Starke Frauen, wilde Landschaften und ein Hauch von Magie
Die Truhe der SchamaninEin faszinierender Roman, der den Leser mitten hinein ins Jahr 1209 und ins aufstrebende Reich Dschingis Khans entführt. Yasemin Schreiber-Pekin lässt hier die raue Welt entlang der Seidenstraße lebendig ...
Ein faszinierender Roman, der den Leser mitten hinein ins Jahr 1209 und ins aufstrebende Reich Dschingis Khans entführt. Yasemin Schreiber-Pekin lässt hier die raue Welt entlang der Seidenstraße lebendig werden – mit starken Frauenfiguren, mystischen Elementen und einem feinen Gespür für historische Details.
Im Mittelpunkt steht die charismatische Schamanin Rana, die mit ihrer Tochter und deren Neugeborenem vor einer rachsüchtigen Fürstin flieht – eine spannende Reise durch die Steppe und Wüste beginnt, bei der nicht nur magische Truhen, sprechende Schädel und verspielte Schneeleopardinnen eine Rolle spielen, sondern auch das menschliche Ringen zwischen Macht, Herkunft und Spiritualität.
Besonders beeindruckt haben mich die tief gezeichneten weiblichen Protagonistinnen und die authentische Schilderung des harten Lebens in einer wilden, wenig bekannten Epoche. Einzig die häufigen Perspektivwechsel und die Vielzahl an Figuren machten es mir stellenweise schwer, der Handlung durchgehend zu folgen.
Trotzdem ein packender und ungewöhnlicher historischer Roman – mit viel Herz, Humor und einer Prise Magie. Absolute Leseempfehlung für alle, die das Außergewöhnliche suchen.