erwartungen und Vorurteile dabei schon im Vorfeld gebildet werden… Und wer garantiert eigentlich den Wahrheitsgehalt all dieser Einträge? Genau vor diesem Problem steht auch Reed McMahon, der in der App den Rang des absoluten Bad Bachelors inne hat. Dutzende Frauen melden sich, die Reed als kalt oder skrupellos darstellen. Zunächst ist Reed diese App egal, er steht dazu, dass er gern One-Night-Stands hat und sucht keine Frau für eine Beziehung. Doch als Geschäftskontakte darauf aufmerksam werden und Frauen sich über seine Arbeitsweisen auslassen, wird es problematisch.

Darcy weiß bereits bei ihrer ersten persönlichen Begegnung, wer Reed ist – denn sie kennt all die App-Einträge über ihn und packt ihn entsprechend sofort in diese Schublade. So fällt es ihr schwer, dieses Wissen bei ihrer Geschäftsbeziehung auszublenden. Immer wieder stichelt sie gegen Reed, was zu zahlreichen bissigen – witzigen – Wortgefechten führt.

Je länger Darcy mit Reed zusammenarbeitet, desto mehr Einblicke bekommt sie in sein Wesen. Auch das ein oder andere private Detail schnappt sie auf, das so gar nicht zu ihrem Bild des Bad Bachelors passen will. Dadurch bekommt die Geschichte sehr viele emotionale Facetten und eine gewisse Tiefe.

Das Zusammenspiel beider Figuren ist toll zu verfolgen. Anfangs hat Darcy kaum ein gutes Wort für Reed übrig – der hingegen mag gerade ihre biestige Art sehr. Es entwickelt sich eine Art Freundschaft, die beide aber plötzlich vor gewisse Probleme stellt – schließlich haben sie einen gewissen Ruf zu wahren und ein gemeinsames Projekt zu bewältigen.
Während Darcy einfach Darcy ist, zeigt gerade Reed sehr unterschiedliche Seiten von sich, die ihn zu einem spannenden Charakter machen.

Die Handlung bietet viele Emotionen und ein paar kleine Überraschungen. Schließlich gilt es ja auch noch das Rätsel um den Ursprung der App zu lösen. Allerdings bleiben diesbezüglich für mich noch ein paar Fragen offen.

Fazit

Eine Dating-App sorgt für Furore. Jeder kennt Reed und jeder hat eine Meinung über ihn. Doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr Seiten von Reed zeigen sich. Die Handlung entwickelt sich viel facettenreicher, als der Klappentext vermuten lässt. Die erwartete Liebesgeschichte gibt es zwar auch, diese macht aber aufgrund bissiger Wortgefechte und prickelnder Erotik jede Menge Spaß.

Veröffentlicht am 13.01.2019

spannende Story voller Intrigen und Überraschungen

Das Mädchen aus Feuer und Sturm
0



Die 17-jährige Mariko ist dem Sohn des Kaisers versprochen. Auf dem Weg zu ihm wird ihre Karavane angegriffen. Sie kann unbemerkt entkommen, doch sonst überlebt niemand. Mariko beschließt, herauszufinden, ...



Die 17-jährige Mariko ist dem Sohn des Kaisers versprochen. Auf dem Weg zu ihm wird ihre Karavane angegriffen. Sie kann unbemerkt entkommen, doch sonst überlebt niemand. Mariko beschließt, herauszufinden, warum der Schwarze Clan ihren Tod wollte und schwört auf Rache. Doch ihr Vorhaben gerät ins Schwanken, als sie sich dem Clan als Junge verkleidet heimlich anschließt. Denn nicht alles ist so, wie es scheint…

Ich hatte Schwierigkeiten, in das Buch hineinzufinden. Den Schreibstil fand ich anfangs anstrengend, irgendwie stelzig und abgehakt, mit unnötig vielen Ellipsen und Aufzählungen. Dadurch habe ich eine Weile gebraucht, um mich einzulesen. Danach hat mir die Geschichte aber ziemlich gut gefallen.

Es eröffnet sich eine fremde Welt voller magischer Fähigkeiten und politischer Intrigen. Eine Prise Mulan plus ein Hauch Robin Hood sorgen für eine abwechslungsreiche Story.

Mit Mariko musste ich erst warm werden. Sie ist wie eine kleine Prinzessin aufgewachsen und diese von-oben-herab-Haltung blitzt auch immer mal wieder durch. Angetrieben von ihrem Wunsch nach Vergeltung wächst sie aber über sich hinaus und stellt sich mutig den Gefahren. Und je näher sie die Banditen kennenlernt, desto loyaler fühlt sie sich einigen von ihnen verbunden.

Das Geschehen wechselt zwischen verschiedenen personalen Perspektiven, die zum einen Einblicke in die Ereignisse an verschiedenen Orten und in die einzelnen Motive der Figuren liefern, teilweise aber auch neue Fragen aufwerfen, weil nicht immer klar ist, was die Charaktere beabsichtigen.
Es gibt eine Vielzahl sehr facettenreicher Charaktere. Während beispielsweise die Absichten von Marikos Bruder immer deutlich scheinen, sind andere Figuren weniger durchsichtig. Dadurch gibt es immer wieder unerwartete Wendungen. Besonders spannend fand ich es dabei, mit Mariko den angeblich so bösen schwarzen Clan zu erkunden – allerdings kommt mir dieser insgesamt noch etwas zu kurz.

Und überhaupt bleiben am Ende noch viele Fragen offen.
Die Handlung gewinnt immer mehr an Tempo, je weiter Marikos Weg voranschreitet. Sie muss verschiedene Gefahren überstehen – doch nicht nur der dunkle Wald birgt seine Schwierigkeiten, auch ihre aufgewirbelten Gefühle werden für Mariko zu einem Problem, denn sie beginnt an der Bosheit des Schwarzen Clans zu zweifeln. Das führt letztlich auch zu ziemlich dramatischen Ereignissen, doch dann endet die Geschichte mit einem fiesen Cliffhanger, der mich neugierig auf den nächsten Band zurücklässt.

Fazit

Nach Startschwierigkeiten aufgrund des für mich anstrengenden Schreibstils konnte mich die Geschichte mit den vielen spannenden und dramatischen Momenten fesseln. Auch an Gefühlen mangelt es nicht – nicht zuletzt, da Mariko in ihrem eigenen Lügennetz einige unerwartete Entdeckungen macht, die sie ziemlich aus der Bahn werfen. Undurchsichtige Charaktere sorgen für einige Überraschungen. Am Ende bleiben noch viele Fragen offen.

Veröffentlicht am 03.01.2019

Highlight!

Cinder & Ella
0


Ella führt ein ruhiges Leben mit ihrer Mutter – sie hat Freude, bloggt und pflegt mit Cinder eine diskussionsreiche Internetfreundschaft. Bis zu dem Tag, der alles verändert: Ella und ihre Mutter haben ...


Ella führt ein ruhiges Leben mit ihrer Mutter – sie hat Freude, bloggt und pflegt mit Cinder eine diskussionsreiche Internetfreundschaft. Bis zu dem Tag, der alles verändert: Ella und ihre Mutter haben einen Unfall. Ella überlebt, trägt aber schwere Verletzungen davon. Ihr steht eine harte Zeit bevor. Internetfreund Cinder bleibt aus ihrem ‚alten Leben’ erhalten. Doch Ella hat keine Ahnung, wer Cinder eigentlich ist…

Ich lese und schaue sehr gern Märchenadaptionen. Als ich gelesen hatte, dass Cinder und Ella sich im Internet kennenlernen, musste ich direkt an Cinderella Story (wunderschöner Film!) denken und wollte das Buch auf jeden Fall lesen. Und es hat sich absolut gelohnt.

Die Geschichte ist emotional. Sie ist berührend. Sie ist witzig. Und sie ist tieftraurig. Das Buch hat mich mitgerissen, letztlich habe ich die 400 Seiten an einem Tag lesen müssen, weil ich einfach nicht wieder aufhören konnte.
Hin und wieder gab es zwar Situationen, in denen ich dachte, warum hat er/ sie das jetzt gemacht bzw. gesagt, aber insgesamt habe ich durchweg mit den beiden mitgelacht, mitgelitten und mitgefiebert.

Cinder & Ella ist so viel mehr als eine Liebesgeschichte.

Während Cinder als berühmter Schauspieler auch die Schattenseiten Hollywoods schildert, ist Ellas Leben nach dem Unfall ein Trümmerhaufen. Cinders Erlebnisse sind fies, aber Ellas Schicksal hat mich absolut berührt. Sie ist eine toughe junge Frau, die sich ins Leben zurückkämpfen muss. Dabei schießt sie in ihrem Schmerz und ihrer Wut manchmal über das Ziel hinaus – aber all ihre Gefühle und Ausbrüche sind absolut nachvollziehbar geschildert und zeigt jemand Ella die Gegenseite auf, denkt sie darüber nach und nimmt einige Geschehnisse hinterher anders war.
Besonders ins der Schule muss Ella einiges wegstecken. Mobbing wird als großes Thema in diesem Buch behandelt. Ella geht mit fiesen Kommentaren ihrer Mitschüler selbstbewusst um, aber je länger sie die gemeinen Sprüche zu ignorieren versucht, desto schlimmer wird es. Vor allem, wenn alle wegsehen… Das Thema ist – mit all seinen Auswirkungen auf unterschiedliche ‚Beteiligte’ – bedrückend realistisch in die Handlung eingebunden und gibt damt auf jeden Fall einige Denkanstöße.

Cinder und Ella, die abwechselnd aus der Ich-Perspektive erzählen und dabei Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle geben, welche sie teilweise auch voreinander verbergen, machen sich das Leben streckenweise selbst und gegenseitig schwer. So gibt es einige Missverständnisse und unerwartete Wendungen in dieser unglaublich süßen und berührenden Geschichte.

Fazit

Ein unglaublich tolles Buch. Ella und Cinder haben mich zum Lachen gebracht und zu Tränen gerührt. Die Handlung ist nur bedingt vorhersehbar, da die zwei einige Umwege nehmen und vor allem ihr Umfeld ihnen das Leben nicht immer leicht macht. Dabei ist Cinder & Ella so viel mehr als eine reine Liebesgeschichte. Besonders Ellas schweres Schicksal verbunden mit dem Mobbing, das sie im Anschluss erleiden muss, und ihren Kampf zurück in ein normales Leben geben der Handlung Tiefe und viele bewegende Momente.

Veröffentlicht am 03.01.2019

den Beginn mochte ich, das Ende weniger

Still Broken
0

Die Grundidee ist nicht neu: Braves Mädchen verliebt sich in den absoluten Bad Boy, der natürlich auch eine weiche Seite hat und bei ihr nahezu handzahm wird… Aber natürlich leben sie nun nicht einfach ...

Die Grundidee ist nicht neu: Braves Mädchen verliebt sich in den absoluten Bad Boy, der natürlich auch eine weiche Seite hat und bei ihr nahezu handzahm wird… Aber natürlich leben sie nun nicht einfach glücklich bis zum Happy End.

Norah ist überwiegend die Ich-Erzählerin der Geschichte und lässt die Leser dabei an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Im späteren Verlauf kommt auch besagter Bad Boy hin und wieder zu Wort und schildert seine Eindrücke des Geschehens.

Die Handlung beginnt relativ ruhig. Langsames Kennenlernen, erstes Date, erste Gefühle. Norah und Max haben mir zusammen gut gefallen.
Schnell deutet sich an, dass Max ein Geheimnis verbirgt. Dass mehrfach wiederholt wurde, dass ihm und seiner Schwester in der Vergangenheit etwas Schlimmes wiederfahren ist, ohne dies mit Inhalt zu füllen, fand ich etwas unnötig. Nachdem es im weiteren Verlauf einige Andeutungen gibt, was Max belastet, kommt die Auflösung nur noch für Norah völlig überraschend.
Weitere Schicksalsschläge sorgen für dramatische und emotionale Momente. Dabei fand ich ein eigentlich sehr bewegendes Ereignis zu kurz abgehandelt, sodass die Gefühle der Figuren bei mir nicht ankamen.

Zwar habe ich das Buch insgesamt auch dank des flüssigen Schreibstils zügig gelesen, empfand im zweiten Teil aber einige Ereignisse als unlogisch und übertrieben. Nicht immer konnte ich das Handeln der Figuren nachvollziehen. Und vor allem der Schluss konnte mich nicht überzeugen.
Kennt ihr das, wenn Bösewichte am Ende der Geschichte erst lang und breit ihre Taten erklären, statt ihrem Gegner den Todesstoß zu verpassen, und den Helden dadurch die benötigte Zeit verschaffen, doch noch zu gewinnen…? Wie unnötig… na jedenfalls gibt es so was in der Art hier auch, wodurch die überraschende Wendung und die sich aufbauende Spannung für mich wieder kaputt gemacht wurde. Das Problem kann dann auch nur dank einer großen Portion Glück und Zufall gelöst werden. Dabei empfand ich die Art der Darstellung als unnötig dramatisch, und dadurch eher unrealistisch und das Handeln verschiedener Charaktere ziemlich fragwürdig… Und eine Figur wird am Ende auch noch komplett vergessen.

Fazit

Still Broken gehört zu den Büchern, die ich dank einer bildhaften, flüssigen Erzählweise zwar schnell gelesen habe, am Ende aber etwas ernüchtert beiseite gelegt habe. Der Anfang hat mir gut gefallen, die langsame Annährung der Figuren mochte ich, auch wenn mit den typischen Klischees gearbeitet wird, die man aus dem Genre kennt. Es gibt verborgene Geheimnisse, die sich früh andeuten, und einige emotionale Wendungen. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto dramatischer wird das Geschehen – teilweise übertrieben dramatisch. Das Ende konnte mich nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 03.01.2019

gefühlvoll aber vorhersehbar

Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders
0

Abby möchte sich nach der Trennung von Eishockey-Profi Dean und dem Umzug in ihre Heimatstadt ein neues Leben mit ihrer Tochter aufbauen. An der örtlichen Grundschule bewirbt sie sich daher um einen Job. ...

Abby möchte sich nach der Trennung von Eishockey-Profi Dean und dem Umzug in ihre Heimatstadt ein neues Leben mit ihrer Tochter aufbauen. An der örtlichen Grundschule bewirbt sie sich daher um einen Job. Dass ihre Tochter sich ausgerechnet für Eishockey interessiert, behagt ihr nicht besonders, doch Dani ist sehr talentiert. Und so landet sie in der Jugendmannschaft, welche von Jackson trainiert wird. Jackson, der mit ihrem Ex-Mann befreundet ist und Abby früher immer behandelt hat, als würde er sie hassen… Wenn Abby da mal nicht irgendwas völlig missverstanden hat.

Ich hatte ein paar Probleme ins Buch reinzukommen, weil mich der Beginn sehr an eine Geschichte erinnert hat, die ich erst vor kurzem gelesen habe. In beiden Fällen sind die Protagonistinnen samt ihrer Tochter im Grundschulalter nach ihrer dreckigen Scheidung von einem „Promi“ von L.A. in ihr kleines Heimatörtchen zurückgegangen und treffen dort auf einen Freund ihres Ex-Mannes, den sie anziehen finden… In beiden Fällen sind die Erwachsenen aufgrund einer Kinderfreundschaft (wobei es nicht das eigene Kind des Auserwählten ist) gezwungen, näher in Kontakt zu treten…

Nachdem sich also der Anfang wie ein Déjà-vu anfühlte, von dem ich mich erst mal ein wenig lösen musste, habe ich gehofft, dass sich die folgende Handlung möglichst überraschend anders weiterentwickelt. Letztlich hat mir Maybe this time auf jeden Fall etwas besser gefallen als „One best man“, wobei ich auch hier die Überraschungen in der Handlung vermisst habe.

Abwechselnd wird das Geschehen in der personalen Sicht von Abby und Jackson geschildert. Das ist gerade am Anfang recht amüsant, weil Abby denkt, Jackson würde sie meiden, weil er sie nicht leiden kann. Jackson verhält sich allerdings nur etwas eigenartig, weil er Abby schon seit Jahren liebt und nicht weiß, wie er es ihr zeigen soll… Es kommt also zu einigen Missverständnissen, bis beide sich soweit normal Verhalten können, dass sie eine Freundschaft zueinander aufbauen, aus der mehr werden könnte… Wenn das Leben nur nicht so kompliziert wäre.
Auch wenn ich die Handlung nicht langweilig fand, haben mir die großen Wendungen gefehlt. Es gibt ein paar kleinere Dramen und Konflikte. Manchmal scheint die Zukunft klar, dann wieder wirkt sie hoffnungslos, aber insgesamt entwickelt sich die ganze Handlung sehr vorhersehbar. Schwierigkeiten, die sich andeuten, verlaufen im Sand und werden später gar nicht wieder aufgegriffen. Dafür, dass Abby und Jackson einige Umwege nehmen, in denen die Handlung nicht so recht vorankommt, kommt das Ende dann recht abrupt. Manche Geschehnisse, die im Verlauf eingefädelt werden, werden am Ende nicht mehr aufgegriffen und aufgelöst. Allerdings werden die beiden ja vermutlich auch in den Folgebänden zumindest eine Nebenrolle spielen, sodass ich hoffe, dass auch die letzten offenen Fragen noch geklärt werden. Auch bei einigen Nebenfiguren – wie ein Blick auf die Klappentexte zeigt, sind diese allesamt Protagonisten der kommenden drei Bücher – sind noch Handlungsstränge offen.

Fazit

Der erste Band der Colorado Ice-Reihe lässt sich aufgrund des lockeren, flüssigen Erzählstils schnell lesen. Die Hauptfiguren und auch die meisten Nebencharaktere sind sympathisch und facettenreich dargestellt. Die Handlung ist zwar sehr gefühlvoll, aber leider insgesamt auch recht vorhersehbar. Große Überraschungen bleiben aus. Kleine Konflikte sorgen dennoch dafür, dass das Buch zu keinem Zeitpunkt langweilig wird.
Besonders schön zu verfolgen ist, wie beide Protagonisten im Verlauf ihre Meinung darüber, was im Leben wichtig ist und was sie dafür zu geben bereit sind, überdenken und sich weiterentwickeln.