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Veröffentlicht am 01.06.2026

Noch ein Pilgerbuch?

Nach Santiago wollte ich nie
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Nach dem erfolgreichen Buch von Hape Kerkeling über seinen Jakobsweg sprossen entsprechende Bücher wie Sand am Meer aus dem Boden. Warum also jetzt noch ein Pilgerbuch, warum sollte man es lesen?

Meine ...

Nach dem erfolgreichen Buch von Hape Kerkeling über seinen Jakobsweg sprossen entsprechende Bücher wie Sand am Meer aus dem Boden. Warum also jetzt noch ein Pilgerbuch, warum sollte man es lesen?

Meine Antwort darauf ist: weil es zu den absolut sehr guten in diesem Genre gehört. Die Autorin ist Journalistin und kann schreiben. Das muss nicht unbedingt zusammenpassen. In diesem Fall aber doch. Sie schreibt sehr locker, mit viel Selbstironie, aber auch Selbstreflexion. Sie vermeidet ewig lange Ausführungen über detailliert gelaufene Kilometer. Auch die üblichen Pilgerprobleme mit Schlafsälen oder gesundheitlichen Sachen handelt sie relativ kurz ab. Das Besondere an dem Buch ist das Zusammentreffen mit verschiedenen Menschen, die man auf diese Weise ebenfalls mit kennenlernt. Auch die Änderung, die in ihr selbst vorgeht, ist gut beschrieben und absolut nachvollziehbar. So macht das mit Wandern von zu Hause aus große Lust und das Lesen Spaß. Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Schwächer

Der Mann aus dem Nebel
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Kommissarin Fria hat einen neuen Fall. In der Nähe von Flensburg wird in einem Wald eine vergrabene Leiche entdeckt. Einziger Anhaltspunkt ist ein Schmuckstück, dass sie zur Familie von Groten führt. Steinreich ...

Kommissarin Fria hat einen neuen Fall. In der Nähe von Flensburg wird in einem Wald eine vergrabene Leiche entdeckt. Einziger Anhaltspunkt ist ein Schmuckstück, dass sie zur Familie von Groten führt. Steinreich und einflussreich. Und bald werden ihr die Ermittlungen verboten. Doch dann kommt überraschend eine Einladung zum 90. Geburtstag des Familienoberhauptes auf Sylt und Fria ist erneut im Spiel. Und bald gibt es die nächsten Toten.

Ich habe schon mehrere Bücher des Autors gelesen und fand sie gut. Dieses allerdings war für mich etwas schwächer. Was in erster Linie an einer der Hauptfiguren liegt: dem Unbekannten. Da laufen viele Sachen im Hintergrund, die großen Einfluss auf die Ermittlungen haben, aber die für mich etwas verworren bleiben und mir so Spannung am Buch und Spaß am Lesen nahmen. Daher ist das Buch für mich leider nur Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Zu vorhersehbar

Woman Down
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Petra Rose ist eine erfolgreiche Autorin. Doch als ihr letztes Buch verfilmt wird, gibt es mehr als nur ein Problem und Petra wird von ihren Fans im Stich gelassen und fällt in eine lange Schreibblockade. ...

Petra Rose ist eine erfolgreiche Autorin. Doch als ihr letztes Buch verfilmt wird, gibt es mehr als nur ein Problem und Petra wird von ihren Fans im Stich gelassen und fällt in eine lange Schreibblockade. Sie beschließt, wie immer an einen See zu fahren und dort das nächste Buch zu schreiben. Da steht ein Polizist vor ihrer Tür und er sieht aus, wie ihr Romanheld. Eigentlich sogar noch besser.

Ich hatte bisher noch kein Buch der Autorin gelesen und ich werde wahrscheinlich auch kein weiteres lesen. Denn Woman down konnte mich nicht überzeugen. Was wirklich gut war, ist der Schreibstil, er lässt sich flüssig lesen und man langweilt sich nicht. Allerdings hatte ich bereits nach wenigen Seiten eine Vermutung, um was es hier geht. Und die wurde mir nach und nach genauso bestätigt. So gab es eigentlich für mich in dem ganzen Buch nur eine einzige Überraschung, die betraf das Privatleben von Petra. Alles andere war für mich so unheimlich vorhersehbar, dass ich sehr enttäuscht war und das Buch für mich nicht über Mittelmaß hinaus kommt.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Überzeugendes Debüt

The Artist
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Joseph kommt von London extra nach Südfrankreich. Er ist Journalist und will über den Maler Edouard Tartuffe - genannt Tata - in der Provence ein Porträt schreiben. Doch der Maler will das nicht und so ...

Joseph kommt von London extra nach Südfrankreich. Er ist Journalist und will über den Maler Edouard Tartuffe - genannt Tata - in der Provence ein Porträt schreiben. Doch der Maler will das nicht und so gibt es eine Art Vertrag: Joseph sitzt im Maler Modell und darf dafür im Haus wohnen und seinen Artikel schreiben. Tata ist allerdings nicht allein, da gibt es noch seine Nichte Ettie, die den gesamten Haushalt managt und die Launen von Tata aushalten muss.

Das Buch ist ein überzeugendes Debüt der Autorin. Besonders gut ist sie, wenn sie die Natur in der Provence beschreibt oder auch die Farben und Gegenstände auf den Bildern. Man meint förmlich, man ist dabei, kann die Farben sehen und die Gerüche spüren und den Wind und die Wärme merken. Die Geschichte selbst ist etwas schwieriger. Die Beschreibungen sind zwar wiederum gut gelungen - vor allem die Gegensätze der Idylle in der Provence zu dem tyrannischen Verhalten des Malers, die friedliche Natur zu den Schrecken des Ersten Weltkrieges, z. B. im Lazarett oder später in den Krankenhäusern, und die Unterdrückung der Frau im Haushalt und das Verbot, sie eine Künstlerin sein zu lassen. Die Entwicklung ist gut nachvollziehbar. Allerdings blieben mir nach dem Lesen einfach noch zu viele offene Fragen, was die Vergangenheit von Tata angeht und wie es mit ihm weitergeht. Hier hätte ich gern mehr erfahren. Doch insgesamt kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Interessante Wendungen

Weil sie lügt
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Annas Schwester Juliane ist vor anderthalb Jahren verschwunden. Inzwischen geht die Polizei von einem Verbrechen aus und verdächtigt Annas Vater, der in Untersuchungshaft im Gefängnis sitzt. Er beteuert ...

Annas Schwester Juliane ist vor anderthalb Jahren verschwunden. Inzwischen geht die Polizei von einem Verbrechen aus und verdächtigt Annas Vater, der in Untersuchungshaft im Gefängnis sitzt. Er beteuert seine Unschuld. Anna glaubt ihm mehr oder weniger. Sie selbst versucht, etwas über Julis Verbleib herauszufinden.

Das Buch ist sehr gut lesbar und über weite Strecken auch sehr spannend. Man möchte Anna glauben, doch sie selbst hat scheinbar viele Geheimnisse und nach und nach werden mögliche Verdächtige und Täter präsentiert, doch irgendwie passt alles nicht zusammen. Und so bleibt man ziemlich bis zum Ende ahnungslos, was denn passiert sein könnte und wer der Täter ist. Und dann werden eben zum Ende hin interessante Wendungen präsentiert, die zumindest ich nicht so auf dem Schirm hatte. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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