Profilbild von kiranight2016

kiranight2016

Lesejury Star
offline

kiranight2016 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit kiranight2016 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Wo ist der Horror?

REM
0

Was wäre, wenn wir unsere Träume aufzeichnen und uns am nächsten Morgen ansehen könnten? Wenn wir unseren dunkelsten Albträumen ins Gesicht sehen könnten? Der Preis dafür jedoch zu hoch wäre?
Um diese ...

Was wäre, wenn wir unsere Träume aufzeichnen und uns am nächsten Morgen ansehen könnten? Wenn wir unseren dunkelsten Albträumen ins Gesicht sehen könnten? Der Preis dafür jedoch zu hoch wäre?
Um diese Grundfrage dreht sich der Horror-Thriller „REM“ von Sebastian Fitzek in Zusammenarbeit mit Annika Strauss.
Das Cover des Buches ist düster und gruselig und hat bei mir bereits eine große Erwartungshaltung aufgebaut.
Leider konnte der Inhalt da nicht mithalten.
Der Schreibstil ist ziemlich einfach und platt. Vom versprochenen Horror habe ich nicht viel gemerkt. Klar gab es einige gruselige Szenen, viel Blut und dunkle Gestalten, aber nichts davon konnte mich emotional erreichen. Woran das lag, kann ich gar nicht genau benennen.
Die Grundidee des Buches finde ich super. Wer würde nicht gern mal einen Blick auf seine nächtlichen Träume werfen? Aber was daraus gemacht wurde, war für mich verwirrend, abstrus und einfach nur drüber.
Der Beginn war richtig vielversprechend. Jedoch baute es mit Fortschreiten der Story immer weiter ab. Oft habe ich nur den Kopf geschüttelt über die nächste absurde Szene.
Die Erklärung der Geschehnisse war für mich auch nicht wirklich Horror, sondern eher Fantasy oder Science-Fiction.
Lobend möchte ich jedoch die Illustrationen im Buch, gezeichnet von Jörn Stollmann, erwähnen. Diese haben mir wirklich gut gefallen.
Leider kann ich dieser Geschichte insgesamt nur 2 von 5 Sternen geben. Ich war sehr enttäuscht und hätte mir wirklich mehr Spannung und Grusel erhofft.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.03.2026

Spannend und emotional - ein absolut geniales Buch!

Firewatch
0

„Firewatch“ ist ein Thriller mit Romanceanteil aus der Feder von Colin Hadler.
Aaron verschwindet bei seinem Ferienjob als Fire-Observer im Greenlands Nationalpark spurlos. Nachdem die Ermittlungen in ...

„Firewatch“ ist ein Thriller mit Romanceanteil aus der Feder von Colin Hadler.
Aaron verschwindet bei seinem Ferienjob als Fire-Observer im Greenlands Nationalpark spurlos. Nachdem die Ermittlungen in diesem Fall eingestellt werden, macht sich Robin selbst auf die Suche nach Aarons´ Mörder. Sein Hauptverdächtiger: Kian Foster, der im zweiten Firetower gearbeitet hat. Stück für Stück versucht er dessen Vertrauen zu gewinnen, doch im selben Zeitraum wird es für Robin immer schwieriger seine Gefühle für Kian zu definieren. Ist er wirklich nur noch auf der Suche nach Rache oder bedeutet ihm Kian in der Zwischenzeit mehr als erwartet?
Das Cover des Thrillers ist ein richtiger Hingucker. Die Farbgestaltung macht einen sofort auf dieses Buch aufmerksam.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und mitreißend.
Durch den Perspektivwechsel zwischen „Damals“ und „Heute“ erfährt man das Geschehen von vor knapp einem Jahr im Nationalpark, indem man Aaron begleitet. In den heutigen Kapiteln begleitet man Robin auf seiner Suche nach der Wahrheit.
Zwischendurch werden immer mal wieder Kapitel eingestreut, die ich nicht sofort zuordnen konnte.
Durch den immer wieder erfolgten Wechsel wurde die Spannung enorm gesteigert. Ich wollte unbedingt wissen, was damals wirklich passiert ist. Genauso gern habe ich Robin begleitet, der in Aaron seinen besten Freund verloren hat.
Robin ist ein sehr sympathischer Charakter. Er ist homosexuell und recht introvertiert. Sein Ziel verfolgt er jedoch sehr zielstrebig.
Kian war für mich von Beginn an undurchschaubar. Ist er wirklich ein kaltblütiger Mörder oder versucht er ein anderes Geheimnis zu hüten?
Die Annäherung zwischen Kian und Robin habe ich gern gelesen – jedoch immer mit dem Hintergedanken, dass jederzeit etwas passieren könnte. Die Spannung wurde hier durchgehend hochgehalten und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Während des Lesens hat man stets eine unterschwellige Bedrohung gespürt, man fiebert im Nationalpark richtig mit und auch die emotionalen Tiefen des Thrillers waren sehr gut integriert und haben die Geschichte noch ergreifender gestaltet.
Für mich war es das erste Buch des Autors. Ich freue mich bereits auf weitere!
Von mir gibt es für dieses spannende abwechslungsreiche Lesevergnügen 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2026

Cozy Fantasy mit Luft nach oben!

The House Witch 1
0

Mit „The Housewitch“ ist Band 1 einer neuen Fantasy-Reihe aus der Feder von Emilie Nikota Delemhach erschienen.
Fin Ashowan wird neuer Koch am Hof des Königs von Daxaria. Er hat großes Talent, aber auch ...

Mit „The Housewitch“ ist Band 1 einer neuen Fantasy-Reihe aus der Feder von Emilie Nikota Delemhach erschienen.
Fin Ashowan wird neuer Koch am Hof des Königs von Daxaria. Er hat großes Talent, aber auch eine genauso große Klappe. Seine unkonventionelle Art im Umgang mit den Bediensteten verschafft ihm nicht nur Freunde. Doch niemand soll hinter sein Geheimnis kommen – er ist eine Hexe. Er setzt sich für die Dienstmädchen ein, zaubert leckere Gerichte und wünscht sich einfach nur ein ruhiges Leben.
Das Cover des Romans ist wunderschön gestaltet. Es gibt einem das Gefühl von Heimeligkeit und lässt auf eine cozy Fantasygeschichte hoffen.
Fin als Protagonist war mir in seiner direkten Art sofort sympathisch. Er versucht zu helfen, möchte aber sein Geheimnis für sich behalten – und das aus gutem Grund.
Ich mochte es zu beobachten, wie er trotz seiner Schroffheit Stück für Stück Freunde auf dem Schloss für sich gewinnt und wahrscheinlich zum ersten Mal erlebt, wie es ist, sich auf andere stützen zu können.
Annika Jenoure als adlige Lady war sehr erfrischend, da sie nicht den Konventionen entspricht und ebenfalls ihre Geheimnisse hat.
Das Dienstmädchen Hannah wird immer wieder von den Rittern auf dem Schloss belästigt. Hier greift Fin ein und die Verhältnisse ändern sich. Oft mit einigem Humor besetzt.
Die Charaktere haben mir alle recht gut gefallen. Jedoch werden in diesem 1. Band sehr viele Gesichter eingeführt; es wird über einen drohenden Krieg mit dem Nachbarreich und die Angst des Königspaares berichtet, erneut ein ungeborenes Kind zu verlieren.
Insgesamt fand ich die Geschichte leider zu wenig magisch. Man erfährt zwar einiges von Fins Kräften, durch Rückblenden auch viel über seine Kindheit, aber das Worldbuilding an sich fand ich eher unausgereift.
So hatte ich Probleme, mich in diese Welt, den bevorstehenden Krieg etc. hineinzuversetzen.
Leider fand ich auch den Spannungsbogen mehr als mau. Zwischendurch wurde mir das Lesen sogar etwas zu langatmig. Das über 600 Seiten dicke Buch hätte in meinen Augen etwas kürzer sein dürfen.
Die angeschnittenen Themen wie Freundschaft, Liebe, Standesunterschiede, Magie, Homosexualität, aber auch die Gemütlichkeit in der Küche haben mich erreicht, mich aber nicht wirklich berühren können.
Insgesamt habe ich diese Geschichte gern gelesen. Ich habe jedoch das Gefühl, dass in diesem Einstiegsband zunächst in die Geschehnisse hineingeführt wird und Charaktere vorgestellt werden. Daher wurde es für mich zwischenzeitlich leider zu langweilig und ich hatte kein Bedürfnis zügig weiterzulesen.
Trotzdem bin ich auf den zweiten Band gespannt, da ich das Leben von Fin, Lady Jenoure und den anderen sehr gern weiterverfolgen möchte.
Für mich war dieses Buch somit ein Auftakt, der auf mehr hoffen lässt und ich vergebe 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2026

Wenn die Welt kippt...

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
0

„Eden – Wenn das Sterben beginnt“ ist der neue Umweltthriller aus der Feder von Marc Elsberg.
Der 766 Seiten starke Thriller hat mir zunächst richtig Respekt eingeflößt, da es für mich das erste Buch des ...

„Eden – Wenn das Sterben beginnt“ ist der neue Umweltthriller aus der Feder von Marc Elsberg.
Der 766 Seiten starke Thriller hat mir zunächst richtig Respekt eingeflößt, da es für mich das erste Buch des Autors war und ich vermutet hatte, dass aufgrund der Thematik einiges eher kompliziert dargestellt werden könnte. Doch das Gegenteil war der Fall.
Die Story hat mich von Anfang an abgeholt und durch den sehr flüssigen Schreibstil, der mich auch bildlich in die Situationen hineingezogen hat, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Geschildert werden die unterschiedlichsten Szenarien, in denen ungewöhnliche Naturereignisse auftreten-ein Riesenkalmar greift in der Karibik vor den Augen von Touristen einen Walhai an; in einer Bucht vor Trier kippt das Wasser und tote Fische sorgen für Entsetzen und üblen Gestank. Zunächst könnte man vermuten, es handle sich um ungewöhnliche Einzelfälle, doch immer mehr Ereignisse treten weltweit auf.
Die Menschen geraten in Existenznot, Unruhe entsteht und die Frage – kann man diese negative Entwicklungsspirale noch aufhalten?
Mitten im Geschehen trifft man auf Piero Manzano – bereits bekannt aus dem Thriller „Blackout“. Dieser hat ein KI-Programm entwickelt, welches anstehende Phänomene fast korrekt vorhersagt und für die Welt keine guten Prognosen vorweist. Doch wer nimmt ihn ernst?
Politiker verfangen sich in endlosen Diskussionen und zielen eher auf die nächsten Wahlen, als die Prognosen als Anlass zu nehmen, ihre Handlungen und Entscheidungen zu ändern oder gar zu beschleunigen.
Victor Brennar, ein reicher Investor – will das Programm gern für eigenen Zwecke verwenden – aus reiner Profitgier.
Am meisten interessiert hat mich jedoch der Weg von Linus, Reiseinfluencer mit Content, der den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern soll. Als dieser auf die Meeresbiologin Sarah trifft und mit den Veränderungen konfrontiert wird, ändert er Stück für Stück seine Sicht auf die Welt und nutzt seinen Content, um aufzuklären.
Der Aspekt der sozialen Medien und deren Macht im Bezug auf die Meinungsbildung der breiten Masse war in diesem Thriller richtig gut ausgearbeitet.
Generell ist es dem Autor gelungen, eine erschreckend realistische Szenerie zu erschaffen, die mich beim Lesen nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern mir auch öfter eine Gänsehaut verursacht hat.
Durch kurze Kapitel und schnelle Perspektivwechsel bleibt man am Ball und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Die erzeugte Spannung ist angenehm. Man hat den gesamten Thriller über das Gefühl, dass Unheil naht.
Sehr eindrücklich ist bei mir der Satz hängen geblieben: „Wenn die Tiere verstummen und die Bäume keine Lieder mehr singen, steht eine große Veränderung bevor.“
Leider muss man feststellen, dass dieser Thriller mehr Realität aufweist als wir uns wünschen sollten.
Insgesamt hat mir dieses Buch richtig gut gefallen. Ich kann es jedem empfehlen, der Spannung und Realitätsbezug liebt und vergebe klare 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2026

Emotionslose Geschichte, die so viel mehr Potential gehabt hätte!

Real Americans
0

„Real Americans“ von Rachel Khong – ein Roman, der als herausragender New-York-Times-Bestseller beworben wird.
Mich konnte er leider nicht überzeugen.
Das Cover und den Einband finde ich insgesamt recht ...

„Real Americans“ von Rachel Khong – ein Roman, der als herausragender New-York-Times-Bestseller beworben wird.
Mich konnte er leider nicht überzeugen.
Das Cover und den Einband finde ich insgesamt recht nichtssagend; die gezeigte Auster findet sich jedoch als Motiv im Buch wieder und somit ist es dann wieder stimmig.
Das Buch ist in 3 Teile gegliedert, die jeweils eine andere Sicht aufzeigen.
Zunächst begleitet man Lilly, Tochter von chinesischen Auswanderern, die in Amerika lebt und deren Eltern sehr viel Wert darauf legen, ein „richtiges“ amerikanisches Leben zu leben und der Tochter möglichst keine chinesischen Werte und Traditionen vorzuleben. Sie ist als unbezahlte Praktikantin tätig und lernt bei einer Feier Matthew Maier kennen – einen sehr reichen Sohn und Erbe eines multinationalen Pharmaunternehmens. Die Liebe zwischen den beiden ist von Anfang an unausgeglichen und es hat mich sehr gestört, dass Lilly sich förmlich in die Abhängigkeit begeben hat ohne jeglichen Widerstand.
Gefühle und tiefe Gespräche finden zwischen den beiden nicht statt. Der Schreibstil ist distanziert und man hat das Gefühl, dass Alltagssituationen einfach abgespult werden. Teilweise hatte ich sogar beim Lesen das Gefühl, dass ich etwas verpasst habe, da man plötzlich in einer anderen Situation war ohne weitere Begründung oder Nachvollziehbarkeit.
Im 2. Teil begleitet man Nick, Sohn von Lilly und Matthew. Lilly und er wohnen auf einer kleinen Insel in ärmlichen Verhältnissen und Nick hat immer mehr die Frage im Kopf, wer eigentlich sein Vater ist.
Grundsätzlich konnte ich mich in die Gedankenwelt von Nick etwas besser hineinversetzen als in die seiner Mutter. Aber auch hier wurde das Leben einfach abgespult.
Im 3. Teil des Buches kommt dann die Großmutter May/Mei zu Wort, die als junge Frau aus Peking geflohen ist und in Amerika ihren Traum vom Arbeiten in der Wissenschaft erfüllen konnte. Ihre Sichtweise hat viele Situationen aus der Vergangenheit erklärt, war mir aber zu spät. Den Blick auf ihre Kindheit in China, die dortigen Traditionen und die Entwicklungen unter Mao Zedong fand ich sehr interessant, konnten aber den Rest des Buches für mich nicht mehr aufwiegen.
Grundsätzlich hatte ich mit dem Schreibstil keine Probleme – es ließ sich leicht und flüssig lesen.
Meine Erwartungen auf eine große Familiengeschichte mit tieferen Emotionen und Entwicklungen wurden leider enttäuscht.
Der Roman beinhaltet unglaublich viele wichtige Themen wie Herkunft, Identität, aber auch offenen und versteckten Rassismus in so vielen Lebenslagen. An sich sind dies alles Themen, die einen tiefgründigen Roman erwarten lassen und hier leider nicht das bestehende Potential ausgeschöpft wurde.
Die über allem schwebende Frage der Genetik und welches Recht der Mensch hat, an dieser herumzudoktern, wurde immer mal wieder angerissen und zog sich als roter Faden durch das Buch. Die Auflösung der Geheimnisse kam für mich jedoch viel zu schnell und oberflächlich.
Insgesamt hatte ich mit diesem Buch leider keine große Freude. Für mich war es eher eine Enttäuschung und ich würde es somit auch nicht weiterempfehlen. 2 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere