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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2026

Ein unterhaltsamer Weihnachtskrimi

Das tödliche Christmas Game
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Ein unterhaltsamer Weihnachtskrimi. Die Idee hat mir gut gefallen, auch wenn ich bei den Rätseln nicht wirklich mitmachen konnte, da mir die versteckten Hinweise zumeist nichts gesagt haben und ich in ...

Ein unterhaltsamer Weihnachtskrimi. Die Idee hat mir gut gefallen, auch wenn ich bei den Rätseln nicht wirklich mitmachen konnte, da mir die versteckten Hinweise zumeist nichts gesagt haben und ich in der klassischen Krimiwelt, die die Autorin zugrunde legt, nicht wirklich zuhause bin. Aber da alles wunderbar erklärt wird war das kein Problem. Insgesamt konnte mich das Buch aber nicht besonders fesseln, es plätscherte dahin und eigentlich war nur interessant, wer am Ende der/die Mörder/in ist. Die Charaktere waren mir leider auch nicht so richtig sympathisch, vor allem die Hauptperson Lily fand ich oft nervig, die vielen Beschreibungen und Erwähnungen ihrer Korsetts hätte ich schon gar nicht gebraucht. Am besten gefiel mir eigentlich die schnippische Haushälterin Mrs. Castle. Fazit: kann man lesen - oder auch nicht. Im Gedächtnis bleiben wird mir das Buch eher nicht.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Zu wenig

Mathilde und Marie
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Bei diesem Buch hatte ich große Erwartungen, sowohl was die Handlung als auch die Atmosphäre in dem beschaulichen Bücherdorf Redu angeht. Leider hat sich das Buch dann nicht als mit meiner Erwartungshaltung ...

Bei diesem Buch hatte ich große Erwartungen, sowohl was die Handlung als auch die Atmosphäre in dem beschaulichen Bücherdorf Redu angeht. Leider hat sich das Buch dann nicht als mit meiner Erwartungshaltung kompatibel erwiesen. Zum einen konnte mich der Schreibstil überhaupt nicht fesseln, denn auch wenn ich unaufgeregte, entschleunigte Geschichten durchaus mag, war mir die Schreibweise zu zurückhaltend, zu achtsam, zu sehr darauf bedacht alles in einer besonders harmonischen stimmungsvollen Atmosphäre zu zeichnen. Auch die Charaktere blieben dabei seltsam diffus und verschwommen und es wurde viel angedeutet, aber zu wenig klar ausgesprochen. Auch hat mich gestört, wie oft betont wurde dass Marie seit ihrer Ankunft irgendwie alles auf Anhieb richtig gut gelingt, was irgendwie nicht gepasst hat - mir haben kleine menschliche Fehler und Makel gefehlt. Insgesamt kam das Buch für mich persönlich zu bemüht rüber und war gleichzeitig zu oberflächlich und szenenhaft, um tatsächliche Tiefe zu vermitteln - manchmal passt es einfach nicht. Fazit: was für die einen bestimmt einen großen Zauber ausmacht, hat für mich leider gar nicht funktioniert.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Glück für alle

Die Glücksagenten
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Der Einstieg war für mich etwas holprig. Perrine hat ihre Arbeit verloren, und zunächst habe ich mich gewundert wie sie da Zeit und Geld aufbringen kann, um ihre Glücksmissionen ins Leben zu rufen. Erst ...

Der Einstieg war für mich etwas holprig. Perrine hat ihre Arbeit verloren, und zunächst habe ich mich gewundert wie sie da Zeit und Geld aufbringen kann, um ihre Glücksmissionen ins Leben zu rufen. Erst als klar war, dass sie nicht unbedingt arbeiten und Geld verdienen muss, konnte ich mich besser auf die Geschichte einlassen und die vielen kleinen Glücksmomente, die Perrine mit Unterstützung der Hündin Fanette anderen Menschen zuteil werden lässt, genießen. Trotzdem wurde ich den Eindruck nie ganz los, dass Perrine irgendwie auch naiv und ein bisschen kindlich agierte, aber da prallt vielleicht auch nur mein Pragmatismus auf diese einfühlsame und durch und durch positive Frau, die ihrem Leben einen ganz besonderen neuen Sinn gibt, von dem sich alle ein Stück abschauen sollten. Fazit: das Glück, das man schenkt, kommt vielfach zurück.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Familie und andere Sorgen

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Ich hatte bereits den Vorgängerband "Bei euch ist es immer so unheimlich still" gelesen, daher waren mir einige Personen bekannt, wenn auch in anderem Alter. Das Buch erzählt auf zwei Zeitebenen - eigentlich ...

Ich hatte bereits den Vorgängerband "Bei euch ist es immer so unheimlich still" gelesen, daher waren mir einige Personen bekannt, wenn auch in anderem Alter. Das Buch erzählt auf zwei Zeitebenen - eigentlich drei, aber die eine wird nur kurz als Rahmenhandlung eingebracht - und wie immer gefällt mir die Vergangenheitsgeschichte besser als die Gegenwart. Wobei es diesmal knapp war, denn auch Hannahs Geschichte hat es in sich: nach dem Auszug der besten Freundin aus der WG steht Hannah allein da, was aber nicht lange anhält, da sie wider besseres Wissen den Neffen einer Kollegin bei sich einquartiert. Was im Nachhinein vielleicht doch keine so schlechte Entscheidung sein sollte. Zudem taucht Hannahs Vater wie aus dem Nichts auf, um sie nach vielen Jahren kennenzulernen - natürlich ist Hannah misstrauisch, welches Motiv der Vater hat. Zwischendrin immer wieder die Kapitel, die die Geschichte von Marlen, die gegen Kriegsende von der Malerin Wilma aufgenommen und ausgebildet wird. Während Wilma Marlen ihr künstlerisches Wissen vermittelt, um Marlen als Hilfe einzusetzen, entwickelt Marlen eigene Wünsche und Ziele, kämpft aber gleichzeitig mit Schuldgefühlen gegenüber Wilma, die sie aufgenommen hat. In beiden Zeitebenen geht es also um familiäre Beziehungen, die Frage ob und wieviel man Eltern schuldig ist, aber auch was Eltern ihren Kindern schulden. Dankbarkeit, Vertrauen, Unterstützung, Respekt, Toleranz, Schuld - alle diese Themen werden mehr oder weniger angesprochen und am Ende muss doch jede(r) für sich selbst entscheiden, welche Familie man um sich haben will. Auch wenn ich das Buch sehr gerne gelesen habe, denn es war spannend, unterhaltsam und bot viele interessante Momente, komme ich nicht wirklich mit einem klaren Fazit, einer Auflösung oder einem eindeutigen Happy End heraus - aber das ist vielleicht auch gar nicht gewollt. Auf jeden Fall habe ich jetzt wieder einen Anstoss bekommen, endlich den ersten Band dieser Familiensaga, in dem Hannah auf Bildsuche geht, zu lesen.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Horror-Thriller vom Feinsten

Verbrenn das Negativ
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Wow, ich bin total begeistert von diesem Buch! War ich anfangs noch skeptisch, ob sich die Geschichte wirklich zu einem Horrorroman entwickeln oder doch nur eine weitere blutige Psycho/Slasher/Serienkiller-Variante ...

Wow, ich bin total begeistert von diesem Buch! War ich anfangs noch skeptisch, ob sich die Geschichte wirklich zu einem Horrorroman entwickeln oder doch nur eine weitere blutige Psycho/Slasher/Serienkiller-Variante abliefern würde, war ich spätestens, nachdem die Sache klar war, überzeugt. Geschickt führt uns der Autor ein ums andere Mal in die Irre, bis uns wie der Protagonistin der Kopf schwirrt vor lauter Verdachtsmomenten, Vermutungen und Zweifeln. Wem kann Polly/Tammy/Laura wirklich trauen und wer spielt ein falsches Spiel? Mehr als einmal wird sie von den Menschen, die ihr angeblich helfen wollen, ge- und enttäuscht. Aber bedeutet das auch, dass alte Kollegen, das Medium oder gar ihre Schwester etwas mit den grausamen Morden zu tun haben?
Immer klaustrophobischer und unheimlicher wird die Situation und lässt Laura an ihrem eigenen Verstand zweifeln, bis sie sich im alles entscheidenden Finale ihrer dunklen Vergangenheit stellt.
Mit den vielen am Anfang jedes Kapitels eingestreuten Medienschnipseln rund um das Phänomen des Films The Guesthouse und seiner geplanten Neuinterpretation It Feeds wird häppchenweise Hintergrundwissen, aber auch viel Spekulation geliefert, was zu weiteren Vermutungen verleitet. Dabei bleibt es bis zur letzten Seite unvorhersehbar, unheimlich und spannend sowieso. Absolute Leseempfehlung!

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