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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2023

Gefühlvoll, dramatisch

Wie der Winter klingt
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Leichte Spoilerwarnung, deswegen hier schon mal meine Bewertung: 3/5 Sterne

»Du bist ein Stück normales Leben für mich.«

Der plötzliche Verlust ihrer Mutter reißt Jane den Boden unter den Füßen weg – ...

Leichte Spoilerwarnung, deswegen hier schon mal meine Bewertung: 3/5 Sterne

»Du bist ein Stück normales Leben für mich.«

Der plötzliche Verlust ihrer Mutter reißt Jane den Boden unter den Füßen weg – bis sie auf den talentierten Straßenmusiker Adam trifft. Der charmante Optimist vertreibt mit seiner Musik die erdrückende Stille in ihrem Herzen und gibt ihr neuen Mut. Doch heftige Vorurteile aus Janes Umfeld und Adams verdrängte Vergangenheit bedrohen das Glück der beiden. Ein Kampf zwischen Herz und Vernunft entflammt, der die sanfte Melodie ihrer Herzen aus dem Takt bringt.
Wie gut kennt Jane den Mann, den sie liebt, wirklich? 

Die Geschichte greift gleich mehrere wichtige Themen auf, die im Laufe des Buches eingeführt werden. Ein besonders interessantes Thema war die Musik, insbesondere die Straßenmusik von Adam. Die Gefühle und die Situation, welche Adam lebt, wurden gut erklärt und voller Emotionen dargestellt. Für mich eine neue Sichtweise auf Straßenmusiker und Musik als Beruf, den ich vorher so noch nicht kannte.

Das Buch hat einen guten und flüssigen Schreibstil, sodass man als Leser nur so durch die Seiten fliegt. Dies wird zudem durch den Aufbau und Verlauf der Geschichte unterstützt. Die Geschichte ist in mehrere Teile unterteilt, die jeweils einen Höhepunkt haben. Während Janes und Adams Beziehung im ersten Teil sehr schnell aufgebaut wird, kommen im zweiten Teil andere Probleme zu Tage.

Zunächst zu den Figuren und den Beziehungen. Die Figuren waren mir zunächst alle sehr sympathisch. Ebenso fand ich die Beziehung von Jane und ihrem Vater, wenn auch etwas getrübt durch den Tod der Mutter, schön zu lesen. Die Beziehung von Jane und Adam fand ich leider etwas zu schnell. Ohne großes Kennenlernen verlieben die beiden sich und gehen eine Beziehung ein, wobei man als Leser wenig von Dates oder dergleichen mitkriegt, da alles eher kurz aufgezählt und erzählt wird. Dadurch konnte ich die Gefühle nicht wirklich nachempfinden. Dennoch waren die Szenen, die dann ausgeschrieben und detailliert erzählt wurden, gefühlvoll, romantisch und einfach wunderschön beschrieben.

In den nächsten Teilen kommen wir dann Adam näher. Denn Jane weiß kaum etwas über ihn und auch wenn sie zunächst sagt, dass es sie nicht stört, stört es sie dann doch nach wenigen Wochen. Die Probleme von Adam werden schließlich dramatisch aufgedeckt. Janes Reaktion fand ich hier zunächst angemessen, jedoch im Verlauf immer unsympathischer. Denn erst will sie die Wahrheit und dann lässt sie ihn nicht erklären. Gleichzeitig wurden die Gefühle von Adam gut an den Leser gebracht, während Jane sich wenig ihrem Alter entsprechend verhält. Die Storyline rund um Adam war dabei fesselnd und ließ mich immer weiter lesen, da ich wissen wollte wie und ob es gelöst wird und wie es mit Jane und Adam weitergeht.

Die Probleme und Dramatik sind keine neuartigen Probleme, sondern welche, die tatsächlich so in der Welt geschehen, jedoch fand ich den Umgang und die Lösung des ganzen nicht ganz so gut gewählt. Menschen wurden verletzt, Adam und sein Vater, und dennoch bleibt die Mutter beim Vater. Auch ihre Erklärung am Ende war für mich leider nicht nachvollziehbar und sollte meiner Meinung nach kein „Beispiel“ an Romantik für Jane und Adam sein.


Alles in allem ein Buch, welches viele wichtige Themen aufgreift, diese jedoch zum Teil nicht ganz so gut löst, während gleichzeitig neue Sichtweisen dargelegt werden. Die romantische Beziehung gewinnt erst im weiteren Verlauf der Geschichte an Tiefe, ist aber dann schön zu lesen.

3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 28.09.2022

Schön

Die Forscherin. Prinzessin Therese und der Ruf des Amazonas
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Ende des 19. Jahrhunderts: Therese von Bayern erfüllt so gar nicht die Erwartungen, die ihre Zeit an eine Prinzessin hat. Sie weigert sich zu heiraten und interessiert sich brennend für Naturwissenschaften ...

Ende des 19. Jahrhunderts: Therese von Bayern erfüllt so gar nicht die Erwartungen, die ihre Zeit an eine Prinzessin hat. Sie weigert sich zu heiraten und interessiert sich brennend für Naturwissenschaften – und es zieht sie in die Ferne, in das Land ihrer Träume: Brasilien. Gemeinsam mit drei Begleitern reist sie über den Atlantik und taucht ein in eine tropische Welt voller Wunder. Therese ist wie gebannt von diesem Land, erlebt seine Schönheit und Vielfalt, aber auch Gefahren und Grausamkeit. Sie lernt einen Mann vom Volk der Tupí kennen, der ihr ein Leben näherbringt, das sich von ihrem gänzlich unterscheidet. So wird diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis – und zur Geschichte einer besonderen Liebe.

Das Buch gehört eher zu den Genre Historie und Biographie. Diese Genre habe ich bisher sehr selten gelesen und mag sie auch nicht so wirklich. Leider war es auch hier der Fall. Dabei ist das Buch sehr schön geschrieben. Es lässt sich sehr gut lesen und erzählt einmal von Thereses Reise im Jahre 1888 und zu einem späteren Zeitpunkt im Leben.
Therese ist eine sympathische, starke Frau, die sich trotz der Zeit gegen die gängigen Meinungen hinwegsetzt und für ihre Meinung kämpft. Dabei werden ihre Reise und das Leben schön beschrieben, jedoch merke ich hier, dass die Genre nicht so wirklich was für mich sind. Denn einen Höhepunkt oder dergleichen gibt es nicht wirklich, sodass das Buch für mich nett und für zwischendurch war.

Dennoch kann ich das Buch an Leser von Historischen Romanen und Biographien empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.09.2022

Weiterer toller Roman

The American Roommate Experiment – Die große Liebe findet Platz in der kleinsten Wohnung
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Die junge Autorin Rosie hat gleich mehrere Probleme: Die Muse will sie nicht küssen und sie leidet unter einer Schreibblockade. Zu allem Überfluss fällt ihr in ihrem Apartment die Decke auf den Kopf. Wortwörtlich! ...

Die junge Autorin Rosie hat gleich mehrere Probleme: Die Muse will sie nicht küssen und sie leidet unter einer Schreibblockade. Zu allem Überfluss fällt ihr in ihrem Apartment die Decke auf den Kopf. Wortwörtlich! Zum Glück hat sie den Ersatzschlüssel zum Loft ihrer besten Freundin Lina, die gerade auf Reisen ist. Doch was Lina vergessen hat zu erwähnen: Ihr Cousin Lucas wohnt auch gerade bei ihr. DER Lucas, für den Rosie schon lange heimlich schwärmt und der in jeder Hinsicht zu gut ist, um wahr zu sein. Er bietet Rosie nicht nur an, die Wohnung mit ihm zu teilen, sondern schlägt ihr auch ein gewagtes Experiment vor: Um ihre schriftstellerische Inspiration wach zu kitzeln, soll sie eine Reihe von außergewöhnlichen Dates erleben. Rosie hat nichts zu verlieren, oder?

Wie auch im ersten Band ist der Schreibstil gut und flüssig und die Geschichte einfach schön durchdacht.
Rosie und Lucas sind einfach total süße Charaktere, die mit ihren eigenen kleinen Problemen zu kämpfen haben.
Das Experiment und die Gefühle der beiden sind zwar vorhersehbar, dennoch hat es Spaß gemacht, die Geschichte zu verfolgen.
Das einzige was mich etwas gestört hat, war, dass es beide sehr offensichtlich machen, dass sie aufeinander stehen (immerhin erwähnen beide ständig, dass sie einander auschecken) und dennoch wird ein großes Ding draus gemacht.

Sonst eine wirklich tolle Romance-Geschichte.

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Veröffentlicht am 27.09.2022

Schöner Roman

Überredung
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Vor acht Jahren schlug Anne Elliot auf Anraten ihres Vaters den Heiratsantrag des jungen Heißsporns Frederick Wentworth aus und entschied sich für ein ruhiges Leben auf dem Familiengut. Doch fad schmeckt ...

Vor acht Jahren schlug Anne Elliot auf Anraten ihres Vaters den Heiratsantrag des jungen Heißsporns Frederick Wentworth aus und entschied sich für ein ruhiges Leben auf dem Familiengut. Doch fad schmeckt der Alltag in den Kreisen des Landadels, der in leerem Standesdünkel verharrt. Als sie dem inzwischen gereiften Frederick überraschend wiederbegegnet, bahnt sich nur zögerlich eine zarte Romanze an …

Dies war mein erster Roman von Jane Austen, weswegen ich absolut keine Ahnung hatte, was mich erwartet.
Überraschenderweise muss ich sagen, dass ich echt Spaß hatte, das Buch zu lesen. Der Schreibstil war zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, da dieser doch sehr anders als heutzutage ist. Die vielen Figuren, ihre Namen und alle Verwandtschaftsverhältnisse wiederum waren leider echt zu viel für mich XD
Doch Anne war ein sehr süßer Charakter, wenn auch etwas zu perfekt meiner Meinung nach.
Die Romanze zwischen ihr und Captain Wentworth wird schön dargestellt, auch wenn mir dennoch etwas die Verbindung dazu fehlte. Die anderen Probleme und Geschichten der anderen Charaktere, werden toll eingearbeitet und sind interessant zu lesen.

Das Nachwort war interessant zu lesen, auch wenn ich die Deutung des Romans zum Teil nicht nachvollziehen kann.

Alles in allem hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen, auch wenn der Schreibstil und die vielen Charaktere etwas schwierig waren.

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Veröffentlicht am 26.09.2022

Was für ein wunderbares Fantasybuch

Kupferblut
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Als die Königin des Vier-Länder-Bündnisses die junge Schneiderin Soleya zu sich ruft, glaubt diese, dass all ihre Träume wahr werden.
Was sie jedoch nicht weiß ist, dass in ihrem Blut der Schlüssel liegt, ...

Als die Königin des Vier-Länder-Bündnisses die junge Schneiderin Soleya zu sich ruft, glaubt diese, dass all ihre Träume wahr werden.
Was sie jedoch nicht weiß ist, dass in ihrem Blut der Schlüssel liegt, welcher der Welt die reine Magie zurückbringen kann.
Bei einem Angriff durch die Festung der gestohlenen Künste offenbart sich durch die Drachenkriegerin Aiyana der eigentliche Plan der Königin. Und für Soleya stellt sich die Frage, wem sie wirklich vertrauen kann.

Wie bereits bei Eine Krone aus Frost und Schatten kam ich zunächst nicht so ganz mit dem Schreibstil klar, da er eher poetisch ist. Jedoch änderte sich dies beim Lesen schnell, sodass ich gut und flüssig durch das Buch kam. Dabei blieb es die ganze Zeit spannend, wodurch ich nicht aufhören konnte zu lesen.

Soleya war mir zunächst naiv und gutmütig und verehrt die Königin, wobei mir diese von Anfang an komisch vor kam. Doch Soleya entwickelt sich. Sie wird stärker, unabhängiger und glaubt nicht mehr auf Anhieb alles, wodurch sie noch stärker wird.
Aiyana mochte ich von Anfang an und fand ihren Charakter und ihre Geschichte sehr interessant. Die Beziehung der beiden entwickelt sic gut und lässt so schön nachempfinden, während Soleya wächst, wodurch auch die Beziehung wächst.

Die Welt, die Magie und die Drachen haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Zunächst scheint man die Welt leicht zu verstehen, doch die Magie und die Artefakte bringen etwas besonderes in die Geschichte mit ein. Genau so wie die Drachen, die einen großen Teil einnehmen und die Welt noch etwas besonderer machen, denn die Art der Drachen in Verbindung mit der Magie, habe ich bisher nicht so gelesen.

Das Ende des Buches hat mich doch total überrascht und lässt mich gespannt auf den zweiten Band warten, denn what?? Damit habe ich absolut nicht gerechnet und zeigt doch nur, wie Soleya sich verändert hat.

Eine absolute Empfehlung für jeden der Magie, Drachen, tolle Charaktere, die wachsen und eine spannende Geschichte suchen.

4,5/5 Sterne

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