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Veröffentlicht am 12.09.2025

Wenn Vertrauen über Angst siegt

Queens Cartel (Band 1) - With All Your Scars
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Meine persönliche Meinung:
Bereits der Einstieg in die Geschichte hat mich positiv überrascht. Die Autorin nutzt eine Eilmeldung der Nachrichten, um den Leser sofort mitten ins Geschehen zu katapultieren. ...

Meine persönliche Meinung:
Bereits der Einstieg in die Geschichte hat mich positiv überrascht. Die Autorin nutzt eine Eilmeldung der Nachrichten, um den Leser sofort mitten ins Geschehen zu katapultieren. Ein ungewöhnlicher, aber clever gewählter Auftakt, der Spannung verspricht.

Passend zum Thema und Setting des "Queens Cartel" sind die Kapitel nicht nur mit Nummern und den Namen der Protagonisten versehen, sondern auch mit einer Krone dekoriert. Ein kleines, aber liebevolles Detail, das das Gesamtkonzept stilistisch abrundet.

Von Beginn an gelingt es Anne Lück, die Emotionen und inneren Konflikte ihrer Charaktere greifbar zu machen. Die Figuren wirken lebendig, ihre Entscheidungen nachvollziehbar, ihre Entwicklung glaubwürdig.
Erzählt wird aus der Ich-Perspektive, was dem Leser nicht nur einen intimen Einblick in die Gedankenwelt der Protagonisten gewährt, sondern auch das Leseverständnis erleichtert. Die Sprache ist klar und zugänglich, sodass man mühelos durch die Seiten fliegt.

Florie, eine junge angehende Ärztin, ist eine warmherzige und gleichzeitig sturköpfige Frau. Eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt.
Cillian hingegen, der Boss des "Queens Cartel", wird als bedrohlich, dominant und unnahbar eingeführt, doch hinter seiner harten Schale verbirgt sich ein weicher Kern. Sein Bad-Boy-Charme, gepaart mit Loyalität und unerwarteter Sensibilität, macht ihn zu einer faszinierenden Figur, die einem schnell unter die Haut geht. Ich habe während des Lesens regelrecht mit den beiden mitgefiebert.

Besonders gelungen ist der Aufbau der Geschichte. Die Handlung wird durch eingestreute Medienberichte, Interviews und Dokumentationen rund um das Cartel ergänzt. Diese Elemente geben nicht nur mehr Tiefe, sondern auch einen realistischen Anstrich. Dadurch wirkt die Geschichte vielschichtiger und authentischer. Beinahe wie ein Blick hinter die Kulissen einer kriminellen Untergrundwelt, ohne dabei den Fokus auf die emotionale Reise der Figuren zu verlieren.

Trotz des düsteren Settings bringt die Beziehung zwischen Florie und Cillian immer wieder Wärme in die Geschichte. Ihr langsames Annähern und das wachsende Vertrauen zwischen ihnen sind glaubwürdig und berührend erzählt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich in einem angenehmen Tempo. Ein gelungener Slow-Burn, der mit wenigen, spicy Szenen auskommt.


Fazit:
„Queens Cartel – With All Your Scars“ ist der fesselnde Auftakt einer Dilogie im New-Adult-Genre. Band 1 überzeugt mit emotionaler Tiefe, authentischen Figuren und einem spannenden Setting. Anne Lück entführt die Leser:innen in eine gefährliche, zugleich faszinierende Welt und macht mit dem bewegenden Ende Lust auf Band 2.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Familienfluch trifft auf Junghexe

Beneath the Ivy - The Witches of Silvercrest Coven
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Meine persönliche Meinung:
Das Cover wirkt auf den ersten Blick magisch und passt wunderbar zur Geschichte rund um Hexen und Magie. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass das Haus von einem dunklen Schatten ...

Meine persönliche Meinung:
Das Cover wirkt auf den ersten Blick magisch und passt wunderbar zur Geschichte rund um Hexen und Magie. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass das Haus von einem dunklen Schatten umgeben ist. Ein Detail, das sich auch in der Handlung widerspiegelt.

Im Mittelpunkt steht die Familie Winslow, bestehend aus Hexen und Hexern. Die Hauptfigur ist Marissa, genannt Rissa, umgeben von einer Vielzahl weiterer Charaktere. Besonders hervorzuheben sind ihre Cousine Norah und ihr Cousin Benji, die wie Geschwister für sie sind. Eine zentrale Rolle spielt außerdem Caleb.

Rissa besitzt die Gabe der Seherin. Sie ist eine beeindruckende Jugendliche, die sich ihren Ängsten stellt und entschlossen handelt.
Norah ist nicht nur ihre Cousine, sondern auch ihre beste Freundin, ein Bücherwurm und eine hoffnungslose Romantikerin.
Benji bringt die Rolle des großen Bruders ein. Er hinterfragt Rissas Pläne, steht ihr aber stets treu zur Seite. Sein ausgeprägter Beschützerinstinkt und seine liebevolle Art machen ihn sympathisch.
Caleb stammt aus der McSweeney-Familie, die mit den Winslows verfeindet ist. Er zeigt Mut, Engagement und eine gewisse Hartnäckigkeit. Caleb ist stets hilfsbereit und korrekt.

Die Figuren sind lebendig und mit Liebe zum Detail gezeichnet, genauso wie die Geschichte, die durch einen angenehmen und zur Zielgruppe passenden Schreibstil getragen wird. Die Sprache schafft eine harmonische, magische Atmosphäre, die gut zu den jungen Hexen passt.

Das Hexenbuch behandelt Familiengeheimnisse, aufkeimende Liebe und konzentriert sich vor allem auf den Fluch, der über allem schwebt. Besonders gefallen hat mir die Idee rund um das Haus Silvercrest Manor, das der Geschichte einen verspielten und unterhaltsamen Flair verleiht. Auch die Handlungen in der Zeitblase wurden wunderbar umgesetzt und als Leserin hatte ich nicht den Eindruck von Stillstand.


Fazit:
Ein magischer Jugendroman mit viel Herz, Spannung und zauberhafter Atmosphäre. Besonders geeignet für Fans von Hexengeschichten, starken Charakteren und familiären Geheimnissen.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Liebeschaos mit holprigem Start und gereiftem Ende in Paris

Never Trust Your Fake Husband
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Meine persönliche Meinung:
Der New Adult Roman spielt in Paris. Ein Setting, das bereits durch den Eiffelturm auf dem Cover eingefangen wird.
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht, doch leider ...

Meine persönliche Meinung:
Der New Adult Roman spielt in Paris. Ein Setting, das bereits durch den Eiffelturm auf dem Cover eingefangen wird.
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht, doch leider konnte das Buch meine Erwartungen bereits ab der ersten Seite nicht erfüllen.

Der Einstieg fiel mir schwer, vor allem wegen des ungewohnten Schreibstils, der mich eher abgeschreckt als abgeholt hat. Ich hatte gehofft, dass sich die sprachliche Ausdrucksweise im Verlauf verbessert, was zum Teil auch der Fall war.

Ally Carter die bereits eine erfahrene Autorin ist, hat hiermit ihren ersten New Adult Roman veröffentlicht. Leider wirkte die Sprache der weiblichen Hauptfigur eher wie in einem Young Adult Buch, zu kindlich und unreif für das Genre. Immer wieder wurden dieselben Floskeln verwendet, was auf Dauer ermüdend war. Auch die humorvollen Dialoge, die sicherlich für Leichtigkeit sorgen sollten, wirkten nicht und waren zu viel des Guten.

Die Kapitel sind abwechselnd mit „Sie“ und „Er“ dargestellt, was eine interessante Struktur schafft. Erzählt wird aus der Erzählerperspektive, was gut funktioniert.

Mit der Protagonistin „Sie“ hatte ich jedoch von Anfang an meine Schwierigkeiten. Ihr Verhalten war oft kindisch, ihre Gedankengänge absurd und ihre überdrehte Art passte für mich nicht zur Situation, in der sie sich befand. Sie wirkte, als würde sie glauben, in einem Spiel zu stecken. Das machte es mir schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen.
Jake Sawyer hingegen fand ich von Anfang an sympathisch. Seine Rolle als Spion war glaubwürdig und sein Charakter gut ausgearbeitet. Er wirkte fokussiert und kühl, aber zugleich zeigte er im Laufe der Geschichte auch eine weiche, herzliche Seite, die ihn greifbar machte.

Positiv hervorzuheben ist, dass ein klarer roter Faden erkennbar ist. Es wirkte auf mich, als wäre die Autorin während des Schreibprozesses gemeinsam mit ihrer Geschichte gewachsen. Vor allem ab der zweiten Hälfte wurden die Szenen stärker, stimmungsvoller und haben mich dazu motiviert weiterzulesen. Ab dem dritten Viertel hat sich auch die Protagonistin weiterentwickelt, sie wurde reifer und dadurch erträglicher.

Das Ende des Romans hat mir besonders gut gefallen. Es war stimmig und rund, und es deutet auf eine mögliche Fortsetzung hin, was mein Interesse durchaus geweckt hat.


Fazit:
Ein durchwachsener Einstieg in Ally Carters ersten New Adult Roman mit Schwächen in Stil und Figurendarstellung, der sich jedoch im Laufe der Geschichte steigerte. Wer durchhält, wird mit einem gelungenen Ende belohnt und möglicherweise auf einen zweiten Band neugierig gemacht.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Fesselnd, authentisch, anders als erwartet

Say My Name
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Meine persönliche Meinung:
Das Cover ist passend zum Romantic Suspense Roman gewählt. Mit dem schwarzen Hintergrund passt es perfekt zum Thrill und dennoch hat es mit den blauen Blüten etwas liebliches, ...

Meine persönliche Meinung:
Das Cover ist passend zum Romantic Suspense Roman gewählt. Mit dem schwarzen Hintergrund passt es perfekt zum Thrill und dennoch hat es mit den blauen Blüten etwas liebliches, wie eine süße Verführung.

Der Klappentext hat mich eine etwas andere Geschichte erwarten lassen. Aber hey, dass soll nicht gleich immer etwas Schlechtes heißen. Die Autorin Francis Eden hat es auf jeden Fall geschafft, mich positiv mit diesem Buch zu überraschen.

Schon an der ersten Seite gefiel mir die Aufmachung des Romans, da die Kapitel als Regel Nummer #1 usw. bezeichnet werden. Dies wirkt zu Beginn zusätzlich etwas bedrohlich und spannend.

In diesem Buch werden eigentlich zwei Geschichten gleichzeitig erzählt, eine aus der Vergangenheit und eine in der Gegenwart, die sich dann zum Ende hin zu einer Geschichte entwickeln. Die Aufgrund des Schreibstils mit einfacher Sprache angenehm zu lesen war.

Die Story zwischen den beiden Hauptprotagonisten Vida und Krystian nahm langsam an Fahrt an. Dieses Tempo lässt den Roman jedoch nicht zäh wirken, sondern authentisch, wenn man die Hintergrundgeschichte kennt.

Vida war mir von Beginn an sympathisch. Mit ihren Eigenschaften wirkte sie stets lebensfroh auf mich und immer auf der Suche nach dem Guten.
Krystian konnte ich erstmal schwer einschätzen. Er ist zwiegespalten, liebevoll und voller dunkler Geheimnisse.
Die Handlungen der Figuren sind trotz den unausgesprochenen Geheimnissen stets authentisch und es wirkte nichts an den Haaren herbeigezogen. Ich hab bis jetzt selten einen Roman dieser Art gelesen, in dem so viel über die entstandenen Situationen gesprochen wurde. Die Emotionen sind hier sehr greifbar und ehrlich dargestellt.

Es kommen im Buch auch spicy Szenen vor. Hier hat die Autorin genau das richtige Maß gefunden und nicht zur Übertreibung geneigt, da es sonst nicht mehr zum Romantic Suspense Roman passen würde.


Fazit:
Ich bin noch immer überwältigt von der Geschichte. Francis Eden hat hiermit einen perfekten New Adult Roman für jeden der nicht auf endlose Dramen in Liebesgeschichten steht geschaffen. Die Autorin hat eine gute Mischung aus Liebe und Thrill getroffen und diese auch abwechslungsreich zu Papier gebracht. Ich wurde so eingenommen von der Geschichte zwischen Vida und Krystian, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Harmonisch, mitreißend...ein absoluter Wohlfühlroman.

This could be home
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Meine persönliche Meinung:
Das Cover hat eine sehr angenehme Farbe und ist dezent gehalten. Somit hat das Buch auch meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Der Klappentext bietet einen guten Einblick ...

Meine persönliche Meinung:
Das Cover hat eine sehr angenehme Farbe und ist dezent gehalten. Somit hat das Buch auch meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Der Klappentext bietet einen guten Einblick in die Handlung des Romans. Jedoch hab ich mir durch diese Beschreibung das klassische Drama erwartet.

"This could be home" ist der zweite Band der Hawaii-Love-Trilogie. Bei dieser Reihe ist es jedoch nicht notwendig, die anderen vorab zu kennen. Ich habe auch mit Band 2 gestartet.

Der Roman lässt sich flüssig lesen und strahlt sehr viel positive Energie aus. Die Autorin Lilly Lucas hat mit ihrer Geschichte eine Wohlfühlzone für mich geschaffen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Die beiden Hauptcharaktere Laurie und Tristan sind sehr sympathisch. Jeder hat seine eigene Geschichte zu tragen und dennoch spürt man so viel positive Energie von ihnen. Tristan war anfangs etwas mürrisch, hat jedoch schneller als erwartet seine harte Schale abgelegt.

Zwischen den Figuren gab es sehr viele Gespräche, die dem Buch Authentizität verliehen. Die Autorin verfolgte mit ihrer Geschichte einen klaren roten Faden. Trotz der Harmonie wurde es nie langweilig und ich wollte immer mehr von Laurie und Tristan erfahren.


Fazit
Wer auf Liebesgeschichten mit dem großen Drama steht ist hier falsch. Für mich war es ein absoluter Wohlfühlroman. Ich bin etwas traurig, dass die Geschichte von Laurie und Tristan nun schon zu Ende ist. Ich werde auf jeden Fall die anderen Teile lesen, da mich die Autorin mir ihrer Geschichte und dem Schreibstil sehr überzeugt hat.

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