Cozy-Roman mit Urlaubsfeeling
If You Fly Too Farn Tine Nells neuem Roman geht es wieder auf Reisen. Statt den nördlichen Gefilden reisen wir nun auf die wunderschönen Kanaren. Nach Fuerteventura.
Protagonistin Elana ist ausgebildete Fitnesstrainerin. ...
n Tine Nells neuem Roman geht es wieder auf Reisen. Statt den nördlichen Gefilden reisen wir nun auf die wunderschönen Kanaren. Nach Fuerteventura.
Protagonistin Elana ist ausgebildete Fitnesstrainerin. Schon diesen Fakt fand ich ziemlich cool, da es kaum Bücher mit diesem Job gibt. Vor allem nicht als Frau. Dass die Autorin hier etwas aus den Standards rausgeht, liebe ich sehr.
Nach einer Trennung will Elana einfach weg und findet einen Job in einem Luxushotel auf den Kanaren. Die Handlung geht zügig voran, es gibt nicht viel Geplänkel, aber alles Wichtige wird erzählt. Auf der Insel angekommen lernt sie direkt zwei tolle Menschen kennen, die mit der Zeit ihre Freunde werden und bereits auf ihrer Hinfahrt gerät sie in Streit mit dem Love Interest, der zu allem Überfluss im Hotel auftaucht. Allerdings ist dies kein klassisches Enemies to Lovers. Elana ist lediglich von Adrians Art genervt und versucht ihm, aufgrund der Hotelregeln, aus dem Weg zu gehen. Die Beziehung zwischen beiden entwickelt sich allerdings rasch. Die Anfänge gingen mir etwas zu schnell, aber im weiteren Verlauf entschleunigt sich die Geschichte wieder.
Von Geschichten aus fernen Orten erwarte ich, dass sie mir Land und Leute näherbringen. Dies kam mir hier etwas zu kurz. Elana und Adrian reisen zwar an verschiedene Orte und man lernt die Insel kennen, aber ein paar mehr Fakten und Ausschmückungen hätten reingedurft. Allgemein hätten manche Gespräche und Situationen gerne noch gestreckt werden können. Das ist aber lediglich eine Frage des Geschmacks, denn das Wichtigste wird erzählt und wer sich auf einen kurzweiligen Roman freut, der einem das Cozy-Gefühl vermittelt, ist hier goldrichtig.
Zu einer jeden Geschichte gehören Twists und Wendungen. Zunächst dachte ich, diese wären alle vorhersehbar. Und die Twists, die ich auf den ersten paar Seiten gewittert hatte, traten auch alle so ein. Aber zu meiner Erleichterung brachte Nell noch einen weiteren Aspekt mit ein, der gegen Ende das Spannungslevel noch hob. Auch wenn hier wieder klar war, wer oder was der Auslöser war, gefiel mir, dass in die Geschichte nochmal Wind reinkam.