Profilbild von kaffeequeen98

kaffeequeen98

Lesejury Star
offline

kaffeequeen98 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit kaffeequeen98 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2020

Kingsbridge-Die Vorgeschichte zu "Die Säulen der Erde"

Kingsbridge - Der Morgen einer neuen Zeit
0

Kingsbridge bildet die Vorgeschichte zu Folletts „Säulen der Erde“. Die Entstehung von Kingsbridge wird thematisiert. Dabei folgen wir als Leser vier Protagonisten, die die Zeit von 997 – 1007 präsentieren ...

Kingsbridge bildet die Vorgeschichte zu Folletts „Säulen der Erde“. Die Entstehung von Kingsbridge wird thematisiert. Dabei folgen wir als Leser vier Protagonisten, die die Zeit von 997 – 1007 präsentieren sollen. Edgar repräsentiert einen Bootsbauer, Ragna eine Adelstochter, Wynstan einen skrupellosen Bischof und Aldred einen gutherzigen Mönch.
Die Sympathien sind von Beginn an eindeutig verteilt, da eine klare Gliederung in „Gut“ und „Böse“ gewählt wurde (typisch Follett 😉). Diese Sympathien haben mich richtig mit meinen Lieblingscharakteren fiebern lassen.
Wynstan war mir von Beginn an mehr als unsympathisch. Ich habe schon gedacht „Was kommt denn jetzt schon wieder?“, wenn ich nur seinen Namen gelesen habe :D. Aldred konnte ich zunächst nicht einordnen, während der Geschichte hat er sich jedoch zu meinem Lieblingscharakter entwickelt. Ragna muss auf diesen 1000 Seiten einiges mitmachen und über sich ergehen lassen (mehr möchte ich hier nicht spoilern 😉). Mit ihr habe ich zeitweise sehr gelitten. Edgar spielt von Beginn an eine zentrale Rolle. Er ist mir auch sehr sympathisch gewesen, aber er war mir etwas zu „perfekt“.
Der Schreibstil ist, typisch für Follett 😉, sehr flüssig. Die Seiten und Kapitel sind förmlich dahin geflogen. Auch der historische Hintergrund war auf eine Weise in die Geschichte und die Geschehnisse eingebaut, dass sie den Lesefluss nicht gestört haben. Sehr angenehm zu lesen 😊.
Durch einige Wendungen und schöne Spannungsbögen ist die Geschichte ansprechend aufgebaut. Die letzten Kapitel sind dann jedoch leider hinter meinen Erwartungen zurück geblieben. Das Ende war, meiner Meinung nach, sehr voll gepackt mit vielen (zum Teil irrelevanten) Informationen und Handlungen und mir einfach zu weichgespült (der Begriff hat sich in unserer Leserunde dazu etabliert 😉). Zudem wird immer wieder auf Homosexualität angespielt, was ich grundsätzlich sehr positiv finde, was in den Zusammenhängen jedoch verwirrend und aus dem Zusammenhang gerissen erscheint.
Insgesamt war „Kingsbridge“ für mich ein schönes Leseerlebnis. Die Reise in diese Zeit und die Geschehnisse rund um Edgar, Ragna, Aldred und Wynstan haben mir sehr gut gefallen. Zu keinem Zeitpunkt war das Geschehen langweilig, was ich bei der Länge des Buches sehr schätze. Zu einem Lesehighlight hat es für mich, aus den oben genannten Gründen, nicht gereicht. Dennoch kann ich das Buch allen empfehlen, die einen gut geschrieben historischen Roman lesen wollen.
Ein guter, jedoch nicht der beste Follett, für mich.
Insgesamt gibt es von mir 4/5 Büchern 😉 für „Kingsbridge“.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 06.10.2020

Spannend und überraschend

The Loop. Das Ende der Menschlichkeit (The Loop 1)
0

Inhalt:
Luka sitzt im Higtech-Jugendgefängnis „Loop“. Jeder Tag ist im Loop wie der andere und jeden Tag müssen alle Insassen eine qualvolle Ernergieernte über sich ergehen lassen. Die Energie wird verwendet, ...

Inhalt:
Luka sitzt im Higtech-Jugendgefängnis „Loop“. Jeder Tag ist im Loop wie der andere und jeden Tag müssen alle Insassen eine qualvolle Ernergieernte über sich ergehen lassen. Die Energie wird verwendet, um das Loop am Laufen zu halten. Die Technik zeigt jedoch eines Tages Schwächen, die immer größer werden. Eine Flucht aus dem Loop ist nun möglich. Draußen geschehen jedoch schlimme Dinge. Loop oder Flucht?

Meine Meinung:
Generell fand ich die Idee eines Hightech-Gefängnisses sehr interessant. An einigen Stellen konnte mich das Buch richtig packen. Ich konnte mich sehr gut in den Protagonisten Luka hineinversetzen und mit ihm Fühlen. Alles wurde sehr detailliert beschrieben. Für mich war diese Beschreibung an einigen Stellen etwas zu detailliert, aber das ist Geschmackssache. Einige Handlungen waren für mich jedoch etwas unrealistisch. Dennoch war das Buch sehr spannend und zum Teil makaber. Die Spannungsbögen und Wendungen waren gut gewählt. Die letzten Kapitel haben mich wirklich überrascht. Besonders das offene Ende hat mich fertig gemacht 🥺😱. Ich wusste vorab schon, dass es einen zweiten Teil geben wird, aber mit diesem offenen Ende wie diesem hatte ich nicht gerechnet. Ich bin für sowas einfach viel zu neugierig 🙈😂. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich werde den zweiten Teil auf jeden Fall auch lesen, wenn er erscheint.

Von mir eine Leseempfehlung für alle, die gerne dystopische Thriller lesen und denen Tod, Gewalt, Suizid, Brutalität, Mord und Ratten nichts ausmachen (❗Triggerwarnung❗). Obwohl es als Jugendbuch kategorisiert wird, würde ich das Buch erst für Jugendliche ab ca. 16 Jahren empfehlen, da einige Szenen wirklich grausam und brutal sind.

Meine Bewertung: 📚📚📚📚/5

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an @lovelybooks.de für das eBook und an @liberiarium für die schöne Leserunde 🤗🤗

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2020

Spannende Dystopie-super Schreibstil

Sterra
0

Inhalt:
Aria lebt in Sterra, einer Kuppelstadt über der Erde. In Sterra wird die Schuld der Menschen am Klimawandel bestritten. Außerhalb von Sterra gilt alles als tot. Aria beginnt an dem System und den ...

Inhalt:
Aria lebt in Sterra, einer Kuppelstadt über der Erde. In Sterra wird die Schuld der Menschen am Klimawandel bestritten. Außerhalb von Sterra gilt alles als tot. Aria beginnt an dem System und den Werten von Sterra zu zweifeln und sucht nach der Wahrheit. Auf der Suche nach dieser Wahrheit begibt sich Aria in große Gefahr. Es beginnt ein großes Abenteuer im Wettlauf gegen die Zeit und einen Gegner, der einem Phantom gleicht 😱😱.

Meine Meinung:
Ich durfte das Buch in einer Leserunde von Lovelybooks.de lesen 😍🥰. Das Cover und der Klappentext haben mich sofort überzeugt 🤭🥰.
Dieses Buch war für mich ein richtiges Lese-Highlight😍😍. Von der ersten Seite an konnte ich die Atmosphäre spüren und war in den Bann gezogen😍. Ich habe die Protagonistin Aria sehr schnell in mein Herz schließen und habe mit ihr gelitten, gelacht, geweint und ein Abenteuer erlebt. Die Dystopie spricht den Klimawandel an. Immer wieder wird indirekt oder direkt auf den Umgang mit dem Klimawandel hingewiesen und zum nachdenken angeregt. Eine schöne Dystopie mit einer klaren Message: "Ein Sterra soll niemals existieren". Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen und sie Seiten sind nur so dahin geflogen 📖. Die Spannungsbögen waren sehr schön aufgebaut und es wurde nie langweilig, dennoch wurden Verschnaufpausen zum Nachdenken gelassen 😊. Besonders das Ende hat mich fertig gemacht. In dem letzten Kapitel erfährt man Details, mit denen ich nicht gerechnet habe 😱. Einige Fragen sind bis zum Schluss jedoch offen geblieben. Da freue ich mich schon mega auf Band 2 😍. Außerdem freue ich mich auf weitere Erscheinungen der Autorin Sie hat offiziell einen neuen Fan 🥰🥰.

Von mir eine klare Leseempfehlung für alle, die eine wirklich gute Dystopie mit aktuellen Bezügen lesen wollen 🤗🤗

Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar und die schöne Leserunde 🤗🤗. Es hat mir viel Freude bereitet 🥰📖.

Meine Bewertung: 📚📚📚📚📚+/5

Für mich ein Lese-Highlight in diesem Jahr 🥰📖.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.09.2020

Eines meiner Jahreshighlights

Cryptos
0

Inhalt:
In "Cryptos" folgen wir der Protagonistin Jana. Sie ist Weltendesignerin und macht ihren Job mit ganz viel Herz. Sie liebt ihre selbst erschaffen Welten. Eines Morgens gibt es jedoch in ihrer Lieblingswelt ...

Inhalt:
In "Cryptos" folgen wir der Protagonistin Jana. Sie ist Weltendesignerin und macht ihren Job mit ganz viel Herz. Sie liebt ihre selbst erschaffen Welten. Eines Morgens gibt es jedoch in ihrer Lieblingswelt Kerrybrook Probleme. Sie kann diese Probleme nur innerhalb der Welt selbst begutachten und reist nach Kerrybrook. Dort geschieht jedoch ein Mord und die Ereignisse spitzen sich zu. Jana kämpft plötzlich selbst um ihr Leben.

Meine Meinung:
"Cryptos" thematisiert eine Welt, in der der Klimawandel soweit voran geschritten ist, dass sich die Menschen in virtuelle Welten flüchten und ihre Zeit in der Realität als Tortur wahrnehmen.

Der Schreibstil ist super (wie man es schon von Ursula Poznanski kennt). Das Buch hat sich super leicht und schnell lesen lassen.

Durch die detaillierte Beschreibung der Welten konnte ich richtig in die Welten abtauchen. Auch Jana wird sehr schön beschrieben, sodass ich mich schnell mit ihr identifizieren konnte. Ich habe mit ihr gekämpft, gelitten, gelacht und die Geschichte durchlebt.

Die Spannungsbögen waren sehr passend aufgebaut. Es wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig und ich wollte immer weiter lesen .

Das Thema Klimawandel wird immer wieder aufgegriffen. Dennoch wird nicht direkt angemahnt, sondern das Setting und die beiläufigen Bemerkungen regen auch nachhaltig zum Nachdenken an.

Auch wenn es ein Jugendbuch ist, ist es sehr gut für Erwachsene geeignet. Von mir eine Leseempfehlung für alle. Das Buch konnte mich von Beginn an fesseln und begeistern.

Insgesamt überzeugt mich das Buch vom Cover, über die Story bis zum Gefühl nach dem Lesen. Deshalb bekommt "Cryptos" von mir 5+/5 Büchern;) Eins meiner Lesehighlights in diesem Jahr.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2020

Anders

Asphaltseele
0

Inhalt:

Der Protagonist Ruben Rubeck ist Kriminalkommissar und arbeitet im Frankfurter Bahnhofsviertel. Doch nicht nur beruflich, auch privat verkehrt er im Milieu. Er hat ein Alkoholproblem und geht ...

Inhalt:

Der Protagonist Ruben Rubeck ist Kriminalkommissar und arbeitet im Frankfurter Bahnhofsviertel. Doch nicht nur beruflich, auch privat verkehrt er im Milieu. Er hat ein Alkoholproblem und geht regelmäßig Kneipen und Bordelle im Frankfurter Bahnhofsviertel. Als es eines Abends, genau dort, zu einer Schießerei kommt, ist Rubeck vor Ort. Mit dieser Schießerei wird eine Lawine der Ereignisse los getreten, die von Ruben Rubeck einiges abverlangen. Er wird von seiner Vergangenheit eingeholt und kämpft schließlich nicht nur um sein eigenes Leben.

Meine Meinung:

Wir folgen dem Protagonisten Ruben Rubeck. Er schildert die Ereignisse aus der Ich-Perspektive und in Alltagssprache. Dies hat mich einige Male schmunzeln lassen, da die Sprache perfekt zum Setting des Frankfurter Bahnhofsviertels und zu dem Charakter an sich passt. Schnell konnte ich mich in Ruben Rubeck hineinversetzen und seine Gefühle nachvollziehen. Durch die Wahl der Sprache wurde das verstärkt.

Nachdem ich den Protagonisten auf den ersten Seiten kennengelernt habe, baute sich langsam der Spannungsbogen auf. Das Setting spielte immer wieder, gerade im Bezug auf Rubecks Alkoholkonsum, eine wichtige Rolle. Das war für mich komplett neu und interessant, da ich zuvor noch kein Buch gelesen hatte, welches im Milieu spielt. Die Dosis, in dem dies eingebunden wurde habe ich trotzdem als passend empfunden.

Durch einzelne Kapitel, welche als Rückblenden gestaltet waren, wurde wieder Spannung aufgebaut. Erst zum Schluss erschloss sich die Bedeutung dieser Kapitel. Außerdem erschlossen sich damit einige Handlungen von Rubeck.

Insgesamt fand ich das Buch und vor allem die Idee der "Verdrängung" und dem "Umgang mit traumatischen Situationen" sehr gelungen. Dieser Idee hätte, meiner Meinung nach, während der gesamten Handlung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden können. Dadurch, dass sich diese Intention erst ziemlich am Ende erschließen lässt, hat der Leser nicht so viele Berührungspunkte mit der Materie. Leider hat es mir zudem etwas an Spannung gefehlt. Viele Handlungsstränge haben sich zuvor abgezeichnet.

Insgesamt habe ich das Buch dennoch gerne gelesen. Die 240 Seiten haben sich gut lesen lassen. Zu einem Lese-Highlight fehlte dem Buch allerdings das gewisse Etwas.

Insgesamt erhält "Asphaltseele" von mir gute 3,5/5 Büchern ;)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere